Nicolas Barreau - Das Lächeln der Frauen

  • Titel: Das Lächeln der Frauen
    Autor: Nicolas Barreau
    Übersetzt aus dem Französischen von: Sophie Scherrer
    Verlag: Thiele-Verlag
    Erschienen: Oktober 2010
    Seitenzahl: 334
    ISBN-10: 3851791444
    ISBN-13: 978-3851791440
    Preis: 18.00 EUR


    Das sagt der Klappentext:
    Es gibt keine Zufälle! Davon ist Aurlie, die nach dem Tod ihres Vaters dessen Restaurant Le Temps des Cerises übernommen hat, überzeugt. An jenem verhängnisvollen Freitag im November, als Aurlie so unglücklich ist wie nie zuvor, fällt ihr in einer Buchhandlung ein Roman mit dem Titel Das Lächeln der Frauen ins Auge. Verwundert stößt sie auf einen Satz, der auf ihr eigenes kleines Restaurant verweist. Nach der Lektüre der ganzen Geschichte will Aurlie plötzlich nicht mehr sterben. Eines aber will sie unbedingt - den Autor dieses Romans kennenlernen, der ihr, davon ist sie überzeugt, das Leben gerettet hat, ohne dies auch nur zu ahnen. Sie möchte sich bedanken und ihn in ihr kleines charmantes Restaurant einladen, das er ja offensichtlich bereits zu kennen scheint. Doch ihr Wunsch erweist sich als schwieriges, ja fast unmögliches Unterfangen. Alle Versuche, mit dem scheuen Autor über seinen französischen Verlag in Kontakt zu treten, werden von dem bärbeißigen Lektor Andre‚ abgeblockt, der ihre enthusiastischen Briefe nur widerwillig weiterleitet. Doch Aurlie gibt nicht auf, und als eines Tages tatsächlich eine Nachricht von dem zurückhaltenden Schriftsteller in ihren Briefkasten flattert, kommt es zu einer ganz anderen Begegnung, als sie es sich vorgestellt hat.


    Der Autor:
    Nicolas Barreau, geboren 1980 in Paris, hat Romanistik und Geschichte an der Sorbonne studiert. Er arbeitet in einer Buchhandlung an der Rive Gauche in Paris, ist jedoch alles andere als ein weltfremder Bücherwurm.


    Meine Meinung:
    Nette Unterhaltung ohne großen Tiefgang. Dieses Buch liest sich sehr schnell weg, unterhält den Leser auf eine durchaus angenehme Art und Weise, bleibt aber wohl nicht lange im Gedächtnis haften. Dazu ist diese Geschichte, deren Grundzüge man wohl schon unzählige Male gelesen oder in Filmen gesehen hat, einfach zu banal. Und genau genommen ist schon nach wenigen Seiten klar, das „sie sich kriegen werden“ – wer jetzt auch immer. Nicolas Barreau hat einen angenehmen Schreibstil, drängt sich dem Leser nicht mir irgendwelchen, kaum zu verstehenden, Wortspielen auf. Die Geschichte wird mit leichter Hand erzählt und erinnert ein wenig an die „Doris Day/Rock Hudson-Filme“. Unterhaltend – mehr aber auch nicht. Wer etwas Anspruchsvolles erwartet, der sollte vielleicht besser zu einem anderen Buch greifen – wer aber ein klein wenig in eine nette Geschichte abtauchen möchte, die so gänzlich ohne besondere Message daherkommt, der hat es mit diesem Buch sicher gut getroffen. Aber wahrscheinlich will dieses Buch auch gar nicht mehr als einfach nur unterhalten. Man muss es nicht gelesen haben – es schadet aber auch nichts es zu lesen. 6 Punkte - mehr ist nicht drin.


    ASIN/ISBN: 3492272851

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Voltaire ()

  • Von Nicolas Barreau hatte ich noch nie zuvor gehört, als mir in einer Buchhandlung "Das Lächeln der Frauen" ins Auge fiel. Das Cover, der Klappentext - dieses Buch mußte ich mitnehmen. Mein Gefühl hat mich nicht getrogen, denn es ist ein überaus charmantes Büchlein.


    Auélie ist sympathisch und man sieht sie geradezu vor sich, wie sie durch Paris irrt und in einer Buchhandlung, in die sie mehr aus Versehen stolpert, "Das Lächeln der Frauen" entdeckt. Jenes Buch, das sie, die sonst nie liest, in ihren Bann zieht und die Suche nach dem Autor fast schon zur Besessenheit werden läßt. Wäre da nicht der Lektor des französischen Verlages, der ihr wie ein wahrer Zerberus vorkommt und allem Anschein um jeden Preis einen Kontakt zum Autor zu verhindern sucht. Aber warum nur?


    Die Erzählweise ist geradlinig und sehr sympathisch, modern und ganz und gar im hier und jetzt: inklusive moderner französischer Musik, zeitgenössischer fanzösischer Autoren sowie Internet und Handy als Selbstverständlichkeit. Übrigens gibt es die im Buch erwähnte CD "French Café" wirklich.
    Ein nettes Detail ist, daß "Das Lächeln der Frauen" keinen franzöischen Originaltitel aufweist, ebensowenig wie seine Vorlage in der Geschichte keinen englischen Erscheinungstitel hat.


    Es ist eine leichte, charmante, französische Liebesgeschichte, die ein Lächeln auf das Gesicht zaubert - nicht mehr, aber auch nicht weniger. :-)

    liebe Grüße
    Nell


    Ich bin zu alt um nur zu spielen, zu jung um ohne Wunsch zu sein (Goethe)

  • Über das Buch
    (via amazon.de)


    Es gibt keine Zufälle! Davon ist Aurélie, die nach dem Tod ihres Vaters dessen Restaurant Le Temps des Cerises übernommen hat, überzeugt. An jenem verhängnisvollen Freitag im November, als Aurélie so unglücklich ist wie nie zuvor, fällt ihr in einer Buchhandlung ein Roman mit dem Titel Das Lächeln der Frauen ins Auge. Verwundert stößt sie auf einen Satz, der auf ihr eigenes kleines Restaurant verweist. Nach der Lektüre der ganzen Geschichte will Aurélie plötzlich nicht mehr sterben. Eines aber will sie unbedingt - den Autor dieses Romans kennenlernen, der ihr, davon ist sie überzeugt, das Leben gerettet hat, ohne dies auch nur zu ahnen. Sie möchte sich bedanken und ihn in ihr kleines charmantes Restaurant einladen, das er ja offensichtlich bereits zu kennen scheint. Doch ihr Wunsch erweist sich als schwieriges, ja fast unmögliches Unterfangen. Alle Versuche, mit dem scheuen Autor über seinen französischen Verlag in Kontakt zu treten, werden von dem bärbeißigen Lektor André abgeblockt, der ihre enthusiastischen Briefe nur widerwillig weiterleitet. Doch Aurélie gibt nicht auf, und als eines Tages tatsächlich eine Nachricht von dem zurückhaltenden Schriftsteller in ihren Briefkasten flattert, kommt es zu einer ganz anderen Begegnung, als sie es sich vorgestellt hat ...




    Über den Autor
    (dito)


    Nicolas Barreau (geboren 1980 in Paris) studierte Romanistik und Geschichte an der Sorbonne. Er arbeitet in einer Buchhandlung am Rive Gauche in Paris, ist jedoch alles andere als ein weltfremder Bücherwurm. Mit seinen im Thiele Verlag erschienenen erfolgreichen Romanen Die Frau meines Lebens (2007) und Du findest mich am Ende der Welt (2008) hat er sich ein begeistertes Publikum erobert.



    Meine Meinung


    Was für ein bezauberndes Buch! :-]


    Zum Inhalt mag ich zusätzlich zur Kurzbeschreibung eigentlich gar nicht mehr viel sagen, darin steht nämlich schon alles Wesentliche …


    Dass sich Einiges im Buch ums Kochen und Essen dreht (auf den letzten Seiten finden sich auch einige Rezepte), war für mich aufgrund der Inhaltsangabe zu erwarten gewesen; dass es auch ein sehr, sehr kluges Buch über das Schreiben ist, hat mich angenehm überrascht und mich einige Male zustimmend mit dem Kopf nicken lassen – und die ironischen Seitenhiebe auf den Literaturbetrieb fand ich ganz besonders fein, die haben mich immer wieder zum Kichern gebracht. :grin


    Dass die Handlung für mich keine großen Überraschungen aufgeboten hat, ließ sich verschmerzen; schade fand ich allein, dass Aurélie neben André und all den anderen leicht skurrilen Charakteren im Laufe des Buches ein bisschen verwässert und damit blass und farblos gerät; das ist allerdings auch schon mein einziger Kritikpunkt.


    Insgesamt ist „Das Lächeln der Frauen“ ein charmantes, beschwingtes Wohlfühlbuch für zwischendurch, ein bisschen „Chocolat“, ein bisschen „Die fabelhafte Welt der Amélie“ – und mehr als nur ein bisschen wie französische Macarons, genauso fluffig und pastellfarbig und süß. Fein! :-]

  • Danke für die Vorstellung Nicole. Habe auch schon von dem Buch gehört und aufgrund einer Kurzvorstellung in der "Brigitte" im Februar haben es sich auch schon einige Freundinnen unabhängig voneinander gekauft und auch begeistert davon berichtet. Habe auch unbedingt noch vor es zu lesen. Die Geschichte hört sich nett an.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Zitat

    Original von Nicole


    @ Voltaire


    Ups. :schaem
    (ja, ich hab die Suchfunktion genutzt, hatte aber wohl doch Macarons auf den Augen ... :grin )


    Manchmal streikt die Suchfunktion aber auch. Ich habe die Mods gebeten, die beiden Freds mal zusammenzuführen. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Meine Meinung: Ich lese gerade ein sehr interessantes Sachbuch, das meine ganze Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert und bei solcher Lektüre genehmige ich mir gern noch „etwas Leichtes für Zwischendurch“ und mit „Das Lächeln der Frauen“ habe ich genau das gefunden. Eigentlich ahnt man Verlauf und Ende der Geschichte schon auf den ersten Seiten und doch ist es so nett geschrieben, dass man gerne wissen möchte, ob es denn auch so kommen wird.


    Die Handlung ist schnell umrissen – Die Restaurantbesitzerin Aurélie wurde plötzlich und unerwartet von ihrem Freund wegen einer anderen Frau verlassen. Sie entdeckt in einer kleinen Buchhandlung ein Buch, das ihr sehr gut gefällt und staunt nicht schlecht, als sie ihr Restaurant und sich selbst darin beschrieben findet. Natürlich will sie unbedingt den Autor kennenlernen, doch der wird von einem ziemlich undurchsichtigen Lektor des Verlages „unter Verschluss“ gehalten.


    Mehr will ich an dieser Stelle auch nicht verraten, sonst wäre schon das ganze Verwirrspiel aufgedeckt, denn so richtig schwierig wird es nicht in diesem Büchlein. Wer gerne mehrere Handlungsfäden verfolgt, sich gern Gedanken über einzelne Protagonisten machen will, der wird nicht so wirklich glücklich mit dem Buch von Barreau, denn das wird alles nicht geboten.


    Es gibt nicht viel Negatives über das Buch zu sagen, außer vielleicht, dass beide Protagonisten in der Ich-Form erzählen und man so manchmal zu Beginn eines neuen Kapitels etwas durcheinander kommt und sich fragt, wer denn da nun gerade schreibt – und das an vielen Stellen die Figuren plötzlich französische Wörter einstreuen, als ob man nicht wüsste, dass sich die Handlung in Frankreich abspielt.


    Auf dem Cover wird es u.a. als „unglaublich komisch“ bezeichnet, und noch im Rückblick frage ich mich, an welcher Stelle das gewesen sein soll. Trotzdem ist es ein nettes Buch, das sich gut mal so nebenbei lesen lässt und das eine angenehm konstruierte Geschichte erzählt.

  • Da es mit der Übertragung der ISBN von der HC-Version von Amazon offenbar Probleme gab und die Rezension deshalb nicht im Verzeichnis aufgetaucht ist, habe ich im ersten Beitrag die ISBN des Taschenbuchs verlinkt!


    LG, milla :wave

  • Meine Ergänzung: Ein Mann streift durch die nächtlichen Straßen und entdeckt durch ein Fenster eines Restaurant eine Mademoiselle mit einem ganz besonderen Lächeln, das ihn inspiriert und beflügelt. Er tauft sie Sophie und füllt sie mit Leben. Er schickt sie durch eine abenteuerliche Geschichte, die er sich ausdenkt.


    Mademoiselle wird von ihrem Freund verlassen, sie läuft niedergeschlagen durch den Pariser Abend und kommt zufällig in eine Buchhandlung. Dort kauft sie ein Buch und liest überrascht, Ihr Restaurant wird dort lobend erwähnt und sie erkennt sich in der Hauptperson wieder. Wer ist der Autor? Ist sie ihm begegnet? Sie versucht Kontakt zu dem scheuen Autoren aufzunehmen.


    Es ist ein zauberhaftes Buch, die Kapitel sind abwechselnd geschrieben aus Sicht von Mademoiselle Aurélie und dem Verlagslektor des Buches. Aurélie ist begeistert vom Buch und möchte Fragen vom Autor beantwortet haben. Leider ist er sehr scheu und lebt zurückgezogen. Der Lektor ist abweisend, doch bemüht den Kontakt zum Autor herzustellen. Der Leser erfährt schnell Geheimnisse und Unwegbarkeiten, von denen die handelnden Personen nichts ahnen.
    Ich hatte über das Buch schon sehr viel gutes gehört und kann mich dem nur anschliessen. Es ist eine schön geschriebene Geschichte mit einem guten Ende.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Zitat

    Original von Jasmin87
    Doch schon einige Rezis aber noch keine einzige Bewertung (Punkte).


    Da wurden doch zwei Bewertungen abgegeben. Ich habe 6 Punkte vergeben. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Zitat

    Original von Jasmin87


    :wow Ich schwöre, dass da gestern 0 Punkte standen!! :gruebel


    Sehr merkwürdig. :gruebel
    Vielleicht der Eulen-Geist? :gruebel

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Buch einfach so zu meiner Unterhaltung gelesen, und das war dieses. Ich hatte es zum Geburtstag bekommen und weggeschmökert, als ich mit einer Mittelohrentzündung im Bett lag.


    Ein Buch mit Tiefgang ist es sicher nicht, aber dafür sehr unterhaltsam. Schade, dass der Auftakt so langatmig und mit leichtem Kitschcharakter daher kam - beinahe hätte ich es weggelegt! Aber das Durchhalten hat sich gelohnt: Die Verwicklungen, in die André Chabanais sich verstrickt hatte, waren sehr unterhaltsam und als die schöne Aurélie dann endlich kriegte, was sie haben wollte, das hätte man schöner kaum schreiben können.


    Ein feines Buch zum Mitschmachten, das eine gute Filmvorlage abgeben würde.

  • Oh danke, ihr seid ja echt nett. Nach all der Zeit mal wieder in die "Räume" der Büchereulen hineinzuschauen, das ist tatsächlich wie in ein Zimmer zu kommen, in dem ein gemütlicher Ofen bollert. :-)


    Der Grund für meine lange Abwesenheit ist: Ich habe zwei Ausbildungen gemacht und mein eigenes Unternehmen gegründet. Siehe hier:


    www.gluecksgarten-otzberg.de


    Ich hoffe, ich werde ab jetzt wieder öfter mal ein Buch rein zu meiner Erbauung lesen und hier wieder ein wenig mitplaudern. Ich bin ganz erstaunt, wie viele bekannte Namen sich hier immer noch regelmäßig zu Wort melden. :knuddel