'Das unsichtbare Leben der Addie LaRue' - Teil 5

  • Luc scheint sich um Addies Wertschätzung zu bemühen. Warum bringt er sie sonst zu Beethoven und der Wagner-Aufführung und behauptet, wesentlich an deren Erfolg beteiligt gewesen zu sein?

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Carl Zuckmayer: Als wär's ein Stück von mir

  • Traurig, dass Henry nicht an die Liebe seiner Familie glauben kann, als sie bei dem Essen im Elternhaus Dank des Deals mal ihre sonst übliche Kritik an ihm vergessen und ihm positive Dinge sagen.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Carl Zuckmayer: Als wär's ein Stück von mir

  • Hatte Addie richtigen Sex mit Luc in New Orleans? Die Andeutung könnte darauf hinweisen. Er hat sie ja immer schon gern berührt. Und vielleicht war Addie zu dem Zeitpunkt so einsam und ausgehungert nach Zuneigung, dass sie sich tatsächlich darauf eingelassen hat. :gruebel Das hätte hier schon etwas ausführlicher beschrieben werden können.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Carl Zuckmayer: Als wär's ein Stück von mir

  • Henry schreibt Addies Erinnerungen auf - wird also ihr Biograph. Ob Luc wohl eine Veröffentlichung zulassen würde?

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Carl Zuckmayer: Als wär's ein Stück von mir

  • Achje, der arme Beethoven!


    Addie und Lucs Beziehung ist interessant, sie sind irgendwie würdige Gegner. Vielleicht ist ihre Beziehung zu Henry auch gar kein Versäumnis", sondern genauso von Luc herbeigeführt? Denn Henry irgendwann zu verlieren, wird sie schrecklich treffen. Und dass seine Zeit womöglich arg begrenzt ist, könnte ich mir vorstellen, da er immer so hibbelig ist bzw. keine Zeit verschwenden möchte.


    Mir hat gefallen, dass sie für Estelle einen Baum gepflanzt hat, der dann sogar gut gewachsen ist. Dass ihr Vater so kurz nach ihrem Verschwinden gestorben ist, gibt mir zu denken, vielleicht hat er doch eine Art Verlust gespürt?


    Ein klein bisschen Geschichte kommt 1789 in Paris auf, aber Luc holt Addie schnell dort weg. Dass er sie einfach so versetzen kann, ist gruselig, plötzlich ist sie in Italien, ohne Land und Sprache zu kennen.


    Mittlerweile bin ich doch sehr gespannt, wie dieser Roman enden wird.

  • Hatte Addie richtigen Sex mit Luc in New Orleans? Die Andeutung könnte darauf hinweisen. Er hat sie ja immer schon gern berührt. Und vielleicht war Addie zu dem Zeitpunkt so einsam und ausgehungert nach Zuneigung, dass sie sich tatsächlich darauf eingelassen hat. :gruebel Das hätte hier schon etwas ausführlicher beschrieben werden können.

    Ich glaube, das kommt noch ausführlicher

  • Ja, das mit dem Baum ist eine nette Geste. Ein Hoffnungszeichen des Lebens und Beständigkeit. So konnten Estelles Knochen auch auf einem christlichen Friedhof Frieden finden.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


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  • Traurig, dass Henry nicht an die Liebe seiner Familie glauben kann, als sie bei dem Essen im Elternhaus Dank des Deals mal ihre sonst übliche Kritik an ihm vergessen und ihm positive Dinge sagen.

    Aber diese positiven Dinge sagen sie ihm doch nur wegen des Paktes und nicht weil sie ihn auf einmal anders, positiver sehen. Wobei ich schon glaube, dass Henry von seiner Familie geliebt wird, auch wenn er nicht ihren Vorstellungen entspricht, sie konnten es ihm nur nie zeigen. Und jetzt sehen sie ihn so, wie sie ihn gerne hätten, aber können ihn gar nicht mehr so akzeptieren wie er ist.


    Der Baum für Estelle hat mir auch sehr gut gefallen. Schön, dass Addie zumindest das gegönnt war, ihr diesen letzten Wunsch erfüllen zu können.

  • Aber diese positiven Dinge sagen sie ihm doch nur wegen des Paktes und nicht weil sie ihn auf einmal anders, positiver sehen. Wobei ich schon glaube, dass Henry von seiner Familie geliebt wird, auch wenn er nicht ihren Vorstellungen entspricht, sie konnten es ihm nur nie zeigen. Und jetzt sehen sie ihn so, wie sie ihn gerne hätten, aber können ihn gar nicht mehr so akzeptieren wie er ist.

    Irgendwie kommt mir das nicht logisch vor. Kann denn der Pakt auch die Einstellung verändern? Wenn die Eltern im Grunde so leistungsorientiert sind, dass sie Henry immer dieses Gefühl von ungenügendsein gegeben haben, dann können sie ihn doch jetzt nicht plötzlich als erfolgreich ansehen. Schließlich hat er nichts an seinem Leben geändert.

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    :lesend Carl Zuckmayer: Als wär's ein Stück von mir

  • Kann auch sein. Mir gefällt die Vorstellung besser, dass sie durch den Deal erkannt haben, dass Henry ihr liebenswerter Sohn ist, der trotz seiner Unzulänglichkeiten ihre Wertschätzung braucht.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Carl Zuckmayer: Als wär's ein Stück von mir

  • Der Gedanke, der mir zu dieser Art Deal einfällt: was passiert, wenn der Deal sich erfüllt? Wenn Addie es schaffen sollte, die Konditionen zu ändern oder wenn Henry stirbt - haben dann alle, die jetzt eine so gute Meinung von ihm haben, diese auch nach seinem Tod noch weiterhin?

    Bei Beethoven oder Wagner hat sich ja deren (angeblich durch den Deal) erreichten Erfolg über Jahrhunderte erhalten.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


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  • Traurig, dass Henry nicht an die Liebe seiner Familie glauben kann, als sie bei dem Essen im Elternhaus Dank des Deals mal ihre sonst übliche Kritik an ihm vergessen und ihm positive Dinge sagen.

    Der Unterschied im Verhalten war aber auch zu auffällig. Und der Blick getrübt. Schade, dass sie Henry nicht schon vorher so akzeptieren konnten, wie er ist.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend


    Mary Robinette Kowal - Für die Sterne bestimmt

    Frank Schätzing - Der Schwarm

    Melanie Metzenthin - Mehr als die Gerechtigkeit (ab 10.2.)


    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • In diesem Abschnitt habe ich mich gefreut, dass ich wieder mehr von Addie lesen und miterleben durfte. Auch in der Vergangenheit. :) Ich gebs zu, ich finde Addie einfach interessanter als Henry.

    Addie und Lucs Beziehung ist interessant, sie sind irgendwie würdige Gegner. Vielleicht ist ihre Beziehung zu Henry auch gar kein Versäumnis", sondern genauso von Luc herbeigeführt? Denn Henry irgendwann zu verlieren, wird sie schrecklich treffen. Und dass seine Zeit womöglich arg begrenzt ist, könnte ich mir vorstellen, da er immer so hibbelig ist bzw. keine Zeit verschwenden möchte.

    Die Beziehung zwischen Addie und Luc finde ich auch sehr interessant. Aus dem Hass dem Dämon gegenüber, der ihre Wünsche viel zu genau erfüllt hat, so dass sie sich ins Gegenteil verkehren, ist etwas anderes geworden. Nur was??? Da hoffe ich wie Tante Li auch noch auf genauere Aufklärung, was in New Orleans passiert ist. In einem Nebensatz erwähnt Addie ja, sie und Luc hätten sich seitdem nicht mehr gesehen, es muss also durchaus etwas schwerwiegenderes passiert sein. :/


    Ich glaube auch, dass die Zeit von Henry stark begrenzt ist, aber eher nicht, dass die Beziehung absichtlich von Luc herbeigeführt wurde. Er hätte wesentlich öfter die Gelegenheit gehabt, Addie in Schwierigkeiten zu bringen oder sie nicht aus Schwierigkeiten zu befreien wie z. B. in Paris kurz vor der Revolution. Da hilft er ihr ja, warum soll er sie jetzt dadurch zu brechen versuchen? Meiner Meinung hat Addie schon recht als sie zu ihm sagt, er suche ihre Nähe, weil er auch jemanden braucht. Da stimme ich Tante Li zu:

    Luc scheint sich um Addies Wertschätzung zu bemühen. Warum bringt er sie sonst zu Beethoven und der Wagner-Aufführung und behauptet, wesentlich an deren Erfolg beteiligt gewesen zu sein?

    Er will sie eindeutig beeindrucken. Ich bin sehr gespannt, wie das endet.


    Henrys Hibbeligkeit finde ich anstrengend und sie passt meiner Meinung nach auch gar nicht zu dem Bild, das von ihm gezeichnet wird. Er wird ja doch als eher gemütlicher Buchhändler beschrieben, der das Leben eher an sich vorbeiziehen lässt, als sich mitten hineinzustürzen. Wenn er wirklich so ungeduldig ist, wie manchmal behauptet wird sollte man meinen, er würde sich aktiver sein - gerade mit seiner besonderen "Gabe".


    Der Gedanke, der mir zu dieser Art Deal einfällt: was passiert, wenn der Deal sich erfüllt? Wenn Addie es schaffen sollte, die Konditionen zu ändern oder wenn Henry stirbt - haben dann alle, die jetzt eine so gute Meinung von ihm haben, diese auch nach seinem Tod noch weiterhin

    Warum nicht? Bei Henry und seiner Familie geht es ja in erster Linie darum, dass sein Leben in ihren Augen "reicht". Und das tut es jetzt - dass es vorher anders war finde ich auch sehr schade, aber leider ist das oft Realität. Es ändert nichts, wenn sie auch nach seinem Tod diese gute Meinung behalten (oft blickt man ja gerade nach dem Tod eines geliebten Menschen wesentlich wohlwollender auf ihn und sein Leben).

    "Alles vergeht. Wer klug ist, weiß das von Anfang an, und er bereut nichts." Olga Tokarczuk (übersetzt von Doreen Daume), Gesang der Fledermäuse, Kampa 2021

  • Warum nicht? Bei Henry und seiner Familie geht es ja in erster Linie darum, dass sein Leben in ihren Augen "reicht". Und das tut es jetzt - dass es vorher anders war finde ich auch sehr schade, aber leider ist das oft Realität. Es ändert nichts, wenn sie auch nach seinem Tod diese gute Meinung behalten (oft blickt man ja gerade nach dem Tod eines geliebten Menschen wesentlich wohlwollender auf ihn und sein Leben).

    Das stimmt schon. Ich meinte nur, wenn es wie in anderen Geschichten mit Flüchen und Verzauberungen geht, dass mit dem Tod diese aufgehoben werden, dann könnte das in diesem Roman auch so sein.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Carl Zuckmayer: Als wär's ein Stück von mir

  • Dieser Abschnitt ist an mir vorbei gezogen und ich weiss gar nicht so recht, was ich dazu schreiben soll.

    Addie diktiert Henry ihre Lebensgeschichte. Er lernt sie dadurch also immer besser kennen.

    Dass Addie für Estelle einen Baum auf deren Grab gepflanzt hat, fand ich auch sehr schön und eine schöne Würdigung ihrer Freundin/Mentorin :wave

  • Der Teil hat mir jetzt endlich besser gefallen. Es wird irgendwie abwechslungsreicher. Auch Lucs Besuche und die verschiedenen Orte, die sie in verschiedenen Zeiten besucht. Ich hab mir ehrlich gesagt mehr das ganze Buch so vorgestellt...


    Was ich nicht verstanden hab ist wieso sie den Baum bei Estele pflanzen konnte und Essen anpflanzen, aber ein Haus zB nicht wieder aufbauen kann. Was ist da der Unterschied?


    Und wovon ihr ehrlich genervt bin sind diese gleichen Sätze, die die Leute zu ihr sagen, wenn sie sie treffen, als ob sie nur Aufziehpuppen wären. Was ähnliches vll, ja, sie sind ja die gleichen Menschen, aber genau das gleiche?? :rolleyes:

  • Aber diese positiven Dinge sagen sie ihm doch nur wegen des Paktes und nicht weil sie ihn auf einmal anders, positiver sehen. Wobei ich schon glaube, dass Henry von seiner Familie geliebt wird, auch wenn er nicht ihren Vorstellungen entspricht, sie konnten es ihm nur nie zeigen. Und jetzt sehen sie ihn so, wie sie ihn gerne hätten, aber können ihn gar nicht mehr so akzeptieren wie er ist.

    Stimmt. Irgendwie wie eine Zwickmühle.

    Klar, die Familie ist schwierig und noch jeder hat in der Hinsicht Glück im Leben, aber ich finde immer noch dass Henry alles arg negativ sieht und sich auch auf Vieles vielleicht einfach nicht genug eingelassen hat. Immerhin hat er zB 2 sehr gute Freunde, die er gefühlt jeden Tag sieht.

  • Der Gedanke, der mir zu dieser Art Deal einfällt: was passiert, wenn der Deal sich erfüllt? Wenn Addie es schaffen sollte, die Konditionen zu ändern oder wenn Henry stirbt - haben dann alle, die jetzt eine so gute Meinung von ihm haben, diese auch nach seinem Tod noch weiterhin?

    Bei Beethoven oder Wagner hat sich ja deren (angeblich durch den Deal) erreichten Erfolg über Jahrhunderte erhalten.

    Gute Frage... dafür müsste man vll wissen wie genau der Deal bei den Komponisten gelautet hat.

    Übrigens frage ich mich die ganze Zeit : bedeutet Seele nehmen einfach nur, dass die Leute sterben? Weil wenn ja ist es schon erstaunlich, dass sich Addie dagegen immer noch sträubt. Weil ich mein welcher Mensch lebt schon 300 Jahre :chen Einfach nur, damit er nicht gewinnt?

    Aber die Idee, dass das mit den Künstlern zB oft solche Deals waren finde ich ne interessante Idee.