'Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten' - Seiten 001 - 112

  • ne, das ist die Denkweise der 50er Jahre ... Frauen zurück an den Herd ... Männer nach vorne ... eine ganze Nation hat so gedacht, ach was, so gut wie alle Nationen haben das ...

    Da ist Oskar keinen Deut besser als sein Vater Friedrich ...

    und natürlich will er nicht, dass sich auch noch Sandro einmischt: Er ist schließlich der Thronfolger!

    Bitte beim Lesen nicht zu stark von heute ausgehen ... war ganz anders vor mehr als 60 Jahren ...

  • Und vor den 50ern zählte auch nur der erstgeborene Sohn etwas. Die danach waren alle nicht mehr so wichtig. Der Adel und die Königshäuser funktionieren ja sogar heute noch so.


    Die Pause zwischen den Büchern hat mir nicht so gut getan, einige kleinere Details sind leider schon wieder vergessen. Aber ich fühle mich trotzdem mit den handelnden Personen vertraut, der gute Erzählstil sorgt dafür.


    Beim Rometsch musste ich auch erstmal ein paar Bilder ergoogeln. Den Begriff hatte ich noch nie gehört oder aus Kindertagen nicht mehr in Erinnerung. Ein schönes Auto.


    Ich habe nichts dagegen, jetzt stärker Silvie zu folgen. Schade ist nur, dass darüber die anderen Personen etwas aus dem Fokus verschwinden. Müsste für Oskars Perspektive dann nicht noch eigentlich Band 4 folgen: “Der Bruder der Schwestern vom Ku`damm“? ;)

  • Ich habe nichts dagegen, jetzt stärker Silvie zu folgen. Schade ist nur, dass darüber die anderen Personen etwas aus dem Fokus verschwinden. Müsste für Oskars Perspektive dann nicht noch eigentlich Band 4 folgen: “Der Bruder der Schwestern vom Ku`damm“? ;)

    Warte mal ab, was da noch alles zu Tage kommt ;)

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Band 1 war ganz aus Rikes Perspektive (hast du vielelicht nicht so gemerkt), Band 2 ist aus Silvies, Band 3 aus Floris Sicht... so ist mein Reihenkonzept ...

    und ganz nebenbei: früher war ein Jahr Abstand zwischen den Bänden einer Trilogie ganz normal ...

  • Auch ich bin wieder mitten in Berling angekommen.


    Rike hat es wirklich nicht leicht, sie tut mir leid, so etwas wünscht man keiner Frau. Um Oskar mache ich mir ein wenig Sorgen, ich bin gespannt was dahinter steckt. Silvie provoziert gerne und macht einfach ihr Ding, ich bin sehr gespannt, wie es mit ihrer Geschichte weiter geht. Ob Wanja wirklich "ihr" Mann ist? Da habe ich irgendwie meine Zweifel und ein ungutes Bauchgefühl.


    So, geh jetzt direkt wieder weiterlesen, muss ein wenig aufholen ;-)

  • danke für eure tollen Posts, und ich freue mich sehr, dass euch die Thalheims wieder nahe sind ...

    kleine Frage: Was genau macht dich an Carls Rolle traurig, liebe wampy?

    Carl ist doch mein heimlicher Liebling, auch wenn er mit seinen Frauengeschichten nicht immer optimal umgeht ...

    Auch als männlicher Leser habe ich Carl als das Gewissen der Familie Thalheim wahrgenommen. Seine Frauengeschichte habe ich schon lange vergessen. Im ersten Abschnitt taucht er nur am Rande auf, aber ich habe gesehen, dass er im zweiten Abschnitt wieder in gewohnter Manier auftritt.

    :Hörbuch Bernard Cornwell - Der Erzfeind

    :Hörbuch Tanja Kinkel - Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

    :lesend Shari Lapena - Der zehnte Gast

    :lesend Matthias Lisse - Die geteilten Jahre

    :lesend Hakan Nesser - Der Verein der Linkshänder

  • Band 1 war ganz aus Rikes Perspektive (hast du vielelicht nicht so gemerkt), Band 2 ist aus Silvies, Band 3 aus Floris Sicht... so ist mein Reihenkonzept ...

    und ganz nebenbei: früher war ein Jahr Abstand zwischen den Bänden einer Trilogie ganz normal ...

    Mir als Leser geht diese Verkürzung der Abstände zwischen den einzelnen Bänden auch gegen den Strich. Auch bei alten Serien lese ich nicht zwei Bände nacheinander, weil die Bücher etwas von ihrer besonderen Ausstrahlung verlieren. Es stellt sich ein unschöner Abnutzungs- oder Gewöhnungseffekt ein.

    :Hörbuch Bernard Cornwell - Der Erzfeind

    :Hörbuch Tanja Kinkel - Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

    :lesend Shari Lapena - Der zehnte Gast

    :lesend Matthias Lisse - Die geteilten Jahre

    :lesend Hakan Nesser - Der Verein der Linkshänder

  • Mir als Leser geht diese Verkürzung der Abstände zwischen den einzelnen Bänden auch gegen den Strich. Auch bei alten Serien lese ich nicht zwei Bände nacheinander, weil die Bücher etwas von ihrer besonderen Ausstrahlung verlieren. Es stellt sich ein unschöner Abnutzungs- oder Gewöhnungseffekt ein.

    Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ich das anders hinbekommen könnte, da es doch jede Mnege Recherchearbeit ist ... in diesem Jahr hatte ich zu allem Unglück auch noch massive gesundheitliche Probleme, so dass der Erscheinunbgstermin 2 Mionate verschoben werden musste. Ist mir zum ersten Mal in 30 Jahren Autorenschaft passiert; aber shit happens! :rolleyes

    Jeztzt bin ich wieder okay - und ich danke euch, dass ihr mir treu geblieben seid <3

  • Auch als männlicher Leser habe ich Carl als das Gewissen der Familie Thalheim wahrgenommen. Seine Frauengeschichte habe ich schon lange vergessen. Im ersten Abschnitt taucht er nur am Rande auf, aber ich habe gesehen, dass er im zweiten Abschnitt wieder in gewohnter Manier auftritt.

    Du bist ein Mann? wie schön! Ja, Carl bleibt sich treu (und wird vielleicht doch einmal glücklich ...)

  • Ich hüpf hier mal mit rein, wenns recht ist.


    Mir gefällt das Buch ausnehmend gut, gerade der Wechsel auf Silvies Perspektive finde ich gelungen. Ganz viel von dem, was beschrieben wird, kommt mir aus den Erzählungen meiner Oma sehr bekannt vor.


    Oskars Verhalten verstehe ich eigentlich ziemlich gut. So eine Rückkehr aus der Hölle, ohne das irgendwas aufgearbeitet wird, quasi nahtlos zurück ins bürgerliche Leben - das kann ja nicht gut gehen, da muss es im Inneren ja brodeln. Dazu kommt das unsägliche Pervitin - hier mal ein Link, falls jemand mehr wissen will:


    Pervitin - Großvater des Crystal Meth


    Interessant könnte auch die Geschichte von Gregor und Hotte werden. Eigentlich ist es kaum noch vorstellbar, aber ich glaube, alle hier Mitschreibenden haben die Zeit noch erlebt, in der Homosexualität strafbar war (Paragraph 175 wurde ja erst deutlich nach der Wiedervereinigung abgeschafft).

  • Großartig, dass du da bist! Ja, Pervitin (ich hatte es lange als "Pervertin" abgespeichert, würde ja gut passen) war im Marschgepäck des deutschen Soldaten. Es gibt rührende Briefe des Jungen Heinrich Böll an seine Eltern, wo er sie anfleht, für Nachschub zu sorgen.

    Warum: Man hatt keinen Hunger mehr, fror nicht mehr, brauchte nicht mehr zu schlafen, verlor jede Hemmung ...

    Getestet wurde dieses Teufelszeug übrigens an Insassen des KZs Buchnewald: Die bekamen bis zu 40 kg schwere Rucksäcke gefüllt mit Steinen auf den Rücken und mussten marschieren, bis sie tot zusammenbrachen. Bei diesen Gelegenheiten stellte sich heraus, dass die Droge noch besser als Kaugummi fuktioniert; Geht schneller in die Schleimhäute ...

    eine ganze Armee unter Drogen - hatte ich lange nicht gewusst ...

    so erklären sich Hitlers "Blitzkriege" (der ja, wie wir inzwischen wissen, über lange selbst ein Junckie war, täglich hochgespritzt von seinem Leibarzt ....)