'Jakob der Lügner' - Seiten 001 - 069

  • Dann fang ich mal an: Ich konnte heute morgen bis S. 48 lesen: Noch ist Urlaub!


    Der Roman beginnt mit einer Schlüsselmetapher, dem Baum. Dieser Baum führt uns gleich die Unmenschlichkeit der Lebenssituation im Ghetto vor Augen, denn da sind Pflanzen und erst recht Bäume verboten. Mit den Bäumen verbindet der Erzähler auch persönliche Erinnerungen an wichtige Begebenheiten, inwiefern die für die Handlung eine Rolle spielen, wie die Erschießung seiner Frau, wird sich später zeigen.

    Der auktoriale Ich-Erzähler, hat - wie sich später herausstellt - zeitgleich mit Jakob im Ghetto gelebt und einiges mitbekommen, berichtet anderes aus Erzählungen anderer und einiges auch nach eigenen Vermutungen.

    Jakobs Einführung in den Roman gestaltet sich sehr spannend: Weil er sich die Füße nach der Arbeit vertreten will, ist er vor der Sperrstunde um acht noch unterwegs und wird durch einen Suchlichtstrahll erfasst. Was ihm dann im Revier passiert, ist nicht nur spannend, sondern zeigt auch wieder die Unmenschlichkeit des Ghettos und der dortigen Regeln: Uhren sind verboten, man darf aber nicht nach der Sperrstunde gesehen werden: Man muss den richtigen, nicht auswiesenen Raum finden, darf aber keinen stören. Schon den richtigen Tonfall gegenüber dem deutschen Verwaltungs- und Aufsichtspersonal zu finden, gleicht einem Vabanque-Spiel.

    Aber nicht nur mit den Deutschen ist schwierig umzugehen, die menschenverachtenden Bedingungen machen auch die Ghettoisierten misstrauisch und egoistisch: Auf dem Verladebahnhof, wo Jakob arbeitet, arbeiten die Starken mit den Starken zusammen, um sich in der Hungersituation nicht unnötig anstrengen zu müssen und Jakobs Gesprächspartner, dem er die positive Nachricht von der Roten Armee anvertrauen will, kann ihm nicht glauben, dass er eine Vorladung ins Revier überlebt hat bzw. wieder freigekommen ist, sodass Jakob die Notlüge mit dem Radio erfinden muss.

    Über den Ich- Erzähler erfahren wir auf S. 25, dass er in der Erzählzeit (1967) 46 Jahre alt ist und als Jahrgang 1921 in der erzählten Zeit ungefähr 23 gewesen sein musste, wenn man unterstellt, dass sich die Handlung nach Stalingrad und zur Zeit des Vorrückens der Roten Armee abspielt.


    Ich habe bisher noch nichts von Becker gelesen, aber noch "Bronsteins Kinder" auf Halde.

    Die Schreibweise gefällt mir gut, und man merkt, wie ich gerade auf Wikipedia nachgelesen habe, dass der Roman aus einem Drehbuch entsprungen ist, das von den DDR-Behörden zur Verfilmung abgelehnt wurde.
    Allein diese Eingangsszene für Jakobs Auftritt mit dem Suchscheinwerfer, die langen Flure im Revier zeigen, was für ein gutes szenisches Auge Becker hat.
    Aus dem WIki-Artikel habe ich auch erst jetzt erfahren, das Becker selber als Kind und Jugendlicher im Ghetto von Lodz aufgewachsen ist und daher mit einem hohen Grad von Authentizität schreiben kann. Gleichzeitig wird aber durch den Abgleich der Daten deutlich, dass der Ich-Erzähler kein biografisches Alter Ego Beckers ist, da er viel älter ist als der Autor.

  • wow finsbury Du legst ja ganz schön vor.



    Jakobs Einführung in den Roman gestaltet sich sehr spannend: Weil er sich die Füße nach der Arbeit vertreten will, ist er vor der Sperrstunde um acht noch unterwegs und wird durch einen Suchlichtstrahll erfasst. Was ihm dann im Revier passiert, ist nicht nur spannend, sondern zeigt auch wieder die Unmenschlichkeit des Ghettos und der dortigen Regeln: Uhren sind verboten, man darf aber nicht nach der Sperrstunde gesehen werden: Man muss den richtigen, nicht auswiesenen Raum finden, darf aber keinen stören. Schon den richtigen Tonfall gegenüber dem deutschen Verwaltungs- und Aufsichtspersonal zu finden, gleicht einem Vabanque-Spiel.

    Ich fand den Anfang mit den Bäumen sehr poetisch geschrieben, aber die Erwähnung, dass im Ghetto Bäume und alles Grüne verboten sind, zeigt auch die Hoffnungslosigkeit dahinter.


    Die Szene an dem Wachturm, da ist man ganz bei Jakob, man spürt wie ihm das Herz in die Hose rutscht und die Knie zittern. Man spürt vom Erzähler aber auch den typischen jüdischen Humor, vor allem bei der Begebenheit auf dem Revier. Die Unsinnigkeit mit der Uhrzeit, ohne Uhr wissen zu sollen, wie spät es ist.


    Sicher im jahrelangen Leben mit den Pogromen eingeübt, ohne Humor kann man nicht überleben.


    Dann die Überlegungen Jakobs, ob und wenn ja wie, er die Meldung über die Rote Armee weite sagen soll.

    Da bekomme ich schon einen Knoten im Gehirn, kann das alles aber sehr gut nachvollziehen.

  • Danke für den interessanten Link:wave


    Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Abschnitt, aber das was ich gelesen habe, fesselt mich schon sehr.

    Die Bedrohung und Ahnung der Katastrophe lauert zwischen den Zeilen. Sprachlich geschickt gemacht.

  • Nachdem ich gerade ein paar Tage frei habe, konnte ich heute den ersten Abschnitt schon beenden.


    Für mich ist es das erste Buch von dem Autor und mir gefällt der Stil und die Schreibweise bisher richtig gut!

    Ich finde, die Geschichte kommt so leicht und zum Teil schon fast fröhlich daher, obwohl das Leben in dem Ghetto ganz furchtbar schlimm gewesen sein muss. Aber bisher wirkt das Leben von Jakob auf mich nicht so bedrückend, wie ich es befürchtet hatte. Und das liegt, denke ich , an dem speziellen Erzählstil.


    Am Anfang habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wer wohl dieser Ich-Erzähler ist? Aber anscheinend muss es wohl auch jemand aus dem Ghetto gewesen sein. Auf S. 44 heißt es ja: "Immerhin erzähle ich die Geschichte nicht er, Jakob ist tot.....Er hat zu mir gesprochen, aber ich rede zu euch, das ist ein großer Unterschied, denn ich bin dabeigewesen." Also verstehe ich das jetzt so, dass es jemand von Jakobs Mitbewohnern aus dem Ghetto ist, der diese Geschichte erzählt.


    Ich finde, der Autor beschreibt die ganzen Personen so liebevoll und lebendig. Und mir gefallen die Kleinigkeiten an der Geschichte so gut. Zum Beispiel, dass sich der Mitbewohner von Mischa taubstumm stellt, damit Mischa sein Mädchen über Nacht mitbringen kann und er dann plötzlich doch im Schlaf anfängt zu reden.


    Jakob rutscht in diese Geschichte mit dem Radio ja wirklich ohne Vorsatz rein. Er erzählt diese Lüge nicht aus purer Absicht, sondern weil es sich gerade so ergibt. Und dabei hat diese Lüge unwahrscheinliche Auswirkungen. Und was für eine Ironie, dass dieser Frankfurter ja tatsächlich hemlich ein Radio bei sich im Keller hat und dieses nun zerstört aus Angst, das es gefunden wird.


    Ich freue mich schon aufs Weiterlesen. Für mich entwickelt das Buch einen enormen Lesesog.




    Findus : Danke für den interessanten Link.:)

    Ich finde es ja wahnsinnig traurig, dass der Autor seine gesamte frühe Kindheit in einem Ghetto bzw. in einem Lager verbracht hat. So was kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Was muss das nur für eine Kindheit gewesen sein?:(

  • Allein diese Eingangsszene für Jakobs Auftritt mit dem Suchscheinwerfer, die langen Flure im Revier zeigen, was für ein gutes szenisches Auge Becker hat.

    Ja das ist mir auch aufgefallen. Die Anfangszenen sind wirklich wie für einen Film gemacht und ich hatte beim Lesen vor meinem inneren Auge alles wie in einem Film gesehen.



    Die Unsinnigkeit mit der Uhrzeit, ohne Uhr wissen zu sollen, wie spät es ist.

    :write

    Das sind wohl einfach die Schikanen für die Ghetto-Bewohner. Wenn sie keine Uhr haben, dann kann man ja immer behaupten, sie sind zu spät unterwegs und kann sie bestrafen. Einfach nur furchtbar so was.

  • :write

    Das sind wohl einfach die Schikanen für die Ghetto-Bewohner. Wenn sie keine Uhr haben, dann kann man ja immer behaupten, sie sind zu spät unterwegs und kann sie bestrafen. Einfach nur furchtbar so was.

    Aber das war ja genau diese infame Art der Deutschen ihre Gefangenen, egal ob Juden oder anderweitige dem System nicht Angepassten und Zugeneigten quasi in die Enge zu treiben und egal welche Antwort sie geben oder welches Verhalten sie zeigen, es immer falsch ist. So war immer die Möglichkeit, sie zu bestrafen.

    Das war ja auch dann das gleiche in Grün mit der Stasi. Da sehe ich auch viele Parallelen.

  • Das Grauen lauert hier immer im Hintergrund, hinter den launigen Geschichten, dort wo unser Geschichtswissen ist. Das sind so meine Gedanken beim Lesen.

    Da wird zum Beispiel berichtet von den kautzigen, ungeselligen Mitbewohnern Jakobs, und dabei ist klar, dass die drei Männer ja nicht freiwillig zusammen wohnen, sondern im Ghetto zusammenquartiert wurden. Und das Ganze verpackt in einer lockeren Erzählung. SO etwas macht mir Gänsehaut...

  • Da wird zum Beispiel berichtet von den kautzigen, ungeselligen Mitbewohnern Jakobs, und dabei ist klar, dass die drei Männer ja nicht freiwillig zusammen wohnen, sondern im Ghetto zusammenquartiert wurden. Und das Ganze verpackt in einer lockeren Erzählung. SO etwas macht mir Gänsehaut...

    So wie ich das verstanden habe, sind die beiden MItbewohner Jakobs schon verstorben? Er erzählt doch, wie die beiden ums Leben kamen. Der eine hatte irgendeine alte Katze gegessen, beim zweiten weiß ich es jetzt nicht mehr.

  • So wie ich das verstanden habe, sind die beiden MItbewohner Jakobs schon verstorben? Er erzählt doch, wie die beiden ums Leben kamen. Der eine hatte irgendeine alte Katze gegessen, beim zweiten weiß ich es jetzt nicht mehr.

    Ja, sie sind tot. Rosenblatt wurde vom Aufseher in der Fabrik erschossen. Piwowo (Piwo heißt auf polnisch übrigens Bier) hat die verendete Katze gegessen und starb dran. Auch das leicht erzählt und so schlimm, wenn man genauer drüber nachdenkt.

    In einem Moment liest man noch, dass die drei Männer zusammen wohnen, und schon sind sie tot.

    Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen kann. Es ist dieser leichte Erzählton, der das Schlimme, was passiert, überdeckt wie rosa Zuckerguss.

    Sehr eindrücklich.

  • Ich bin mit dem Abschnitt noch nicht fertig.


    Sprachlich gefällt es mir sehr. Der vermeintlich leichte Erzählstil, intensiviert die Ernsthaftigkeit der Situation ganz automatisch. Das ist sehr eindrücklich.

    Ich finde die Baum-Metapher für Jakob sehr schön. Zwar gibt es keine Bäume im Ghetto, sie sind d verboten, er aber steht für einen solchen. Der Erzähler verbindet mit ihm Standhaftigkeit, Vertrauen, jemand, der auch Stürme aushält, Vertrauen und Zuversicht schenken kann. Jemand, den man nur mit brutalen Methoden (Axt) zu Fall bringen kann. Diese Metapher zur Vorstellung des Protagonisten zu wählen, ist stark und macht mich als Leserin mehr als neugierig auf diesen Mann und seine Geschichte.

  • Ich bin mit dem Abschnitt noch nicht fertig.


    Diese Metapher zur Vorstellung des Protagonisten zu wählen, ist stark und macht mich als Leserin mehr als neugierig auf diesen Mann und seine Geschichte.

    So geht es mir auch.

    Ich hatte Becker so nicht mehr auf dem Schirm. Es ist viele Jahre her, dass ich etwas von ihm gelesen habe.

  • Ja, sie sind tot. Rosenblatt wurde vom Aufseher in der Fabrik erschossen. Piwowo (Piwo heißt auf polnisch übrigens Bier) hat die verendete Katze gegessen und starb dran. Auch das leicht erzählt und so schlimm, wenn man genauer drüber nachdenkt.

    In einem Moment liest man noch, dass die drei Männer zusammen wohnen, und schon sind sie tot.

    Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen kann. Es ist dieser leichte Erzählton, der das Schlimme, was passiert, überdeckt wie rosa Zuckerguss.

    Sehr eindrücklich.

    Das Grauen ist eben nur auszuhalten, indem man möglichst leicht darüber weg geht. Wenn ich denke, wie Janusz Korczak die Kinder seines Waisenhauses mit Gesang in das Krematorium geführt hat, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken hinunter.

    Aber gerade mit der Fähigkeit, den Schrecken und die Umstände des Gettos mit einer Leichtigkeit und Humorigkeit zu beschreiben wie der Erzähler es tut, macht es besonders intensiv.

  • Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen kann. Es ist dieser leichte Erzählton, der das Schlimme, was passiert, überdeckt wie rosa Zuckerguss.

    Sehr eindrücklich.

    Ich empfinde das ganz genauso. Der Erzählton kommt ja manchmal schon fast fröhlich und heiter daher. Aber darunter lauert das Grauen.

    Ich finde das ist eine sehr starke Leistung des Autors. Er beschreibt nicht die Schrecken in ihren Einzelheiten sondern es bleibt der Fantasie des Lesers überlassen sich das Schlimme auszumalen. Und das passiert bei mir beim Lesen sehr eindrücklich, wahrscheinlich viel stärker, wie wenn alles Schlimme auserzählt wird.


    Hat eigentlich von Euch schon jemand den Film gesehen? Ich bisher noch nicht.

  • Am Anfang habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wer wohl dieser Ich-Erzähler ist? Aber anscheinend muss es wohl auch jemand aus dem Ghetto gewesen sein. Auf S. 44 heißt es ja: "Immerhin erzähle ich die Geschichte nicht er, Jakob ist tot.....Er hat zu mir gesprochen, aber ich rede zu euch, das ist ein großer Unterschied, denn ich bin dabeigewesen." Also verstehe ich das jetzt so, dass es jemand von Jakobs Mitbewohnern aus dem Ghetto ist, der diese Geschichte erzählt.


    Ich finde, der Autor beschreibt die ganzen Personen so liebevoll und lebendig. Und mir gefallen die Kleinigkeiten an der Geschichte so gut. Zum Beispiel, dass sich der Mitbewohner von Mischa taubstumm stellt, damit Mischa sein Mädchen über Nacht mitbringen kann und er dann plötzlich doch im Schlaf anfängt zu reden.


    Jakob rutscht in diese Geschichte mit dem Radio ja wirklich ohne Vorsatz rein. Er erzählt diese Lüge nicht aus purer Absicht, sondern weil es sich gerade so ergibt. Und dabei hat diese Lüge unwahrscheinliche Auswirkungen. Und was für eine Ironie, dass dieser Frankfurter ja tatsächlich hemlich ein Radio bei sich im Keller hat und dieses nun zerstört aus Angst, das es gefunden wird.

    Das war mir am Anfang auch nicht ganz klar, wer die Geschichte eigentlich erzählt. Aber ja, später erklärt er das ja nochmal, dass er Jakob quasi beobachtet hat. Weil er für ihn ein Held ist, erzählt er seine Geschichte.


    Das mit dem Mitbewohner und Rosa hat mir auch gut gefallen. Es ist wirklich eine sehr feinsinnige und bildnerische Erzählweise.

    Die Aufteilung des Zimmers ist auch so eine nette Kleinigkeit. Sie wissen sich zu helfen, ich bin ja gespannt, ob Rosa noch heraus findet, dass Fajngold doch alles mitbekommt, zumindest wenn er wach ist.



    Wie Frankfurter in den Keller ging und dann doch tatsächlich ein Radio mit gebracht hat, das war in der Tat eine Überraschung. Aber typisch für die Erzählung.



    So, Jakob wird ja langsam ziemlich sauer, dass ihn alle auf das Radio und die Russen ansprechen. Dabei wusste er ja eigentlich, dass Mischa es nicht für sich behalten kann. Jetzt muss er wahrscheinlich jedes Mal irgendwas dazu erfinden.

    Aber ich befürchte Frankfurter hat Recht. Die Gestapo wird es irgendwann auch mit bekommen.


    (Ich war natürlich neugierig, ob es diesen Frankfurter wirklich gab. Den Schauspieler habe ich nicht gefunden, aber es gab einen Richter am Obersten Gerichtshof in den USA mit diesem Namen, ebenfalls jüdische Wurzeln)

  • Dies ist das erste Buch, das ich von Jurek Becker lese und mir geht es mit seiner Erzählweise so wie Euch: sein Humor und die Lockerheit machen das Grauen dieser besonderen Lebensumstände nicht nur für Jakob sondern auch für den Leser erträglicher. Fast möchte ich dem Autor danken, dass er mich so schonend auf noch Schlimmeres vorbereitet, wenn ich es nicht schon wüsste, zu welcher Unmenschlichkeit die Deutschen damals fähig waren.


    An einer Stelle schimmert sogar das speziell jüdische Gottvertrauen durch, was mich auch immer wundert, wo doch gerade dieses Volk so oft in ihrer Geschichte Ungerechtigkeit und Verfolgung erlitten hat.


    Die Unterscheidung zwischen dem Autor und dem Ich-Erzähler hat mich auch zunächst verwirrt. Bin gespannt, ob er noch einen Namen erhalten wird. Irgendwie tue ich mir generell schwer mit Erzählern ohne Namen. In diesem Fall macht es aber besonders Sinn, weil so die vielen Gequälten und Ermordeten, deren Namen ich nicht kennen kann, eine Stimme bekommen.


    Schlimm, dass für die Ghettobewohner eher wahrscheinlich war, dass einer ein Radio hat als dass ein Deutscher ein Mensch sein kann.

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Giorgio Bassani: Die Gärten der Finzi-Contini

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Tante Li ()

  • (Ich war natürlich neugierig, ob es diesen Frankfurter wirklich gab. Den Schauspieler habe ich nicht gefunden, aber es gab einen Richter am Obersten Gerichtshof in den USA mit diesem Namen, ebenfalls jüdische Wurzeln)

    Danach habe ich nicht gesucht, aber mich hat "Moissi" interessiert (wird auf Seite 41 erwähnt) und deshalb habe ich bei Wikipedia einiges über den damals berühmten Schauspieler Alexander Moissi gelesen.


    Die Verfilmung dieses Romans ist mir bisher entgangen, aber das werde ich bei Gelegenheit nachholen oder mir den Film von 1974 besorgen.

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Giorgio Bassani: Die Gärten der Finzi-Contini

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Tante Li ()

  • Hier ein informativer Bericht über Jurek Becker, der mit besser gefällt als der bei wiki


    https://www.deutschlandfunk.de…becker-froehlich-100.html

    Vielen Dank für diesen Link! Dieser Bericht ergänzt das, was ich sonst noch über den Autor erfahren konnte, sehr schön.


    An die Serie Liebling Kreuzberg mit Manfred Krug in der Titelrolle habe ich auch noch gute Erinnerungen. Damals habe ich mich leider nicht für den Drehbuchschreiber interessiert.

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Giorgio Bassani: Die Gärten der Finzi-Contini