'Zimmer ohne Aussicht' - Seiten 001 - 102

  • Zitat

    Original von hestia2312
    Dieses Hin und Her in der Gefühlswelt von Thea kann ich sehr gut verstehen, vor allem nach der Enttäuschung in ihrer Ehe.


    Da muss ich jetzt noch mal doof nachfragen. Die Thea war doch mit diesem Spritkopf Hannes nicht verheiratet, oder? Soweit ich das in Erinnerung habe, war Micha der Geschiedene von den beiden. Thea mit ihrer Bindungsangst traue ich alles andere, als eine Ehe zu. :gruebel

  • Zitat

    Original von Britt
    Ich gruschdl den Text schon mal raus und hoffe sehr auf Froschis Segen! :grin


    Dui griagt mit m Batscher.... wenn se ned will.... :kiss

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Zitat

    Original von Britt


    Für die Übersetzung brauch ich aber 'ne Weile. Weiß gar nicht, ob ich das noch alles zusammenkriege. :lache


    Lass des doch die Schoba macha, vielleicht kommt a neie Gschicht raus... :chen

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Zitat

    Original von Idgie


    Da muss ich jetzt noch mal doof nachfragen. Die Thea war doch mit diesem Spritkopf Hannes nicht verheiratet, oder? Soweit ich das in Erinnerung habe, war Micha der Geschiedene von den beiden. Thea mit ihrer Bindungsangst traue ich alles andere, als eine Ehe zu. :gruebel


    Nee, Thea war nicht verheiratet. :-)

  • Oh, dem Caipi wird sie nicht widerstehen können. :grin


    So sei es denn. Froschis Einverständnis vorausgesetzt kommt hier der ursprüngiche Dialog zwischen Thea und Frau Hämmerle:


    „Grüß Gott. Engel mein Name. Wohnen Sie hier?“
    „Joa, gans alloi. Seid mei Mah - S ´Hergöttle hann en sälig - em letschda Johr a Schlägle ghett hot. Der war no gar net so arg ald. Grad amol achdaachzig."
    „Das tut mir leid“, sagte Thea aufrichtig. „Sie sind bestimmt Frau Hämmerle. Und das alles ist sicher nicht einfach für Sie, so alleine.“
    „Noi, woisgott edda.“ Wie zur Bekräftigung drückte sie ihre Hand ins Kreuz und stöhnte. „Mei Jonge, des Saumensch, läbt en Düsseldorf ond kommt kaum amol hoim. Wenn i ebbes naidich hann, was i alloi nemme schaffa koa, benn i uff meine Nochbra oagwiesa.“
    Thea nickte mitfühlend, verzichtete aber darauf, auf die Tochter zu schimpfen und wollte gerade zur ersten Frage ansetzen, als Frau Hämmerle schon weiter sprach.
    „Weil i joa schier nix meh schlebba koa, kommd ewell zwoita Dag so an jonger Soicher, an Zivi sait mer zua nem, ond goaht mer em Glemberleslada oms Eck ge eikaufa. A gans a liabs Biable. Bloß dass dia Jonge sich heidsdag iberal mid denne Piersengsdenger volstecha miasett, noi, des koa i net verschdanda! Noi, noi, sia vielleichd, jonge Frau?“
    Thea hatte nicht vor, mit der Frau eine Diskussion über das Für und Wider von Piercings anzufangen; sie fand es allmählich an der Zeit, zur Sache zu kommen.
    „Sie kennen doch sicher den Herrn Klemens, der über Ihnen wohnt.“
    „Ha joa, den han i abr scho seid Samstich nemme gsea. Eigendlich hädd der mir mei Kehrwoch macha solla. Des hoadder mir fei feschd versprocha ghed. I koa doch nemme noare mit meim henicha Buggel. Wissed se, bei so alde Menscher send dia Bandscheiba furzdrogga ond lommelig. Doa scherret dia Knocha uffanander ond des duat waih wia d´Sau, koa i ihna saga! Wissed se, sonschd hann i mi uff den Klemens emmer so verlau kenna.“ Frau Hämmerle schüttelte den Kopf, dass ihre Korkenzieherlöckchen um die Ohren tanzten. „Ond jedzet ischer scho drei Dag nemme drhoim gwea. S´Käsblättle vo geschdern isch au no em Boschdkaschda gschdeckt, des hann i rausgnomma ond nuffbroacht. Glitta hann i au, abr uffgmacht hodd koiner.“
    Thea packte die Gelegenheit beim Schopf und griff das Thema dankbar auf. „Sie selbst lesen wohl keine Tageszeitung?“
    „Ha noi, wissed se, meine Gloddzbebbel säet emmer schlechter. Ond s´Lesa isch mer deswega zaoschdrengend. I horch mer blos no d'Noachrichta em Oabeds em Erschda ao.“
    „Hat Herr Klemens auch mal Besuch bekommen? Vielleicht jemanden, der öfter kam?“
    „Noi, der läbd gans alloi. Ond zom da ganse Dag henderm Vorhang uff d'Gass naus gugga, säh i nemme guad gnuag.“ Frau Hämmerle blinzelte Thea aus zusammengekniffenen Augen an. „Warum wollet Se das denn ieberhaupt wissa?“
    „Herr Klemens ist tot“, sagte Thea leise. „Jemand hat ihn umgebracht. Wir beide sind von der Kriminalpolizei und wollen herausfinden, wer es war, und warum er das getan hat.“
    Frau Hämmerles Augen weiteten sich im gleichen Maße, wie sich ihr Mund öffnete, ohne jedoch einen Ton herauszubekommen. Sie erinnerte an einen Fisch, der auf dem Trockenen nach Luft schnappte. Ihre Haftcreme versagte den Dienst, und die obere Zahnreihe löste sich aus ihrem Prothesenlager. Mit einer geübten Zungenbewegung drückte Frau Hämmerle sie wieder dorthin, wo sie hingehörte.
    „Haidaschduagerd!", entfuhr es ihr schließlich. "Dr Klemens isch hee! Au noi, wer durt mer den noa jezzed mei Kehrwoch macha?“
    Thea blickte hilflos zu Messmer. Hierzu fiel ihr einfach nichts mehr ein. Sein Augenwinkel zuckte, als würde er ihr unauffällig zuzwinkern. So hat halt jeder seine Prioritäten, schien sein Blick zu sagen.
    „Sie wissen sonst nichts über Herrn Klemens ? Seine Kontakte, seine Gewohnheiten?“, fragte Messmer.
    Frau Hämmerle schüttelte abermals heftig den Kopf. „Ha noi, i ben doch net noasaweiß. Abbr i kend ihne an Kaffee macha. Frische Weckla ond oiges Breschdlenggsälz han i au no doa. Oddr welled se liabar a Bixawurscht?.“ Offensichtlich hoffte Frau Hämmerle, bei einer gemütlichen Kaffeerunde selbst mehr erfahren zu können. Thea tat es fast leid, die Einladung ausschlagen zu müssen, zumal ihr Magen vernehmlich knurrte. Sie lächelte und reichte Frau Hämmerle die Hand...


    Übersetzung für die Nichtschwaben folgt ...

    Worte sind Waffen. Wenn Ihnen etwas ganz stark am Herzen liegt, legen Sie Ihre Waffe an und feuern. (James N. Frey)

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  • nun, dees Schwäbisch war doch gmischt...


    Da sen typisch schwäbisch und aber auch typisch älblerische Sacha dabei....


    I denk doch, Froschi aus Schönaich wohnt doch dazwischa...., gell! :knuddel1

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hoffis ()

  • Idgie


    Nee, Thea und Hannes waren nicht verheiratet, sie haben nur ungefähr ein Jahr zusammengelebt.


    Hoffis


    Zitat

    Lass des doch die Schoba macha, vielleicht kommt a neie Gschicht raus...


    Gute Idee, wer traut sich ran? Die Auflösung kommt dann später. Wird sicher intressant! :rofl

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    Original von Rosenstolz
    Super! Klasse gemacht, Froschi. :rofl


    Ja, solche Schmankerln gibts nur in Leserunden. ;-)
    Ich hab mich auch schier nicht mehr gekriegt vor Lachen, zumal sie meinen ursprünglichen hochdeutschen Text noch sehr fantasievoll ausgebaut hat. Von der Breschdlingsälz und der Bixawurscht z. B. stand in meinem Text nämlich gar nichts.


    Wer hat jetzt mal eine Übersetzung für "lommelig"?

    Worte sind Waffen. Wenn Ihnen etwas ganz stark am Herzen liegt, legen Sie Ihre Waffe an und feuern. (James N. Frey)

  • Zitat

    Original von Britt


    Wer hat jetzt mal eine Übersetzung für "lommelig"?


    I würd in Neudeutsch saga: Relaxxt


    aber genau: abgeschlafft , wie ein alter Sack! :wave

    Gruss Hoffis :taenzchen
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  • Zitat

    Original von Hoffis


    I würd in Neudeutsch saga: Relaxxt


    aber genau: abgeschlafft , wie ein alter Sack! :wave


    Ja, das Zweite trifft's. Jedenfalls in diesem Fall. Lommelig kann bei den Schwaben ja so vieles sein, von den Bandscheiben bis zum Inhalt der Bratwurst, so dass man unmöglich nur eine Übersetzung dazu finden kann. :-)

    Worte sind Waffen. Wenn Ihnen etwas ganz stark am Herzen liegt, legen Sie Ihre Waffe an und feuern. (James N. Frey)

  • Zitat

    Original von Britt
    Na ja, das Ende vom "Traum vom Tod" hat den Leser ja quasi schon so gut drauf vorbereitet, dass man ahnen konnte, wie es mit den beiden weitergeht, nachdem sie aus dem Katharinenhospital kamen. Ich hab einfach mal vorausgesetzt, dass viele so gedacht haben wie du. ;-)


    Uih dann habe ich ja mal zwischen den Zeilen gelesen bzw. mal mit gedacht. Kommt in letzter Zeit nicht so häufig vor. Ein Hoffnungschimmer. :grin


    Zitat

    Ich auch! Manchmal wünsche ich mir, dass sich die Figuren, über die ich schreibe, so wie bei Jostein Gaarder materialisieren und ein Eigenleben bekommen. Dann würde ich mich mal gemütlich mit Thea in den "Stetter" setzen, Trollinger trinken und sie ausfragen, wie es denn mit Messmer so läuft und was der Job macht. Und dann müsste ich das nur noch aufschreiben, und fertig wäre Teil 5! :grin


    Ne das wäre ja zu einfach, dann könnte ja jeder Bücher schreiben. Obwohl ab und dan wäre es nicht schlecht, wenn sich die Figuren aus Büchern mal zeigen würden. Da hätten die Büchereule ja jede Menge Freunde. Andersrum aber auch wieder eher suboptimal. Bei so vielen Freundschaften würden wir ja nicht mehr zum Lesen kommen. :gruebel


    Zitat

    Danke! :kiss Wärst du mit 15 % Provision einverstanden? :lache


    Schon bezahlt. :kiss


    Zitat

    Original von Idgie
    Da muss ich jetzt noch mal doof nachfragen. Die Thea war doch mit diesem Spritkopf Hannes nicht verheiratet, oder? Soweit ich das in Erinnerung habe, war Micha der Geschiedene von den beiden. Thea mit ihrer Bindungsangst traue ich alles andere, als eine Ehe zu. :gruebel


    Ups jetzt hatte ich Thea doch tatsächlich eine Ehe angedichtet. :rolleyes Wie war da weiter oben mit den hellen Momenten. Schon wieder vorbei. :lache


    Hab mal versucht den schwäbsichen Text von Froschi zu lesen. Trotz lautem Vormichhinbrummeln klappte es nicht ganz. Glaube die Hälfte habe ich nicht verstanden. Ich würde mir das ja zu gerne mal vorlesen lassen. Das fände ich viel witziger. :lache

  • Zitat

    Original von hestia2312



    Ne das wäre ja zu einfach, dann könnte ja jeder Bücher schreiben. Obwohl ab und dan wäre es nicht schlecht, wenn sich die Figuren aus Büchern mal zeigen würden. Da hätten die Büchereule ja jede Menge Freunde. Andersrum aber auch wieder eher suboptimal. Bei so vielen Freundschaften würden wir ja nicht mehr zum Lesen kommen. :gruebel


    Weil wir gerade beim Thema sind: Ich hab mir eben "Tintenherz" (den Film) angeschaut und bin dabei auf die Idee verfallen, dass Maggie uns die Thea doch mal aus dem Buch rauslesen könnte - nur so auf ein Gläschen Wein, hm? Dann machen wir mit ihr mal ein Eulentreffen im "Stetter".


    Zitat


    Hab mal versucht den schwäbsichen Text von Froschi zu lesen. Trotz lautem Vormichhinbrummeln klappte es nicht ganz. Glaube die Hälfte habe ich nicht verstanden. Ich würde mir das ja zu gerne mal vorlesen lassen. Das fände ich viel witziger. :lache


    Hoffis, kannste nicht mal eine MP3-Datei davon für uns machen und sie hier einstellen? :anbet:rofl
    Wenn es kein Eingeborener schafft, den Text für Nichtschwaben zu übersetzen, mach ich mich morgen mal drüber und stelle ihn noch in Deutsch ein. ;-)

    Worte sind Waffen. Wenn Ihnen etwas ganz stark am Herzen liegt, legen Sie Ihre Waffe an und feuern. (James N. Frey)

  • Zitat

    Original von Britt
    Weil wir gerade beim Thema sind: Ich hab mir eben "Tintenherz" (den Film) angeschaut und bin dabei auf die Idee verfallen, dass Maggie uns die Thea doch mal aus dem Buch rauslesen könnte - nur so auf ein Gläschen Wein, hm? Dann machen wir mit ihr mal ein Eulentreffen im "Stetter".


    Ohja, denke mal das wird Maggie sicherlich für uns machen. Und wenn sie eh gerade dabei ist, bitte den Fuchur aus "Die unendliche Geschichte". Dann wäre das Transport-Problem nach Stuttgart auch mal eben fix gelöst *grins


    NochmehrOfftopic: Schöner Film, oder? Glaube den sollte ich mir auch noch mal angucken. Obwohl ich ja gestehen muss, das Buch war besser.



    Zitat

    Hoffis, kannste nicht mal eine MP3-Datei davon für uns machen und sie hier einstellen? :anbet:rofl


    Na das ist doch mal eine tolle Idee.Also Hoffis, weißte was zu tun ist. :anfeuer

  • Dankeschön, ich hab mich köstlich amüsiert beim Lesen. :anbet
    Ich hab mal aufgelistet, wo meine Übersetzungsversuche nicht so richtig weitergeholfen haben.

  • Bei Soicher weiß ich zwar vage, wofür man das Wort gebraucht, finde aber keine passende Übersetzung, hier müssen Eingeborene ran.


    Glemberleslada ist der Tante-Emma-Laden.


    henich - kaputt


    Gloddzbebbel sind die Augen, ganz recht


    Haidaschduagerd! - wörtlich weiß ich auch nicht, aber es wird wohl ähnlich verwendet wie Hoilig's Blechle!, oder Großer Gott! oder so.


    Oiges Breschdlenggsälz - selbstgemachte Erdbeermarmelade (das war schwierig, geb ich zu.


    Bixawurscht - Büchsenwurst, also Wurst aus der Dose

    Worte sind Waffen. Wenn Ihnen etwas ganz stark am Herzen liegt, legen Sie Ihre Waffe an und feuern. (James N. Frey)

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