Beiträge von Seestern

    Ich muss zugeben, dass mir Troy Davis völlig unbekannt war, bevor in der letzten Woche verstärkt über diesen Fall berichtet wurde.
    Jetzt habe ich einiges darüber gelesen und mir läuft es eiskalt den Rücken runter. Ich verstehe vom amerikanischen Rechtssystem wenig bis gar nichts, aber es ist mir unbegreiflich, dass dieses Todesurteil letztendlich durchgesetzt werden konnte.


    Früher war meine Einstellung zur Todesstrafe eine andere.
    Heute denke ich, dass jeder unschuldig zum Tode Verurteilte einer zuviel ist. Und wie "gerecht" kann "das Gesetz" schon sein, wenn sich die Menschen, die es machen und sprechen, immer auch von niederen Instinkten beeinflussen lassen?

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    Original von nofret78
    ...ich denke darüber nach, warum müssen manche junge Menschen einfach viel zu früh gehen? Jedes Mal wenn man sich von einem Schlag erholt hat, kommt der nächste... :-( Grad ist es einfach nur zum kotzen!


    Das Leben kann so scheiße und ungerecht sein :-(
    Fühl Dich gedrückt, ich wünsch Dir viel Kraft (denn die hast Du noch irgendwo) und denk an Dich :knuddel1

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    Original von Wiggli
    Ich hatte gehofft, du würdest dich zu Wort melden. :-]


    Und ich hatte gehofft, Du würdest eine Rezi dazu schreiben :grin
    Ich fand es sprachlich bzw. erzählerisch übrigens eigentlich sogar noch recht ansprechend.
    Martinez hat für mich einen in gutem Sinne distinguiert-altmodischen Stil, den ich richtig gerne lese. Deshalb werde ich, wenn was neues kommt, auf jeden Fall wieder zugreifen.

    Ist schon ein paar Jährchen her und ich hab's nicht zu Ende gelesen, aber ich konnte auch nicht ganz nachvollziehen, weshalb man an diesem Buch kaum vorbei kommt, wenn man Literatur/Erfahrungsberichte zum Thema Depression sucht.


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    Original von Gummibärchen
    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das einzig "Besondere" an diesem Buch die Tatsache ist, dass ein in Fachkreisen bekannter Psychiater an eine Depression mit Wahnvorstellungen erkrankte.


    Das trifft es ziemlich genau, denke ich. Selbst heute sind psychische/psychiatrische Erkrankungen noch mit allerlei Vorurteilen behaftet und bedeuten für den Betroffenen meist eine Stigmatisierung.
    Vor zwanzig Jahren als das Buch in Deutschland erschienen ist, sofern ich richtig informiert bin, dürfte es nahezu einem "Skandal" gleichgekommen sein, dass ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, ein Halbgott in weiß sich öffentlich zu einer Geisteskrankheit bekannt hat ...
    Und es ist natürlich auch eine andere Perspektive, die Kuipers als Fachmann und Betroffener in Personalunion hat.


    Nichtsdestotrotz fand ich Kuipers Stil ziemlich sperrig und nicht grade flüssig oder leicht lesbar. Außerdem wird für mein Empfinden ein bisschen viel dogmatisiert.
    Und ich hatte mir ebenfalls einfach mehr versprochen.

    Dunkelblaue Leggings, dunkelblau-weiß-blockgestreiftes enges kurzes Trägerkleid drüber, goldenen Seesternring, breiten dunkelblau-weiß-gestreiften Armreif mit Goldrand, löwengelbe Ballerinas, große creolenähnliche Ohrhänger mit caramellfarbenen Funkelsteinchchen.

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    Original von beowulf


    Könnte es sein, dass das kein dauerhaft fest instaliertes Gerät ist? Bei bestimmten Typen gibt es Markierungen auf der Straße für die korrekte Einstellung, des Messkegels und zur Prüfung ob nicht ein nebendranfahrender Raser mit erwischt wurde


    Ich denke schon, dass die fest installiert sind. Allerdings sind manche davon recht neu (ein 6000-Seelen-Städtchen am See z. B. braucht offensichtlich mind. 4 Blitzer auf gerader Strecke, dass die Trefferquote bei den Touries höher ist), insofern klingt das mit der richtigen Einstellung plausibel ...
    Danke Dir beo, jetzt muss ich nicht dumm sterben :grin:wave

    Ich erinnere mich, dass mich die Lektüre ziemlich aufgewühlt hat, nicht nur, weil ich die Grundsituation kenne, sondern weil die Autorin so einfühlsam und zugleich schonungslos davon erzählt, was ihrer Mathilde widerfährt, dass ich eigentlich die ganze Zeit über ein Knäuel aus Wut, Traurigkeit und Resignation im Bauch hatte.


    Wie Bouqui schreibt, ist der Stil schlicht, stellenweise schon beinahe reduziert. Aber genau das lässt dem Leser viel Raum, die Empfindungen der Figuren nachzuspüren.


    Im Laufe der Geschichte lässt die Autorin ihre beiden Hauptfiguren aufeinander zu driften - äußerlich wie innerlich - und immer wieder fragt man sich, ob es zu einer Begegnung zwischen Mathilde und Thibault kommen wird und wagt zu hoffen, dass ein Zusammentreffen für beide heilsam sein könnte ...


    Mit No & ich konnte die Autorin mich bereits bezaubern und jetzt werde ich Delphine de Vigan erst recht im Auge behalten.
    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin ist ein unbequemer und alles andere als belangloser Roman, der lange nachhallt und mich sehr bewegt hat.
    Definitiv ein Buch, dem ich viele, viele Leser wünsche!

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    Original von Wiggli
    Für mich war es schon das dritte dieses Autors für mich, es hat mir jedoch von allen drei am wenigsten gefallen.


    Das kann ich genau so für mich übernehmen. Eigentlich hab ich es nur ganz gelesen, weil sich abbrechen bei den paar Seiten auch irgendwo nicht gelohnt hätte ... :grin


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    Original von Wiggli
    Ein Buch, welches schnell gelesen ist und zumindest bei mir nicht lange im Gedächtnis verbleiben wird.


    Auch das unterschreibe ich 1:1. Ich hatte sogar das Gefühl, dass sich Inhalte während des Lesens bereits wieder verflüchtigen. Ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch dran erinnern kann, es gelesen zu haben :lache
    Und ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht wirklich verstanden habe, worum genau es denn nun eigentlich ging.

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    Original von Salonlöwin
    Ich wundere mich immer wieder, wie der Buchhandel bei einer derartigen IT-Landschaft funktionieren soll...


    Ich denke, es hängt davon ab, welches Warenwirtschaftssystem (WWS) genutzt wird und ob dessen Möglichkeiten dann auch ausgeschöpft werden ...
    Bei meinem letzten Arbeitgeber hatten wir z. B. die Möglichkeit, auf einen Blick im WWS zu ersehen, ob ein bestimmter Titel im Haupthaus vorrätig war (was dann ggf. sicherheitshalber telefonisch abgeklärt wurde :grin).
    Außerdem wurden alle (Vertreter-)Bestellungen, sofern nicht automatisch erfasst, manuell ins WWS eingepflegt, so dass die Mitarbeiter z. B. im Falle noch nicht erschienener Bücher sehen konnten, ob Exemplare fürs Lager bestellt waren.


    Eigentlich bin ich davon ausgegangen, das sei gängig, vor allem bei großen Ketten.
    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie wirtschaftliches Arbeiten ohne ein vernünftiges WWS funktionieren soll ... :gruebel

    Hmm, das sind dünne weiße Linien, die da auf die Straße gepinselt sind (wie Fahrbahnmarkierungen). Und die seh ich hier wirklich nur direkt vor den Blitzern. Wenns hier niemand weiß, ruf ich vielleicht mal beim Straßenbauamt an oder so :gruebel
    Ich hab offensichtlich Langeweile :grin

    Schwarze Leinenhose mit Gummizug und ausgestelltem Bein, schwarzes Spaghettiträgertop darüber ein luftig-lockeres schwarz-weiß-pink-apricot-gestreiftes Trägertop, breites schwarzes Lederarmband, schwarze Ohrhänger und passenden Ring. Schwarze Lackloafer.