'The Ending - Du wirst dich fürchten' - Seiten 145 - Ende

  • Über das plötzliche "WIR" bin ich auch gestolpert. Im ersten Moment war ich auch ratlos und dachte ich hätte etwas überlesen.

    Jake wird ja immer sonderbarer laut den Aussagen seiner Kollegen.

    Er war ein Einzelgänger und psychisch krank. Wahrscheinlich waren die Eltern und seine Umgebung überfordert. Er hatte ja viele philosophische Fragen über den Sinn des Lebens, die ihm keiner beantworten konnte.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Roman für viele enttäuschend ist. Ich persönlich fand die Geschichte ,nachdem ich noch einige Szenen Revue passieren ließ, gut aufgebaut. Bis fast zum Schluss war offen wie es ausgeht.

  • Boah, was für eine gequirrlte Sch... Schon wieder multiple Persönlichkeit; Jake war alle drei - die Frau (angelehnt an eine echte Begegnung, nur hat er sich damals nicht geteaut, ihr seine Nummer zuzustecken), der Stalker, Jake. Bruder gab‘s nicht, der gestörte war er, die Reise nach Hause war Einbildung und er hat sich am Ende umgebracht. Das hätte eine spannende Geschichte werden können, wäre sie nicht so unglaublich einfallslos und schlicht heruntergeleiert. Jakes Schicksal ist tragisch - und geht mir echt am Arsch vorbei. Fazit: literarischer Psychothriller geht anders. Das schlechteste Buch, das ich seit Jahren gelesen habe.

  • Tja, keine Ahnung, was ich jetzt von dem Ende halten soll. Das kam mir alles ein wenig plötzlich, obwohl ich ja schon geahnt habe, dass Jake schizophren ist. Deswegen hat seine Mireisende auch keinen Namen. Die Grundidee erinnert nicht sehr an „Die Therapie“, allerdings fand ich das Buch damals besser.


    Über eine Rezi muss ich jetzt erst mal sinnieren.

  • Irgendwie hatte ich im Hinterkopf das er ihr doch noch die Nummer zugesteckt hatte.

    Ja, er hat sich eingebildet, dass er ihr die Nummer gegeben hat und auch, dass er mit ihr zu den Eltern gefahren ist. In Wirklichkeit war er die ganze Zeit mit seinen Einbildungen und Selbstmordgedanken in dieser einsamen Schule.

  • Also ich fand das Ende auch sehr seltsam. Und irgendwie gibt es auch verschiedene Theorien, wie es denn jetzt "echt" war. Es gibt sogar eine eigene Website (englischsprachig), auf der darüber diskutiert wurde.


    http://afterthingsend.com/


    Nachdem ich wirklich frustriert nach dem Ende war, hab ich mir das alles mal durchgelesen, bis ich keine Lust mehr hatte.


    Also für mich ist nach den letzten Zeilen klar, dass dieses "Buch", was die Ermittler bei Jake finden, quasi das ist, was wir zu lesen bekommen haben. Er hat sich das alles ausgedacht. Das Mädchen hat er echt kennengelernt, ihr aber keine Nummer gegeben, sich aber ausgemalt, wie es dann wäre?


    Ach ich weiß auch nicht, ich war noch nie so frustriert nach einem Buch. Ich stelle mal meine Rezi ein, daran werdet ihr das auch merken. Rezi findet ihr hier.

  • dass dieses "Buch", was die Ermittler bei Jake finden, quasi das ist, was wir zu lesen bekommen haben.

    Die Geschichte, die er sich ausgedacht hat. Steph war seine Jugendliebe, die Eltern sind tot und er hat ja zig Jahre nachts in der Schule gearbeitet. Er hat wahrscheinlich auch kein soziales Umfeld, ausser den Kollegen, die ihn ja gefunden haben.

    So entwickelt sich seine Psychose. Manche haben schon im ersten Abschnitt, dass richtig erkannt.

  • Ooookayyyyy.... ich sitze jetzt hier etwas geplättet, überrascht (und doch auch wieder nicht so ganz) und vor allem verwirrt. Ich glaube in meinem Kopf purzeln die Gedanken im Moment fast genauso durcheinander wie bei Jake. :yikes ;-) :grin


    Ich bin in der Tat etwas sprach- und ratlos, was ich zu diesem Buch schreiben könnte. Vor allem der Gedanke an eine Rezi bereitet mir Bauchgrummeln. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, wie ich dieses Ende empfinde. Einerseits bin ich enttäuscht, dass die von mir erhoffte, uns vollkommen überraschende Wendung ausgeblieben ist. Dass es sich um eine gespaltene Persönlichkeit handelte, konnte man ja schon von Anfang an erahnen. Wer derjenige sein würde, blieb längere Zeit verborgen, was ich dem Autor zugute halten will.


    Alles in allem gesehen ist die Geschichte nicht Mal unlogisch - auch wenn sie den Leser verwirrt zurück lässt. Es lässt sich ja alles damit erklären, dass sich alle Szenen nur in Jakes Kopf abgespielt haben. Auch die kursiv geschriebenen Einschübe ergeben einen Sinn. Und ich habe es auch so verstanden, dass Jakes "Tagebuch", das man bei ihm findet, das "Manuskript" ist, was wir gelesen haben.


    Mich lässt das Buch eigentlich sehr traurig und deprimiert zurück. Jakes Leben muss ja die Hölle gewesen sein und niemand hat es bemerkt. ;(


    Auch wenn ich so abschliessend gesehen keine offenen Fragen habe und ich es bewundere, wie der Autor es geschafft hat, Jakes Gedankenwelt so intensiv darzustellen, bin ich etwas enttäuscht, da ich doch etwas ganz anderes erwartet hatte. Für mich ist das Buch kein Psychothriller im herkömmlichen Sinne. Was meinen Leseeindruck betrifft, muss ich erst noch Mal in mich gehen... ;-)

  • Zum Glück bin ich mit dem Buch durch. Wäre es umfangreicher gewesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen.

    An dem Buch ist leider nichts überraschend, daher konnte ich es gestern Nacht im Bett, mit Augen auf Halbmast, gut beenden.

    Der Schluss ist absolut vorhersehbar, die "Vorgänge" in der Schule ebenso. Hier fühle ich mich an einen Film erinnert, nur komme ich gerade nciht darauf an welchen...

    Das Bcuh als "Psychothriller" zu bezeichnen, halte ich für arg übertrieben, denn mit Thriller oder gar Psycho hat das hier nicht viel zu tun. Der Kalppentext war so vielversprechend, sonst hätte ich mich nicht zur LR angemeldet...

    Die Rezi muss sich noch formen, da muss ich erst noch mal in mich gehen.

  • Ich habe ja, wie oben erwähnt, diese englische Diskussionsseite vor einiger Zeit betrachtet. Da fiel mir eine Theorie auf, die irgendwie auch ganz passend war:
    Jake hat Krebs. Wenn er nämlich seine Erfahrungen auf das Mädchen projiziert, bzw in seiner Erzählung das eben da mit einbaut, dann machen die Tabletten, das Haarausfallen, der metallische Geschmack im Mund (weiß nicht mehr, wo der erwähnt wurde, aber irgendwo schon) Sinn. Das kann ja mit einer Chemotherapie zu tun haben.


    Ist also doch irgendwie auch möglich, das gar nix existiert - also Jake noch nicht mal Hausmeister ist, sondern das nur im Krebs-Delirium fantasiert hat.


    Ach, was weiß ich. Ich wollte mal eure Meinungen dazu hören. Ich hab irgendwie das Gefühl, es gibt kein richtig oder falsch bei dem Buch.

  • Bin auch fertig. Über eine Rezension muss ich nachdenken. Ich habe einen Psychothriller erwartet und lese die surealen Phantasien einer multiplen Persönlichkeit. Sicher macht manches Sinn, vieles aber auch nicht. Zb die Sexszene in dem eiskalten Auto vor der Schule. Da war mir schon klar, dass das nicht real sein kann. Und in der Schule spricht sie von sich als er, an einer Stelle. Ich habe schon bessere Bücher über multiple Persönlichkeiten gelesen. Man weiss am Ende nicht einmal wie viele Personen es gibt und wie sie entstanden sind. Der Schreibstil war gut, das ständige auf einen Höhepunkt hinsteuern und dann ins Leere laufen, fand ich weniger prickelnd.
    Das Buch ist eine Kunstform für sich. Ich kann mir vorstellen, dass es begeisterte Leser geben wird, nur spricht man hier die falsche Zielgruppe an, wenn man das Buch als einen Psychothriller ähnlich der von Hitchcock und Stephen King verkauft. Wenn man als Leser dann so etwas erwartet, ist man enttäuscht. Dieses Buch ist für mich eher eine sureale, philosophische Phantasiereise mit Horrorelementen.

    Die Theorie mit dem Krebs und der Chemotherapie ist interessant, aber dann passt das kursiv geschriebene nicht. Aber beantworten könnte das wohl nur der Autor.