'Ein neuer Horizont' - Seiten 392 - Ende

  • jetzt musste ich das Buch doch noch gleich zu Ende lesen.


    Nellie erreicht mit Jimin Nordkorea und kann auch Material sammeln. Und dann die Ankunft in seinem Heimatdorf. Was da nun genau geschehen ist lässt sich ja nichtklären, aber ich würde drauf tippen, dass die Familie wegen ihres Aufenthaltes in den USA hingerichtet wurde.

    Nellie hat da wieder mal enrom Glück, dass sie jemand in ihrer Nusschale aufsammelt und sie rettet.


    Dann endlich Hochzeit in Berlin, die Familie ist wieder zusammen und genau in dem Moment taucht Laura wieder auf! Was für ein Wiedersehen.

    Der Revisionstermin läuft noch relativ glimpflich ab und es scheint sich eine gute Zukunft herauszukristallisieren.


    Lilo haut ab und lässt ihren Sohn bei Hanna. Mich hätte an der Stelle noch interessiert, wie es hier weitergeht. Da kommt ja noch einiges an geschichtlichen Highlights . Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hanna und Laura unbehelligt in Ost-Berlin auf Dauer leben können.


    Und dann der Hammer... Wie konntest du Nellie denn sterben lassen Maiken ??? :yikes Wie soll Jake denn jetzt ein glückliches Leben führen können, ohne sein Licht? Da hat er schon die ganze Familie verloren und jetzt noch Nellie????


    Ich weiss noch nicht, ob ich dir das verzeihen kann ;-) Aber eines weiss ich, das war ein ganz tolles Buch! Ich habe wirklich mitgelitten mit Nellie und ihrer Familie und mit den Menschen in Korea.


    Das Ganze muss ich ein wenig sacken lassen, aber spätestens zum Wochenende kommt die Rezi.

  • Und dann der Hammer... Wie konntest du Nellie denn sterben lassen Maiken ??? :yikes Wie soll Jake denn jetzt ein glückliches Leben führen können, ohne sein Licht? Da hat er schon die ganze Familie verloren und jetzt noch Nellie????


    Ich weiss noch nicht, ob ich dir das verzeihen kann ;-) Aber eines weiss ich, das war ein ganz tolles Buch! Ich habe wirklich mitgelitten mit Nellie und ihrer Familie und mit den Menschen in Korea.


    Das Ganze muss ich ein wenig sacken lassen, aber spätestens zum Wochenende kommt die Rezi.

    Das hat mich auch dermaßen geschockt, dass ich das Buch erstmal beiseite legen musste. Das war so furchtbar. =O


    Ich bin durch diesen letzten Abschnitt nur so durchgejagt, musste ich doch unbedingt wissen, wie es ausgeht. Alles wird gut, Laura ist wieder da, die Hochzeit, das Gerichtsverfahren und dann dieses Ende. Das Kapitel danach konnte ich erst gar nicht lesen, weil ich so betroffen war, dass mich einfach nicht mehr interessiert hat, was danach noch kommen sollte. Puh…

  • Ich habe das Buch am Sonntag Abend noch fertig gelesen und musste die letzten Ereignisse des Romans erst mal ein wenig setzten lassen.

    Mit diesem Abschluss für Nellie hätte ich nie im Leben gerechnet. Das war für mich auch ein richtiger Schock zum Ende. Ich dachte: jetzt ist alles gut, Nellie kann den Krieg in Korea endlich abschließen und mit Jake ein schönes Leben beginnen, und dann so was.:yikes

    Wobei ich sagen muss: mir gefällt dieses Ende. Und es passt für mich perfekt zu dem Buch. Irgendwie wäre für mich ein romantisches Happy End nicht so passend gewesen. Nellie hat ja in der Geschichte wahnsinnig viele gefährliche Ereignisse erlebt und ist immer ohne große Verletzungen davon gekommen. Und ich finde dieses Ende nun sehr realistisch und für meinen Geschmack einfach stimmig. Und wie schön fand ich es, dass man danach noch mal die Geschichte von Nellies und Jakes Kennenlernen lesen durfte. Also ich mag diesen Schluß der Geschichte, der so ganz anders ist als erwartet.


    Vorher gab es in dem Abschnitt für mich auch noch ganz viele berührende Momente. Zum Beispiel wie Nellie dieses provisorische Lazarett in Nordkorea für die Napalm Opfer besichtigt. Das ist mir sehr nahe gegangen. Oder als sie zusammen mit Jimin in einer Straßenbahn durch das zerstörte Nordkorea gefahren ist. Das hatte für mich etws sehr Unwirkliches: wie kann es denn sein, das da tatsächlich noch eine Straßenbahn fährt, wenn doch alle Städte und Dörfer komplett zerstört sind? Das fand ich ziemlich irre und auch bewegend.


    Ich hatte ja auch bis zum Ende vermutet, dass Laura noch am Leben ist. Wie schön, dass die beiden Schwesteren doch noch zusammen gekommen sind, wenn auch nur für eine kurez Zeit.


    Also mir hat das Buch insgesamt super gut gefallen. Ich fand es richtig spannend zu lesen und ganz besonders die Abschnitte, die in Korea gespielt haben. Das waren meine liebsten Abschnitte in der Geschichte.:)

  • Was für ein letzter Abschnitt. Es passiert so viel, das musste ich tatsächlich auf mehrere Tage verteilen zum Verarbeiten.

    Nellie erreicht mit Jimin Nordkorea

    Wie furchtbar, dass Jimin gerade kommt, wenn seine Eltern hingerichtet werden sollen und dann werden alle erschossen und Nellie kann sich nur mit Mühe und Not retten. Das war echt hart zu lesen. An Jimin und seine Art hatte ich mich so gewöhnt und die Reise der beiden war so intensiv. Das war ein richtiger Paukenschlag.


    Dann kommen einige LIchtblicke (die mich in Sicherheit gewogen haben;))

    Nellie kommt nach Berlin, wiedervereint mit Mutter und Jake und heiratet.

    Die Hochzeitsnacht hatte Jake sich sicher auch anders vorgestellt. :lache Statt dessen taucht Laura auf und die beiden Frauen können natürlich nicht voneinander lassen. Das mit der CIA war eine gute Erklärung und auch positiv. Ich hatte ja schon befürchtet, sie wäre zu den Russen übergelaufen.

    Das mit der Geburt vom Hänschen fand ich auch krass. Gibt es da tatsächliche Vorbilder dafür? Dass man Gebährende oder Verletzte abgewiesen hat?


    Das Urteil gegen MIna fand ich zu milde. Aber ein guter Anwalt, den sie da hatte. :(



    Lilo haut ab und lässt ihren Sohn bei Hanna. Mich hätte an der Stelle noch interessiert, wie es hier weitergeht. Da kommt ja noch einiges an geschichtlichen Highlights . Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hanna und Laura unbehelligt in Ost-Berlin auf Dauer leben können.

    Ehrlich gesagt habe ich dieses Jahr 3 oder 4 Bücher gelesen, bei denen es genau um diese Geschehnisse ging und ich bin etwas gesättigt. (Die fremde Spionin von Titus Müller hat eigentlich all meine Fragen schon beantwortet. :grin) Und ich war froh, dass das Buch endete, bevor die Familie durch die Mauerschließung endgültig wieder getrennt wurde.

    Und klingt zwar doof, aber wenigstens blieb es Nellie erspart, ihre Schwester erneut zu "verlieren".

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten - Becky Chambers



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Wobei ich sagen muss: mir gefällt dieses Ende. Und es passt für mich perfekt zu dem Buch. Irgendwie wäre für mich ein romantisches Happy End nicht so passend gewesen. Nellie hat ja in der Geschichte wahnsinnig viele gefährliche Ereignisse erlebt und ist immer ohne große Verletzungen davon gekommen. Und ich finde dieses Ende nun sehr realistisch und für meinen Geschmack einfach stimmig. Und wie schön fand ich es, dass man danach noch mal die Geschichte von Nellies und Jakes Kennenlernen lesen durfte. Also ich mag diesen Schluß der Geschichte, der so ganz anders ist als erwartet.

    Am Anfang des Buches hatte ich die Vermutung, dass Nellie das Buch nicht überleben könnte. Es gibt ja einige bekannte Kriegsreporterinnen, die in Ausübung ihres Berufes gestorben sind. Und dramaturgisch passte es tatsächlich. Auch wenn der Leser und Hanna natürlich dachten, jetzt wäre Nellie sicher. Und schön, dass es nicht das endgültige Ende war sondern dann nochmal Jake und Nellie auf dem See kommen. Das ist versöhnlich. Für Jake wird es sicherlich schwer. Er ist so ein Charakter, von dem ich gerne noch mehr erfahren würde.


    Dieses Buch war wirklich eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Sehr dramatisch. Aber nicht anders hatte ich es mir erhofft - bei diesem Thema.


    Am Rande: Ein No-go war für mich, dass Lilo ihren Sohn einfach zurückgelassen hat. Ohne große Sorge oder dass was man Muttergefühle nennen würde. Sorry, das geht für mich gar nicht. Was tut sie damit dem kleinen Hans an. An diesem Verlassenwerden wird er lang zu kauen haben, wenn er mal groß ist. Ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass sie ihn nachholen wird.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten - Becky Chambers



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • hollyhollunder Ja, es gibt tatsächlich eine reale Geschichte über jemanden, der nicht in das Krankenhaus auf der anderen Straßenseite gelangen konnte, und die ich in dem Buch "Geschichten aus der Bernauer Straße" fand. Das reale, historische Vorbild war verletzt, ich habe daraus eine Gebärende gemacht. Aber die Begründung, warum der Mensch nicht aufgenommen werden konnte, war die gleiche, und auch der Vorschlag, ins weit entfernte Friedrichshain zu gehen.

  • Aber die Begründung, warum der Mensch nicht aufgenommen werden konnte, war die gleiche, und auch der Vorschlag, ins weit entfernte Friedrichshain zu gehen.

    Erschreckend, wie schnell der Mensch über Ideologien die Menschlichkeit vergisst. Und wie feige man sich den Vorschriften beugt.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten - Becky Chambers



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Das mit der Geburt vom Hänschen fand ich auch krass. Gibt es da tatsächliche Vorbilder dafür? Dass man Gebährende oder Verletzte abgewiesen hat?

    Stimmt, das war auch so eine Stelle, die ich echt heftig fand. Wie kann man nur so herzlos sein und eine Frau, die kurz vor der Geburt steht einfach abweisen und zurück auf die Straße schicken? Das geht ja mal gar nicht. Auch wenn die offzizielle Anweisung so lautet, muss man doch "Erst-Hilfe" leisten. Dazu ist man doch immer verpflichtet, ganz egal, um wen es sich handelt.:schlaeger

  • Zwei Schockmomente in dem Abschnitt. Ich hatte Jimin schon lieb gewonnen und mochte es, wie er mit Nellie umgegangen ist.
    Und dann natürlich noch Nellies Tod ;(

    Aber du hast schon recht, Rouge , ein Happy End hätte nicht gepasst.


    Ich bin jetzt traurig, dass es vorbei ist.
    Das Buch hat mich wirklich berührt, wahrscheinlich weil man als Leser mit Nellie mitten drin war.


    Die Szene im Krankenhaus hat mich total schockiert. Haben Menschen in der Pflege nicht diesen Kodex? Oder gab es das damals noch nicht? Oder gilt das nur für Ärzte? Blöde Frage eigentlich, aber ich habe da bis eben nie drüber nachgedacht.

  • Haben Menschen in der Pflege nicht diesen Kodex?

    Welchen Kodex meinst du? Ich kenne nur den hippokratischen Eid. Und den muss ja in Deutschland keiner leisten. Für mich war das eher eine ethische Frage und die betrifft ja jeden Menschen egal ob Arzt oder Krankenschwester oder Bäcker. Helfe ich, wenn ein Mensch in Not ist und Schmerzen hat. Und vor allem, wenn ich in der Lage dazu bin zu helfen. Das war für mich erschreckend und unmenschlich.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten - Becky Chambers



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Schade, dass das Buch schon zu Ende ist.

    Die beschwerliche Wanderung von Nellie und Jimin geht weiter. Nellie bekommt so viele Eindrücke. Endlich erreichen sie das Dorf von Jimin, doch es kommt zu einer Katastrophe. Jimins Familie wird bedroht und dann sind alle tot. Wie schlimm muss da für Nellie sein, zuschauen zu müssen, wie ihr Begleiter kaltblütig ermordet wird. Ihr gelingt wenigstens die Flucht und sie wird dann von einem amerikanischen Schiff gerettet und muss zusehen, wie die Flugzeuge mit Napalm aufsteigen. Nun hat sie den Beweis, aber niemand will es veröffentlichen.


    All das Erlebte hat Nellie krank gemacht. Es war schon erschütternd, wie lange sie brauchte um sich zu erholen. Endlich ist sie mit Jake glücklich. Doch sie muss noch einmal nach Korea. So lange hat sie allen Gefahren getrotzt und ausgerechnet nun muss es passieren. Wie schrecklich.


    Laura hat all die Jahre gelebt und durfte keinen Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen. Aber als in Berlin alle zusammentreffen, ist auch sie wieder da. Es wird noch etwas dramatisch bei der Hochzeit, da bei Lilo die Wehen einsetzen. Das sie ihr Hänschen später alleine lässt, begreife ich nicht. Gut, sie musste sich sofort entscheiden und wusste den Kleinen in guten Händen. Aber ich glaube nicht, dass ich mein Kind zurückgelassen hätte.


    Was für ein Ende. Es ist mir sehr nahegegangen, doch es ist auch passend.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hanna und Laura unbehelligt in Ost-Berlin auf Dauer leben können.

    Das kann ich mir auch nicht vorstellen, aufgrund ihrer Vergangenheit sind sie dort einfach verdächtig.

    Ich dachte: jetzt ist alles gut, Nellie kann den Krieg in Korea endlich abschließen und mit Jake ein schönes Leben beginnen, und dann so was.

    Traurig, ich hätte den beiden nach allem, was sie erlitten haben, auch eine schöne Zukunft gegönnt. Doch das Ende passt einfach.

    Und es passt für mich perfekt zu dem Buch. Irgendwie wäre für mich ein romantisches Happy End nicht so passend gewesen. Nellie hat ja in der Geschichte wahnsinnig viele gefährliche Ereignisse erlebt und ist immer ohne große Verletzungen davon gekommen. Und ich finde dieses Ende nun sehr realistisch und für meinen Geschmack einfach stimmig.

    Finde ich auch.

    Das Urteil gegen MIna fand ich zu milde. Aber ein guter Anwalt, den sie da hatte.

    Sie ist wirklich glimpflich davon gekommen. Dabei bereut sie nichts und sieht sich im Recht.

    Ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass sie ihn nachholen wird.

    Ich denke auch nicht, dass man ihr das ermöglicht hätte.

    Die Szene im Krankenhaus hat mich total schockiert. Haben Menschen in der Pflege nicht diesen Kodex? Oder gab es das damals noch nicht? Oder gilt das nur für Ärzte?

    Jeder ist verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Umso mehr sollten Menschen in pflegenden Berufen Mitgefühl haben und anderen Menschen helfen - ganz besonders als Diakonissin.

  • Maiken!

    Wie konntest du Nellie sterben lassen???

    Es hat so gut in die Geschichte, ihr Leben gepasst und dennoch fand ich ihren Tod zu diesem Zeitpunkt so unnötig - und so passend.

    Irgendwie hoffe ich immer noch auf ein Wunder. Und sei es nicht für Nellie, dann wenigstens für Jake.

    Muss Jake denn alle verlieren, die er liebt?

    Eine liebe Umarmung für Jake.


    Gejubelt habe ich, als Nellie und Jake sich das Ja-Wort gegeben haben, Hanna doch noch einigermaßen rechtzeitig erschien und Laura wieder auftauchte.

    Es muss Laura immens viel Kraft gekostet haben ihre Schwester und ihre Manam zu sehen und nicht umarmen zu können.


    Und Jimin!! Wer eröffnet jetzt eigentlich die Stiftung?? Jimin ist nicht mehr da und Nellie nun auch nicht mehr. Laura und Hanna sind im Osten und Hänschen ist der Hans im Glück, da er nicht bei seiner Mutter aufwachsen muss. So ein selbstsüchtiges Weib. Da zieht Georg die richtigen Schlüsse und beantragt die Scheidung. Ach herrje! Diese beiden haben sich nicht gesucht aber gefunden.


    Und dann war da noch ....


    "Survivors guilt" - Seite 395

    Ich kann das so gut nachfühlen. Es muss furchtbar sein, übrig zu bleiben und dann deswegen noch Schuldgefühle zu haben.


    Und dann diese Angst, die Nellie empfindet. Allein in dem Boot, nach Jimins Tod.

    "Die Angst schlich sich an wie ein Tiger." ... -Seite 407

    So eindrücklich und so stimmig.


    Herzlich gelacht habe ich ein paar wenige Seiten später als ich beruhigt sein konnte, weil Nellie langsam wieder zu sich kam.

    "Es klang wie Terps." ... "Ist es jemand, auf den ich eifersüchtig sein muss?" - Seite 415

    Die Unterhaltung der beiden ist so herzerfrischend. Alle beiden zum Liebhaben.


    Und noch viel lauter habe ich gelacht, als der Standesbeamte sagte: "Die Liebe erträgt alles" ... - Seite 418 ... "und so fatalistisch, wie er die Worte betonte, klang es, als schlösse er sich und seine heutige Aufgabe mit ein."

    Herrlich!! Ich habe ihm jedes Wort geglaubt. :)


    Und ganz wunderbar fand ich Lilo und Hanna und ihre Diskussion über die Diakonissin.

    "Wir könnten ihn der Diakonissin ein paar Stunden lang unters Fenster stellen." Hanna lachte. Könnte sie diesen Moment doch einfrieren und ihn sich ins Regal stellen! - Seite 437

    Ganz genau das würde ich auch am liebsten tun: diesen Moment ins Regal stellen. Eine wunderbare Verbundenheit ist zwischen Lilo und Hanna in dem Augenblick spürbar.


    Lilos berlinern und ihre lockere Art werde ich auch auf eine Art vermissen.

    "Musst nicht auf eines Tages warten." ... "Hier, bitte. Jehört janz dir." - Seite 438

    Ach, wie ich Jake so einen eigenen Ableger wünsche.


    Schlussendlich mag ich auch die Leichtigkeit, die Nellie gewonnen hatte.

    "Ich nehme denjenigen mit, der es geschossen hat." - Als Nellie sich "ihren" Fotografen aussucht und nicht darum bittet sondern ihren Wunsch klar formuliert.


    Maiken , vielen Dank für diese tolle Geschichte. Die Charaktere und ihre Entwicklungen haben mich berührt und ich werde sie hoffentlich ganz lange, wenn nicht sogar für immer, in Erinnerung behalten.


    Vielen Dank für diese tolle Leserunde und danke, dass du immer mal wieder hier vorbeischaust.

  • Wie jetzt?!? Nellie hat alle unglaublich gefährlichen Situationen überlebt und bei der "harmlosen" Unterzeichnung des Waffenstillstandes wird sie erschossen??? :yikes


    Hätte sie nicht einfach für immer und ewig mit ihrem geliebten Jake weiterleben können? Im Kreis ihrer Familie und ihren wundervollen fünf Kindern oder so? Okay das wäre zu kitschig gewesen, ich gebe es ja zu, aber vielleicht hätte es ja ein Ende irgendwo dazwischen gegeben?


    Und auch das Jimin stirbt ist so traurig ;(

    Vorher gab es in dem Abschnitt für mich auch noch ganz viele berührende Momente. Zum Beispiel wie Nellie dieses provisorische Lazarett in Nordkorea für die Napalm Opfer besichtigt. Das ist mir sehr nahe gegangen. Oder als sie zusammen mit Jimin in einer Straßenbahn durch das zerstörte Nordkorea gefahren ist. Das hatte für mich etws sehr Unwirkliches: wie kann es denn sein, das da tatsächlich noch eine Straßenbahn fährt, wenn doch alle Städte und Dörfer komplett zerstört sind? Das fand ich ziemlich irre und auch bewegend.

    Das ging mir genauso, das Lazarett war krass und auch dass am Ende niemand die Wahrheit drucken wollte. Nellie setzte dafür ihr Leben aufs Spiel, dass die Menschen davon lesen können und die Zeitungen lehnen es ab, die Wahrheit zu drucken :cursing:


    Die Straßenbahnfahrt hat mich auch bewegt. Eine Fahrt durch eine Geisterstadt


    Dass Lilo ihr Kind bei Hanna lässt, passt sehr gut in die Geschichte, irgendwie ist das etwas, das ich Lilo total zutraue zu tun.


    Diese Szene, als der Panzer auf die Demonstranten zufährt und die Frau den kleinen Hans stillt, ging mir auch sehr nahe. Wie krass, dass eine Regierung echt einen Panzer in eine Voksmenge fahren lässt. Für mich ist schwer zu verstehen, wie die Soldaten das mitmachen. Klar, sie führen ja "nur" Befehle aus, aber mit dem Panzer in wehrlose Zivilisten zu fahren, hat doch nichts mit "Befehle befolgen" zu tun, irgendwo muss es doch eine rote Linie geben:fetch


    Genauso unmenschlich und unbarmherzig wie die Diakonissen :schlaeger

    Erschreckend, wie schnell der Mensch über Ideologien die Menschlichkeit vergisst. Und wie feige man sich den Vorschriften beugt.

    Ja genau, das ist wirklich krass, zu was der Mensch fähig ist, wenn er genug Angst hat oder genug manipuliert wurde.


    Maiken das war bestimmt nicht das letzte Buch von dir, das ich gelesen habe :knuddel1 obwohl ich dir noch verzeihen muss, dass Nellie gestorben ist, als alle (einschließlich ich) sich in Sicherheit wiegten.