'Schundroman' - Kapitel 33 - 48

  • Oh nein!
    Wie konnte das passieren? :yikes
    Nun ja, die Morde passierten bisher schnell, mehr oder weniger sauber, zackig und die Handlung vorantreibend.
    Und nun das:
    Grausam ermordet: Lou!
    Wo bleibt jetzt mein erwartetes zuckertriefendes Happyend? Passend in diese ganze Farce?


    Ich hatte diesen Mord nicht erwartet. Nun ist es so, und es präsentieren sie mögliche neue Pärchen für den rosa Zuckerguss, auch wenn es zu dem vielleicht gar nicht kommen wird: Willem und Helene oder Feuerbach und Heike Puschmann.
    Mal schauen!


    Hilflos taumelt Kasimir, der Sohn von Helene durch das Buch, eine tragische Gestalt, gescheitert durch das Scheitern seiner Eltern.
    Aber dieser Schundroman ist nicht dafür angelegt Mitleid zu erzeugen. Also weg mit diesem aufwallenden Gefühl. ;-)

  • Der Mord an Lou hat mich auch geschockt, und erst recht die Grausamkeit, mit der er begangen wurde :yikes.
    Ansonsten bewege ich mich relativ unberührt durch die Vielzahl von Toten in dieser doch sehr makabren Geschichte ;-).


    Du hattest Recht, Clare, die konstruierten Verknüpfungen der Figuren untereinander sind unwahrscheinlich, ungewöhnlich - und genial. Die Geschichte ist ganz schön bizarr und zeitweise ganz schön eklig, aber sie macht irgendwie Spaß, auch, wenn das vlt. komisch klingt.


    Bei den ganzen Details zu Willems Loch in der Wange wurde es mir leicht flau im Magen, als Helen diese Wunde versorgt :uebel.


    Mein Highlight in diesem Abschnitt war die Szene, in der Feuerbach dem "Kalbsfrauchen" vor die Füße kackt :lache. Da muss man erst mal drauf kommen - und dann noch so lapidar erzählt :wow.


    Der Zeitpunkt für dieses Buch passt ja auch ganz gut, jetzt, wo die Buchmesse kurz bevorsteht.

  • Zitat

    Original von Lumos
    Der Mord an Lou hat mich auch geschockt, und erst recht die Grausamkeit, mit der er begangen wurde :yikes.
    Ansonsten bewege ich mich relativ unberührt durch die Vielzahl von Toten in dieser doch sehr makabren Geschichte ;-).


    Mir geht es auch so. Man bleibt beim Lesen emotional auf Abstand. Die gesamte Erzählweise ist nicht dazu angedacht Mitgefühl, Emotionen für Figuren zu entwickeln. Das fasziniert mich, vielleicht weil ich so einen Roman noch nicht gelesen habe.


    Zitat

    Du hattest Recht, Clare, die konstruierten Verknüpfungen der Figuren untereinander sind unwahrscheinlich, ungewöhnlich - und genial. Die Geschichte ist ganz schön bizarr und zeitweise ganz schön eklig, aber sie macht irgendwie Spaß, auch, wenn das vlt. komisch klingt.


    Bizarr trifft es gut.
    Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Roman ein Leserundenbuch ist. Man kann nicht wirklich viel spekulieren, vergleichen und diskutieren.
    Aber ohne die LR hätte ich es vielleicht gar nicht gelesen, und das wäre echt schade.


    Zitat

    Mein Highlight in diesem Abschnitt war die Szene, in der Feuerbach dem "Kalbsfrauchen" vor die Füße kackt :lache. Da muss man erst mal drauf kommen - und dann noch so lapidar erzählt :wow.


    :chen :chen :chen
    Und alles so schnell in die Handlung geschrieben und auch gleich wieder vorbei.

  • Ich hoffe nur, dass am Ende noch ein paar Protagonisten am Leben bleiben.
    Auf ein irgendwie geartetes Happy-End wage ich gar nicht zu spekulieren.
    Bei dieser Geschichte scheint mir alles möglich.
    Bloß dieser ekliger Zidona alias Ollenbeck sollte noch sein Fett abkriegen, aber da verlasse ich mich auf Willem.
    Der Showdown wird am Gardasee stattfinden, wo eigentlich auch alles begann, wenn man Lous kurze Affäre mit diesem Schriftsteller als Anfang nimmt, von dem Ollenbeck wohl abgeschrieben hat.

  • Tja, was schreibe ich nun noch dazu? Seltsame Handlungen, die Stewardess will Sex, der Mann sucht aber lieber Namen. Die Kalbshundepisode war lustig. Ich glaube, der Schwerpunkt lag dann auf dem empörten Gebrüll vom Frauchen. Hund darf dreckig machen, Mann ist dann aber Schwein. Das verstärkt meinen Eindruck, dass das Leben ausschließlich kontextabhängig ist.


    Nicht so spannend finde ich diese Verstrickungen mit den diversen Autoren.

  • Zitat

    Original von xexos
    ...
    Nicht so spannend finde ich diese Verstrickungen mit den diversen Autoren.


    Die habe ich vielleicht nicht so ganz verstanden. :gruebel
    Waren da konkrete Personen gemeint, und wenn ja welche?

  • Zitat

    Original von Clare


    Mir geht es auch so. Man bleibt beim Lesen emotional auf Abstand. Die gesamte Erzählweise ist nicht dazu angedacht Mitgefühl, Emotionen für Figuren zu entwickeln. Das fasziniert mich, vielleicht weil ich so einen Roman noch nicht gelesen habe..


    Der Mord an Lou hat mich nur in so fern geschockt, dass ich damit nicht gerechnet habe, ich hatte auch ein rosarotes Happy-End für Willem in Lou im Kopf.
    Ich finde es auch faszinierend, dass mich die Figuren im Buch ziemlich ungerührt lassen, ich die Geschichte aber trotzdem sehr gerne lese.


    Zitat

    Original von Clare




    :chen :chen :chen
    Und alles so schnell in die Handlung geschrieben und auch gleich wieder vorbei.


    Die Szene war echt ein absolutes Highlight! :chen

  • Zitat

    Original von Clare


    Die habe ich vielleicht nicht so ganz verstanden. :gruebel
    Waren da konkrete Personen gemeint, und wenn ja welche?


    Glaube ich nicht, dass das Anspielungen auf reale Begebenheiten waren. Bei dem Jahr 2002 und früher bin ich aber überfragt. Damals war mein Literaturinteresse etwas kleiner. Leider.

  • Klischees über Klischees-wunderbar!
    Meine Lieblingsszene ist die wolllüstige Stewardess, aber Feuerbach will nur quatschen. :rofl
    Dann die im Hardcore-Kerzenschein geflutete Wohnung samt Kuschelrock- ein Aus für jeden One-Night-Stand. Herrlich!



    Lous Tod kam wirklich überraschend und scheint total zusammenhangslos. Den hat er nur wegen der ekligen Szene ins Buch geschrieben. :grin


    Herrlich auch der die Kotze aufwischende Willem. :rofl


    Viel Nachdenken und schreiben kann ich bei dem Buch nicht. einfach nur lesen und herrlich amüsieren. :chen

    Die eigentliche Geschichte aber bleibt unerzählt, denn ihre wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein. Natascha Wodin

  • Zitat

    Original von Lumos
    Wenn ich deine Beiträge lese, hab ich grad noch mal so viel Spaß an dem Buch, Regenfisch.
    Obwohl das Lesen bei mir jetzt schon ein paar Tage her ist :-).


    Das freut mich, Lumos.
    Ich habe ehct Spaß an dem Buch. :lache

    Die eigentliche Geschichte aber bleibt unerzählt, denn ihre wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein. Natascha Wodin


  • Mir ging es auch so. Es reihen sich so viele, ich nenne es mal, Schockmomente aneinander, die mich amüsiert haben und schockiert und gefesselt und weiter gehetzt. Der Reiz des Buches ist schwer in Worte zu fassen.
    Die Stewardesse-Szene fand ich auch sehr gelungen. :lache

  • Das Buch wird immer bizarrer und unwahrscheinlicher... Es bringt richtig Spaß, der Handlung zu folgen. Willem und Helen? Oder Willem und die Campus (könnte ich mir auch noch vorstellen).


    Die Szene mit Feuerbach und der Stewardess war auch sehr gut gemacht - und am Ende seine Flucht vor ihr... :rofl




    Lou hätte wirklich nicht sterben müssen - aber geschickt, wie Willem die Gelegenheit für einen "Selbstmord" nutzt..

  • Dass Lou ermordet wird hat mich total überrascht. Das war wirklch eine Wendung mit der ich nicht im entferntesten gerechnet hätte. Und die Art und Weise war einfach nur grausam. Armer Willem!


    Ansonsten fällt es mir auch sehr schwer, Worte für das Buch zu finden.