Fremdsprachige Bücher / Lest ihr nur auf deutsch?

  • Hallo,
    da ich auch des öfteren mal englische Bücher lese, wollte ich euch mal fragen wie ihr zu fremdsprachigen Büchern steht. Warum lest ihr sie oder warum lest ihr sie nicht?


    Ich meinerseits lese gerne englische Bücher, da Englisch auch oft die Muttersprache des Autors ist und so viele Gegebenheiten viel besser und im original rüberkommen. Bei Übersetzungen kann nämlich geschludert werden und einige Formulierungen der Fremdsprache gibt es im Deutschen gar nicht!
    Was meint ihr dazu?


    Bye,
    Immi!

  • Hallo Imandra,


    ich versuche auch meist, englischsprachige Bücher im Original zu lesen. Oft - beispielsweise bei Harry Potter, Artemis Fowl, Which witch? und anderen Jugendbüchern - finde ich sie auch leicht und angenehm zu lesen. Aber es gibt auch Bücher (vor allem Krimis), bei denen ich irgendwann aufgebe und mir doch die Übersetzung zulege, da ich das Gefühl habe, einfach nicht jede Feinheit zu verstehen.
    Witzigerweise hat ein polnischer Bekannter von mir begonnen, Deutsch zu lernen, nur um meine Stories und Romane lesen zu können ... Aber das wäre mir zu viel Arbeit, nur um ein Buch im Original lesen zu können.


    Ciao
    Andrea

  • Ich habe bisher noch kein englisches Buch gelesen. Ich habe zwar schon zweimal eines angefangen, aber es scheitert zum Einen dann an meinen doch recht dürftigen Englisch-Kenntnissen und zum anderen an meiner Ungeduld. Ich habe dann den Anspruch an mich auch jedes Wort verstehen zu wollen und bei der Masse an Wörtern, die ich nicht verstehe, komme ich aus dem nachschlagen dann nicht mehr raus.


    Ich weiß, ich weiß, man sagt mir oft, dass man ja nicht jedes Wort verstehen muss und sich der Sinn schon aus dem Lesen ergibt, aber ich bin dafür einfach zu ungeduldig... :(


    Fazit: Ich lese lieber weiter deutsch sprachige Bücher... :]

    "Nicht wer Zeit hat, liest Bücher, sondern wer Lust hat, Bücher zu lesen, der liest, ob er viel Zeit hat oder wenig."

    - Ernst Reinhold Hauschka

    Zitat

  • Hi,
    ich hab zum Beispiel "Herr der Ringe" und "der Hobbit" auf Englisch gelesen, aber beide hatte ich davor schon mal irgendwann auf Deutsch gelesen. Es war eigentlich nicht weiter schwierig, aber ich hab schon relativ viele Vokabeln nachgeschaut (ich hab so nen kleinen ranslator, da ist es nicht viel Arbeit). Sehr oft waren sie zum Verständnis nicht nötig, aber ich wollte aus reinem Interesse wissen, was sie heißen. Und ich muss sagen, ich hab viel gelernt dabei, es bringt mir echt was im Englischunterricht! Und ich fande die englische Originalausgabe auch irgendwie anders als das Deutsche. Es ist schon irgendwie eine andere Stimmung...besser auf alle Fälle.

  • Ich lese englisch, deutsch und niederländisch. Versuche auch immer das Buch in der Originalsprache zu lesen, vor allem wenn es sich um Autoren handelt, die wegen ihrer poetischen Ausdruckskraft bekannt sind.
    Aber oft lässt es sich nicht vermeiden, auch mal 'übersetzt' zu lesen.

  • Hallo ZUsammen,


    Ich lese auch englische Bücher, um mein Englisch zu verbessern. Beruflich kommt mir das sehr zugute.
    Allerdings lese ich lieber deutsche Bücher, die kann ich einfach schneller lesen. Für englische Bücher brauch ich länger.

    liebe Grüsse melanie


    Wenn man Engeln die Flügel bricht, fliegen sie auf Besen weiter !
    :keks


    :lesend )

  • @ Jeanne:
    Der Herr der Ringe war mein erstes "Erwachsenenbuch" (oder zumindest das erste, das aus der Erwachsenen-Abteilung unserer Bücherei stammte), und vermutlich habe ich es ein bißchen zu früh (mit sechs Jahren) gelesen. Damals fand ich es einerseits faszinierend und besser als das meiste, was ich bis dahin an Kinderbüchern verschlungen hatte; andererseits ist bis heute das Gefühl geblieben, daß dieses Buch auch sehr anstrengend zu lesen war. Daher habe ich es bisher nie wieder gelesen. Gehört zu den Dingen, die ich mir immer vorgenommen und angesichts mehrerer Regalreihen voller ungelesener Bücher immer wieder aufgeschoben habe ... Als wirklichen Fan kann ich mich sicher nicht bezeichnen, bin mir aber sicher, daß mir der HdR auch heute besser gefiele als vieles von dem, was zur Zeit so an Fantasy verlegt wird.
    - Andrea

  • Ich lese ebenfalls oft englische Bücher, weil


    1. mein Englisch gefördert wird
    2. in Originalsprache sind die Bücher oft besser
    3. So schön unsere deutsche Sprache ist, ist die englische weit vielfältiger
    4. durch die Übersetzungen werden gleich wie in Filmen oftmals Zusammenhänge und komplette Inhalte verwurschtelt.


    mfg

  • pixi
    Mit sechs Jahren :wow ???
    Kein wunder war es "anstrengend" zu lesen! Als ich den Leuten erzählt hab, ich les HdR auf Englisch waren sie alle ganz erstaunt: Oooh, das ist aber schweeer, oder niiicht?
    Aber ist es eigentlich überhaupt nicht (schon gar nicht auf deutsch... :) )
    Aber klar, man braucht länger. Ich auch.

  • Ich lese zur Zeit die Orginalversion von "Anne auf Green Gables". Ich versuche dadurch meine Englischkenntnisse aufzubessern und hoffe, dass es vielleicht bis zu den Prüfungen schon ein bißchen was bringt. Ich hab mir gedacht, ich fang mit etwas relativ leichtem an.
    Am Samstag war ich dann auf einem Konzert, bei dem auch die Bücher von Joolz Denby (kennt die vielleicht jemand - von Red Sky Coven?) verkauft wurden, weil die eben zu Red Sky Coven gehört. Ich bin mal gespannt, wie ich mit denen zurrecht komme.
    Bei Anne auf Green Gables habe ja ich die deutschen Ausgaben schon 2 oder 3 Mal gelesen.


    Ich schau nomalerweise nicht jedes Wort nach. Je nach dem wie ich Lust habe. Die wichtigen Wörter müssen natürlich immer nachgeschlagen werden, die weniger wichtigen lass ich manchmal sein, um den Lesefluss nicht noch mehr zu unterbrechen.


    LG
    Ronja

  • Das ist ja schön, dass auch so viele andere Bücher in originalsprache lesen. Allein schon wegen derselben Punkte die Historikus genannt hat!




    Im Moment lese ich gerade The priestess of Avalon von MZB.


    Bye
    Immi

  • Ich wage sogar zu behaupten, dass Bücher in der Englischversion besser sind als die deutschen Übersetzungen.


    Nun, ich war auch nicht immer in Englisch versiert. Jedoch habe ich mich pro Buch immer wieder gesteigert, zwar kann ich niemals jedes Wort übersetzen, doch man soll den Sinn dahinter verstehen. Dabei lernt man optimal Englisch: "Vokabeln verstehen und erörtern"


    mfg

  • Das eine oder andere englischsprachige Buch habe ich inzwischen schon gelesen. So z. B. "The Physician", "A Dangerous Fortune", "Pillars of the Earth"... natürlich die klassische Schullektüre: "Animal Farm", "1984"... und dann noch Chaim Potok: "The Chosen", "The Promise"... nicht zu vergessen natürlich Anne Rice: "Cry to Heaven".


    Ich stimme mit Historikus überein, dass ich nicht jedes Wort übersetzen könnte, aber solange ich den Sinn verstehe, reicht mir das :grin. Ich möchte ja schließlich kein Übersetzer sein.


    Ich ziehe auf jeden Fall die englische Originalfassung der Übersetzung vor, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Übersetzung oft erheblich vom Original abweicht.


    Meine bevorzugte Lektüre - Sachbücher :grin - lese ich allerdings nur auf deutsch. Das wäre mir dann doch zu anstrengend.

    ToniO



    Betrachte nicht den Krug, sondern dessen Inhalt.
    Rabbi Me'ir


    Coincidence is God's way of remaining anonymous.
    Albert Einstein

  • Ich selber lese englische Bücher nur noch im Original - allerdings ist Englisch die einzige Sprache, in der das bei mir funktioniert.


    Eine Autorin allerdings gibt es, die habe ich erst auf Deutsch schätzen gelernt: Donna Leon.


    Ich hatte ein Buch von ihr auf Englisch gelesen und fand es mittelprächtig bis nicht so doll. Als ich das einer Kollegin erzählte (die sonst auch viel Englisch liest), meinte sie, ich müsste Donna Leon auf Deutsch lesen, die Übersetzerin sei genial. Ich habe es probiert, mit "Death at La Fenice", zu Deutsch "Venezianisches Finale", und war begeistert. Danach habe ich mir noch die englische Fassung dazugekauft, um die eigentliche Qualität der Übersetzung beurteilen zu können, und es ist wirklich super gemacht.


    Aber das ist tatsächlich eher die Ausnahme. Und wer weiss, wie miserabelst literarische Übersetzer/innen bezahlt werden, der versteht auch besser, warum die Qualität (oft jedenfalls) so ist, wie sie ist - die Leute müssen Masse produzieren und haben keine Zeit für Qualität. Oder umgedreht: Die Verlage können sich keine guten Leute leisten, weil sie keine anständigen Honorare bezahlen können.

    Surround yourself with human beings, my dear James. They are easier to fight for than principles. (Ian Fleming, Casino Royale)

  • Mir gefällt es einfach hin und wieder englische Bücher zu lesen: Sei es um meine Kenntnisse wieder aufzufrischen, zu verbessern oder nur weil diese Bücher schneller im Handel erscheinen, als die deutsche Übersetzung (und vielleicht auch noch etwas billiger zu bekommen sind).


    @ Historikus: Bei mir ist es genauso. Bei meinem ersten englischen Buch war das noch ein richtiger Kampf mit dem Wörterbuch, aber man lernt einfach dazu und bekommt ein immer besseres Textverständnis. Mittlerweile lese ich wohl schon seit 6 Jahren immer wieder englische Bücher und heute benötige ich kaum noch ein Wörterbuch dafür.