'Der Tod ist ein Tänzer' - Seiten 098 - 197

  • Nach einer turbulenten Woche habe ich es dann heute Abend geschafft den Abschnitt fertig zu lesen.


    Das Buch gefällt mir immer noch gut. Tristan und Josephine mag ich. Irgendwie war es klar, dass die beiden sich ineinander verlieben.

    Aber es wird auch immer gefährlicher und ich hoffe sehr, dass Tristan Josephine beschützen kann.


    Der Boxkampf war heftig. Ich hatte keine Ahnung was die Wolfsangel ist und wofür sie steht, aber nach ein wenig Recherche ist so einiges nun klarer. Bin gespannt wie es weitergeht.


    Mir gefällt die Atmosphäre und die Vielschichtigkeit des Roman immer noch am Besten.

  • Ich hatte den Auftrag seines Onkels schon so verstanden, dass dieser Josephine in Gefahr wähnt und Tristan ein wenig auf sie aufpassen soll. Gegenüber Josephine tritt er nur als Fahrer auf, um sie nicht zu beunruhigen.

    Natürlich wollte sein Onkel, dass er Josephine schützt, aber nach außen - für Josephine, die Leute vom Theater etc. - ist er nur der Fahrer. Da kann er dann nicht einfach bestimmen, dass sie woanders unterkommen muss. Dann man soll ja wohl nicht wissen, dass er ein Auge auf sie hat.

  • Mir fehlen noch gut 30 Seiten in diesem Abschnitt, aber ich möchte doch gerne schon mal einen Kommentar hier lassen. Das Buch entwickelt einen regelrechten Lesesog und ich möchte unbedingt weiterlesen!


    Den Boxkampf fand ich unheimlich aufregend. Gar nicht mal so sehr wegen des Kampfes an sich oder der offenbar schon mitschwingenden braunen Stimmung, sondern vielmehr wegen Josephines Gedanken zu Tristan. Sie spiegelt sich in ihm, das finde ich hochinteressant und sehr gut eingefangen.


    Wovon ich auch gerne lesen mochte, war die fröhliche Lebensart der Künstler, wie sie bei Tristans Besuch in der Unterkunft dargestellt wurde. Ich konnte die Stimmung förmlich spüren beim Lesen. Das hat mir gut gefallen!


    Weniger gut gefällt mir Gilles Observationseifer. Er wirkt eher wie ein kleines Licht, das sich durch besondere "Verdienste" hervortun muss. Letztlich haben aber andere die Zügel in den Händen. Auf eine Art kann Gille gefährlich werden, weil er die nötigen Informationen an bestimmte Kontakte weitergeben kann. Als Person ist er aber zum ewigen Mitläufertum verdammt, denke ich. Mal sehen, wie sich das weiter entwickeln wird.


    Dass Mara zu Ruben wird und umgekehrt passt meines Erachtens gut in die Zeit. Die Nazi-Prüderie ist noch ein gutes Stück weg und eine freiere Lebensart ist noch möglich - in der Großstadt jedenfalls.


    Im Übrigen musste ich des Öfteren beim Lesen daran denken, dass ich in letzter Zeit einige Romane im Berlin der 1920er und 30er Jahre gelesen habe, so dass mir manche Orte beinahe vertraut vorkommen beim Lesen. ;) So zum Beispiel der Landwehrkanal oder das Scheunenviertel, das hier Erwähnung findet.

    Aktuelle Lektüre: Das Dorf der Mörder - Elisabeth Herrmann | Der Tod ist ein Tänzer - Veronika Rusch
    SUB: 113

  • Weniger gut gefällt mir Gilles Observationseifer. Er wirkt eher wie ein kleines Licht, das sich durch besondere "Verdienste" hervortun muss. Letztlich haben aber andere die Zügel in den Händen. Auf eine Art kann Gille gefährlich werden, weil er die nötigen Informationen an bestimmte Kontakte weitergeben kann.

    Gerade dieser Übereifer ist es, der ihn gefährlich macht. Da kann dann leicht mal was schief laufen, eben weil er sich hervortun will.

  • Wovon ich auch gerne lesen mochte, war die fröhliche Lebensart der Künstler, wie sie bei Tristans Besuch in der Unterkunft dargestellt wurde. Ich konnte die Stimmung förmlich spüren beim Lesen. Das hat mir gut gefallen!

    Ja diese Szene fand ich auch sehr gelungen und sie ist noch richtig in meinen Kopf hängen geblieben. Wie die Künstler spontan angefangen haben Musik zu machen und zu tanzen, das hat richtig Spaß gemacht und man konnte ihre Lebenslust ganz intensiv spüren.

    Überhaupt finde ich, dass es in dem Buch immer wieder so schöne kleine Szenen gibt, die nicht unbedingt was mit der großen Handlung zu tun haben, aber die einem als Leser einfach die Atmosphäre und Stimmung der 20er Jahre in Berlin spüren lassen. Das finde ich großartig.

  • Den Boxkampf fand ich unheimlich aufregend. Gar nicht mal so sehr wegen des Kampfes an sich oder der offenbar schon mitschwingenden braunen Stimmung, sondern vielmehr wegen Josephines Gedanken zu Tristan. Sie spiegelt sich in ihm, das finde ich hochinteressant und sehr gut eingefangen.

    Interessant, das habe ich gar nicht so sehr wahrgenommen, wahrscheinlich, weil mich der Boxkampf an sich und Tristan, der in eine regelrechte Raserei gerät, so erschreckt haben. Ich muss die Szene noch mal lesen.

    :lesend



    Im Übrigen musste ich des Öfteren beim Lesen daran denken, dass ich in letzter Zeit einige Romane im Berlin der 1920er und 30er Jahre gelesen habe, so dass mir manche Orte beinahe vertraut vorkommen beim Lesen. ;) So zum Beispiel der Landwehrkanal oder das Scheunenviertel, das hier Erwähnung findet.

    Stimmt, so ging es mir mit der "Roten Burg" ziemlich zu Anfang. :)

  • Ja diese Szene fand ich auch sehr gelungen und sie ist noch richtig in meinen Kopf hängen geblieben. Wie die Künstler spontan angefangen haben Musik zu machen und zu tanzen, das hat richtig Spaß gemacht und man konnte ihre Lebenslust ganz intensiv spüren.

    Überhaupt finde ich, dass es in dem Buch immer wieder so schöne kleine Szenen gibt, die nicht unbedingt was mit der großen Handlung zu tun haben, aber die einem als Leser einfach die Atmosphäre und Stimmung der 20er Jahre in Berlin spüren lassen. Das finde ich großartig.

    Das stimmt, das gefällt mir auch sehr gut und macht den Roman lebendig und auch authentisch.