'Der Sohn des Löwen' - Seiten 088 - 147

  • Wie nicht anders zu erwarten, holt sich Chester vor Huntington eine blutige Nase. Das Dokument mit dem er die ganze Zeit herumgewedelt hat, war zwar keine komplette Fälschung, aber zumindest nicht vom König unterzeichnet. Der macht bei der ganzen Sache keine wirklich gute Figur, er kann einem richtig leid tun, alle zerren an ihm Rum und jeder hat nur seinen eigenen Vorteil im Sinn. Auch sein neuer bester Freund John of Scotland wird da keine Ausnahme machen.

  • Das waren wieder Szenen nach meinem Geschmack. Robin & Fulke in Aktion. :grin


    Chesters Verhalten ist ja derartig ekelhaft gierig, daß ich dem jede Abfuhr gönne. Warum können einige Menschen ihren Gierschlund nicht voll genug bekommen? Ich kann derartiges Gebaren überhaupt nicht ab. Ist nur heute leider auch nicht anders - scheinbar ist die Menschheit oft nicht fähig, dazuzulernen.


    Der gute Henry tut mir nun so leid nicht, muß ich gestehen. Gute Lehrer hatte er ja. Daß er sich auf Schmeichler und Speichellecker verläßt, läßt eher auf einen schwachen Chrakter schließen.

  • Der gute Henry tut mir nun so leid nicht, muß ich gestehen. Gute Lehrer hatte er ja. Daß er sich auf Schmeichler und Speichellecker verläßt, läßt eher auf einen schwachen Chrakter schließen.

    Mir tun diese Kerlchen auf dem Thron, die so gar nicht das Format dafür haben, meistens ein bisschen leid, wenn es nicht grade solche Är*** wie King John sind.

  • Das Abenteuer vor Huntington hat ja nochmal ein glückliches Ende genommen, auch wenn sich Chester wieder mal geschickt aus der Affäre ziehen konnte.


    Bei Henry merkt man halt, wie jung er noch ist. Bis jetzt ist er wohl immer etwas von oben herab behandelt worden. Scheinbar haben seine Berater es nicht geschafft, in ihm den zukünftigen Mann zu sehen und behandeln ihn wie ein Kind dem man nichts erklären muss. Das ihn das fuchsig macht und er dann auf Leute hört, die sich vermeintlich um ihn sorgen, kann man verstehen..... Dass die auch nur ihr eigenes wohl im Sinn haben, verbergen sie ja auch geschickt.


    Ich finde es aber ziemlich unfair Fulke gegenüber, ihn so in der Luft hängen zu lassen. Und vor allem, dass der Angriff auf die Burg für die Angreifer keinerlei Konsequenzen hat, ist auch ziemlich daneben....

  • Aber wie sieht es denn überhaupt rechtlich aus? Gut, oft regierte zu der Zeit wohl eher Willkür, aber wenn ein Schloss, eine Burg, oder andere Besitztümer über Generationen einer Familie gehörte, kann ein Regent diese dann einfach weiterreichen??

    Wenn es ein Lehen war und der Lehnsnehmer sich hat etwas zu schulden kommen lassen, dann schon.

    Philipp II: hat sich nach Richards Tod so im Prinzip die ganzen Festlandsbesitzungen des Angevinischen Reiches angeeignet, weil John, der ihm dafür der Form halber Lehnspflichtig war, einer Vorladung an seinen Hof nicht nachgekommen war.

    Die Herrscher haben sich meist schon bemüht, unter dem Deckmäntelchen des Rechts zu agieren, aber nur, solange es ihnen nützte.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Wie Robin quasi im allerletzten Moment auf der Bildfläche erscheint, das war mal wieder ein grandioser Auftritt. Klar, Robin ist und bleibt halt der sagenhafte Held, den es im wahren Leben nicht gibt, aber bei solchen Szenen geht mir immer das Herz auf, da kann ich machen was ich will. ;):grin

    Das Abenteuer vor Huntington hat ja nochmal ein glückliches Ende genommen, auch wenn sich Chester wieder mal geschickt aus der Affäre ziehen konnte.


    Bei Henry merkt man halt, wie jung er noch ist. Bis jetzt ist er wohl immer etwas von oben herab behandelt worden. Scheinbar haben seine Berater es nicht geschafft, in ihm den zukünftigen Mann zu sehen und behandeln ihn wie ein Kind dem man nichts erklären muss. Das ihn das fuchsig macht und er dann auf Leute hört, die sich vermeintlich um ihn sorgen, kann man verstehen..... Dass die auch nur ihr eigenes wohl im Sinn haben, verbergen sie ja auch geschickt.


    Ich finde es aber ziemlich unfair Fulke gegenüber, ihn so in der Luft hängen zu lassen. Und vor allem, dass der Angriff auf die Burg für die Angreifer keinerlei Konsequenzen hat, ist auch ziemlich daneben....

    Die Rechtslage war demnach damals ziemlich zweifelhaft, und wenn man das so betrachtet, hingen ganze Existenzen von der Willkür eines Einzelnen ab.

    Das mit Henry sehe ich auch so. Er fühlt sich von seinen Beratern nicht ernst genommen und hängt sich an die Speichellecker, die ihm schön tun. In seiner jugendlichen Unerfahrenheit kann er vermutlich noch nicht abschätzen, ob es jemand wirklich gut und ernst mit ihm meint oder nur auf eigene Interessen schaut.


    Chester ist viel zu leicht aus der Sache heraus gekommen. Was er Fulkes Frau und Kindern angedroht hat, ist ja alles andere als ehrenhaft. Ich hoffe, er kriegt auch irgendwann sein Fett weg.

  • Leider hat England wieder einen schwachen König, der sich von allen Seiten beeinflussen lässt. Gut, er ist noch jung, vielleicht ist noch Hoffnung. Sein Bruder wäre aber wohl deutlich besser geeignet ...


    Viel habe ich mir hier nicht notiert, schön aber, dass Robin ein bisschen Zeit in England gegönnt ist, und er alle seine Freunde besuchen und seine Familie dort genießen kann. Bin gespannt, ob Marian doch noch einmal bereit sein wird, mit nach England zu kommen.

  • Ein paar Dinge sind bei mir haften geblieben. Erstens, das König Henry mal wieder ein ungeeigneter König ist und wer gut mit seinen Beratern auskommt, kann sich einfach mal so bereichern. Ein bisschen kann ich Henry verstehen, denn seine Berater sind alle viel älter als er und setzen Schwerpunkte, die er nicht versteht. Da mag er junge Leute um sich haben und einfach mal Spass haben. All die Politiker und Influenzer um ihn herum, dass ist schon anstrengend und nervig.

    Chester und seine Anhänger haben ihrer Meinung nach das Recht per Abstammung auf ihrer Seite und auch die Macht einiges durch zu setzen. So kann Robin wieder all als Kämpfer für die Gerechtigkeit auftreten und wir lernen griechisches Feuer kennen.

    Immer wieder hübsch der Gedankenaustausch der verfeindeten Führer. So kann man sich mal ordentlich die Meinung blasen und ein bisschen spionieren.

    :lesend Remy Eyssen - Verhängnisvolles Lavandou

    :lesend Hanna Caspian - Sternenwende

    :lesend Günther Pfeifer - Endstation Waldviertel

    :musik: Richard Osman - Der Donnerstagsmordclub