In Watte packen - die "Eulenautoren"?

  • Voltaire ,


    zerbreche dir mal nicht meinen Kopf. Die Presseabteilung sammelt alle Rezis, (aber nur die von professionellen Rezensenten) und haut sie mir am Jahresende um die Ohren.
    Es reicht also, wenn ich mir das einmal im Jahr antun muss. Daraus entwickeln wir dann gemeinsam eine, wenn es denn sein muss, neue Strategien für die folgenden zwei Jahre.


    Ich kann zwar schreiben, was ich will, aber der Verlag nimmt nicht alles, wonach mir gerade ist/wäre....


    euer hef


    PS. außerdem gibt es auf meiner page für die Leser die Möglichkeit ihr Gefallen/Nichtgefallen in Form einer Abstimmung Kund zu tun.
    Und da liegt jeder Roman bei ca. 90% Zustimmung :wave

  • Zitat

    Original von fictionmaster


    Jepp, du bist gut, Dirk. ;-) Ich hatte mir die ersten vier Seiten durchgelesen und danach die Posting bloß noch überflogen...


    dankö ... :bluemchen


    Und wenn ich schonmal hier bin ...


    An einer Leserunde nehme ich nur dann teil, wenn mir das Thema oder das Genre des entsprechenden Buches auch zusagen.
    Alles andere wäre Unfug, denn was soll ich mit einem Buch anfangen, dass mich nicht reizt???
    Da kommen also ganz schnell die vielgeschimpften Streicheleinheiten bei den Leserunden zusammen.


    Und was Rezis betrifft, bin ich da genau so.
    Ein Buch muss irgend etwas haben, dass es mich dazu verleitet, sauer verdiente Kohle dafür hinzulegen und Zeit zum Lesen darin zu investieren. Wenn es gut war und ich in Rezilaune bin, sieht man das eben. Wenn es (für mich ganz persönlich!) enttäuschend war, dann merkt man das auch.
    That´s life.


    Damit muss der Autor leben (schließlich habe ich seine Frühtücksbrötchen bezahlt) und ich ebenfalls (weil ich Trottel vielleicht auf den Titel, das Cover oder den Waschzettel reingefallen bin)
    So oder so, ist eine negative Rezi für beide Seiten nicht das gelbe vom Ei.
    Allerdings ist die Hemmschwelle bei positiven Erlebnissen geringer, weil die schlechten Bücher mich oftmals derart geärgert haben, da muss ich nicht auch noch drüber sinnieren, warum ich Depp auf das Markending* des Verlags reingefallen bin ;-)




    [SIZE=7]*habe ich schon erwähnt, das ich denglische Begriffe gerne verballhorne :grin[/SIZE]

  • Zitat

    Original von Dirk67



    An einer Leserunde nehme ich nur dann teil, wenn mir das Thema oder das Genre des entsprechenden Buches auch zusagen.
    Alles andere wäre Unfug, denn was soll ich mit einem Buch anfangen, dass mich nicht reizt???
    Da kommen also ganz schnell die vielgeschimpften Streicheleinheiten bei den Leserunden zusammen.
    [/SIZE]


    Nur, weil einem das Genre zusagt und das Buch verlockend klingt, sodass man an der Leserunde teilnimmt, ist das ja wohl keine Garantie dafür, dass man das Buch dann tatsächlich gut findet. ?

  • Es ging darum, dass die Bücher, die in Leserunden gelesen werden oft besonders begeisterte Rezis bekommen- und damit verbunden um die Tatsache, dass dort eine spezielle Leservorauswahl herrscht, die das deutlich begünstigt. In Leserunden versammeln sich oft ganze Fanclubs eines Autoren und bejubeln dessen /deren Werke es wird dann aber auch klar, warum der eine oder andere Leser aus dem Buch (und damit auch der LR) aussteigt.

  • Das hatte ich schon verstanden. Aber es sind ja nicht immer Autoren, die hier schon einen "Fanclub" haben. Und selbst wenn, kommen da sicher immer auch neue Leser hinzu, die noch keine Erfahrung mit Büchern des Autors haben.


    edit: Dass diejenigen, die das Buch dann nicht so toll fanden, ihre Meinung oft nicht schreiben, wurde ja in diesen Thread an mehreren Stellen mal offen gesagt, das finde ich gut. Besser wäre natürlich, wenn sich das ändern würde, damit der potentielle Leser, der den Rezithread liest, sich ein ausgewogeneres Bild machen kann.

  • Zitat

    Original von Bell


    Nur, weil einem das Genre zusagt und das Buch verlockend klingt, sodass man an der Leserunde teilnimmt, ist das ja wohl keine Garantie dafür, dass man das Buch dann tatsächlich gut findet. ?


    Hi Bell :wave


    Nein, so war es auch nicht gemeint, da habe ich mich unklar ausgedrückt.
    Was ich damit sagen will ist einfach folgendes:


    Eine Leserunde ist ein gewisse Verpflichtung, also melde ich mich nur dort an, wo auch mein Lieblingsgenre serviert wird.
    Dadurch konzentriere ich mich z.B. bei einem Thriller auf die Schockeffekte, statt auf die Romanze, die für mich dann nur schmückendes Beiwerk ist.
    Ist mein eigentliches Lieblingsgenre aber der Liro, und der Thriller ist nur ein "Nebengenre" meiner Lesevorlieben, dann wird die zarte Romanze zwischen Killer und Kommissarin mir vielleicht nicht gefallen, weswegen ich dem Buch dann Abzüge verpasse.


    In dem Sinne denke ich, dass sehr viele Streicheleinheiten schon dadurch entstehen. Ich hätte michzum Beispiel nie einer Runde für "Axolotl Roadkill" oder "Feuchtgebiete" angeschlossen, weil diese Genres nicht mein Ding sind.
    Da hätte ich, wenn ich inzwischen die Rezis so sehe, mit dem Hammer reingehauen :schlaeger


    Eine Runde aber, zum Beispiel über Frank Herberts Wüstenplaneten, wäre für mich schon interessanter, da ich (unter anderem) Sci-Fi liebe.


    Das alleine ist kein Grund für liebevolle Streicheleinheiten, aber es fördert eben nach meiner Meinung die Samthandschuhfraktion ;-)



    Sodele, Feierabend :grin


    Mehr gerne später, aber dann von daheim aus :wave


    LG


    Dirk67 :-)


    Nachtrag:


    Sehe gerade, dass Beowulf mein Geschwalle viel eloquenter auf den Punkt gebracht hat :wave


    So, jetzt aber Tasche gepackt ... und tschüss Firma :wave

  • Aber eigentlich muss es doch jeder selbst wissen, ob er seine Meinung kundtut, egal in welche Richtung, oder? :gruebel


    Für mich ist das hier Freizeitgestaltung - zumindest fühlt es sich bisher noch so an....


    Es gibt hier Eulen, die immer scheinbar gegen alles sind und welche, die halt immer alles rosarot sehen und sich freuen und sicherlich auch perfekte Eulen.... Wunderbar! So sind Menschen!!!! :-)

  • Also, ich finde die Kontakte hier im Forum mit den Autoren gut. Da kann ich als Leser meiner Begeisterung freien Lauf lassen. Leserunden lese ich nur mit, wenn mir die Beschreibung des Buches, das Genre, zusagt, nicht weil ich den Autor kenne. Da ich hauptsächlich historische Romane lese und hier etliche Eulen diese schreiben gefällt mir dies natürlich. Ich gebe allerdings zu, dass ich meine Meinung nur kund gebe, wenn mir das Buch gefallen hat, weil es mir dann leichter fällt. Bei Büchern die mir nicht so gefallen, lass ich es. Schreibe aber nie sehr lange ausführliche Rezies. Werde jetzt auch Mal meine sachliche Meinung sagen, wenn mir ein Buch nicht gefällt. Aber um zur Ausgangsfrage zurückzukommen, die Autoren/Autorinnen sollen nicht in Watte gepackt werden. Die Kritik sollte jedoch sachlich formuliert sein, und damit muss ein Autor/Autorin umgehen können und auch die entsprechenden Faneuelen.


    Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt ;-)


    Viele Grüße tweedy


  • Darf ich fragen, warum Du eigentlich hier bist? Hier geht es doch hauptsächlich um Bücher und um Rezensionen, der ganze Plauderkram ist ja eigentlich eher nettes Beiwerk.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Zitat

    Original von hef
    Voltaire ,


    zerbreche dir mal nicht meinen Kopf. Die Presseabteilung sammelt alle Rezis, (aber nur die von professionellen Rezensenten) und haut sie mir am Jahresende um die Ohren.


    Keine Angst, ich zerbreche mir schon nicht deinen Kopf. Fürs Kopfzerbrechen benutze ich immer meinen eigenen Kopf.


    Nee, is klaar! Nur die professionellen Rezensionen sind wichtig - die Laienrrezis von irgendwelchen Doofnasen sollte man wirklich nicht beachten, sind ja nur von denen die, die Bücher kaufen.


    Und ich kann mich der Frage von Batcat nur anschließen..... :gruebel

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Wenn man ein Buch nicht gut findet, sollte man das auch sagen- ist ja schließlich die eigene Meinung. Man sollte allerdings vorsichtig sein, wie man sich ausdrückt.


    Wenn es um Fehler bei Logik, Grammatik, Rechtschreibung oder so geht, sollte da noch viel mehr drüber gesprochen werden, damit der Autor es besser machen kann. ODer wenn die Protas nicht glaubwürdig rüber kommen...

  • So, endlich (nach einigen unfreiwlilligen Umwegen) auch daheim.


    hef
    Als zahlender Leser empfinde ich es als absolut arrogant und grenzwertig, wenn meine Meinung plötzlich nichts mehr wert ist, meine Kohle aber schon!
    Sorry, da ist bei mir der Ofen aus :fetch
    Sogar aus reinem Selbstschutz abgelassen, wird aus so einer Bemerkung schnell mal eine Selbstschussanlage.


    Nach meiner Meinung hast du dir da ein dickes Ei gelegt ?(


    Bist du auch so jemand, wie so mancher Fußballspieler, der nur noch Kritik von Jugi Löw annimmt, aber die Pfiffe der Fans geflissentlich überhört? (Und selbst die Worte des Bundestrainers werden nicht einfach so hingenommen, man ist ja schließlich wer, oder? :grin )
    Oder steckst du so voller Selbstzweifel, dass du dir über deine Fähigkeiten nicht mehr sicher bist? (Wobei ein ständiges Klagen wie unfähig man doch trotz Veröffentlichung ist, für manch Unveröffentlichten mit umpfzig Romanen und doppelt sovielen Absagen in der Schublade wie blanker Hohn klingen muss)


    Bell
    Sorry, dass meine Antwort erst so spät kommt (siehe oben)
    Ja, bei Leserunden kommen oft erst die "Fanclubs" an die Reihe. Meist, weil sie als erste "HIER" rufen, wenns um kostenlose (und manchmal auch signierte) Ausgaben des neuesten Werks ihres Lieblings geht.
    In so eine Masse reinzukommen ist schwierig ;-)
    Dagegen anstänkern ... *schluck*


    Du sagtest:"edit: Dass diejenigen, die das Buch dann nicht so toll fanden, ihre Meinung oft nicht schreiben, wurde ja in diesen Thread an mehreren Stellen mal offen gesagt, das finde ich gut. Besser wäre natürlich, wenn sich das ändern würde, damit der potentielle Leser, der den Rezithread liest, sich ein ausgewogeneres Bild machen kann."
    Sorry, habe das mit dem Ztieren ohne vorherige Zitatfunktion noch nicht raus


    Ja, das stimmt leider.
    Wie man das ändern kann ... keine Ahnung.
    Hier kommt vielleicht der Faktor "Lieblingsgenre" schwerer zum Tragen, als er bei den Leserunden zu spüren ist (da wird er eben von den Fanclubs erdrückt)
    Da ich hier noch an keiner Leserunde teilgenommen habe, kann ich das "Herdenverhalten" auch schlecht beurteilen.
    Vielleicht hilft hier von Anfang an, also schon bei der Suche nach Mitlesern, explizit nach "Genrefremden" zu schauen und ebenso auch auf harte / ehrliche Kritik zu pochen?


  • Ich möchte mich von dieser Aussage meilenweit distanzieren, sie ist arrogant und verlogen, denn selbstverständlich interessiert es uns Autoren brennend, was Leser meinen und hef, wenn man in deinen Rezensionsthreads stöbert, hast du dir hier mit deiner Aussage wirklich ein Ei gelegt, aber das ist ja deine Sache.


    Dennoch frage ich mich: Was darf es denn jetzt sein? Tunlichst sollten wir Autoren uns cool und souverän geben, aber andererseits sollen wir schon Interesse an den geäußerten Meinungen zeigen, aber bloß nicht emotional oder kritisch werden. :gruebel


    Jeder ist anders, jeder Mensch, jeder Beteiligte dieses Forums, ich finde, man sollte sich gegenseitig diese menschlichen Unterschiede zugestehen. Ich werde immer eine Meinung und Fragen haben, wenn jemand sich zu meinen tief in Herzblut getunkten Werken äußert. Weil es mich interessiert, was dazu gedacht und geschrieben wird. Oft werde ich diese Meinung auch kundtun und die Fragen stellen. Weil das meine Art und meine Einstellung ist. Punkt.


    lg Claudia



  • Ich habe in den rund vier Jahren, die ich bei den Eulen bin, knapp 100 Leserunden mitgemacht und in den allerseltensten Fällen irgendwelche Fanclubs erlebt oder Zusammenrottungen von Lesern. Es ist auch nicht schwer, einen Platz unter den Stammlesern zu finden und ausgegrenzt wird auch niemand.


    Wenn Du Dich in den Runden des letzten Jahres umschaust, wirst Du zudem sehen, dass es nur noch in sehr wenigen Runden Freiexemplare gegeben hat. Die gibt es eigentlich nur noch in den Testleserunden und das sind bis auf wenige Ausnahmen Runden von unbekannten Autoren, die keinen "Fanclub" haben.


    Zu Leserunden melden sich Leute freiwillig an. Bislang ist noch keiner auf die Idee gekommen, Leute, die gar keine Lust auf ein Buch haben, rekrutieren zu wollen.

  • Zitat

    Original von Dirk67
    hef
    [...] wenn meine Meinung plötzlich nichts mehr wert ist, meine Kohle aber schon!
    Sorry, da ist bei mir der Ofen aus :fetch


    Ähm, ist das nicht überall so? (Nicht nur bei Büchern) ... Ich schreibe ehrlich gesagt keine Rezensionen, weil ich denke, dass sich der Autor für meine Meinung interessieren wird, geschweige denn, dass es irgendwelche Auswirkungen auf das weitere Schaffen des Autoren haben wird.


    Und zum eigentlichen Thema: Entsprechende Wattenbällchen sind mir ebenfalls aufgefallen, teilweise könnte man denken, dass sich hier im Forum nur die ganz tollen Autoren angesammelt haben. Glücklicherweise berührt's mich allerdings nicht so, da ich weder Leserrunden-Fan bin, noch die meisten Bücher von den Eulen-Autoren in mein "Beuteschema" fallen.

    "Es gibt einen Fluch, der lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben!" [Echt zauberhaft - Terry Pratchett]

  • Zitat

    Original von Dirk67
    hef
    Als zahlender Leser empfinde ich es als absolut arrogant und grenzwertig, wenn meine Meinung plötzlich nichts mehr wert ist, meine Kohle aber schon!
    Sorry, da ist bei mir der Ofen aus :fetch
    Sogar aus reinem Selbstschutz abgelassen, wird aus so einer Bemerkung schnell mal eine Selbstschussanlage.


    Oder die Schüsse streuen und werfen ein "schlechtes" Licht auf andere Autoren.
    In diesem Sinne: Mir ist es absolut nicht egal, was über meine Bücher geschrieben wird. Die Rezensionen von ganz normalen Lesern sind mir sogar überaus wichtig. Es geht nicht primär darum, wie professionell sie formuliert sind, letztlich zählt doch die Stimme des Verfassers.


    Zitat

    tweedy39 - Also, ich finde die Kontakte hier im Forum mit den Autoren gut.


    Und ich finde die Kontakte zu den Lesern hier im Forum gut, sehr gut sogar. Das sich in Leserunden Genreliebhaber einfinden, denen das entsprechende Buch mit großer Wahrscheinlichkeit am Ende gefallen wird, ist doch normal. Oder gibt es Leser, die an einer Leserunde teilnehmen, obwohl sie das Buch nicht die Bohne interessiert?


    Herzliche Grüße
    Helene


  • Hi Bouqui,


    herzlichen Dank für deinen Beitrag. Er (der Beitrag) war bitternotwendig! :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Zitat

    Original von Helene
    Oder gibt es Leser, die an einer Leserunde teilnehmen, obwohl sie das Buch nicht die Bohne interessiert?


    Herzliche Grüße
    Helene


    Ja, bei Testleserunden- krassestes Beispiel Helene Hegemann "Axolotl Roadkill", da waren die Bewunderer in der verschwindenden Minderheit oder bei Leserunden von "Vorablesen" Büchern- da ist es eher Zufall, wer ein Buch gewinnt. Allerdings sind das keine Leserunden mit Eulenautoren.