'Die Pranken des Löwen' - Seiten 612 - Ende

  • Der letzte Leseabschnitt war etwas ruhiger und doch ging es nicht ohne Kampf ab. Robin kann seinen Frieden mit Marians Vater machen. Dann die Heirat und ein rauschendes Fest. Ein passendes Ende.

    Seine Aktion auf dem Wettbewerbsgelände war einfach nur dumm. Er könnte mit seiner Überheblichkeit und seinem Leichtsinn auch kläglich scheitern, was dann seinen Tod bedeuten würde. Und dann hat er auch die Macht des Wortes erkannt und einen Minnesänger eingebunden. Für die Macht des Bildes war es ja noch zu früh, aber Politik und Militär spielen sie heute ebenso kraftvoll wie es Robin damals tat.

    Die Episode mit dem Bischof ist schon eine nette Räuberpistole und stärkt das Gefühl, dass Robin ein gerechter Held ist. Generell stellen sich seine Gegenspieler, wie so oft in Historischen Romanen, doch arg dämlich an. Aber es ist natürlich vergnüglich zu lesen, wie Robin daraus Nutzen zieht.

    Aber auch Robin erleidet Rückschläge wie den Tod seines ungeborenen Kindes. Aber wie er damit umgeht, das macht ihn noch sympathischer.

    :hörend Titus Müller - Berlin Feuerland
    :hörend Petra Hülsmann - Das Leben fällt, wohin es will
    :lesend M. J. Trow - Die weiße Lady

    :lesend Charlotte Roth - Wenn wir wieder leben

    :lesend Cornelia Kempf - Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

    :lesend Zarah Philips - Lauter Leichen

  • Leider waren die letzten zwei Wovchen bei mir ziemlich stressig, so dass ich mir zwar genügend Lesezeit abknapsen konnte, es aber nicht geschafft habe regelmäßig ins Forum und in die Leserunde zu schauen.


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn man ihm manchmal schon anmerkt, dass es ein"Erstling" ist. Ich habe mir jetzt keine Beispiele rausgeschrieben, aber die eine oder andere war schon etwas holprig. ;) Hat meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan. :-]



    ... Seine Aktion auf dem Wettbewerbsgelände war einfach nur dumm. Er könnte mit seiner Überheblichkeit und seinem Leichtsinn auch kläglich scheitern, was dann seinen Tod bedeuten würde.

    Das war wirklich total dämlich, aber einen Fehler muss ja auch der strahlende Held haben, das ist hier eben seine Überheblichkeit.


    Mein Liebling in der Räuberbande ist Littel John, ich finde ihn mit seinen Selbstzweifeln und seiner Erleichertung, dass er den Posten des Anführers abgeben kann total liebenswert.

  • Gerade bedauernd zugeklappt.

    Bedauernd daher, daß ich nicht sofort weiterlesen kann, wie ich es gerne würde :grin


    Mir hat dieserr letzte Abschnitt sehr gefallen - so richtig typisch Robin Hood und Abenteuer.

    Besonders gefiel mit, daß Richard Lealand in sich gegangen ist und seinen Frieden mit Robin und Marian gemacht hat und letztlich auch ein Unterstützer der Merry Men wird.


    Und natürlich die Nottingham Castle Szene. Hach die war einfach nur super.

    Erst hatte ich befürchtet, daß es so wie im Errol Film ablaufen wird, Robin zum Turnier erscheint, gefangen und letztlich befreit wird.

    Zum Glück war es hier anders und ein richtig wunderbarer Schelmenstreich, dem ollen Sheriff das Geld aus seiner Burg zu mopsen, während der meint, er finge Robin Hood.

    Eindeutig mit eine meine Lieblingsszenen.

    Daß Robin sich da so leichtsinng verhält und mit seinem Schuß angeben muß, kann ich ihm verzeihen.

    Das paßt einfach so in meine Vorstellung von Robin und irgenwie kann ich ihn dabei auch verstehen.


    Auch die Reise Alans, als er die Bekanntschaft Prinz Richards macht und die Bescheibung des alternden Henry II fand ich interessant. Das leitet so ein wenig die Regierungszeit Richard Löwenherz ein und bereitet das nächste Buch sozusagen vor.


    Mir hat das Buch richtig gut gefallen - ein Abenteuerroman nach meinen Wünschen.

  • Ich bin noch nicht ganz durch. Aber nachdem jetzt in einem vorhergehenden Abschnitt die Diskussion aufkam, ob die Sprache nicht zu modern ist, habe ich besser aufgepasst und mich an einem Begriff in diesem Abschnitt besonders gestört.

    Da bezeichnet Robin Marians Vater als "Kampfmaschine". Das fand ich vollkommen unpassend.

    Und bei genauerer Betrachtung gefiel mir die ganze Szene nicht besonders. Wie der alte Herr da ganze Horden von Gegner in Minuten abmurkst - das war schon etwas übertrieben. Aber schön, dass er Robin und Marian jetzt doch seinen Segen gibt. Als er Marian den Umgang mit Robin verbieten will, da dachte ich mir, der Mann kennt seine Tochter nicht besonders gut wenn er glaubt, das würde funktionieren.;)

  • Ein schönes Finale!


    Ich mochte die Szene rund um das Turnier auch sehr. Auch fand ich den Pfeil von Robin durchaus passend. Robin ist zwar ein sympathischer, aber dennoch kein perfekter Held. Er ist irgendwo auch arrogant und überheblich. Ich kann es ihm kaum verübeln, weil ihm einfach unglaublich viel gelingt und meistens macht sowas immer etwas mit den Menschen. Ich finde es sogar ganz gut, weil es ihm einfach auch Kanten gibt und er nicht zu perfekt wäre. Bescheiden wäre dann irgendwann doch ein wenig zu viel des Guten.


    Die Entwicklung von Richard Leaford gefiel mir. Tochter und Vater haben sich gegenseitig vermisst und dass er dann den ersten Schritt geht und mit einem Wahnsinnswiedergutmachungsgeschenk auftaucht, ist ihm hoch anzurechnen. Wie er da auf einmal kämpft und alles umnietet, hat mich auch ein wenig überrascht, aber ich fand die Erklärung mit dem Sarazenenlehrer passend.


    Ja, ein spannendes Buch, was wirklich sprachlich und inhaltlich zweigeteilt ist. Ich bin auf jeden Fall auf die Folgebände gespannt!

  • Robin ist zwar ein sympathischer, aber dennoch kein perfekter Held. Er ist irgendwo auch arrogant und überheblich. Ich kann es ihm kaum verübeln, weil ihm einfach unglaublich viel gelingt und meistens macht sowas immer etwas mit den Menschen. Ich finde es sogar ganz gut, weil es ihm einfach auch Kanten gibt und er nicht zu perfekt wäre. Bescheiden wäre dann irgendwann doch ein wenig zu viel des Guten.

    Ich erkläre es mir auch damit, dass er noch sehr jung ist und sicher noch reifer und nachdenklicher wird. Oder, Mac? ;)

    Ja, das Wahnsinnswiedergutmachungsgeschenk (schönes Wort) ist genial. Jetzt hat Robin Hood eine richtige kleine Privatarmee.

  • Auch die Reise Alans, als er die Bekanntschaft Prinz Richards macht und die Bescheibung des alternden Henry II fand ich interessant. Das leitet so ein wenig die Regierungszeit Richard Löwenherz ein und bereitet das nächste Buch sozusagen vor.


    Mir hat das Buch richtig gut gefallen - ein Abenteuerroman nach meinen Wünschen.

    Das freut mich natürlich sehr.:wave

    Wer den Film "Der Löwe im Winter kennt, wir hier vielleicht eine gewollte Anlehnung entdecken.
    Das Treffen gab es tatsächlich in London und nicht in Chinon wie im Film.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Ich erkläre es mir auch damit, dass er noch sehr jung ist und sicher noch reifer und nachdenklicher wird. Oder, Mac? ;)

    Ja, das Wahnsinnswiedergutmachungsgeschenk (schönes Wort) ist genial. Jetzt hat Robin Hood eine richtige kleine Privatarmee.

    Schaun mer mal. :)

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Mir hat ja die Szene richtig gut gefallen, als Robin und Marian in Ihrer Hochzeitsnacht unbemerkt von 100 Bogenschützen und im Tor von ihrem Vater beschützt worden sind..für manche wahrscheinlich zu kitschig, ich fand die Vorstellung großartig!!

    Das da die Pferde auf dem Turnier mit ihm durchgingen, war wirklich dumm!! Er hätte mit diesem Schuss ja nicht nur sich, sondern all die anderen Geächteten in Gefahr bringen können!!

    Aber an sich fand ich den Abschnitt megaspannend, als die Waldmänner Nottingham Castle gestürmt haben. Ich habe richtig mitgefiebert und die Seiten flogen nur so dahin:lesend

    Aber Robin ist und bleibt mein Superheld!! Da darf er auch mal über die Strenge schlagen:grin

  • Was mir noch eingefallen ist: wo werden Robin und Marian denn jetzt leben?? Auf Fenwick oder zieht Marian wieder mit in den Wald, was ihr ja eigentlich nicht so zusagt..:gruebel

    Das erfährst du dann im "Herz des Löwen". Ist übrigens schon im Handel.:)

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Nun ist es erstmal vorbei..und so vieles offen, was man am liebsten sofort wissen möchte..ich behalte mir allerdings vor, bis zur nächsten Runde keine Leseprobe oder so zu lesen oder mir das Buch zu besorgen.


    Abschliessend kurz zur ersten Runde, bevor ich mich an meine Rezi mache.


    Ich bin krass begeistert. Der Aufbau, die Sprache und die Darstellung der Protagonisten haben mich sehr angesprochen, ich habe mit allen geliebt und mitgelitten. Ich hab mich grad im letzten Abschnitt so sehr für Marian und Robin gefreut und auch sehr mit Marian gelitten als diese ihr Baby verloren hat.

    Klar grundsätzlich kennt man die Geschichte von Robin Hood, aber hier ist es einfach sehr sehr schön erzählt


    Danke :wave

  • So, jetzt bin ich durch. Leider.

    Robin hatte ja eigentlich mit all seinen Unternehmungen Erfolg - und sehr viel Glück. Ich denke mal, das könnte sich auch mal ändern, wenn er weiter solche Aktionen wie bei dem Wettkampf bringt. Vor allem bringt er ja auch andere damit in Gefahr. Das hat mir nicht gefallen, aber ich habe es seinem jugendlichen Übermut zugeschrieben. Und ein bisschen auch seiner Arroganz, dass er zeigen will, wer der Beste Bogenschütze ist. Naja. Männer halt. ;)


    Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht.

    Die Rezi wird einfach. :)

  • Was mir noch eingefallen ist: wo werden Robin und Marian denn jetzt leben?? Auf Fenwick oder zieht Marian wieder mit in den Wald, was ihr ja eigentlich nicht so zusagt..:gruebel

    Ich glaube schon, dass Marian jetzt, nach der Versöhnung mit ihrem Vater, auch sehr gut im Wald zurecht käme.

    Was sie vorher so unglücklich gemacht hat, war ja, dass sie gar nicht mehr nach Hause konnte, nicht das Leben im Wald an sich.