'Tage des Lichts' - Seiten 271 - 370

  • Ich bin gerade richtig im Leseflow.

    Ruth kann also mit ihrer Familie Chanukka feiern, es ist schön aber auch ein wenig bittersüß, weil die Großeltern fehlen. Und es gibt keine Nachrichten aus Deutschland, sie wissen nicht, wie es den zurückgebliebenen geht.

    Und dann die Unsicherheit, ob die Deutschen wohl die Invasion in England wagen werden. Ruth hat nicht unrecht, sie wären dann wohl die ersten, die abtransportiert werden würden.

    Und wieder können wir glaub eich nicht nachvollziehen, was diese Dauerangst mit den Menschen gemacht hat.

    Wir wissen ja, wie es kommen wird, das nimmt die Angst. Aber damals wussten sie es schlicht nicht und die Gefahr war jeden Tag real.


    Dann der kurze Blick nach Krefeld. Hans ist wirklich sehr unvorsichtig, mit Rita ins Kino zu gehen. Da müssen doch nur einmal die Routinen mit den Kontrollen geändert werden und schon ist er und auch Rita dran.

    Das mit der Gestapo bei den Aretz war schon sehr knapp. Ein Glück, dass sie keine Ausweise sehen wollten.


    Und dann die Nachricht von Edith, dass die Familie wohl noch 1940 nach Amerika kann. Ob sich Ruth wirklich freuen konnte? Immerhin ist ihr bewusst, dass es nur deshalb geht, weil es andere nicht aus Deutschland heraus geschafft haben und jetzt ihre Plätze nicht mehr nutzen können. Was für eine Last... Wobei die vermutlich alle Überlebenden zu tragen hatten. Die Frage warum habe ich es geschafft und so viele andere nicht, hat wohl viele noch lange belastet.

  • Wie schön! Kapitel 14 nimmt uns nach Krefeld und wir erfahren, wie es den Familienangehörigen geht und sind zu Besuch bei Familie Aretz. Der Gestapobesuch ist ja noch glücklich verlaufen. Gesegnet ist die Reaktion und Geistesgegenwärtigkeit der Beteiligten. Wie wird es ihnen nur weiter ergehen? Bei Emilie Meyer spekuliere ich, dass sie in nächster Zeit verstirbt. Einfach nicht mehr aufwacht und dadurch verschont bleibt vor der weiteren Willkür. Hans hat zumindest durch seine Jugend einen kleinen Vorteil, vielleicht schafft er es noch raus aus Nazideutschland oder kann untertauchen, mit falschen Papieren und seinem arisches Aussehen sich irgendwo zwischenmischen/ für ein Braunhemd geschickt ausgeben. Gelingt Hedwig auch die Flucht? Hoffentlich!

    Ich hoffe es so für ihn. Bei Karls Eltern befürchte ich, dass sie den harten Weg eines Juden zu gehen haben. Ihr Sohn mit Familie ist in Sicherheit, das ist viel Glück für eine Familie. Man muss fast hoffen, dass Wilhelmine und Valentin durch einen Unfall/ Bombardierung ihr Leben verlieren, ein schneller Tod ist besser, um den Transporten zu entgehen. Vom Alter her werden sie wohl um die 75 sein.


    Bei der ganzen Einmacherei/ Einkocherei habe ich beim Wort "Dosen" gestutzt, weil ich mich fragte, ob und wie man vor 80 Jahren die Möglichkeit hatte Dosen zu verschließen. Sehr gut, dass Ulrike die Vorgehensweise etwas erklärt hat.


    Mich wunderte Karls Ausspruch ein wenig, als er Ruth zu Chanukka am Bahnhof abholt und vermutete, dass sie noch Koffer mit Leinen/ Aussteuer mitbringen würde. Seiten zuvor war erwähnt, dass Freddie alle Koffer Meyers nach Slough geschickt hat. Entweder sind nicht alle Koffer angekommen oder sie vermissen Kofferinhalte. Hat Olivia sich an den Koffern bedient? Der Zweifel bleibt. Ich vermute doch, dass Martha möglicherweise Karl gegenüber Sachen erwähnt hat, die noch nicht aufgetaucht sind ODER Karl ist nicht richtig informiert. Was interessiert ihn Wäsche?



    Habe vorhin aus dem Öffentlichen Bücherschrank mitgenommen:

    Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie: Folgen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs

    ASIN/ISBN: 3608892222

    Die fünfte Auflage von »Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie« erscheint um einen wichtigen Aspekt erweitert: Das neue Kapitel »Fremd und ungewollt im eigenen Land: Flucht und Trauma in der deutschen Geschichte« widmet sich der Geschichte und ihren psychischen Folgen von 14 Millionen aus ihrer Heimat geflüchteten und vertriebenen Menschen unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ihre leidvollen Erfahrungen wirken immer noch weiter und beeinflussen auch unseren Umgang mit heutigen Flüchtenden.


    Terror und Ideologie der NS-Zeit, die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und die Nachkriegszeit mit massenhaften Vertreibungen, Hunger und Entbehrungen haben tiefe Spuren im individuellen wie kollektiven Gedächtnis hinterlassen. Vieles davon ist bewusst, doch Scham, Schuldgefühle und auch Todesangst sorgten dafür, dass so manches bis heute nicht an die Oberfläche kommen durfte. Über die Generationen hinweg, das zeigt die bekannte Psychotraumatologin Luise Reddemann in diesem Buch, bleiben die schweren Erfahrungen virulent und können die verschiedensten psychischen Probleme verursachen. Mit vielen Hintergrundinformationen zu den trauma-auslösenden Situationen, Beispielen für eine sensible Erinnerungsarbeit mit PatientInnen verschiedener Generationen und eigenen Kriegskinderfahrungen.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Mich wunderte Karls Ausspruch ein wenig, als er Ruth zu Chanukka am Bahnhof abholt und vermutete, dass sie noch Koffer mit Leinen/ Aussteuer mitbringen würde. Seiten zuvor war erwähnt, dass Freddie alle Koffer Meyers nach Slough geschickt hat. Entweder sind nicht alle Koffer angekommen oder sie vermissen Kofferinhalte. Hat Olivia sich an den Koffern bedient? Der Zweifel bleibt. Ich vermute doch, dass Martha möglicherweise Karl gegenüber Sachen erwähnt hat, die noch nicht aufgetaucht sind ODER Karl ist nicht richtig informiert. Was interessiert ihn Wäsche?

    Da habe ich auch kurz gestutzt. Aber Ruth hatte ja die Koffer komplett zugeschickt. Sie hätte das ja da schon merken müssen, dass ein Koffer fehlt.

    Wird das später nochmal erwähnt? Ich habe es dann überlesen.


    Den Abschnitt nach Krefeld fand ich auch gut, auch wenn die Nachrichten an die Familien unterbrochen sind, so hat doch der Leser ein bisschen Ahnung, wie es den Zurückgebliebenen geht.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Mich wunderte Karls Ausspruch ein wenig, als er Ruth zu Chanukka am Bahnhof abholt und vermutete, dass sie noch Koffer mit Leinen/ Aussteuer mitbringen würde. Seiten zuvor war erwähnt, dass Freddie alle Koffer Meyers nach Slough geschickt hat. Entweder sind nicht alle Koffer angekommen oder sie vermissen Kofferinhalte. Hat Olivia sich an den Koffern bedient? Der Zweifel bleibt. Ich vermute doch, dass Martha möglicherweise Karl gegenüber Sachen erwähnt hat, die noch nicht aufgetaucht sind ODER Karl ist nicht richtig informiert. Was interessiert ihn Wäsche?

    Die Koffer sind doch gepackt worden, als Karl schon in Haft war. Ich glaube nicht, dass er sich bewusst war, wieviele Koffer es denn genau waren, mit denen Ruth nach England ist. Auf dem Hof wurde es zwar erwähnt, aber ich glaube kaum, dass er sich dieses Detail gemerkt hat.

  • Die Koffer sind doch gepackt worden, als Karl schon in Haft war. Ich glaube nicht, dass er sich bewusst war, wieviele Koffer es denn genau waren, mit denen Ruth nach England ist. Auf dem Hof wurde es zwar erwähnt, aber ich glaube kaum, dass er sich dieses Detail gemerkt hat.

    Stimmt, ich habe die Tatsache verdrängt, dass Karl bei Ruths Abreise in Haft war und so nichts von den Reisevorbereitungen von Martha mitbekommen konnte.

    Die Menge an Koffern hört sich für uns viel an, allerdings werden die Koffer kleiner gewesen sein, weil man sie tragen musste (oder Flüchtlinge auf einem Kinderwagengestell transportiert haben). Mein Vater kann sich vom Fluchtkoffer seiner Großmutter ja auch nicht trennen.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • So große Koffer wie wir sie heute haben gab es damals wirklich nicht. Die waren vielleicht halb so groß, wie unsere Reisekoffer. Ich kenne die noch von meinen Eltern, der eine war noch lange in Gebrauch, waren meistens in Leder. Billigere aus so einer Art Karton. Größere Mengen packte man in Überseekisten.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Ich habe richtig mitgefiebert, als Ruth da auf heißen Kohlen saß und wartete, dass Freddy sie fährt. Zum Glück hat sie ihn erinnert und kann dann doch noch zu ihren Eltern fahren.


    Es ist schön, dass sie zusammen feiern können, aber trotzdem ist da so eine Traurigkeit. Martha betrachtet es auch als Zwischenstation und möchte einfach weiter.


    Ruth macht sich viele Gedanken und ihre Angst wird größer. Sie würde liebe heute als morgen weit weg sein von den Nazis. Aber sie muss ihre Verpflichtung erfüllen. Man denkt ja, dass ist nicht mehr lange, aber die Bedrohung und die harte Arbeit lassen ihr die Zeit wohl lang werden.


    Nun hören wir endlich auch, was mit den anderen in Deutschland ist. Hans geht wirklich ein Risiko ein, aber ich verstehe auch, dass ihm die decke auf den Kopf fällt. Aber mir blieb das Herz stehen, als der SS-Mann bei den Aretz auftauchte. Glücklicherweise sieht Hans ja arisch aus und ist nicht auf den Kopf gefallen, das hätte aber auch schief gehen können. Aretz ist so ein lieber Mensch. Ob es wirklich für ihn und seine Familie genug zu essen gibt, dass sie so viel abgeben können?


    Der Besuch von Edith auf dem Hof, gibt Hoffnung.

    Hoffentlich wird diese nicht enttäuscht. Es ist aber auch bedrückend, wenn man weiß, dass man nur aufrückt auf der Liste, weil andere keine Chance haben.

  • Bei Emilie Meyer spekuliere ich, dass sie in nächster Zeit verstirbt. Einfach nicht mehr aufwacht und dadurch verschont bleibt vor der weiteren Willkür.

    Emilie hat schon immer ihre Meinung kundgetan und ich glaube, dass sie dadurch besonders in Gefahr geraten könnte. Es wäre wohl besser, wenn sie einfach so verstirbt - auch wenn das jetzt hart klingt.

    Hans hat zumindest durch seine Jugend einen kleinen Vorteil, vielleicht schafft er es noch raus aus Nazideutschland oder kann untertauchen, mit falschen Papieren und seinem arisches Aussehen sich irgendwo zwischenmischen/ für ein Braunhemd geschickt ausgeben.

    Wie soll Hans an falsche Papiere kommen?

    Ich hoffe es so für ihn. Bei Karls Eltern befürchte ich, dass sie den harten Weg eines Juden zu gehen haben.

    Das befürchte ich auch.

    Seiten zuvor war erwähnt, dass Freddie alle Koffer Meyers nach Slough geschickt hat.

    Vielleicht sind sie nicht angekommen? oder nicht alle

  • Wie soll Hans an falsche Papiere kommen?

    z.B. : Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen, in dem jemand tödlich getroffen wurde. Ein Jude hat mithilfe dessen Papiere eine neue Identität angenommen, mit einem hohen Altersunterschied zurückgezogen, aber in Sicherheit. Später ist er in einer ausgemusterten Uniform aus D geflohen.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • z.B. : Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen, in dem jemand tödlich getroffen wurde. Ein Jude hat mithilfe dessen Papiere eine neue Identität angenommen, mit einem hohen Altersunterschied zurückgezogen, aber in Sicherheit. Später ist er in einer ausgemusterten Uniform aus D geflohen.

    Vielleicht hat es so etwas gegeben, aber das ist dann wohl schon eine Ausnahme. Außerdem hat Hans ja auch Skrupel, seine Mutter alleine zu lassen, denn sonst wäre er mit seinem Vater gegangen.

  • Ruth darf ihre Familie wieder sehen und wir Leser erfahren wie die Lage in Deutschland ist.

    Hier riskiert Hans mit seinem Kinobesuch einiges, aber man kann das auch irgendwie nachvollziehen.

    Und das Erschrecken und die Erkenntnis w i e gefährlich das ist, folgt ja auch zugleich.

    Die Familie Aretz ist wirklich ein Glück!


    Für Ruth und ihre Familie zeichnet sich Hoffnung auch eine absehbare Ausreise nach Amerika ab...……….dies gibt neue Kraft.

  • Was mir noch einfällt: in diesem Abschnitt war auch die Stelle mit dem tagelangen Eissturm, nicht wahr?

    Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass erzählt wird was mit dem Hofhund passiert ist?

    Durfte er doch noch ins Haus?

    Ist er erfroren?

    Olivia hatte doch nicht erlaubt, dass er in die Küche rein darf...………...

  • Der Abschnitt gefiel mir besser als der vorherige. Es geschieht einiges und wir kehren sogar nach Krefeld zurück und lesen von Hans und Rita. Aber der Reihe nach.


    Chanukka war schön, wenn auch viel zu kurz! Ruths Familie ist wirklich besonders. Wie sie Edith und ihren Mann eingeladen haben und diese zusagten und mitfeierten, weil sie sonst alleine gewesen wären, ist wirklich schön. Doch wenn Ruths Familie bald ausreist, sind sie wieder alleine. Auch wenn Edith meint, sie wäre jetzt Britin, scheint es mir nicht so, als ob sie wirklich angekommen wären. Oder haben sie Freunde, halt nur keine Juden? Das würde Sinn ergeben.


    Auch wenn Hans und Rita unvorsichtig gehandelt haben, kann ich die beiden verstehen. Hans fühlt sich zurecht eingesperrt und will dem entfliehen. Rita hilft ihm. Aber bemerkenswert für ein junges Mädchen von 12 Jahren! Sie wirkt tatsächlich viel erwachsener. Wird Hans wirklich mal Kameraman? Das würde mir gefallen, vor allem weil es voraussetzt, dass er überlebt.

    Die Situation mit der Gestapo war hart. Da hatte Hans ja wirklich nochmal Glück und mit ihm die ganze Familie Aretz. Ich kenne mittlerweile einige solcher Glücksgeschichten! Aber wie die Nazis funktionieren, zeigt sich hier toll. Blonde Haare, blaue Augen. Das kann ja gar kein Jude sein! Ach ihr seid ja so geblendet...

  • Auch wenn Edith meint, sie wäre jetzt Britin, scheint es mir nicht so, als ob sie wirklich angekommen wären. Oder haben sie Freunde, halt nur keine Juden? Das würde Sinn ergeben.

    Ich weiß nicht genau, ob ich jetzt vorgreife. Aber Edith erwähnte Ruth gegenüber, dass alle anderen wohl davon ausgegangen sind, dass sie schon eingeladen wären und niemand hat daher eine Einladung ausgesprochen. Ediths Mann ist immer in Geheimsachen unterwegs, ob er da Freunde gewinnt, weiß ich nicht, und Edith hat wohl eher immer mit Juden zu tun, denen sie hilft.

    Auch wenn Hans und Rita unvorsichtig gehandelt haben, kann ich die beiden verstehen. Hans fühlt sich zurecht eingesperrt und will dem entfliehen.

    Natürlich kann man die beiden verstehen, die in dunklen Zeiten auch etwas anderes erleben wollen. Ganz besonders Hans fühlt sich ja eingesperrt. Sie haben ja auch Vorsicht walten lassen, aber es blieb dennoch höchst riskant.

    Aber wie die Nazis funktionieren, zeigt sich hier toll. Blonde Haare, blaue Augen. Das kann ja gar kein Jude sein! Ach ihr seid ja so geblendet...

    Ich möchte wirklich nicht für die Nazis sprechen, aber stecken wir nicht alle mal andere Menschen in Schubladen - bewusst oder unbewusst? Wenn dann auch noch von oben solche Propaganda betrieben wird, wird das natürlich gefördert.

    Schubladendenken sollte es nicht geben, aber es ist auch menschlich.

  • Für mich war das stärkste Kapitel jenes, das in Krefeld spielte. Es vermittelt das Gefühl der Hilflosigkeit gegen Denunziation und Repressalien. Die Bedrohung aus dem Hintergrund von Menschen, die man eigentlich kennt, ist so schlimm. Shitstorm in sozialen Medien funktioniert ähnlich. Diese stillen Angriffe sind meist nicht Aktionen der radikalen Menschen sondern von Leuten, die um ihren Status und ihren Besitzstand fürchten.

    :Hörbuch Lena Wolf - Ein Sommer auf Sylt

    :Hörbuch Graham Norton - Ein irischer Dorfpolizist

    :lesend Sophie Bonnet - Provenzalischer Stolz

    :lesend Serena Kent - Tod in Saint Merlot

    :lesend Elaine Viets - Mord mit Stil

  • schön, das Ruth das wichtige Fest bei ihren Eltern verbringen kann. Schön finde ich auch, das sie mit den Lebensmitteln so richtig helfen konnte. Was mich dann allerdings stört ist die Tatsache, das sie nur so wenig Zeit hat.


    Olivia wird für mich immer mehr zu einer Hassfigur. Macht diese Frau eigentlich irgend etwas vernünftiges? Im Wohnzimmer sitzen und Platten laufen lassen, in die Stadt fahren und sich einen schönen Tag machen... mehr nicht?


    Ich finde es bezeichnen, das Martha immer noch nicht so ganz in der Realität angekommen ist. Sie möchte immer noch die "schöne Dame" spielen, kann nicht/nicht gut kochen, hat nicht verstanden, das man sich einschränken muss, das irgendwie eine sehr eigenartige Stimmung im Land herrscht. Wenn es denn mal hart auf hart kommt (und die Geschichte sagt ja, das es so kommt), wird sie dann wieder einen Nervenzusammenbruch bekommen?


    Das wir dann etwas aus Krefeld erfahren, ist schön aber gleichzeitig auch sehr schmerzlich. Was die Truppen mit den alten Leutchen machen, ist einfach nur schrecklich. Da kommt dann wieder heraus, das ich das ganze Verhalten der damaligen Zeit nicht verstehe.