'Der Ballhausmörder' - Seiten 074 - 159

  • Robert ist ja echt durch den Wind. Hatte er schon immer ein so schlechtes Selbstbewusstsein? :gruebel

    Jenny hat ein anders Leben vor Augen als er und auch wenn es nicht richtig ist, dass sie sich mit Krüger einlässt um Karriere zu machen, denke ich, dass es früher oder später dann eh auseinander gegangen wäre. Weil eben die Wünsche ans Leben doch andere waren.

    Diese Geschichte läuft ja auch ein wenig parallel zu der Affaire von Adele und Hans, die ja aus ähnlichen Gründen geendet hat. Ich glaube aber nicht, dass Hans Adele umgebracht hat. Da denke ich eher, dass Lotte in irgendeiner Art was damit zu tun hat und Adele wirklich verwechselt wurde.

    Interessant auch wie der Frankfurter Vergewaltiger da reinpassen soll.... Ich bin ja mal sehr gespannt, wie sich das alles wieder auflöst....

  • Zu Robert: Ich glaube, so etwas kann einen Menschen ganz schön erschüttern. Er hat sich eine Zukunft mit Jenny vorgestellt und muss begreifen, dass sie diese Zukunft nicht will und damit auch ihn nicht. Rational betrachtet ist es natürlich besser sich zu trennen, bevor man z.B. heiratet und eine Familie gründet, aber wer denkt bei Liebeskummer rational? ;)

  • noch eins, die Schule, die Marie mit ihrem Chemielehrer besucht, fand ich hoch interessant.

    Ich habe ja selber so eine ähnliche Ausbildung gemacht, die alte Bezeichnung meines Berufs ist ja Ingenieurs-Assitentin. Siemens hat in den dreissigern (glaube ich zumindestens) angefangen Frauen in technischen Berufen auszubilden. Früher war das auch eine reine Frauen-Ausbildung. Mittlerweile sind die Klassen recht Männerlastig und der Abschluss heisst Associated Engineer. Ich habe noch als Indurstrietechnologin abgeschlossen.

  • Es geht unterhaltsam weiter, obwohl mehrere zerstörerische Beziehungen eine Rolle spiele. Robert versucht seine Jenny zurück zu gewinnen, aber das geht gründlich schief, Hans und das Mordopfer sind auch ein Paar gewesen und letztendlich fürchtet Lotte ihren Exfreund sehr. Alle Trennungen gingen von den Frauen aus und die Männer kamen damit nicht zurecht. Interessant der Abschnitt mit der reinen Mädchenausbildung. Wirklich erstaunlich wie jung die Gründerin gewesen ist. Passend fand ich die Beschreibung des machohaften Verhaltens der Jungen beim Kampf um die Mikroskope in der Schule.

    Dann noch die Vergewaltigung im Park, der geflohene Kommunist und der Koffer im Ballhaus. Alles bindet Kräfte und ich halte Lottes Exfreund für verdächtig. Hoffentlich fängt sich Robert schnell wieder. Vielleicht fällt Leo noch etwas ein, um ihm zu helfen.

    Die Beschreibung des geschenkten Bonbons im Labor ist mir aufgefallen. Ob es noch eine Rolle bei den Ermittlungen spielen wird. Auch an Gennats Kuchenliebe führt kein Weg vorbei. Es gibt immer Kuchen, wenn jemand sein Büro aufsucht, egal welcher Autor es Beschreibt.

    :Hörbuch Marlene Averbeck - Das Lichtenstein: Modehaus der Träume

    :lesend David Gordon - Tödlicher Coup

    :lesend Matthias Riedl - Mein Weg zur gesunden Ernährung

    :lesend Petra Durst-Benning - Die Fotografin: Die Stunde der Sehnsucht

  • Die Beschreibung des geschenkten Bonbons im Labor ist mir aufgefallen. Ob es noch eine Rolle bei den Ermittlungen spielen wird. Auch an Gennats Kuchenliebe führt kein Weg vorbei. Es gibt immer Kuchen, wenn jemand sein Büro aufsucht, egal welcher Autor es Beschreibt.

    Das mit dem Bonbon ist mir auch aufgefallen....


    Gennats Kuchenleidenschaft ist scheinbar legendär :lache

  • Ja, der gute Gennat und der Kuchen. Es droht zum Klischee zu werden, darum erwähne ich es auch nicht zu oft. Aber ab und an ist es einfach zu reizvoll.


    wampy : Für mich ist es immer spannend, wenn Leser*innen Muster finden, die ich nicht absichtlich geplant habe. Da lerne ich dann noch etwas darüber, wie mein Unterbewusstsein beim Schreiben einfließt. Es sind tatsächlich die Frauen, die sich trennen. Und das war in jener Zeit natürlich auch neu und hing mit dem wachsenden Selbstbewusstsein und auch der wachsenden finanziellen Unabhängigkeit zusammen.

  • Robert leidet wirklich und ich kann mir gut vorstellen, dass einen so ein abruptes Ende einer Beziehung völlig aus der Bahn werfen kann.

    Damit wird ja sein Leben quasi auf den Kopf gestellt.

    Und dann sitzt noch ein anderer an seinem Schreibtisch, das war in diesem Moment einfach zuviel für ihn.

    Denn ich denke, der Wille, wieder zu funktionieren war ja da. Er ist zur Arbeit gekommen, war ordentlich angezogen und gekämmt...........

    Keine leichte Situation für alle.


    Das mit dem Bonbon ist mir auch aufgefallen. ;-)


    Ja, die Trennungen gehen von den Frauen aus - aber die 20iger Jahre waren ja auch ein Zeitraum, in dem diese emanzipierter wurden. Wie Susanne auch geschrieben hat.

    Aber mir ist dies auch erst durch wampys Beitrag bewusst geworden.


    In Frankfurt war also auch ein Vergewaltiger unterwegs, der seine Opfer mit Chloroform betäubte............


    Zum verlinkten Kleid: für mich ist es blau-schwarz. ;-)