'Allerheiligen' - Seiten 082 - 173

  • Eines habe ich in diesem Abschnitt micht ganz verstanden: Was hat "Blofeld" mit dieser Fesselungsaktion von Natalie und ihrem One night Stand bezweckt?
    Auch wenn es wirklich Zufall war, dass die Polizisten ihm so auf die Schliche kamen, das Ganze war doch ein total unnötiges Risiko.

  • Das versteh ich auch nicht so ganz. :gruebel Zunächst dachte ich ja, er täte es für seinen Bruder, um Natalie für ihr Fremdgehen zu bestrafen, aber so wie die Sache jetzt ausgegangen ist ... Da kann ich mir diesen Grund gar nicht mehr vorstellen! Vor allem frage ich mich, wo er das Paketklebeband so plötzlich herhatte, schließlich tragen die meisten Menschen sowas nicht unbedingt mit sich rum.


    Ich frage mich momentan auch, ob die Schlussfolgerungen unserer Polizisten nachvollziehbar sind. Für uns natürlich schon, wir wissen ja, wie und wer es war, aber sie stochern doch sehr im Nebel, ohne wirklich Anhaltspunkte zu haben. Da muss das Bauchgefühl schon wirklich ausgezeichnet sein!


    Passiert ist in diesem Abschnitt ja wirklich erstaunlich viel. Diese vielen, kleinen witzigen Zwischentöne gefallen mir sehr gut, allerdings überschreitet das Buch für mich auch immer wieder die Grenzen des guten Geschmacks z. B. bei der Fotzelei bei der Archivsuche. So redet doch keiner mit fremden Kollegen, selbst wenn es sich um den ungeliebten Ex der Angebeteten handelt!


    Zur sehr heiteren, fast gelösten Stimmung passt für mich die unnötige Brutalität nicht, die jetzt die Überhand gewinnt. War der Tod des Museumswächters und des Juweliers für die Handlung notwendig, finde ich Natalies Tod übertrieben brutal und in meinen Augen sinnlos. Warum nicht in den Keller sperren, bis sein Coup vorbei ist? Natalie wusste zwar, wer Blofeld in Wirklichkeit ist, doch Eric weiß es genauso. Muss er also auch noch dran glauben? Für mich passt auch nicht zusammen, dass Konstantin nach dem Tod des Museumswärters erstmal kotzt, dann aber die Freundin seines Bruders hinterrücks niedermetzelt.


    In diesem Abschnitt erfuhr ich auch die erwarteten Hintergründe von Hedwigs Brautschmuck: @ Richard: Ist das historisch so belegt oder hast du die Geschichte vom verschwundenen Schmuck erfunden?

    "Wir brauchen alle immer mal wieder Beschäftigungen, die uns eine Pause von uns selbst gönnen." Tracy Chevalier, Violet, Atlantik Verlag 2020

  • Zitat

    Original von Zwergin
    Eines habe ich in diesem Abschnitt micht ganz verstanden: Was hat "Blofeld" mit dieser Fesselungsaktion von Natalie und ihrem One night Stand bezweckt?
    Auch wenn es wirklich Zufall war, dass die Polizisten ihm so auf die Schliche kamen, das Ganze war doch ein total unnötiges Risiko.


    Ja, mir ist es genauso gegangen. Blofeld selber sieht das ja auch als Fehler, seiner "Aussage" nach ist er wütend geworden, als er Natalie gesehen hat. Es wurde auch was von alten Verhaltensmustern erwähnt und von Liebesbeziehungen hält er auch nichts. Vielleicht wurde er an eine andere, ähnliche Situation aus seiner eigenen Vergangenheit erinnert? Oder waren mit den Verhaltensmustern nur die Sanitäter vom ersten Überfall gemeint, die ja genauso gefesselt waren? :gruebel


    Zitat

    Original von Lese-rina


    Zur sehr heiteren, fast gelösten Stimmung passt für mich die unnötige Brutalität nicht, die jetzt die Überhand gewinnt. War der Tod des Museumswächters und des Juweliers für die Handlung notwendig, finde ich Natalies Tod übertrieben brutal und in meinen Augen sinnlos. Warum nicht in den Keller sperren, bis sein Coup vorbei ist? Natalie wusste zwar, wer Blofeld in Wirklichkeit ist, doch Eric weiß es genauso. Muss er also auch noch dran glauben? Für mich passt auch nicht zusammen, dass Konstantin nach dem Tod des Museumswärters erstmal kotzt, dann aber die Freundin seines Bruders hinterrücks niedermetzelt.


    Für mich war klar, dass er sie umbringen muss, sie hat ihm ja ganz offen gedroht. Wenn die Polizei sie lebend gefunden hätte, hätte sie garantiert alles erzählt. Und selbst, wenn die Polizei nicht auf sie gekommen wäre, war klar, dass sie nicht so einfach nach Blofelds Pfeife tanzt, wie Eric. Bei Eric kann er sich dagegen ziemlich sicher sein, dass er zumindest nicht auf eigene Initiative zur Polizei geht. Aber ich glaube nicht, dass er einem Verhör standhalten würde. Ich denke, es ist gut möglich, dass er nach dem Raub auch in Gefahr ist, erschossen zu werden.
    Mich hat es auch nicht so sehr gewundert, dass Blofeld wieder jemanden erschießt, auch wenn er nach dem ersten Mord gekotzt hat. Der Museumswärter hat ihm ja nicht leid getan, er zeigt keinerlei Reue. Er rechtfertigt die Tat für sich und das führt dann wohl dazu, dass die Hemmschwelle für den nächsten Mord eher sinkt.
    Obwohl ich finde, eine kleinere Waffe hätte es auch getan...


    Die Fast-Verhaftung und das Verhör mit Dominik: :rofl


    In diesem Abschnitt kam mir Harald Sander irgendwie sympathischer vor als im letzten. Ein wenig großkotzig, klar, aber lange nicht so abstoßend. Für mich war es überraschend, dass er Peter und Flora so einfach in die Ermittlungen mit einbezieht und dass Robert sich ihm gegenüber so gut behaupten kann und ihm ein Ultimatum stellt.

    It’s not enough for the phrases to be good; what you make with them ought to be good too. - Aldous Huxley

  • Zitat

    Original von Lese-rina
    @ Richard: Ist das historisch so belegt oder hast du die Geschichte vom verschwundenen Schmuck erfunden?



    Den Schmuck gab es wirklich, dass er verschwunden ist, habe ich erfunden - meine Erfindung stützt sich dabei allerdings auf den Umstand, dass es eine monströs detaillierte Aufstellung von den Dingen gibt, die Hedwig in ihrer Mitgift nach Landshut gebracht hat; aber der Schmuck ist nicht dabei.


    Das war es dann aber auch schon. Wäre "Allerheiligen" ein historischer Roman, wäre ich der Sache auf den Grund gegangen, aber so ist der Schmuck ja nur der MacGuffin, der dazu dient, die Story in Bewegung zu halten und auf ein Thema zu konzentrieren. Wichtig ist, in welcher Beziehung die Charaktere zu den Klunkern stehen und wie sie darauf reagieren, nicht der Schmuck selbst.


    Aus dem Ausdruck MacGuffin mag man erkennen, dass ich ein großer Hitchcock-Fan bin und seine Einlassungen über "supense" sehr wichtig finde.


    Liebe Grüße
    Richard

  • Zitat

    Original von Brigia


    Mich hat es auch nicht so sehr gewundert, dass Blofeld wieder jemanden erschießt, auch wenn er nach dem ersten Mord gekotzt hat. Der Museumswärter hat ihm ja nicht leid getan, er zeigt keinerlei Reue. Er rechtfertigt die Tat für sich und das führt dann wohl dazu, dass die Hemmschwelle für den nächsten Mord eher sinkt.


    Ich habe lange Zeit einen kleinen Dialog mitgeschleppt, den ich am Ende aber wieder rausgeworfen habe, weil er zu sehr geklaut war und irgendwie auch nicht reinpasste. Darin ging es um die Philosophie, dass nur der erste Mord schwierig wäre, der zweite wäre dann schon erheblich leichter.


    Soll heißen, dass ich es genauso gesehen habe, wie du oben geschrieben hast. Danke für deine Interpretation! :-)


    Liebe Grüße,
    Richard

  • Zitat

    Original von Lese-rina


    Zur sehr heiteren, fast gelösten Stimmung passt für mich die unnötige Brutalität nicht, die jetzt die Überhand gewinnt. War der Tod des Museumswächters und des Juweliers für die Handlung notwendig, finde ich Natalies Tod übertrieben brutal und in meinen Augen sinnlos.


    Irgendwann muss auch mal die Krimihandlung in den Vordergrund treten. Die plötzliche Einbruch von Brutalität in die heitere Stimmung war beabsichtigt. Gewalt ist immer häßlich, ein Mord ist etwas Schreckliches. Ich weigere mich, solche Szenen weichgespült zu beschreiben. In einer anderen Leserunde habe ich mal einen Vergleich gewagt, der meine Einstellung dazu beschreibt:


    Es gibt zwei berühmte Kriegsfilme. Der eine heißt DER LÄNGSTE TAG und ist u.a. mit John Wayne. Der andere heißt SAVING PRIVATE RYAN und ist von Steven Spielberg.
    Nach DER LÄNGSTE TAG hat man das Gefühl, dass Krieg irgendwie ein großes Abenteuer ist, bei dem toughe Männer sich schlimmstenfalls für die Kameraden opfern und ansonsten oft einen coolen Spruch auf der Lippe haben. Wo ist das nächste Rekrutierungsbüro?
    Nach PRIVATE RYAN geht man total schockiert aus dem Kino und weiß eines ganz genau: Krieg ist die Hölle!


    Ich bin der PRIVATE RYAN-Typ. Ich möchte, dass man beim Lesen fühlt, wie brutal Gewalt ist und wie grauenhaft es ist, jemandem das Leben zu nehmen.


    Nicht zuletzt versuche ich mich in "Allerheiligen", von den arg vielen putzigen Heimatkrimis abzuheben. Bei mir stehen auch nicht die Kochrezepte der Oma im Mittelpunkt, sondern die Polizisten und deren Bemühen, sich vor die Opfer zu stellen.


    Liebe Grüße,
    Richard

  • Also das Bild muss man sich mal vorstellen: Connor, der tiefdunkle Schotte mit seiner sächsischen Freundin Doreen. Hut ab, da ist mein Kopfkino echt heiß gelaufen.


    Die Dynamik zwischen den vier Polizisten gefällt mir sehr gut. Da gibt es so viele private Sachen im Hinterkopf und doch sind sie bei der Arbeit professionell.


    Inzwischen hat mich die Spannung gepackt. Dieses über-Kreuz-Auftauchen vor den Wohnungstüren fand ich klasse. Und wie sich die Polizisten dem Haus von Eric nähern ... man konnte förmlich spüren, wie Peter die Hände feucht wurden. Am Ende stellt sich heraus, dass Peter Blofeld vorbeigehen sah, das aber nicht erkannt hat. Da sieht man mal, dass auch geschulte Profis keine guten Zeugen abgeben, denn Peter hat ja selbst erkannt, dass er Blofeld nicht beschreiben könnte. Okay, wenn er ihn wieder sieht, dann wird er schon wissen, dass er es war. Könnte später vielleicht hilfreich sein.


    Als Auflockerung gab`s die Schmunzel-Szene, als sich die Polizisten als EON-Mitarbeiter ausgaben.


    Das Wort Prekariat (Seite 164) hab ich nicht gekannt. Wieder etwas gelernt.


    [SIZE=7]Edit:Tippfehler[/SIZE]

  • Wahrscheinlich wäre Harald Sander ohne die Geschichte mit dem getöteten Juwelier nur ein ganz normaler Kotzbrocken von Kripoboss. Er ist nur noch zur Hälfte er selbst, sein normales Selbst funktioniert noch, aber dieser Selbstrechtfertigungsgedanke, gepaart mit Hass hat die Steuerung übernommen. das wird nicht gut gehen und das perverse ist, seine eigentliche Hälfte weiß das sehr gut, aber er kann nicht anders. Wenn er Blofeld erst hat, wird alles wieder gut, wie im Märchen.

  • Zitat

    Original von Wuermchen
    Also das Bild muss man sich mal vorstellen: Connor, der tiefdunkle Schotte mit seiner sächsischen Freundin Doreen. Hut ab, da ist mein Kopfkino echt heiß gelaufen.


    Connor und Doreen, die beiden finde ich auch total klasse, auch wenn ich mich bei Doreens Dialekt echt schwer tue und alles mindestens zweimal lesen muss.

  • Bevor ich meinen eigenen Senf zum zweiten Abschnitt los lasse, mal kurz was zu den bisherigen Posts.


    Also meiner Meinung nach war der Mord an Natalie notwendig, damit Blofeld nicht noch schneller auffliegt. Wenn die Polizei sie lebend gefunden hätte, dann hätte sie doch gleich alles gesagt was sie weiß. Außerdem lesen wir hier ja einen Krimi, da gehört so ein Mord auch mit dazu. Und da finde ich es gut, dass Richard diesen auch als solchen beschreibt mit Schuss in den Hinterkopf und fehlendem Gesicht usw., damit der Leser weiß, dass ein Mord kein besonders schöner Anblick ist. Und wie man es aus Filmen und anderen Krimis kennt: der erste Mord ist noch schwer, der zweite fällt einem da schon leichter.


    Die Szene mit dem Doreensche (hey meine Schwester heißt so) fand ich sehr amüsant und auch ich musste den ein oder anderen Satz von ihr zwei Mal lesen, um alles zu verstehen. Schon schwer zu verstehen das Sächsische. Ich hätte nicht mal gewusst, wie man das schreiben soll. Hat Richard da fachmännische Hilfe gehabt, um Doreens Gesagtes niederschreiben zu können?

  • Auch der zweite Abschnitt konnte mich mitreißen und fesseln.


    Meine Highlights des Abschnitts mal kurz aufgelistet:


    S. 129 beginnend: das Verhör von Dominik Wiesner hat mich doch sehr zum Lachen gebracht und bei dem Kommentar "...nass wie ein Putzeimer..." (S. 132) gab es kein Halten mehr. Den Spruch muss ich mir echt merken, böse böse...


    Auch der Spruch (S. 134): "Das sind hier nicht die Straßen von San Francisco.", den Peter bringt als Sander Blaulicht zum Einsatz bringen will, fand ich äußerst passend gewählt. Mir schossen da gleich die Liedzeilen von Scott McKenzies Gassenhauer "San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)" in den Kopf.


    Ebenso der Ausspruch von Flora (S. 149): "Das Zimmer von Harry Potter?" als sie eine Tür unter einer Treppe entdecken, hat mir sehr gefallen. Alles ist doch insgesamt für mein Empfinden recht witzig arrangiert, sprich kein trockener Krimi.


    Ansonsten ist mir bei meiner Ausgabe (1. Auflage Mai 2013/S. 156) ein Druckfehler aufgefallen (sorry auf so etwas achte ich sehr): "Und irgendwo ganz im hinten in seinem Hirn regte sich der Gedanke, dass..." Oder liege ich da jetzt falsch?


    Tja ansonsten kann ich nur sagen, dass mir das Buch bisher echt gut gefallen hat und ich natürlich fleißig weiterlesen werde. Mal sehen vielleicht schaffe ich heute noch Abschnitt drei...


  • Ja, solche Sprüche bzw. Dialoge findet man einige und die machen auch mir richtig Spass. Trotz der Spannung immer mal eine humorige Einlage, das ist ganz nach meinem Geschmack.

  • Der Autor muss eine Beratung von jemand aus dem Großraum Bautzen gehabt haben, wie Leipziger oder Dresdner Sächsich hört sich das nicht an. Hören meine ich wörtlich, Dialekt lese ich immer laut, dann verstehe ich es besser.

  • Ein ziemlich vollgepackter Abschnitt.
    Ihr habt schon viel erwähnt, von den amüsanten Szenen wie der sächselnden Doreen (Baguetteboden :rofl ) über die EON-Mitarbeiter...


    Höchst unprofessionell und kindisch fand ich das Verhalten von Harald und Peter, beide haben da bei mir gleichermaßen an Ansehen verloren - wie können sich erwachsene Männer nur so aufführen?


    Dann bekommen wir so langsam Einblick in Blofelds Identität. Er ist der Bruder des Mannes, dessen Freundin am Morgen noch eine lustige Episode in der Landshuter Polizeigeschichte gewesen ist - und die nun brutal ermordet wurde.
    Auch wenn mir Natalie nicht sonderlich sympathisch war (wie kann man nur in so einem Dreck hausen und außerdem noch so unverfroren den eigenen Freund betrügen), hatte ich doch gehofft, dass sie nur in den Keller gesperrt wird. Ganz schön kaltblütig von Stani, sich sogar noch den Bademantel überzuziehen, um keine Blutspritzer auf die eigenen Klamotten zu bekommen. Eine schnelle Entwicklung von dem Typ, der nachdem er den Nachtwächter erschossen hat, sich erstmal die Seele aus dem Leib gekotzt hat.


    Das Buch liest sich gut, ich bin aber sehr gespannt, ob sich das Spannungsniveau nun halten lässt, wo der Täter bekannt ist. Das Motiv fehlt ja allerdings noch, bisher haben wir keine Ahnung, wie Stani auf den Schmuck gekommen ist, oder?

  • Ich habe jetzt auch diesen Abschnitt beendet.


    Ich sah das so, dass Peter den Zusammenhang zwischen den Verklebungen der Sani-Mitarbeiter in Wittenberg und die Verklebungen von Natalie und Dominik mit Paketkleber erkannte.


    Was mir auffällt ist allerdings, wo war Eric als die Polizisten im Haus waren und Stani umherschlich? Wenn über doch längere Zeit irgendwo ein Auto steht mit einem nervösen Beifahrer hätte das doch in der Siedlung auffallen müssen :gruebel Bis sie das richtige Haus fanden dürfte mindestens eine Stunde vergangen sein :gruebel
    Konstantin hat scheinbar einen Hass gegenüber Polizisten. Er will sie unbedingt heimlich beobachten. Falsches Selbstwertgefühl :gruebel

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Auch wenn der Krimi an Brutalität zulegt, passte es immer noch zur Geschichte. Blofeld ist eben nicht wegen eines Kavaliersdelikts gesucht, sondern wegen Mordes. Die Tarnungen und Ausflüchte, die er immer wieder benutzt, sind recht phantasievoll. Den genervten Vater, der das Spielzeug seines Filius wieder einsammelt, kann man hier in der Siedlung auch täglich sehen. Sein Agieren als Richter über Natalie passt auch zu seinem Charakter. Zum einen will er sie strafen, weil sie seinen Bruder betrogen hat, zum anderen ist sie natürlich auch eine Mitwisserin.

  • Zitat

    Original von nicigirl85
    Die Szene mit dem Doreensche (hey meine Schwester heißt so) fand ich sehr amüsant und auch ich musste den ein oder anderen Satz von ihr zwei Mal lesen, um alles zu verstehen. Schon schwer zu verstehen das Sächsische. Ich hätte nicht mal gewusst, wie man das schreiben soll. Hat Richard da fachmännische Hilfe gehabt, um Doreens Gesagtes niederschreiben zu können?


    Ich hatte - in meinem früheren Leben - lange Jahre eine Sekretärin aus den neuen Bundesländern, die immer extrem bemüht und fleißig war und mit der ich sehr gerne zusammengearbeitet habe. So wie ich meinen niederbayerischen Dialekt nie loswerden kann, konnte sie ihre sächsische Sprachheimat nie verleugnen. Davon ist einiges bei mir hängengeblieben. :-)


    Tschüssi ;-),
    Richard

  • Zitat

    Original von Lesebiene


    Was mir auffällt ist allerdings, wo war Eric als die Polizisten im Haus waren und Stani umherschlich? Wenn über doch längere Zeit irgendwo ein Auto steht mit einem nervösen Beifahrer hätte das doch in der Siedlung auffallen müssen :gruebel Bis sie das richtige Haus fanden dürfte mindestens eine Stunde vergangen sein :gruebel


    Das ist jetzt so eine Sache, die ich fast erwartet habe. Dazu müsste man jetzt die Verhältnisse vor Ort kennen, die ich nur vage beschrieben habe. Die ganze Straße hinauf bis zu der Kurve, nach der das Haus Erics steht, parken Fahrzeuge am Gehsteigrand, Stoßstange an Stoßstange, weil die meisten der alten Häuser entweder keine Garage haben oder - im Fall der modernen Villen - pro Haus gefühlt zwanzig Autos gehalten werden. Da würde auch Superpolizisten, die nicht wie unsere vier von dienstwageninternen Problemen abgelenkt sind, nichts auffallen. :-)


    Liebe Grüße,
    Richard

  • Zitat

    Original von Büchersally
    Den genervten Vater, der das Spielzeug seines Filius wieder einsammelt, kann man hier in der Siedlung auch täglich sehen.



    Der war ein Selbstportrait aus früheren Tagen. Obwohl, auch mit 15 und 10 lassen die Söhne ihr Zeug noch rumliegen ...


    Liebe Grüße,
    Richard