Beiträge von Alexandermerow

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    Könntet ihr euch vorstellen, bald keine Bücher mehr in den Regalen stehen zu haben, sondern diese anstelle dessen digital auf dem Pc oder tragbaren mini-Pc gespeichert zu haben?!


    Also ich kann es mir nicht vorstellen und will es auch nicht. Obwohl ich mit meinen eigenen Büchern als Ebooks gute Erfahrungen mache, bin ich selbst wohl doch eher "Old School" :-]

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    „Denkst du an Selbstmord? Du bist nicht allein!“ so lautet die ungewöhnliche Anzeige, die auf überraschend heftiges Interesse stößt. Mit der Existenz soviel Gleichgesinnter haben die beiden Männer nicht gerechnet. Der Plan entsteht, einen Bus zu chartern und sich gemeinsam das Leben zu nehmen …


    Die Finnen leiden offenbar tatsächlich verstärkt an Depressionen... :cry

    Ganz kurz nur. Ich bin der Alex aus Berlin, gerade mal 31 Jahre jung und erst seit Kurzem in diesem netten Forum. Erstens, weil ich natürlich gerne lese, und zweitens, weil ich auch selbst schreibe (von mir stammen die Beutewelt-Romane).
    Bisher gefällt es mir jedenfalls sehr gut und ich bin über die vielen Buchempfehlungen wirklich erfreut.


    :wave

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    Sollte mich die Realität eines Tages einholen, dann ist es gut zu wissen, dass die richtige Literatur im Haushalt steht und der vor Kauf des Buches angeschaffte japanische Messerblock doch zu etwas nützlich sein wird


    Also man muss auch einfach zwischen "ehrenvoller und gerechtfertiger Gewalt" und "perverser und willkürlicher Gewalt" unterscheiden. Es ist einfach ein Unterschied, ob mich ein Buch aufbaut, weil es einen edlen Helden beschreibt, oder einen durchgeknallten Serienmörder, der einfach grundlos tötet.
    Da reagieren wir als Leser nicht umsonst unterschiedlich - auf diese beiden Formen der Gewaltdarstellung.

    Ich denke auch, dass man seinen eigentlichen Stil nicht sehr verändert. Allerdings verbessert man sein Schreiben aufgrund zunehmender Übung. Sollte man jedenfalls...

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    Aber ist es denn nicht auch so, dass anhand realer Verbrechen, gleich ob Terrorismus oder "sonstiger" Morde, Verstümmelungen, etc., im Kopf eines Thrillerautors eine Geschichte entsteht ?


    Wenn man bestimmte Aspekte der Realität beschreiben möchte oder sich beim Schreiben einer Dystopie, Kriegsroman o.ä. an der Realität orientiert, dann gehört die Gewaltdarstellung auch zum Realismus. Denn Gewalt umgibt uns. Wenn ich z.B. einen Überwachungsstaat oder Kriegsszenen wie in Beutewelt beschreibe, dann suche ich auch Analogien zur Realität - und da finden sich ausreichend gewalttätige Beispiele.
    Hätte Orwell in 1984 keinen "gewalttätigen" Staat beschrieben, hätte ich bei seiner Vision keinen derartigen Schrecken verspürt wie ich ihn beim Lesen habe...


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    Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige humanistische Prinzipien menschlichen Zusammenlebens.


    Derartige Dinge haben meiner Meinung nach zwar auf dem Papier einen schönen Klang, aber haben mit dem Alltag auf unserem Planeten nicht viel zu tun. Oft werden diese Schlagworte auch gerade von denen benutzt, die die meisten Kriege führen...

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    Nur manchmal stelle zumindest ich mir - und vermutlich auch viele andere - die Frage, wie lange wir noch satt und damit friedlich bleiben.


    Das ist eine gute Frage. Nimm uns den Wohlstand und es knallt - auch hier in Deutschland. Und manche sagen, dass es dann auch knallen sollte, wenn die Politiker uns in den Ruin treiben. Aber das Thema ist heikel...


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    Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen terroristischen Bedrohung.


    Damit werden jedenfalls weitere Überwachungsmaßnahmen gerechtfertigt, egal, ob es den "Terror" wirklich gibt oder nicht. Wenn man keinen islamischen "Terror" will, darf man keine Moslems in Europa ansiedeln. Das ist die übliche Doppelzüngigkeit der Politik: Erst Millionen Muslime holen und dann vor ihrem "Terror" warnen und nach mehr allgemeiner Bespitzelung der Bürger schreien... :bruell


    siehe: Youtube "Buugle" :grin

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    Mich macht es ja schon rasent, wenn ich sehe wie gewaltbereit die Gesellschaft generell geworden ist.


    Die Gesellschaft ist heute nicht gewalttätig, sondern sehr, sehr pazifistisch. Es gibt weder Revolutionen, noch Mord und Totschlag in großem Stil. Nur weil die Medien mit modernen Mitteln über einzelne Gewaltakte berichten können, ist die Gesellschaft deshalb nicht gewalttätig. Wir Deutschen sind z.B. ein konsum- und wohlstandsorientiertes Volk von Fernsehguckern und Mallorca-Touristen geworden. Gewalttätig sind wir in der Masse überhaupt nicht. Jede Regierung kann sich so duldsame, friedliche Schäfchen wie uns nur wünschen...