'Die Pranken des Löwen' - Seiten 271 - 369

  • Bürgerkrieg und kein Ende. Robert zeigt ein Herz für die Bauern, aber am Ende tötet er fast ohne Unterlass. Er verliert Kameraden und Freunde und macht trotzdem seinen Job. Matilda verliert bei mir Sympathien, weil sie fast alle Menschen wie Rechtlose behandelt. Aber das ist ja auch das Ziel ihrer Erziehung gewesen. Der Krieg zieht sich, alle werden älter und dann erwischt es auch Robert, der kein Adliger werden wollte.

    Eine Anmerkung zu den kurzen Ausblicken auf zukünftige Entwicklungen. Sie gefallen mir nicht, weil sie unnötig Spannung Kosten und die Geschichte nicht voran bringen.

    :hörend Gallert & Reiter - Glaube Liebe Tod
    :hörend Jean-Christophe Grange - Schwarzes Requiem
    :lesend M. J. Trow - Die weiße Lady

    :lesend Gabriel Anwarder - Schutzgeld

    :lesend Cornelia Kempf - Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

    :lesend Zarah Philips - Lauter Leichen

  • Bürgerkrieg und kein Ende. Robert zeigt ein Herz für die Bauern, aber am Ende tötet er fast ohne Unterlass. Er verliert Kameraden und Freunde und macht trotzdem seinen Job. Matilda verliert bei mir Sympathien, weil sie fast alle Menschen wie Rechtlose behandelt. Aber das ist ja auch das Ziel ihrer Erziehung gewesen. Der Krieg zieht sich, alle werden älter und dann erwischt es auch Robert, der kein Adliger werden wollte.

    Eine Anmerkung zu den kurzen Ausblicken auf zukünftige Entwicklungen. Sie gefallen mir nicht, weil sie unnötig Spannung Kosten und die Geschichte nicht voran bringen.

    Hab' ein bisschen Nachsicht. Das sind meine Erstlinge, die nie ein Lektorat gesehen haben und auch von der Leserschaft nicht groß diskutiert wurden. Im Bogenschützen kam die Diskussion mit den Vorschauen erstmals auf und in den darauffolgenden Romanen habe ich es weitgehend abgestellt. Nicht ganz, denn mir selber gefällt das, wenn ich es lese. :wave

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Naja, für einen Erstling kann es durchgehen.8o

    :hörend Gallert & Reiter - Glaube Liebe Tod
    :hörend Jean-Christophe Grange - Schwarzes Requiem
    :lesend M. J. Trow - Die weiße Lady

    :lesend Gabriel Anwarder - Schutzgeld

    :lesend Cornelia Kempf - Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

    :lesend Zarah Philips - Lauter Leichen

  • Eine Anmerkung zu den kurzen Ausblicken auf zukünftige Entwicklungen. Sie gefallen mir nicht, weil sie unnötig Spannung Kosten und die Geschichte nicht voran bringen.

    Tatsächlich sind sie eine Eigenart von Mac, glaube ich.

    Ich habe damit auch so meine Probleme. Vor allem, wenn sie so häufig angewendet werden. Als Stilmittel bei einer besonders interessanten oder dramatischen Entwicklung drücke ich da mal ein Auge zu, aber es wird hier schon ziemlich oft eingesetzt, das mag ich auch nicht. Es verstärkt den Eindruck, dass hier ein Erzähler am Werk ist und wirkt so ein bisschen Geschichtslehrer-mäßig.


    Hab' ein bisschen Nachsicht. Das sind meine Erstlinge, die nie ein Lektorat gesehen haben und auch von der Leserschaft nicht groß diskutiert wurden. Im Bogenschützen kam die Diskussion mit den Vorschauen erstmals auf und in den darauffolgenden Romanen habe ich es weitgehend abgestellt. Nicht ganz, denn mir selber gefällt das, wenn ich es lese.

    Stimmt, im Bogenschützen war das auch. Mac, Du darfst immer so schreiben, wie es Dir gefällt. ;) Das wäre ja noch schöner, dass Du Dich nach deiner Leserschaft richtest.

    Hab aber auch Nachsicht mit uns. In einer Leserunde wird halt der Text schon mal genauer durchleuchtet und wie gesagt, es ist schon ziemlich oft.

  • Nun kehrt Mathilda in die Normadie zurück, den Kampf ganz auf ihren Sohn ausgerichtet.


    Meine Lieblingsszene in diesem Abschnitt war eindeutig die Fluchtszene aus der Burg - so etwas liebe ich ja zu lesen. :grin


    Daß Robert tot sein soll, kann ich mir nicht vorstellen.

    Laut Personenregister lebt er noch wesentlich länger, es sei denn, dort war ein Zahlendreher am Werke.

    Was ich jetzt aber nicht hoffe. Aber da auch der Ort falsch war, denke ich, daß wir noch von ihm lesen werden.


    Das Gespräch mit Mathilda über seine Ansichten bezüglich der Bauern war so hochvernünftig und logisch, daß ich schwer nachvollziehen kann, warum die Adligen damals so dämlich waren, das nicht zu sehen und sich letztendlich ihre eigene Lebensgrundlage damit entzogen.

    Aber Geld und Macht hört wohl leider nie auf, die Welt zu regieren, sei es noch so dumm und falsch. :(

  • Das Gespräch mit Mathilda über seine Ansichten bezüglich der Bauern war so hochvernünftig und logisch, daß ich schwer nachvollziehen kann, warum die Adligen damals so dämlich waren, das nicht zu sehen und sich letztendlich ihre eigene Lebensgrundlage damit entzogen.

    Aber Geld und Macht hört wohl leider nie auf, die Welt zu regieren, sei es noch so dumm und falsch

    Ich glaube, es hatte tatsächlich sehr viel mit dem Glauben zu tun, dass Gott die Menschen dahinstellt, wo sie sind und dass die Standesunterschiede und auch die Nach- oder Vorteile daraus gottgewollt sind. Das klingt in unseren Ohren seltsam, aber die Adligen hielten sich tatsächlich für etwas besseres nicht alleine wegen Geld und Macht sondern auch, weil die göttliche Ordnung so wäre.

    Eine vage Vorstellung davon bekommt man ja, wenn man immer wieder liest, dass die Protas überlegten, ob Gott sie dafür bestrafen würde bzw. die Kirchenmänner mit göttlicher Strafe bei dies und jenem drohten.

    Das Weltbild war einfach ein ganz anderes.

  • Ich bin mit dem Abschnitt noch nicht ganz durch, war aber total mitgenommen, als Robert seinen gefallenen Mentor und Freund Hugh de Clare und sein schwerverletztes Pferd findet und beide nach Hause bringt. Da hatte ich gleich an Winnetou und Old Shatterhand denken..:cry:cry

  • Ich bin mit dem Abschnitt noch nicht ganz durch, war aber total mitgenommen, als Robert seinen gefallenen Mentor und Freund Hugh de Clare und sein schwerverletztes Pferd findet und beide nach Hause bringt. Da hatte ich gleich an Winnetou und Old Shatterhand denken..:cry:cry

    Guter Vergleich, Luckynils.

    Ich habe mich aber daran gestört, dass er das Pferd am Schreien erkannt hat. :wow Ich habe kein eigenes Pferd aber das fand ich schon sehr seltsam. :grin

    Und dass er in die Wunden dicken Stoff reingestopft hat war auch gruseliges Kopfkino.

  • Guter Vergleich, Luckynils.

    Ich habe mich aber daran gestört, dass er das Pferd am Schreien erkannt hat. :wow Ich habe kein eigenes Pferd aber das fand ich schon sehr seltsam. :grin

    Und dass er in die Wunden dicken Stoff reingestopft hat war auch gruseliges Kopfkino.

    Eines meiner Pferde ist mal auf einem Geländeritt ausgerutscht und gestürzt. Dabei hat es sich einen abgebrochenen Kiefernast in die Brust gerammt. Das Schreine habe ich heute noch im Ohr. Ich habe den Ast herausziehen können, mein Unterhemd in die Wunde geschoben und es in die Klinik gebracht, wo ich damals als Lehrassistent angestellt war. Der Prof hat zwei Stunden operiert und jeden Muskel und jede Facie akribisch zusammengenäht. Ein Jahr später hat es mich zum Sieg in der Olympiaqualifikation getragen. Die Pferdszenen haben sich meist so zugetragen, wie ich sie schildere und Falkenruf, Roncall, Ares etc. gab es alle wirklich. :)

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Eines meiner Pferde ist mal auf einem Geländeritt ausgerutscht und gestürzt. Dabei hat es sich einen abgebrochenen Kiefernast in die Brust gerammt. Das Schreine habe ich heute noch im Ohr. Ich habe den Ast herausziehen können, mein Unterhemd in die Wunde geschoben und es in die Klinik gebracht, wo ich damals als Lehrassistent angestellt war. Der Prof hat zwei Stunden operiert und jeden Muskel und jede Facie akribisch zusammengenäht. Ein Jahr später hat es mich zum Sieg in der Olympiaqualifikation getragen. Die Pferdszenen haben sich meist so zugetragen, wie ich sie schildere und Falkenruf, Roncall, Ares etc. gab es alle wirklich. :)

    Es ging mir nicht darum, dass Pferde schreien. Sondern dass man sein Pferd am Schreien erkennt. Das konnte ich mir nicht vorstellen. ;)

  • Es ging mir nicht darum, dass Pferde schreien. Sondern dass man sein Pferd am Schreien erkennt. Das konnte ich mir nicht vorstellen. ;)

    Unbedingt. Wir erkennen jedes unserer Pferde an der Stimme. Die ist ebenso charakteristisch wie die von Menschen. Die einen Wiehern hoch und schrill, andere tief, wieder andere langanhaltend. Wenn man seine Pferde kennt, ist das eine Selbstverständlichkeit. Sie geben auch unterschiedliche Töne von sich, z.B. wenn sie sich gegenseitig rufen oder Gefahr droht. Am Samstag ist ein 42 Jahre altes Pony auf der Koppel eingeschlafen, da haben alle Abschied genommen, bevor wir es mitbekommen haben.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Hat Robert echt schon 30 Jahre für die Kaiserin gedient? Dann muss er ja schon fast 50 sein? Die Jahre sind wie im Flug vergangen und er ist immer noch so agil und stark. Da habe ich das ganz vergessen. Mit seiner Familie verbringt er leider wieder sehr wenig Zeit, da Mathilda einen schier endlosen Kampf um England führt. Die Bauern und normalen Bürger tun mir leid. Das war wirklich eine schlimme Zeit. Jede Partei hat sich ja an ihnen schadlos gehalten und gemordet und gebrandschatzt und vergewaltigt. Und für was? Für Macht und Geld. Schon irgendwie frustrierend zu lesen.

    Und Robert hat inzwischen echt Profil gewonnen und ist nicht mehr der blasse Held vom Anfang der Geschichte. Das gefällt mir.

  • Robert hat total Recht! Was nützt es dem König, wenn die Dörfer und Felder plattgemacht werden.. da schneidet er sich ins eigene Fleisch..dann gibt es nämlich nix mehr, keine Nahrung, Kleidung, etc..


    Ich hoffe, das Robert nach diesem Angriff auf die Kaiserin "nur" schwer verletzt ist..=O