Wo mein Herz dich findet - Kathryn Taylor

  • Kathryn Taylor - Wo mein Herz dich findet


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    Ein plötzliches Unwetter zwingt die junge Cara, in einer einsamen Gegend Unterschlupf zu suchen. Ihr Gastgeber Liam scheint ihr jedoch nur widerwillig Obdach zu bieten. Caras Neugier ist geweckt: Warum lebt der attraktive Mann so zurückgezogen? Ihr wird schnell klar, dass seine raue Schale nur Fassade ist. Sie verliebt sich leidenschaftlich in den Außenseiter. Aber Liam kann ihr keine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft machen - denn sein dunkelstes Geheimnis droht ihre Familie zu zerstören ...


    Meine Meinung:


    Das Buch beinhaltet eigentlich die Geschichte der Familie Connelly - wir lernen die Eltern (Susan und Ian) kennen sowie die erwachsenen Kinder Cara und Patrick. Um ihre Schwester Isabel gibt es ein Unglück, dass die gesamte Familie noch Jahre danach belastet...das betrifft alle Protagonisten des Buchs mehr oder weniger.


    Man begleitet abwechselnd Cara und die in der Kurzbeschreibung auch angedeutete Entwicklung mit Liam - der mich von Beginn an umgehauen hat, ein toller Mann - und ihren Bruder Patrick, der kurz vor seiner Hochzeit steht und Besuch von seiner alten Jugendliebe bekommt, die mit ihrem Sohn angereist ist.


    Geheimnisse der Vergangenheit und Verschwiegenheiten der Gegenwart spielen eine große Rolle auf der Suche nach der Wahrheit - und der wahren Liebe.


    Das Buch ist in beiden Handlungssträngen für "geübte" Romance-Leser vorhersehbar, aber das hat mir nichts ausgemacht. Ich wollte wissen, wie alles aufgelöst wird, wie es weitergeht, wie die Protagonisten reagieren werden.


    Beide Parallelgeschichten haben so viel Herz und tolle Männer und Frauen zu bieten (und ich bin da ja nicht leicht zu begeistern). Die magische Anziehungskraft zwischen den einzelnen Liebenden sprang auch in den schwierigen Handlungsphasen vollkommen über.


    10 Punkte.


  • Das Buch besteht eigentlich aus zwei Handlungssträngen. In dem einen ist Cara auf dem Weg nach Hause, als sie eine Autopanne hat. Auf der Suche nach Hilfe trifft sie auf Liam, der in einer einsamen Hütte am Berg wohnt und am liebsten von niemanden gestört werden möchte. Da Cara aber ein neugieriger Mensch ist, besucht sie ihn auch später immer wieder und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.

    Im anderen Handlungsstrang begleiten wir Patrick, der kurz vor seiner Hochzeit mit Jessica steht und sich nun der Herausforderung stellen muss, seine Jugendliebe Amy und ihren Sohn wiederzusehen

    Überschattet wird beides von dem großen Verlust der Familie Conelly, dem Tod der Tochter Isabell bei einem Brand vor 6 Jahren.


    Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Auch wenn es ein an vielen Stellen vorhersehbarer Liebesroman ist, ist es der Autorin doch gelungen die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

    Alle Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen und selbst die "Bösen" haben konsequent und nachvollziehbar gehandelt.

    Die Auflösung der Schwierigkeiten waren für mich logisch und nicht übertrieben.


    Von daher kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es bietet einige Stunden Lesevergnügen und Entspannung.


    9 von 10 Punkte

  • Leider kann ich mich den beiden Vor-Rezensenten nicht anschließen....


    Ich bin gut in die Storie reingekommen und fand den Plot vom Klappentext her sehr ansprechend, aber wie schon bei der Daringham Hall Reihe der Autorin war es das leider auch schon.

    Natürlich weiß ich, dass es ein Happy-End gibt, daher lese ich diese Romane ja - weil ich das mag und lesen möchte. Wenn ich aber schon auf Seite 47 weiß, WIE der Weg zu diesem Happy End verläuft, dann frustriert mich das schon. Hier wusste ich auf Seite 50 schon, wie sich alles aufdröselt.... laaaaangweilig.

    Die Protas waren für mich hölzern und vorhersehbar, viel von ihrem Innenleben hat man nicht mitbekommen und der Schreibstil der Autorin ist anscheinend nicht meins.


    Ich gebe 5 von 10 Eulen, weil mir die Geschichte an sich gefallen hat, mir aber zu lieblos und oberflächlich ausgeführt war.

  • Jede Menge Geheimnisse


    Cara ist auf dem Weg zum Familienhotel, um bei den Vorbereitungen für die Hochzeit ihres Bruders Patrick zu helfen, als sie bei strömendem Regen eine Autopanne mitten in der Einöde hat. Ganz in der Nähe steht ein altes Haus, wo Cara sich Hilfe erhofft. Doch der Bewohner ist nicht gerade erbaut von ihrem Erscheinen. Liam hat sich die Einsamkeit ausgesucht, möchte er doch nicht, dass jemand weiß, dass er wieder in der Gegend ist. Cara ist von dem attraktiven Liam fasziniert, seine Narben lassen ihn geheimnisvoll wirken. Aber Liam bleibt abweisend, was Caras Neugier noch mehr anstachelt, denn sie merkt, dass ihr Herz schon für diesen mysteriösen Fremden schlägt. Während Cara mehr über Liam herauszufinden versucht, erlebt auch ihr Bruder Patrick eine Überraschung, denn Caras Freundin Amy, eine alte Bekannte der Familie, taucht auf einmal mit ihrem kleinen Sohn Charlie auf. Patrick und Amy waren in jüngeren Jahren mal unzertrennlich, doch dann verschwand Amy von einem Tag auf den anderen. Wird Cara Liams Geheimnis lüften? Und was hat Amy damals zum Weggang getrieben?


    Kathryn Taylor hat mit ihrem Buch „Wo mein Herz dich findet“ einen schönen berührenden Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und gefühlvoll, der Leser ist von Beginn an Teil der Handlung, denn er bekommt Einblick in die Gefühle und Gedanken von mehreren Protagonisten, die abwechselnd zu Wort kommen. So kommt man sowohl Cara als auch Liam, Amy und Patrick ganz nah und erfährt aus erster Hand, was in ihrer Vergangenheit passiert ist, welche Wünsche sie haben und was sie umtreibt. Dabei offenbart sich dem Leser so manches Geheimnis, das über Jahre gut gehütet wurde und von dem man hofft, dass sie endlich ans Tageslicht kommen werden. Der Spannungsbogen wird gemächlich aufgebaut und steigert sich im Verlauf der Geschichte immer weiter in die Höhe. Kurz vor Schluss kommt es zu einem regelrechten Showdown, der dem Leser den Atem anhalten lässt, auch wenn man vorher vielleicht so eine kleine Ahnung hatte. Die Autorin versteht es sehr geschickt, das gesamte Gefühlsbarometer bei ihrem Leser abzurufen, man kann mit den Protagonisten mitfiebern, leiden, hoffen und sich freuen. Gerade das macht den Roman zu einer regelrechten Wohlfühllektüre. Auch die Landschaftsbeschreibungen tragen dazu bei, sind sie doch so farbenfroh und bildgewaltig, dass das Hotel direkt vor Augen ist, aber auch die einsame englische Landschaft mit dem Holzhaus oder die Whiskeybrauerei.


    Die Charaktere sind mit liebevoller Hand gezeichnet und mit Leben versehen worden. Sie besitzen individuelle Eigenschaften, haben Ecken und Kanten, was sie sehr real und authentisch wirken lässt. Cara ist eine sympathische junge Frau, die ihr Jurastudium nicht mag und lieber im Hotel ihrer Eltern arbeiten würde. Sie backt gern, doch sie fügt sich den Wünschen ihrer Eltern, obwohl sie ganz andere Träume hat. Sie ist hilfsbereit, recht geduldig und auch eine gute Freundin, die zuhören kann. Liam ist durch einen Schicksalsschlag zum einsamen Wolf mutiert, er versucht, allen aus dem Weg zu gehen, zu schwer trägt er an einer Schuld, die ihn zum Außenseiter gemacht hat. Patrick ist ein netter Mann, der viel zu gutmütig ist und jedem Konflikt aus dem Weg geht. Amy ist eine Frau, die ihr Leben mehr schlecht als recht meistert, doch sie ist eine liebevolle Mutter und tut alles für ihren kleinen Sohn, den sie abgöttisch liebt. Jessica ist eine arrogante und überhebliche Frau, die alles in ihrer Macht stehende tut, um an das Ziel zu kommen, das sie sich gesteckt hat. Weitere Protagonisten bereichern die Handlung durch ihr Erscheinen und geben ihr noch zusätzliche Spannungsimpulse.


    „Wo mein Herz dich findet“ ist ein schöner Roman, in dem es neben Liebesgeschichten auch um Schicksalsschläge mit kriminellen Elementen und um Familiengeschichten geht. Rundum gelungene Lektüre für ein gemütliches Wochenende auf der Couch oder Sommertagen auf dem Balkon. Verdiente Leseempfehlung!

    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben"(Oscar Wilde) :)

    "Bücher sind wie Drogen, nur ohne die Gefahr einer Überdosierung" (Karl Lagerfeld)

  • Kathryn Taylor hat wieder einmal einen Roman geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Ich liebe ihre Romane einfach, sie lassen einen so wunderbar von der großen Liebe träumen.

    Das Cover passt ganz wunderbar zu dem Vorgänger-Roman „Wildblumensommer“, sodass der Wiedererkennungseffekt absolut gegeben ist. Der Klappentext ist gut gewählt und macht schon die Spannung deutlich, welches Geheimnis hindert die beiden Liebenden zueinander zu finden. Die Story ist schnell erzählt, Cara verliebt sich in Liam und Liam in Cara, doch ein dunkles Kapitel in seiner Vergangenheit überschattet ihre Liebe. Aber da ist auch noch Caras Bruder Patrick, der kurz vor seiner Hochzeit mit Isabel steht; sowie die junge Amy mit ihrem Sohn Charlie, die auf Caras Hilfe hoffen kann, als sie aufgrund von Charlies Erkrankung ihren Job verliert und erst einmal bei Caras und Patricks Eltern im Hotel helfen soll.

    Die Figuren sind äußerst sympathisch gezeichnet, sie haben Stärken, aber auch Schwächen, die insgesamte Darstellung ist eher positiv angesetzt. Es gibt lediglich zwei Figuren, die sich im Laufe des Romans zu den „Bösewichten“ entwickeln, aufgrund der Spannung möchte ich diese Information aber nicht vorwegnehmen. Der Roman wird chronologisch erzählt und beschreibt einen eher kurzen Zeitraum, lediglich vor den letzten Kapiteln ist ein größerer Zeitsprung anzusiedeln. Ungefähr ab der Hälfte des Romans war mir klar, was das Geheimnis ist und wie dieser Roman auf den beiden Erzählsträngen ausgehen wird. Diese Vorahnung hat aber meine Lesefreude in keinster Weise getrübt. Die Autorin schafft es mit einer Leichtigkeit die Leserinnen zu fesseln und mit zu nehmen auf dieser romantischen Reise. Der Roman besticht vor allen Dingen durch seine guten Dialoge, beschreibende Elemente findet man eher selten in dem Roman, vor Augen hatte ich allerdings eine Kulisse, wie wir sie aus den Pilcher-Filmen kennen.

    Dieser Liebesroman liefert gute Unterhaltung ab und beschert ein paar unbeschwerte romantische Lesestunden. Der Roman ist mit Sicherheit keine große Literatur, aber ganz wunderbar fürs Herz zum Träumen für Verliebte und Liebende.

    Ich werde sicherlich auch beim nächsten Roman von Kathryn Taylor wieder zugreifen, denn bisher hat diese Autorin mich mit ihren Romanen auch um „Daringham Hall“ nicht enttäuscht, sodass ich beim nächsten Anflug von Sentimentalität und Herzschmerz wieder sicher gerne zu ihren Büchern greife.

    Vielen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und Kathryn Taylor für diese wunderbare Liebesgeschichte.


    9 von 10 Punkten