'Die Manufaktur der Düfte' - Seiten 561 - Ende

  • Ich konnte nicht aufhören. :-]

    Eine spannende Familien- und Unternehmensgeschichte über fast 100 Jahre, wunderbar eingebettet in die historischen Begebenheiten. Im Nachwort steht zwar, dass es keine Sekundärliteratur zu den Ribots gibt. Aber dass ich auch nicht mal ein kleines Textschnippselchen bei Wikipedia finde, verwundert mich schon.


    Im letzten Abschnitt fand ich die Ereignisse in der großen Politik fast noch interessanter. Die Fabrik hatte ja vor allem Ende während der Entstehung ihre spannende Zeit. Wenn alles den Bach runtergeht, ist eher noch der Grund interessant.


    Ich weiß jetzt erstmal gar nichts weiter zu schreiben und warte auf weitere Beiträge. Von mir bekommt das Buch aber 10 Punkte.


  • Mir ging es genauso. Ich habe das Buch heute Nachmittag einfach zu Ende lesen müssen.

    Und auch ich habe nach der Seifensiederei Ribot im Netz gesucht und leider kaum etwas gefunden. Ein paar Zeitungsausschnitte. Das war es. Dabei hätte ich gerne noch ein bisschen gestöbert.


    Und auch ich fand in diesem Abschnitt die politischen Ereignisse sehr, sehr spannend und interessant. Ich habe ja vor nicht allzu langer Zeit "Träumer" von Volker Weidermann gelesen, das sich mit der Münchner Räterepublik beschäftigt.

    Ich fand sehr gut geschildert, wie unterschiedlich es den Menschen im Krieg erging und wie sie später damit umgegangen sind.
    Julius Briefe von der Front fand ich sehr beklemmend. Das hat mich sehr berührt.

  • Ich muss aber noch unbedingt das ausführliche Nachwort erwähnen, das ich genauso interessant finde, wie den ganzen Roman. Ich mag es einfach sehr, wenn Autoren von solchen historischen Romanen sich die Zeit nehmen und Erläuterungen anfügen. Vielen Dank dafür!
    Was für ein rundum schönes Buch.

  • Ich fand auch diese kleinen Einschübe wie zum Beispiel mit dem widerlichen Lehrer Schleicher in Nürnberg sehr gut.

    Der heißt "Streicher". Das habe ich gemerkt, weil das ja das Alter Ego von Aragorn aus "Der Herr der Ringe" ist. ^^


    Das sind diese kleinen Ereignisse, mit denen hier die Bedrohung, die damals über allem schwebte, sehr gut dargestellt wird. Auch die Gedanken von Clara Gruber zu diesem Thema fand ich gut, richtig und leider auch schrecklich aktuell.

  • Julius Streicher war im Dritten Reich von 1925 bis zu seiner Amtsenthebung 1940 Gauleiter der NSDAP für Franken. Er hat den berüchtigten "Stürmer", das antisemitische Hetzblatt der Nazis begründet. Vor seiner Parteikarriere war er Volksschullehrer, und als solchen hab ich ihn im Buch auftauchen lassen.

  • Wow, ich bin echt geplättet und ein wenig traurig die Ribots jetzt ziehen lassen zu müssen.


    Julius Briefe aus dem Krieg waren echt heftig. Prinzipiell weiss man ja, wie es dort zuging, aber so als Brief eines Betroffenen ist es schon ein wenig emotionaler.


    Seine Verbindung zu Clara hat mir gut gefallen, auch wenn die beiden ja eigentlich entfernt verwandt waren. Besonders nett fand ich den Erlanger Einschub. Gegenüber der Henkestr. 12 ist meine Physiotherapie und ein paar hundert Meter die Straße runter gehen meine Kinder zur Schule.


    Fritz Verbindung zu Louise und zu Viktor hat ihm ja wirklich gut getan. Eugen hingegen war ja eher gewöhnungsbedürftig. Dass er seine Mutter gegen den eigenen Bruder aufhetzt geht ja gar nicht.

    Auch wenn die Geschichte ab 1914 ja eigentlich fiktiv ist, war es für mich passend. Auch der Konkurs am Ende und Fritzens Tod in den neuen Hallen.


    Auch der Epilog, in dem sich die Familie am Bahnhof einfindet und Viktor verabschiedet, war für mich sehr gelungen. Haben sie sich also an Fritz Testament gehalten und doch wieder halbwegs zusammengefunden.


    Die Einblicke in die damalige politische Stimmung fand ich auch erschreckend aktuell. Ich hoffe nicht, dass es noch ähnlicher wird. Bens Mitzug beim 23er Putsch hat ja deutlich gezeigt, wie schnell man bei so Massenkundgebungen in einen Sog gerät. Ein Glück, dass er dann schnell erkannt hat, dass das nix für ihn ist.


    Danke auch für das ausführliche Nachwort. Ich finde es immer wieder spannend zu erfahren, was denn nun historisch belegt ist und was nicht. In diesem Fall ist ja vieles schon romanmässig abgelaufen.


    Rezi werde ich dann demnächst schreiben

  • Ich musste die beiden letzten Abschnitte auch quasi in einem Rutsch lesen, mir hat das Buch auch sehr, sehr gut gefallen.

    Fritz Verbindung zu Louise und zu Viktor hat ihm ja wirklich gut getan. Eugen hingegen war ja eher gewöhnungsbedürftig. Dass er seine Mutter gegen den eigenen Bruder aufhetzt geht ja gar nicht.

    Auch wenn die Geschichte ab 1914 ja eigentlich fiktiv ist, war es für mich passend. Auch der Konkurs am Ende und Fritzens Tod in den neuen Hallen.

    Der fiktive Teil hat für mich auch sehr gut gepasst und ich habe mich wirklich zum ersten mal geärgert, dass ich das Nachwort wie immer zuerst gelesen habe. Ich hätte gerne ein bisschen länger dran geglaubt, dass nicht alle glücklichen unstandesgemäßen Lieben fiktiv sind. :lache

  • Ich war gestern Abend durch, aber es war schon etwas spät zum Schreiben.

    Oh Mann... eine Familie fast ein Jahrhundert lang begleitet, von Philipps ersten Schritten in dem fremden Städtchen "Schwouba" über den Aufbau einer der größten Deutschen Seifenfabriken bis hin zur vorsorglichen Flucht eines seiner Enkel (und Urenkel) in die Schweiz. Vor allem auch ein Stück deutsche Geschichte, von so vielen Seiten und Blickwinkeln beleuchtet, dass man sich fast nicht vorstellen kann, wie das alles in nur ein Buch gepasst haben soll. :wow Da könnte man gut eine Serie mit mindestens drei Staffeln draus machen.


    Aber erst mal der Reihe nach durch die Ereignisse dieses letzten Abschnittes.

    Den Julius Streicher hab ich auch gleich erkannt, Gauleiter und Unmensch. :cursing:

    Das Erstarken dieser Rattenfänger und ihrer Anhänger fand ich hier, obwohl ja nur am Rand der Handlung und vor allem durch Gustav repräsentiert, sehr gut dargestellt. Ich fand es sehr eindrücklich, dass hier traumatisierte Soldaten systematisch angeworben und unterstützt wurden, um sie vor allem mit den Parolen und Schuldzuweisungen bestimmter Herrschaften zu füttern. Natürlich ist es immer einfacher, wenn die anderen Schuld haben und man selbst doch sein Bestes gegeben hat, siehe Dolchstoßlegende und die kam ja dem einen oder anderen in der höheren Politik durchaus auch zu Pass. Gerade weil Gustav ja vor dem Krieg so ein guter Kerl war, offenbar der Gerechtigkeit verpflichtet (zwei Jungs gegen den kleinen schwachen Schorschi) und Wut hatte wegen der sozialen Ungerechtigkeit, ist der Wandel so schlimm, zeigt aber, dass es nicht immer "von Grund auf" schlechte Menschen waren. Früher war er noch froh um die Unterstützung von Clara für Dorle. Und durch diese "Freunde" schlägt er jetzt ihrem über 70-Jährigen Großvater mit der Faust ins Gesicht, sehr mutig.


    Ich hatte ja erst noch Angst gehabt, dass Gustav beim Stibitzen erwischt und bestraft wird und dadurch seine Wut auf die "Großen" sich in ungesunde Höhen schrauben könnte. Stattdessen bittet Hilde ganz offiziell bei Fritz, ob sie das Mädchen nicht mit Lebensmitteln unterstützen könnte und er sagt mit einer Selbstverständlichkeit zu, die ihn einfach NOCH ein Stück sympathischer macht.

    Es wurde ja im Buch öfter erwähnt, dass er in Schwabach die höchsten Löhne gezahlt und auch mal Arztrechnungen seiner Arbeiter beglichen hätte, ich nehme an, das entspricht den Tatsachen (also auch ganz ohne Luises guten Einfluss)?


    Bei der Verbindung von Julius und Clara dachte ich erst noch, dass Fritz und Leo vielleicht ein Problem wegen der Verwandtschaft haben, aber dann hab ich überlegt, dass Fritz mit Sophie ja viel enger verwandt war, als die beiden, es ging also wirklich nur um die unglückselige Geschichte in Verbindung mit dem Standesunterschied.

    Julius Briefe aus dem Krieg waren schwer zu lesen, erschütternd und rührend zugleich. Am Anfang noch eine gewisse Leichtigkeit in der die Hoffnung mitschwang, dass wohl alles schon nicht so schlimm werden würde... bis hin zum Menschen als Wurm. Als dann da stand, dass Clara die Briefe nicht mal gelesen hatte war ich spontan erst mal sauer auf sie, aber das hat sie ja dann zum Glück schnell nachgeholt. Eine ungewöhnliche Art zusammenzufinden, aber ich gönne es den beiden.


    Der kleine Ernst stirbt schließlich, weil er arm ist und weil die Umstände keine Rücksicht nehmen auf die Kranken. Im Krieg haben die Soldaten Vorrang vor kranken Kindern...

    Wenn ich das richtig interpretiert habe, ist auch der kleine Peterle gestorben, an der spanischen Grippe ? Ich finde es immer wieder verstörend, wie viele Menschen weltweit dadurch umgekommen sind, mehr als durch den Ersten Weltkrieg und trotzdem scheint es mir immer so ein bisschen als wäre diese Pandemie etwas, das ein Stück weit unter den Teppich gekehrt wurde. Vielleicht weil man zu große Angst hat, dass sich so etwas jederzeit wiederholen könnte?


    Ich dachte schon, dass die Firma durch die minderwertigen Materialien der Kriegsproduktion nicht mehr hochkommen, aber sie haben es erstmal doch geschafft (zumindest im Buch), durch die AG das nötige Investmentkapital zu besorgen. Sogar Fritz sieht langsam ein, dass er mal ein Stück weit loslassen muss. Er ist nicht mehr der jüngste, sein Herz macht ihm zu schaffen (wie seinem Vater) und er ist ebenso unvernünftig.


    Die Inflationsspirale (ich habe von meiner Oma auch noch ein paar alte Millionen-Mark-Scheine hier) hört gerade noch rechtzeitig auf, bevor die Firma es nicht länger kompensieren kann. Auch hier spürt man immer wieder Fritz' soziales Engagement, das Gefühl Verantwortung zu tragen dafür, dass Leute arbeiten können um sich und ihre Familien zu ernähren.


    Ebenfalls sehr stark geschildert fand ich, wie Ben, der ja als junger Künstler bisher keinerlei rechte Gesinnung hatte, plötzlich von der Euphorie der Masse mitgerissen wird beim Putsch in München. Ich vermute, dass hier das gleiche Phänomen gegriffen hat wie z.B. bei den diversen Reichsparteitagen. Das Gefühl mit anderen zusammen ein großes Ganzes zu bilden, stark zu sein, sich zu freuen und zu feiern und dazu ein "Idol" das man fast göttlich verehren kann, diese ganze überspitzte Hysterie. Psychologisch sehr interessant, in der Praxis oftmals furchteinflössend.


    Und dann kommen diese zwei Sätze und mir hat sich die Gänsehauf aufgestellt, auch wenn man natürlich schon weiß, dass noch irgendwas Schlimmes passieren muss:

    Zitat

    "Bald beginnt unsere schönste Zeit", sagte ich zu ihr.

    - Hier enden die Tagebuchaufzeichnungen. -


    Das Ende geht wirklich sehr dramatisch vonstatten. :yikes Dass Fritz in den Flammen umkommen könnte hab ich ja schon fast als gegeben gesehen, erst recht als er wegen seiner Rezepte nochmal in das brennende Gebäude rennt. Aber Leo??? Das ist schon eine herbe Ironie des Schicksals, dass er ausgerechnet stirbt, weil er die Seifenrezepte noch schnell holen wollte, die Fritz offenbar hatte fallen lassen. Und er hat es ja nicht mal gewusste, er dachte nur "Muss wertvoll sein". Boah... das war schon ein ziemlicher Schock.

    Aber Fritz überlebt das Ende seiner Firma nicht lange, seine Abschiedsrunde durch die Halle, die letzten "Handgriffe und Prüfungen" die er im Geiste nochmal vor sich sieht, die Gerüche die in ihm aufsteigen... wenn man jemals von jemandem sagen konnte "Er hat für seine Firma, für seinen Beruf gelebt", dann wohl dieser Fritz Ribot. Immerhin, ein schöner Tod ohne zu leiden.

    Das Testament war ja stellenweise wirklich ulkig, umso faszinierender dann im Nachwort zu lesen, dass es Auszüge aus dem echten Testament waren.


    Aber hier im Epilog hat man, trotz der heraufziehenden Gefahr die man ja kennt, trotzdem irgendwie das Gefühl, dass sich einige Dinge zum Besseren verändert haben. Fritz' Wunsch, die Familie möge als Ganzes zusammenrücken wurde offenbar erhört. Oma Gusti und Oma Luise kommen zusammen mit Julius und Eugen um Viktor und seine Familie zu verabschieden. Dieses Familienbild hätte Fritz sehr gefallen. Und als Eugen, fast schon ein wenig verschämt, zugibt, dass er das mit der Seife doch einfach nicht lassen kann und daher so wie früher in einem kleinen Zuber per Hand wieder angefangen hat... Auch das war für mich wieder einer der sehr emotionalen Momente dieses Buches (von denen es nicht Wenige gab wie ich rückblickend feststelle).


    Eigentlich habe ich über das ganze Buch betrachtet nur als Kritikpunkt, dass Leo eine Zeit lang sehr stark in den Hintergrund getreten ist (ich glaube in Buch 4 und 5) bis er jetzt im letzten wieder eine etwas größere Rolle gespielt hat. Seine "Funktion" als Vertreter der Arbeiterschicht wurde zwar zum Teil von Hans, später zum Teil von Clara erfüllt, aber er als Person hat mir da dann doch gefehlt. Meist war er da nur mal kurz "im Bild", wenn z.B. Hans die Kinder wieder bei ihnen abgegeben hatte.


    Das ausführliche Nachwort war wieder sehr erhellend, auch wenn es leider einige Figuren die man sehr mochte, dann doch als "Erfindungen" entlarvt hat. Mich würde interessieren, warum Sophie in der Geschichte sterben musste. Damit der Kontakt zu Viktor enger werden konnte? Um durch Luise eine engere Verbindung zur Arbeiterschicht herzustellen?

    Sabine, Du hast geschrieben, dass Dein Aufsatz zur Familie Ribot vergriffen ist. Bestünde die Möglichkeit, diesen vielleicht als eBook herauszubringen? Das würde mich jetzt nämlich nach dem Genuss des Buches schon wirklich interessieren.

    Immerhin, es ist gut zu wissen, dass die Ausstellung zu den Ribots im Schwabacher Stadtmuseum offenbar dauerhaft ist? Da werde ich dann auf jeden Fall auch mal reingehen.

    Wie haben die Verwandten mit denen Du gesprochen hast auf deine Idee einen Roman über ihre Familie zu schreiben reagiert? Ich denke da z.B. auch an die Sache mit dem alten Strunz.


    Es war wieder ein ganz besonderes Erlebnis und dadurch, dass es diesmal zeitlich deutlich näher lag als die bisherigen historischen Romane, habe ich festgestellt, dass man da wirklich nochmal einen ganz anderen Bezug zu den Dingen hat (so wie es bestimmt auch viel mehr Auswahl an Themen und Anekdoten beim Schreiben gibt). Wenn ich mich richtig erinnere, spielt der nächste Roman wieder ungefähr zu dieser Zeit, darauf bin ich jetzt natürlich auch wieder sehr gespannt. Weiss man schon wann er ungefährt erscheinen soll, also z.B. 2019 oder 2020?


    Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal ganz herzlich bei Sabine bedanken, dass sie in ihrem vollen Terminkalender doch ein paar Tage für uns freimachen konnte, um Fragen zu beantworten und Postings zu kommentieren. :anbet

    „Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

    - Meister Yoda

  • Liebe xexos und Saiya,

    Ihr werdet im Netz nichts über Ribot finden - die einzigen Quellen, die es dazu gibt, liegen im Schwabacher Stadtmuseum und im Archiv oder bei mir. Da war noch niemand sonst drüber.



    Es wurde ja im Buch öfter erwähnt, dass er in Schwabach die höchsten Löhne gezahlt und auch mal Arztrechnungen seiner Arbeiter beglichen hätte, ich nehme an, das entspricht den Tatsachen (also auch ganz ohne Luises guten Einfluss)?

    Ja, das ist richtig. Die LÖhne bei Ribot waren hoch, nur übertroffen von denen der Nadelspitzen-Schleifer (das, was Leo gemacht hat), die sich ja dafür die Gesundheit ruiniert haben.

    Julius Briefe aus dem Krieg waren schwer zu lesen, erschütternd und rührend zugleich. Am Anfang noch eine gewisse Leichtigkeit in der die Hoffnung mitschwang, dass wohl alles schon nicht so schlimm werden würde... bis hin zum Menschen als Wurm.

    Liebe Paradise,

    die Kriegsbriefe sind alles Auszüge aus Originalen. Da gibt es Sammelbände mit erschütternden Quellen, die ich dafür ausgewertet habe. Deshalb kommt der Schrecken vermutlich so gut rüber. Das kann man als (gottseidank) nicht kriegserfahrener Mensch vermutlich gar nicht so schreiben.

    Und ja, das Peterle stirbt an der Spanischen Grippe, die übrigens damals angeblich mehr Opfer gefordert hat, als der Krieg!


    Mich würde interessieren, warum Sophie in der Geschichte sterben musste. Damit der Kontakt zu Viktor enger werden konnte? Um durch Luise eine engere Verbindung zur Arbeiterschicht herzustellen?...

    Ich muss zugeben, ich mag manchmal gern das Überraschungsmoment. Meine Leser sollen sich nicht so sicher sein, dass jede Figur ein Happy End findet/überlebt. Das ist das Eine. Und dann wollte ich tatsächlich für Luise den Weg frei machen, die mir als Figur und Lebensgefährtin für Fritz ssehr wichtig war.


    Und ja, mein Ribot-Heftchen von damals ist vergriffen. Über eine weitere Veröffentlichungsmöglichkeit hab ich nie nachdedacht. Die Rechte liegen jedenfalls beim Stadtmuseum, da müsste ich erst mal nachfragen...

    Die Ausstellung im Museum ist dauerhaft, und ein Besuch lohnt sich - zuletzt auch wegen der tollen Goldschlägerwerkstatt und v.a. an Ostern wegen der volkstümlichen Sammlung dekorierter Eier aus aller Welt, die ich damals auch mit aufgebaut habe. Ist schöner und interessanter als es sich anhört!


    Die Verwandten - das sind zwei Enkel von Tilly und damit Urenkel von Fritz, sie heißen deshalb auch nicht mehr Ribot - sind da ganz entspannt. Sie haben sich riesig über das Buch gefreut und mir auch im Vorfeld bereitwillig Auskunft gegeben. Und sie wissen ja, dass vieles im Roman fiktiv ist, so auch die Strunz-Vergewaltigungs-Geschichte.

  • Zu guter Letzt danke ich Euch, dass Ihr Euch so für die Ribots interessiert habt! Leider hatte ich diesmal wegen der Politik nicht so viel Zeit für Euch, aber das nächste Mal wird´s besser, bestimmt!

    Danke für die vielen Fragen und Korrekturen:cry! Bin schon gespannt auf Eure Rezensionen - und wenn Ihr mir einen Riesengefallen tun wollt, stellt die doch bei Amazon ein. Da hat mich eine Leserin total verrissen und ich fühl mich ganz schlecht deswegen...

    Aber nur wenn Ihr mögt!

    Tschühüüüüß:wave

  • Ich möchte mich auch ganz herzlich für das Begleiten der LR bedanken. Ich war ja nur Zaungast, weil ich das Buch vorher schon gelesen hatte. Eine Rezi werde ich selbstverständlich auch schreiben und bei ama einstellen.


    Ich freue mich schon auf die Lesung und LR zum nächsten Buch :wave

  • Die Rezi hab ich heute geschrieben und auch bei Amazon gepostet...


    Die drei Sterne Rezi ist ja echt der Hammer. Den Vorwurf des schlechten Schreibstils und den Vorschlag Schreibkurse zu besuchen finde ich reichlich frech. Es kann ja sein, dass einem dein Schreibstil nicht liegt, aber sowas ist einfach unverschämt. Vor allem weil derjenige es sicher nicht besser kann.....


    Ich finde deinen Schreibstil toll und die Original Texte sind vielleicht nicht immer einfach zu lesen, aber immer hilfreich um die Zeit zu verstehen. Vor allem macht diese Mischung deine Romane auch immer zu etwas besonderem.

  • Die drei Sterne Rezi ist ja echt der Hammer. Den Vorwurf des schlechten Schreibstils und den Vorschlag Schreibkurse zu besuchen finde ich reichlich frech.

    Was?! :yikes Also solche Kommentare gehören für mich in die Ecke "Neid" oder "Wichtigmacherei". Natürlich kann man über Geschmack streiten und man kann es nie allen recht machen bzw. es wird immer Leute geben, denen etwas nicht gefällt, aber solche Vorwürfe haben nichts mehr mit Kritik zu tun, die wollen einfach nur wehtun. Mach Dir über sowas bitte keinen Kopf! Ich finde Deinen ganz eigenen Stil im Übrigen sehr schön, ich mag es, dass ich, immer wenn ich ein neues Buch von Dir aufschlage, schon nach wenigen Zeilen das Gefühl habe: "Ja, das ist wieder ein Sabine Weigand-Buch". Es ist einfach nicht so beliebig wie in vielen anderen Büchern. Wenn man diesen Stil nicht mag, ist das ja in Ordnung, aber deswegen muss man nicht beleidigend werden. :cursing:


    Meine Rezi folgt in den nächsten Tagen und dann werde ich diese gerne auch auf Amazon stellen.


    Danke für Deine ausführlichen Antworten Sabine und ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf das nächste Buch / die nächste Leserunde. ^_^

    „Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

    - Meister Yoda