Sturmtage - Leila Meacham

  • Produktinformation:
    Broschiert: 672 Seiten
    Verlag: Goldmann Verlag
    Erscheinungsdatum: 19. 09. 2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3442205174
    ISBN-13: 978-3442205172
    Originaltitel: Titans
    Übersetzerin: Sonja Hauser
    Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 5,5 x 20,8 cm


    Inhaltsangabe:
    Texas um 1900. Nathan Holloway wächst in bescheidenen Verhältnissen auf einer kleinen Farm auf. Dennoch ist der junge Mann mit seinem Leben zufrieden. Bis ihm eines Tages zu seiner großen Überraschung der wohlhabende Trevor Waverling offenbart, dass er sein leiblicher Vater ist und Großes mit ihm vorhat: Trevor will ins Ölgeschäft einsteigen, und Nathan soll seine Firma langfristig übernehmen. Nach anfänglichem Zögern ergreift Nathan die große Chance und nimmt das Angebot an. Der Beginn eines rasanten gesellschaftlichen Aufstiegs und Anlass einer schicksalhaften Begegnung. Denn bei einem Geschäftstermin mit dem reichen Rancher Neal Gordon lernt Nathan dessen junge Tochter Samantha kennen – ohne zu ahnen, wie sehr Samantha sein Leben verändern wird...


    Über die Autorin:
    Leila Meacham arbeitete als Lehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt in San Antonio, Texas, wo sie an ihrer nächsten großen Saga schreibt.


    Quelle: AMAZON


    Meine Meinung:
    Ich durfte dieses Buch als vom Verlag gesponsertes Exemplar hier in einer Leserunde lesen, dafür zunächst erneut vielen Dank an Wolke für die Organisation und den Verlag für das Buch!
    Das Cover sieht ansprechend aus. Der Titel passt hervorragend zur Geschichte, in der es sowohl wetter- als auch gefühlstechnisch stürmisch zugeht. Sie ist ungemein spannend. Zudem erfährt man Interessantes über Erdölvorkommen und alles, was damit zu tun hat, und über Paläontologie im Allgemeinen und Dinosaurier im Besonderen. Und was geschehen kann, wenn diesbezügliche Interessen aufeinander treffen. Allerdings sollte man seine Erwartungen an hochgeistige Erbauung auch wieder nicht allzu hoch schrauben. Man erhält eine nette und leicht zu lesende und dabei durchaus Lesesog auslösende Geschichte mit einer Prise "Giganten" und "Dallas", nicht mehr - aber auch ganz bestimmt nicht weniger!
    Ich fühlte mich vom Geschehen um Samantha und Nathan jedenfalls gut unterhalten und vergebe 9 von 10 möglichen Eulenpunkten!


    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Nathan wächst glücklich auf der kleinen Farm seiner Eltern in Texas auf.
    Doch eines Tages steht ein wohlhabender Mann auf ihrem Hof der sich als sein Vater vorstellt. Nathan weiß nicht wie ihm geschieht, doch dann ergreift er die Chance die sich ihm bietet mit beiden Händen. Ein rascher gesellschaftlicher Aufstieg steht im bevor der Nathan aber eigentlich überhaupt nicht interessiert.
    Bei einem Geschäftstermin lernt er Samantha kennen, doch woher sollte er ahnen wen er da vor sich hat und dass diese Begegnung Auswirkungen auf sein weiteres Leben haben wird.


    Dies ist nun schon der dritte Roman der Autorin Leila Meacham der auf Deutsch erschienen ist.
    Obwohl ich schon sehr lange um die Erben von Somerset rumgeschlichen bin habe ich mich noch nicht getraut gehabt zuzugreifen und mit dem Lesen zu beginnen.
    Bei Sturmtage hatte mich der Klappentext sofort angesprochen und so wurde dies nun wirklich mein erstes Buch der Autorin und ich wurde nicht enttäuscht.
    Als ich dann noch den Hinweis gelesen habe à la Fackeln im Sturm war ich eh gleich Feuer und Flamme und wollte am besten gleich Starten.
    Das Buch an sich ist in drei Teile aufgeteilt die alle ungefähr 240 Seiten umfassen.
    Zu Beginn gibt es im ersten Teil noch die Unterteilung Nathan und Samantha. Doc ab dem zweiten Teil ist dies entfallen, dafür gab es dann auch mehr Erzählstränge wobei man allem wirklich sehr gut folgen konnte was ich so bei der dicke des Buches von 666 Seiten ehrlicherweise nicht erwartet hätte.
    Diejenigen die vielleicht vor dem Buch zurückschrecken die Fackeln im Sturm doch teilweise etwas zäh fanden, die kann ich beruhigen, Durch den Erzählstil den die Autorin gewählt hat war alles recht leicht und locker erzählt und es wurde mir wirklich nie zu langatmig eher im Gegenteil ich bin fast schon durch die Geschichte geflogen. Nach jedem Kapitel dachte ich nur noch eins und dann häre ich wirklich auf, aber dazu musste ich mich fast schon zwingen.
    Die Handlung fand ich wirklich sehr gut aufgebaut und ich hatte keinerlei Probleme allem folgen zu können.
    Auch der Spannungsbogen war bis zum Schluss vorhanden also sprich bis wirklich alles aufgedeckt war. Dank des Epilogs hat man auch erfahren wie es weiterging als der Roman geendet hat und man die Familien verlassen hat.
    Ich muss gestehen, ich war etwas skeptisch ob ich mir Texas zu Zeiten der Jahrhundertwende gut vorstellen könnte, doch dann der sehr detaillierten Beschreibungen konnte man sich diese wirklich ohne Probleme vor dem inneren Auge entstehen lassen.
    Die vielen verschiedenen Figuren des Romans waren aber mit genauso einer Liebe zum Detail beschrieben und so hatte man auch hier keine Probleme sich alle während des Lesens vorzustellen.
    Nathan und Samantha hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen wobei auch noch Rebecca hinzukam und jeder der den Roman liest oder gelesen hat wird mich hoffentlich verstehen.
    Es ist weniger ein Roman als eine Familiensaga und so kann ich jedem nur empfehlen viel Zeit zum Lesen einzuplanen. Für mich wird es bestimmt nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, denn der Stil hat mich restlos überzeugt und so kann ich für den Roman natürlich nur die volle Punktzahl vergeben.

  • Schau dir das Holz genau an, bevor du’s kaufst, sonst kracht dir das Haus, das du daraus baust, eines Nachts über dem Kopf zusammen. (Seite 141)


    Meine Meinung


    Das Buch ausgelesen, zufrieden zugeklappt, jetzt nur noch die Rezension. Das „nur noch“ entpuppt sich jedoch als einigermaßen schwierig, denn so recht fällt mir aus dem Stegreif nichts ein, was ich schreiben könnte oder sollte. Was vermutlich damit zusammen hängt, daß ich das Buch als sehr stromlinienförmig und glattgebügelt empfunden habe. Alles entwickelt sich folgerichtig, an einigen Stellen helfen Zufälle nach, die aber, wenn ich es recht bedenke, auch im realen Leben durchaus wahrscheinlich gewesen wären, also eher in die Rubrik „Schicksal“ denn „Zufall“ gehören. Was bleibt dann eigentlich am Ende noch übrig als die Bemerkung „habe ich gerne gelesen, hat mir gut gefallen“?


    Meine Lieblings-Filmproduktionsfirma ist Hallmark, und an einen Hallmark-Film erinnert mich dieses Buch, was jetzt durchaus positiv zu verstehen ist. Aber so ein Hallmark-Film ist meistens rundum rund, ohne viele Ecken und Kanten, ohne Angriffspunkte für große Diskussionen. Und genau so ergeht es mir mit dem Buch. Ich habe es gerne gelesen, es entwickelte einen deutlichen Sog, ich empfand es als gute Unterhaltung. Aber die „Angriffsflächen“, die Höhen und Tiefen, an denen man ansetzen könnte, fehlen irgendwie.


    Dabei hat die Autorin ein wirklich interessantes Szenario entworfen, das so manche Assoziationen bei mir hervorrief. Der Ölfund auf einer Ranch erinnerte mich entfernt an das doch eigentlich so ganz andere „Giganten“ von Edna Ferber. Die Arbeit und die Umstände auf der Ranch ließen mich an James A. Micheners „Colorado Saga“ denken. Obwohl in einen anderen Bundesstaat angesiedelt, sind die Probleme doch recht ähnlich.


    Der Prolog scheint zunächst in der Luft zu hängen, doch recht bald wird klar, welche beiden Zwillingskinder da gemeint sind. Es ist interessant, deren verschiedenen Lebenswege zu verfolgen bis hin zum ersten Zusammentreffen und den sich ergebenden Folgen. Allerdings läßt der Klappentext des Buches die Gedanken eher in eine falsche Richtung wandern.


    Die Figuren konnte ich mir gut vorstellen, ihre Denk- und Handlungsweisen nachvollziehen, meistens jedenfalls. Millicent, die Mutter der Zwillinge, gehörte jedenfalls nicht zu denen, die ich verstehen konnte oder wollte.


    Hervorheben möchte ich, daß die Autorin den „Galveston Hurrikan“ von 1900 in die Handlung eingebaut hat. Dieser Hurrikan galt über Jahrzehnte hinweg als der schlimmste des 20. Jahrhunderts; die texanische Küstenstadt Galveston wurde nahezu völlig zerstört, es gab ungefähr 8.000 Tote zu beklagen. Davon ist im Buch, das landeinwärts spielt, naturgemäß nur am Rande zu lesen, aber die Folgen waren auch auf den Ranchen im Landesinneren verheerend, und das wird mehr als deutlich. Dieses furchtbare historische Naturereignis wurde von der Autorin sehr überzeugend mit der Buchgeschichte verwoben.


    Am Ende sind alle Verwicklungen auf- und alle Rätsel gelöst, allerdings hätte ich mir einige Szenen etwas ausführlicher gewünscht und zumindest eine überhaupt im Buch beschrieben. Wenn es im die meiste Zeit über um teils schwierige Verwandtschaftsbeziehungen geht, das ganze Buch darauf und die Auflösung derselben ausgelegt ist, und dann erfährt man zwar von den entscheidenden Gesprächen, aber selbst werden diese nicht geschildert, so empfand ich das als eine Lücke im Buch. [sp]Vor allem hat mir die erste Begegnung zwischen Samantha und Nathan, in der sie beide erkennen, daß sie Zwillinge sind, gefehlt. Ob das Kürzungen (schon beim Originalverlag) zum Opfer gefallen ist?[/sp]


    Insgesamt jedoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es hat mich gut unterhalten und ich werde mir sicherlich auch die weiteren Bücher der Autorin zu Gemüte führen, denn so, wie sie schreibt, ist das für mich die exakt richtige Mischung zwischen Spannung und Entspannung, Handlung und Beschreibung.



    Mein Fazit


    Ein solider Unterhaltungsroman aus dem Texas der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts, der mir einige Stunden Lesevergnügen bereitet hat.



    8 Punkte für einen soliden Unterhaltungsroman
    .

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Ich habe das Buch im Rahmen der Leserunde gelesen und danke nochmals Wolke und den Verlag für das Rezi-Exemplar.


    Das Cover ist wie bei den anderen Büchern der Autorin sehr gut und passend gewählt.


    Schauplatz Texas um die Jahrhundertwende
    Millicent und Leon Holloway bekommen ein Zwillingspärchen. Die Mutter fühlt sich jedoch überfordert und gibt das Mädchen ungesehen in fremde Hände. Sohn Nathan wächst bei ihnen auf, allerdings werden seine Geschwister von der Mutter eindeutig bevorzugt. Samantha hingegen trifft es mit ihren Adoptiveltern sehr gut. Sie wächst in guten Verhältnissen wohl behütet auf. Alles ändert sich, als der reiche Trevor Waverling auftaucht und behauptet der leibliche Vater von Nathan zu sein. Es folgt eine dramatische Familiengeschichte bis die beiden Geschwister aufeinander treffen. Allerdings entwickelt sich der Plot anschließend anders, und das meine ich hier positiver, als ich es erwartet hatte. Das alles vor dem Hintergrund der beginnenden Ölförderungen in Texas und des Jahrhunderthurrikans um Galveston. Ferner gab es interessante Einblicke in die Paläontologie, einem Thema von dem ich bisher nicht viel wusste.


    Die Autorin hat die Geschwister für ihr Alter reif, mit dem Landleben verwurzelt und sympathisch geschildert. Einen Kritikpunkt habe ich dazu: Die selbständige Reise der sehr jungen Samantha (zwar mit Begleiterin), um wegen des Kaufs einer Farm zu verhandeln bzw. zu kaufen, halte ich für nicht realistisch und zeitgemäß. Die Väter werden auch detailliert charakterisiert, u.a. ihr Vertrauen zu den Kindern, ebenso wie ihre Ängste. Trevors Tochter Rebecca wurde m. E. sehr liebenswert dargestellt. Sloan Singleton musste sehr bald Verantwortung für die Farm der verstorbenen Eltern übernehmen, glänzt aber ansonsten nicht immer durch Ehrlichkeit. Todd Baker war für mich neben Millicent Holloway die unsympathischste Figur. Daniel Lane hingegen gewinnt im Laufe der Geschichte an Format. Auch sämtliche Nebenfiguren bekamen ihren Platz in der Story und wurden lebendig beschrieben.


    Bei manchen Szenen musste ich schmunzeln, denn ich hatte die alten TV-Serien Dallas und Denver-Clan förmlich vor Augen.


    Ich habe diesen Schmöker gerne lesen. Er war unterhaltsam, durchaus spannend, blieb aber mehr an der Oberfläche.


    Von mir solide 8 Eulenpunkte!

  • Auch ich habe dieses Buch im Rahmen der Leserunde hier im Forum gelesen und kann mich den positiven Rezensionen nur anschließen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und mir viele angenehme Lesestunden beschert.


    In "Sturmtage" geht es um die Zwillinge Nathan und Samantha, die bei ihrer Geburt getrennt werden und in zwei unterschiedlichen Familien aufwachsen. Sie wissen beide nichts von der Existenz des anderen und treffen erst nach ihrem 20. Geburtstag durch viele Zufälle wieder aufeinander.
    Für mich war diese Geschichte die im Jahre 1900 in Texas angesiedelt ist stimmig und unterhaltsam. Die einzelnen Personen werden detailliert und lebendig dargestellt. Die Handlung hatte für mich die richtige Mischung aus Spannung, Liebesgeschichte, Intrigen und Verwirrspiele und hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Und da ich zu einigen Schauplätzen des Romans eine persönliche Beziehung habe, war das Buch natürlich noch mal besonders interessant für mich.
    Auch das Cover möchte ich noch einmal lobend erwähnen. Es ist wunderschön und passt perfekt zu dem Roman.


    Für mich war das Buch ein schöner Schmöker, ohne viel Tiefgang. Ein Buch, welches ich gerne gelesen habe, was mich gut unterhalten hat, ohne dass ich viel darüber nachdenken musste. Es ist ein Buch, was man gut zwischendrin zur Unterhaltung lesen kann. Ich habe es als spannend empfunden ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen.


    Für mich war es das erste Buch dieser Autorin. Ich werde mir aber gerne auch noch ihre anderen Büchern zum Lesen besorgen, weil ich ab und zu solche unterhaltsamen, leichten Familiengeschichten gerne lesen.


    Ich gebe dem Buch 8 Eulenpunkte.

  • Inhaltlich möchte ich meinen Vorrednern nichts mehr hinzufügen, als Vorsichtsmaßnahme vor etwaigen Spoilern :-)


    Leila Meacham hat hier einen gut und leicht lesbaren Roman zu Papier gebracht. Sie gewährt dem Leser einen kleinen Einblick in die Zeit, als die Erdölbohrungen noch in den Kinderschuhen steckten, und das Leben auf amerikanischen Farmen in Texas kein Zuckerschlecken war. Auch die Paläontologie wird ganz am Rand angerissen.



    Großmundig wird auf dem Buchumschlag damit geworben, dass das Buch „Fesselnde Unterhaltung à la Fackeln im Sturm“ bieten würde. Das möchte ich so nicht unterschreiben. Fackeln im Sturm war doch (meine Meinung) um einiges fesselnder und auch besser.


    Dennoch ist hier eine kurzweilige Story entstanden, die ich gern gelesen habe. Ich gebe dem Buch 8 Punkte. :-) :wave

    Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden. (Der Turm, S. King)


    Wir fächern die Zeit auf, so gut wir können, aber letztlich nimmt die Welt sie wieder ganz zurück. (Wolfsmond, S. King)


    Roland Deschain

  • Das Buch habe ich in einer Leserunde mitgelesen. Vielen Dank an Wolke und den Verlag!


    Die Gestaltung des Covers hat mir sehr gefallen, hat mich eingestimmt und hat wunderbar in die Zeit gepasst, in der die Geschichte spielt.


    Die Geschichte handelt über ein Zwillingspärchen, von dem ein Kind nach der Geburt von der Mutter weggegeben wird. Jetzt könnte man meinen, das sich die zwei irgendwann über den Weg laufen und sich nichts ahnend in einander verlieben.....aber Gott sei dank entwickelt sich die Geschichte völlig anders.


    Einen Punkt Abzug gibt es allerdings, weil


    Von mir aus hätte das Buch ruhig ein Mehrteiler werden können. Potential hätte die Geschichte schon gehabt.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich werde sicher wieder ein Buch der Autorin lesen.


    Von mir gibt es 9 Punkte

  • Ich habe das Buch im Rahmen der Leserunde gelesen und danke an Wolke und den Verlag für das Rezi-Exemplar.


    Das Cover fand ich sehr ansprechend und hat mir eigentlich immer zugeflüstert: Nimm mich in die Hand und lies mich endlich...


    Jahrhundertwende in Texas
    Millicent und Leon Holloway bekommen ein Zwillinge. Die Mutter hat -aus welchen Gründen auch immer- kein Bedürfnis, beide Kinder bei sich zu behalten, sondern will ein Kind abgeben, welches, ist ihr egal. Nachher wird klar, das sie publiziert, sie wäre vergewaltigt worden und die Zwillinge wären das Ergebnis. Der Ehemann bzw. die Hebamme entscheiden letztlich, welches Kind in der Familie verbleibt und welches zur Adoption weggegeben wird (mir stellt sich gerade die Frage, ob das damals bzw in USA einfacher war/ist, als hier in D).


    der Zwillings-Sohn Nathan wächst bei ihnen auf, seine jüngeren Geschwister werden von der Mutter eindeutig bevorzugt.


    Zwillings-Mädchen Samantha hingegen trifft es mit ihren neuen Eltern gut. Sie wächst in guten Verhältnissen behütet auf.


    Alles wird durcheinander gewirbelt, als Trevor Waverling auftaucht und behauptet der leibliche Vater von Nathan zu sein. Ich hatte erwartet, das es hier eine dramatische Familiengeschichte gibt, bei der die beiden Geschwister aufeinander treffen, aber ich hatte mich vertan. Das alles entwickelt sich anders/besser, als ich vermutet habe.


    Die ganze Geschichte spielt in der Zeit der beginnenden Ölförderungen in/um Dallas herum (dank Dallas kennen wir ja die spätere Geschichte etwas). Zufällig gibt es hier auch tiefere Einblicke in die Wettergeschichte und den damals "sausenden" Hurrikan und in die Geschichte der Gesteinsforschung, davon habe ich bisher immer nur am Rande etwas mitbekommen.


    Die Protagonisten wurden als sehr Erdverbunden und reif/erwachsen dargestellt. Allerdings gab es ab und an kleinere "Haken", z.B. manchmal sind wir komplett im 19. Jahrhundert, was auch die Etikette betrifft, und manchmal sind wir im hier und heute - wie bei der Reise von Sam, die für ihren Vater Kaufgespräche führen soll.



    Schade finde ich (oder es ist mir entgangen) woher Trevors Tochter Rebecca stammt bzw. wie es genau dazu kam, das sie so wurde, wie sie letztlich gezeichnet wurde.


    Da in jedem Buch mindestens ein unsympatischer Mensch ist, nenne ich hier einfach einmal meine Unsympathen: Todd Baker und Millicent Holloway. Todd ist nur auf seinen Vorteil bedacht und kriegt irgendwo nicht mit, das er längst ertappt ist und Millicent ist einfach in ihrem kompletten Verhalten und Denken "daneben".


    Ich habe dieses Buch gerne gelesen. Er war unterhaltsam, allerdings plätscherte es doch häufig sehr an der Oberfläche, ich vermute, ich werde es nicht so lange im Gedächtnis behalten, wie andere Bücher.

    Trotzdem von mir 8 Punkte.

  • Dieses Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde hier im Forum lesen, herzlichen Dank dafür an Wolke und den Verlag.


    Die Geschichte um Nathan und Sam, einem Zwillingspaar das in getrennten Umfeldern aufwuchs und nichts von der gegenseitigen Existenz weis, biss es im Erwachsenenalter zu einem zufälligen Zusammentreffen kommt ist sehr spannend und unterhaltsam.


    Wie bereits in den beiden Vorgängerromanen versteht es die Autorin die richtige Mischung aus Information, Spannung und Unterhaltung zu kombinieren so dass ein gut zu lesender Roman im Stil einer Familiensaga daraus wird. Natürlich geht es nicht allzu sehr in die Tiefe aber als Unterhaltungsroman für ruhige, herbstliche Stunden auf der Couch ist es hervorragend geeignet und hat mich sehr gut unterhalten.


    8 von 10 Eulenpunkten gibt es von mir.

  • Meine Meinung:
    Mir hat das neue Buch von Leila Meacham gut gefallen und nun frage ich mich natürlich, warum einige ihrer anderen Bücher bei mir noch ungelesen im Regal stehen, aber nach diesem Buch wird sich dies definitiv ändern.
    Das Cover finde ich persönlich sehr schön, es ist meiner Meinung nach relativ schlicht in gedeckten Farben gehalten. Es ist nicht aufdringlich, so wie das Buch es auch nicht ist, es sind die leisen Töne, die dieses Buch zu etwas Besonderem machen. Ein Buch welches direkt mit einer unglaublichen Situation anfängt. Dem Leser stellt sich die Frage: Wie kann eine Mutter von ihrem Mann verlangen, er solle sich für eines der beiden Kinder entscheiden, die sie gerade geboren hat, denn sie hätte nur Kraft für ein Kind? Diese Szene ist prägend für den Roman. Dem Leser ist zwar sehr schnell klar, wer die beiden Personen sind, dennoch bangt und hofft man, dass die beiden einander erkennen und gemeinsam die Lücke in ihrem Leben füllen können.
    Ein anderer Schwerpunkt in dem Roman ist der Weg zur Industrialisierung. Die Farmarbeit auf den Ranches ist schwer, das schwarze Gold lockt. Die Ölbarone locken die Rancher mit satten Gewinnen, doch geht es nur um Geld oder auch um den Erhalt von Natur und Archäologie? Viele Familiengeheimnisse und Intrigen müssen bis zum Ende des Buches überwunden werden, langweilig wird es nie, dennoch ist das Buch auch nicht übermäßig spannend.
    Besonders gelungen war für mich die Zeichnung der beiden Protagonisten, besonders Nathan hat mir als Figur unglaublich gut gefallen. Der junge Mann hat Ecken und Kanten, das Herz auf dem richtigen Fleck und benutzt seinen Verstand ohne sich jede Meinung vorgeben zu lassen, was nicht heißt, dass er über einen gut gemeinten Ratschlag auch nachdenkt.
    Die Autorin erzählt flüssig aus verschiedenen Perspektiven eine Geschichte, die in drei große Teile gegliedert ist. Mit den großen Südstaaten-Dramen wie „Dornenvögel“ oder „Vom Winde verweht“ besteht eine gewisse Ähnlichkeit die nicht von der Hand zu weisen ist. Es gibt leider keine Landkarte, ein Personenverzeichnis oder historische Anmerkungen, sodass der interessierte Leser auf das Internet oder eine Enzyklopädie zurückgreifen muss.
    Mit hat diese Familiensaga im Westernstyle gut gefallen, die anderen Bücher von Leila Meacham werde ich demnächst auch in Angriff nehmen. So kann ich diesen Roman nur allen Fans von „Dallas“, „Dornenvögel“ und Co ans Herz legen. Wer gerne mal einen Ausflug in die amerikanische Geschichte machen möchte, ist bei Leila Meacham gut aufgehoben. Für mich eine klar Leseempfehlung.


    9/10 P.

  • Ich durfte das Buch in einer Leserunde hier im Forum lesen und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Man hat sich direkt beim Aufschlagen und Lesen der ersten Seiten wohl gefühlt. Ich konnte mir sowohl die Personen, wie auch deren Umgebung bildlich vorstellen und ich muss Luckynils zustimmen: Es würde mir überhaupt nichts ausmachen, wenn es noch Folgebände der Geschichte geben würde.


    An der ein oder anderen Stelle war mir die Handlung allerdings zu vorhersehbar. Wie immer, gibt es auch hier einen Widersacher, der es den anderen Protagonisten schwer macht. Deshalb ziehe ich einen Punkt für die Bewertung ab.


    Trotzdem war es ein toller Roman über Zusammenhalt und Stärke der Familie! Ich werde von der Autorin mit Sicherheit noch weitere Bücher lesen und vergebe 9 von 10 Eulenpunkten.

    Gelesene Bücher/Ebooks 2021: 0/10
    Aktueller SuB/Ebooks: 106/99(End-SuB 2020: 117/63)


    :lesend Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung - Lena Johannson :flowers