'Land im Sturm' - Seiten 399 - 472

  • Ende dreissigjähriger Krieg, die Zeiten sind nicht wirklich besser geworden. Diesmal sind wir wieder mit den Billungern unterwegs. Und vermutlich mit einen Nachkommen des ersten Arnulfs? Schmidhofer, der Sohn eines Schmieds aus dem Inntal, der auch den Eberhard von Falkenberg und seine Familie kennt.


    Ich kann gut nachvollziehen, warum sie sich entschieden haben die Kriegskasse mitzunehmen. Schon ein Jahr kein Geld gesehen und dann kommt raus, dass sie auch weiterhin keines bekommen werden, weil sich ihr Vorturner selber bereichern will....


    Ich bin mal gespannt, ob sie es bis nach Hause schaffen werden und ob Hermann das ganze überlebt.


    Die Diskussion über Religion fand ich interessant. Die Sinnhaftigkeit des Krieges für eine Religionsfrage hat sich sicher vielen gestellt. Die Frage, wie es Gott gefallen kann, dass sich die Menschen gegenseitig in seinem Namen abschlachten hat sich ja schon im Vorabschnitt gestellt. Ich denke das ist ein Thema, das leider immer noch aktuell ist. Als wir heute Nachrichten gekuckt haben, haben sich meine Kinder auch wieder gefragt, warum man andere Menschen anfeinden muss, nur weil sie eine andere Religion haben. Soll doch jeder glauben woran er mag.

  • Die Diskussion über Religion fand ich interessant. Die Sinnhaftigkeit des Krieges für eine Religionsfrage hat sich sicher vielen gestellt. Die Frage, wie es Gott gefallen kann, dass sich die Menschen gegenseitig in seinem Namen abschlachten hat sich ja schon im Vorabschnitt gestellt. Ich denke das ist ein Thema, das leider immer noch aktuell ist. Als wir heute Nachrichten gekuckt haben, haben sich meine Kinder auch wieder gefragt, warum man andere Menschen anfeinden muss, nur weil sie eine andere Religion haben. Soll doch jeder glauben woran er mag.

    Ja, Religion ist leider schon immer und noch heute ein Grund für Leute, sich die Köpfe einzuschlagen. Es ist der Exklusivitätsanspruch von monotheistischen Religionen. Nur ihr Gott zählt und alle anderen sind Ungläubige.

    Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, Thors Hammer, Odins Blutraben, Die letzte Schlacht, Land im Sturm
    www.ulfschiewe.de

  • Ja, die Diskussionen über Religionen waren interessant.


    Welchen Nachfahren wird hier begleiten ist auch mir nicht ganz klar... Schwer getan habe ich mir mit den handelnden Figuren, keiner hat meine Sympathie so richtig gewonnen...

    Ich bin gespannt wann eine "Ahnmutter" auftritt oder ob sich der Fokus wieder nur auf die Männer bezieht.

  • Ja, Religion ist leider schon immer und noch heute ein Grund für Leute, sich die Köpfe einzuschlagen. Es ist der Exklusivitätsanspruch von monotheistischen Religionen. Nur ihr Gott zählt und alle anderen sind Ungläubige.

    Und oft auch nur ein Vorwand für die Mächtigen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen.


    Welchen Nachfahren wird hier begleiten ist auch mir nicht ganz klar.

    Das habe ich mich auch gefragt:gruebel

  • Ich habe gestern noch mit diesem Abschnitt angefangen und bin irgendwie ein wenig enttäuscht, dass es hier schon wieder um einen Krieg geht. Jetzt erscheint mir das Buch doch insgesamt schon recht düster. Na ich lese mal weiter, vielleicht wird es ja noch besser und es kommen nicht mehr so viele Kampfhandlungen hier vor. Davon habe ich schon genug gelesen.


    Und welchen Nachfahren wir hier begleiten ist mir auch noch nicht so ganz klar.:gruebel

  • Ja, Religion ist leider schon immer und noch heute ein Grund für Leute, sich die Köpfe einzuschlagen. Es ist der Exklusivitätsanspruch von monotheistischen Religionen. Nur ihr Gott zählt und alle anderen sind Ungläubige.

    Ohne jetzt hier eine große Diskussion anstacheln zu wollen, als sachliche Feststellung: eine monotheistische Religion MUSS einen Absolutheitsanspruch stellen, sonst "funktioniert" sie nicht. Eine ganz andere Frage ist, wie man dann damit umgeht bzw. sich zu anderen Menschen / Religionen stellt.



    Ich habe gestern noch mit diesem Abschnitt angefangen und bin irgendwie ein wenig enttäuscht, dass es hier schon wieder um einen Krieg geht. Jetzt erscheint mir das Buch doch insgesamt schon recht düster. Na ich lese mal weiter, vielleicht wird es ja noch besser und es kommen nicht mehr so viele Kampfhandlungen hier vor. Davon habe ich schon genug gelesen.



    Genau aus dem Grund - schon wieder und nun gleich dreißig Jahre Krieg - habe ich übers Wochenende erst mal ein doch eher helles Weihnachtsbuch eingeschoben, was ich heute oder morgen fertig bekomme. Mir wurde es mit Krieg und den ganzen negativen Erlebnissen der Figuren auch erst einmal zu viel, vor allem, da durch die derzeitige Baustelle hier (heute geht die in die vierte Woche) meine Nerven ohnehin stark strapaziert bis nicht mehr vorhanden sind.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • Ich habe gestern noch mit diesem Abschnitt angefangen und bin irgendwie ein wenig enttäuscht, dass es hier schon wieder um einen Krieg geht. Jetzt erscheint mir das Buch doch insgesamt schon recht düster. Na ich lese mal weiter, vielleicht wird es ja noch besser und es kommen nicht mehr so viele Kampfhandlungen hier vor. Davon habe ich schon genug gelesen.


    Und welchen Nachfahren wir hier begleiten ist mir auch noch nicht so ganz klar.:gruebel

    Ich verstehe die Frage nicht. Hauptsächlich ziehen sich zwei Familien durch die Geschichte: 1) die Nachfahren Arnulf des Schmieds und eine Nebenlinie, die Fischers, 2) die adeligen von Billungs.

    Was ist daran nicht verständlich?


    Und die großen Ereignisse waren nunmal Krieg, Aufruhr und Revolution. Dies ist kein romantischer, historischer Liebesroman, sondern erzählt dramatische Geschichten von Menschen, die in dramatischen Zeiten lebten. Dabei handelt es gar nicht nur von Männern, sondern auch von couragierten Frauen und von Familien.


    Zum Trost: Teil 3 endet mit Happy End und Teil 4 ist tatsächlich eine Liebesgeschichte. Teilweise auch Teil 5. Aber wer das Buch nicht mag, sollte sich nicht weiter damit quälen.

    Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, Thors Hammer, Odins Blutraben, Die letzte Schlacht, Land im Sturm
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  • Zu Deiner Frage Ulf: Aber ich habe z.B. keine Ahnung wie viele Generationen zwischen den einzelnen Geschichte dazwischen liegen. Erst recht weil sich ja auch das Setting ändert und wir z.B. nicht mehr in der selben Stadt sind. Aber vielleicht kann dies eine meiner Mitleserinnen besser erklären?


    Ich stimme dir zu, dass Kriege unser Land geprägt haben, allerdings gibt es auch andere Ereignisse die unser Land geprägt haben z.B. die Reformation durch Luther… Vielleicht sind wir aber auch nur zu zartbeseitet am Ende dieses Jahres und sehnen uns nach Harmonie ;-)


    Und die Frauen kommen mir einfach zu kurz. Sorry, aber dies empfinde ich so.

  • Ich fand jetzt den dritten Abschnitt nicht zu grausam, im Gegenteil, dadurch da es ja um keine Schlachten geht war, es eher ruhig.

    Mir haben die Überlegungen zu Religion auch ganz gut gefallen.


    Durch die wiederkehrenden Namen hab ich eigentlich auch immer die Verbindung zu den Vorteilen gesehen.

    Und ja, es fehlen ein wenig die Frauen, aber das liegt an der Zeit. In den letzten beiden Abschnitten gibts dann mehr davon... ;-)

  • Zum Trost: Teil 3 endet mit Happy End und Teil 4 ist tatsächlich eine Liebesgeschichte. Teilweise auch Teil 5. Aber wer das Buch nicht mag, sollte sich nicht weiter damit quälen.

    Also quälen tue ich mich jetzt bestimmt nicht mit dem Buch. Ich hatte vielleicht nur ein wenig etwas anderes erwartet. Aber dann freue ich mich jetzt mal auf das kommende Happy End und die Liebesgeschichite.:)

  • Also quälen tue ich mich jetzt bestimmt nicht mit dem Buch. Ich hatte vielleicht nur ein wenig etwas anderes erwartet. Aber dann freue ich mich jetzt mal auf das kommende Happy End und die Liebesgeschichite.:)

    So ähnlich geht es mir auch. Es ist halt etwas anderes als ich erwartet hatte. Ich hatte mir die einzelnenn Episoden kürzer vorgestellt und dafür eher ein Überblicksartiges Werk, was vielleicht auch teilweise aus der Rückschau erzählt wird ;-)

    Auf die Liebesgeschichte freue ich mich jetzt auch auf jeden Fall :love:

  • Quälen - zumindest bisher nein, sonst hätte ich schon abgebrochen. Wie es verschiedentlich hieß, hatte auch ich etwas andere Erwartungen ans Buch. Tut mir leid, es drängen sich mir nunmal stets die „Ahnen“ auf, die mich in meiner Jugend sehr geprägt haben; es hat mich interessiert, wie ein heutiger Autor diese Thematik bzw. ein solches Konzept angeht.


    Hier ist es so, daß jede Familie (bisher) nur Kämpfe und Tod hat (es ist das, was nach dem Lesen hängen geblieben ist), ferner sind es verschiedene Familien und Protagonisten. Die Ruhepausen, wenn sie ein paar Jahre in Ruhe und Frieden leben, kommen bei mir als Leser mental nicht an, da in der Schilderung zu kurz. Dadurch habe ich als Leser keine Verschnaufpause. In den „Ahnen“ sind am Ende einiger Teile die Hauptfiguren tot, aber dennoch ist dieses jeweilige Ende mit positivem Ausblick. (Z. B.: "So kam den Liebenden der Friede. Und wer von ihnen erzählt, der weiß nicht, soll er sie glücklich preisen oder beklagen." Die Geschwister, 1647) Das Gefühl habe ich hier nicht. (Etwa Ende des vorigen Teils, als Olga geht. Da nützt - mir - auch die aufgehende Sonne nichts mehr, das empfinde ich als melancholisch bis deprimierend.)


    Beispiel (von wegen zu viel Leid in einem Buch) „Der stille Don“ (von Michail Scholochow): das sind knapp 1.500 Seiten Untergang der Don Kosaken. Und wer nur rudimentäre Kenntnisse der Geschichte hat, kann sich vorstellen, was - unter der Herrschaft Stalins - relativ bald nach Ende des Romans mit den wenigen Überlebenden geschehen ist. Da war gar manches heftiger als hier, und dennoch war das leichter zu ertragen, weil es eben über rund 1500 Seiten die Geschichte der gleichen Familie, des gleichen Dorfes war.





    Und die großen Ereignisse waren nunmal Krieg, Aufruhr und Revolution. Dies ist kein romantischer, historischer Liebesroman, sondern erzählt dramatische Geschichten von Menschen, die in dramatischen Zeiten lebten.

    Akzeptiert. Wenn aber dies die wesentlichen Dinge im Buch sind, wird die Zielgruppe eingeschränkt. Ob ich das Buch, hätte der Verlag das so (und vielleicht noch deutlicher) geschrieben, gekauft bzw. gelesen hätte, sei dahingestellt. Ich denke, eher nicht (genausowenig wie ich Horror, Krimis oder Thriller lese). Möglicherweise kommen meine „Probleme“ mit dem Buch daher, daß ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Ob das Marketing des Verlages insofern ge- oder mißlungen ist, könnte man diskutieren. (Im Sinne der Verkaufszahlen sicher gelungen.)



    Nachdem ich inzwischen das erste Kapitel dieses Abschnitts gelesen habe, bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob ich bis zum Ende des Buches komme. Richtig interessieren mich allerdings die Geschehnisse im 19. Jahrhundert, zumal ich vor ziemlich genau einem Jahr Tolstois „Krieg und Frieden“ gelesen habe. Wenn es „hart auf hart“ geht, überspringe ich den 30jährigen Krieg einfach.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • Den Abschnitt habe ich gelesen. Die wesentlichen Dinge wurden im Thread schon erwähnt, daß der Raub der Kasse klappen würde, habe ich vermutet - einfach, weil es noch so früh im Abschnitt (ich meine jetzt den ganzen Teil 30jähriger Krieg) ist. Ob sie am Ende davon kommen, ist eine ganz andere Sache.


    Sehr gut wird deutlich, daß nach so langer Zeit niemand mehr so recht weiß, weshalb Krieg geführt wird. Eigentlich ist es inzwischen jeder gegen jeden und vor allem zu meinen Gunsten. Daß die Menschen kein Vertrauen in die Friedensverhandlungen hatten (nur wir Nachgeborene wissen, daß die etwa ein Jahr später erfolgreich sein würden), kann ich nachvollziehen. Genauso von Billungs Plan, die Regimentskasse zu stehlen. Er kommt damit nur seinem Vorgesetzten zuvor - eben jedem das Seine und vor allem mir das Meine.


    Hermann ist zu bedauern, hoffentlich schafft er es. Falkenberg wird ihnen wohl folgen - Ausgang offen.


    Die Diskussionen über Religion, auch das wurde schon erwähnt, sind interessant und eigentlich zeitlos. Manche Dinge hätte man auch früher schon wissen müssen, etwa daß sich aus dem NT kein Krieg herleiten läßt. Interessant fand ich, daß von Billung sich für Bücher begeistert.


    Recht deutlich wurde auch, daß Deutschland (also das Gebiet, das Land gab es seinerzeit ja noch nicht) ein Spielball der anderen europäischen Mächte war. So gesehen, ist manche Entwicklung vielleicht gar nicht so verwunderlich.


    Edit Tippfehler berichtigt, kleine Ergänzung

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

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