'Das Herz des Löwen' - Seiten 570 - Ende

  • ich kann mir nicht vorstellen, daß die Magna Carta ohne Robin durchgesetzt wird.


    Fazit - ein toller Roman, der mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten läßt.

    Das freut mich, aber hast du schon einmal über eine Karriere als Prophetin nachgedacht? :) :wave

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Ich hatte mir vor Wochen den Robin Hood Film mit Russel Crowe aufgenommen. Jetzt haben wir ihn Freitag gekuckt, aber ich muss sagen, irgendwie hat er mir nicht so richtig gefallen. Vor allem, weil sowohl Robin als auch Richard in dem Film so komplett anders charakterisiert sind wie bei Mac.

    Und dann wurde ja auch noch ne komplett andere Story erzählt, von wegen Robins Vater wäre Steinmetz gewesen und hätte die Magna Charta "erfunden", die dann die Barone schon Jahre vorher unterschrieben hatten.


    Irgendwie kam mir das echt komplett falsch vor :nono

  • Das freut mich, aber hast du schon einmal über eine Karriere als Prophetin nachgedacht? :) :wave

    :grin Ich liebe englische Geschichte seit meiner Kindheit.

    Auslöser war damals der Film - Königin für 1000 Tage über Anna Boleyn.

    Damals schon war ich von der letzten Szene - als die kleine Elisabeth laufend zu sehen ist und im Hintergrund die Stimme ihrer Mutter "Sie wird einmal eine größere Königin als Du es je warst" , erklingt - derart berührt, daß ich nicht mehr zu halten war. Bin sofort zu unserer Lexica sammlung gelaufen (Internet war da noch in sehr sehr weiter Ferne) und habe alles über die beiden gelesen. Es folgten Bücherhallenbücher, dann gekaufte Bücher - und naja - die Leidenschaft hat mich bis heute nicht verlassen,


    Vorhin war ich ja doch sehr neugierig und habe auf Amazon gesehen, daß man einen Blick in das nächste Buch werfen kann.

    Da konnte ich natürlich nicht widerstehen mit dem Ergebnis, daß ich jetzt noch ungeduldiger auf das nächste Buch warte :lache

  • Und dann wurde ja auch noch ne komplett andere Story erzählt, von wegen Robins Vater wäre Steinmetz gewesen und hätte die Magna Charta "erfunden", die dann die Barone schon Jahre vorher unterschrieben hatten.


    Irgendwie kam mir das echt komplett falsch vor :nono

    Ist es auch und ich werde nie verstehen, warum man nicht näher an der Geschichte bleiben kann. Richard kam nicht nach zehn Jahren von den Kreuzzügen zurück, weder Eleonore noch John waren in England als die Nachricht von seinem Tod kam und John stand tatsächlich mit einem Heer auf den Klippen, als die Franzosen unter Louis - nicht unter Philipp! - landeten. Allerdings ist er kampflos abgezogen und hat ihnen London und die Hälfte seines Reiches kampflos überlassen. Der alte William Marshal musste es dann nach seinem unrühmlichen Ende richten.

    Aber das erzähle ich euch alles in Band 3, der in wenigen Tagen erscheint.:)

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Nun bin ich auch durch und zur Handlung ist schon alles gesagt worden. Aber es gibt noch zwei Punkte, die ich ansprechen möchte. Scheinbar war es auch schon damals ein Problem, ausscheidende Soldaten wieder in ein normales Leben zu integrieren. Auch hier zieht es die Hälfte von Robins Leuten wieder in den Kampf nach Frankreich, einem Land, mit dem sie nichts verbindet. Zum zweiten zu Eleonore. Einerseits verschafft sie Robin und Marian ein Kind und ein Anwesen in Frankreich, aber andererseits hält sie einzig und allein ihren verbliebenen Sohn John für den einzig möglichen König Englands. Und sie erzwingt von Robert, ihn in Ruhe zu lassen und England vorerst nicht mehr zu betreten. Robin wird also seine Getreuen in Stich lassen und zusehen, wie John sich an diesen rächt. Für mich zeigt Eleonore hier ein Gesicht der Unmenschlichkeit. Es geht ihr einzig um den Machterhalt ihrer Sippe, auch wenn sie weiß, was für eine Kreatur John ist. Damit stellt sie sich auf eine Stufe mit ihm. Wenn es um die Macht geht, zählt halt nicht anderes und kein Preis ist zu hoch dafür.

    :hörend Sophie Henaff - Das Revier der schrägen Vögel
    :hörend Ulrich Hefner - Die Wiege des Windes
    :lesend Paula McLain - Hemingway und ich

    :lesend Oliver Pötzsch - Der Spielmann

    :lesend Mac P. Lorne - Das Blut des Löwen

  • Eleonore war tatsächlich die treibende Kraft hinter der Krönung ihres letzten Sohnes John. Ob Richard tatsächlich Arthur auf dem Sterbebett enterbt hat, den er eigentlich als Nachfolger eingesetzt hatte, ist umstritten. Ich würde es vielleicht nicht Unmenschlichkeit nennen, sondern eher überbordenden Familiensinn. Glücklich war die Entscheidung nicht, wie sie sicher noch erkannt hat.

    Und keine Sorge, Robin und John prallen noch aufeinander. :):wave

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Heute Nacht habe ich das Buch zu Ende gelesen und mit einem zufriedenen Gefühl zugeklappt. Robin und Marian haben nach vielen Abenteuern und Kämpfen nun endlich ein neues Zuhause gefunden, und quasi im letzten Moment hat ihnen Eleonore auch noch einen Sohn mitgegeben.

    Nun bin ich auch durch und zur Handlung ist schon alles gesagt worden. Aber es gibt noch zwei Punkte, die ich ansprechen möchte. Scheinbar war es auch schon damals ein Problem, ausscheidende Soldaten wieder in ein normales Leben zu integrieren. Auch hier zieht es die Hälfte von Robins Leuten wieder in den Kampf nach Frankreich, einem Land, mit dem sie nichts verbindet. Zum zweiten zu Eleonore. Einerseits verschafft sie Robin und Marian ein Kind und ein Anwesen in Frankreich, aber andererseits hält sie einzig und allein ihren verbliebenen Sohn John für den einzig möglichen König Englands. Und sie erzwingt von Robert, ihn in Ruhe zu lassen und England vorerst nicht mehr zu betreten. Robin wird also seine Getreuen in Stich lassen und zusehen, wie John sich an diesen rächt. Für mich zeigt Eleonore hier ein Gesicht der Unmenschlichkeit. Es geht ihr einzig um den Machterhalt ihrer Sippe, auch wenn sie weiß, was für eine Kreatur John ist. Damit stellt sie sich auf eine Stufe mit ihm. Wenn es um die Macht geht, zählt halt nicht anderes und kein Preis ist zu hoch dafür.

    Ich frage mich, ob Eleonore es wirklich fertig gebracht hätte, die beiden umbringen zu lassen, wenn sie sich nicht in ihre Forderungen gefügt hätten. Wenn ja, wäre das wirklich ein Akt der Unmenschlichkeit gewesen. Welche Beweggründe sie hatte, John die Königsmacht zuzugestehen, darüber habe ich auch nachgegrübelt. Sicher war es nicht aus Liebe zu ihrem Sohn, denn diesbezüglich hat sie sich ja ganz anders geäußert. Eigentlich hätte ihr klar sein müssen, dass das schief geht, denn sie kennt Johns Charakter ja eigentlich mit am besten.


    Mac P. Lorne , ich möchte noch anmerken, dass mein Mann mir das Buch heute quasi aus den Händen gerissen hat, weil er gar nicht erwarten konnte, damit anzufangen, denn schon der erste Band hat ihm super gut gefallen. :grin Er liest ja alle historischen Romane, die ich so anschleppe, manche mit mehr, manche mit weniger Begeisterung. "Die Pranken des Löwen" hat auch ihn total gefesselt, und er ist von der tollen Schreibweise sehr angetan. Die Durststrecke, bis ich mit dem zweiten Band durch war, hat er sich mit dem Bogenschützen vertrieben. Für deine Romane hast du nicht nur mich, sondern auch ihn als Fan gewonnen. :thumbup:

  • Welche Beweggründe sie hatte, John die Königsmacht zuzugestehen, darüber habe ich auch nachgegrübelt. Sicher war es nicht aus Liebe zu ihrem Sohn, denn diesbezüglich hat sie sich ja ganz anders geäußert. Eigentlich hätte ihr klar sein müssen, dass das schief geht, denn sie kennt Johns Charakter ja eigentlich mit am besten.

    Ich denke dabei ging es ihr vor allem darum, dass der Titel in der Familie bleibt. Egal was es kostet, die Dynastie muss fortbestehen.

  • Eleonores Entscheidung Robin nicht nach England zurück zu lassen zeigt wieder mal, dass sie richtig Ahnung von Politik hatte. Das könnte ja nicht gut gehen, John würde Robin und Marian ja doch nur drangsalieren. So haben die beiden eine Möglichkeit in Ruhe zu leben, England wird nicht gleich in einen Bürgerkrieg gestürzt und nebenbei kann sie Fülle, der wohl ein Sohn von Richard ist, gut unterbringen.

    Mir gefällt, dass trotz Ähnlichkeiten die Geschichte im Buch doch oft von der der Filme abweicht. Dadurch werde ich immer wieder von Wendungen überrascht, obwohl das Robin Hood Feeling da ist. Schön gemacht.



    Und noch eine spektakuläre Szene, wie Robin den Kaiser in seinem Schlafgemach überzeugt, Richard nun doch endlich freizulassen.

    Die Szene war richtig kinotauglich, oder? Ein großes Vergnügen. Deshalb gefällt mir die Reihe so gut.



    Nun ja, ich denke, Robin und Marian haben es gut getroffen mit ihrer neuen Heimat. Wenn das Heimweh überwinden können, sicher besser als mit der zugigen Burg im Sherwood. Die Location sieht bezaubernd aus, und erst das Klima in Südfrankreich . Und sie haben einen kleinen Sohn, für den sie sorgen dürfen, wo sie doch nicht mehr auf eigene Kinder hoffen dürfen. Ob Fulke später noch eine Rolle spielen wird?

    Durchaus, sieht alles gut aus und am wichtigsten ist ja erst mal, dass sie in Sicherheit und zusammen sind. Wobei.... eine Rückkehr zum Sherwood Forrest erhoffe ich mir schon für die Zukunft. Auch, damit Robin auch in England ein bisschen "aufräumen" und alles zum Besseren wenden kann. Wenn die Zeit reif ist, wird es hoffentlich so kommen.


    Entschuldigt nochmals mein garstiges Hinterherhinken.

    Mir hat auch der zweite Band ausnehmend gut gefallen und ich stelle ihn sehr zufrieden neben meine anderen Lornes in den Schrank.