Die Wunderheilerin. von Ines Thorn


  • Kurzbeschreibung


    Leipzig, Anfang des 16. Jh.: Priska hat ihr Leben der Heilkunst gewidmet. Besonders beliebt ist sie bei den Frauen. Sie hilft ihnen, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Doch ihre Zwillingsschwester Regina neidet Priska ihre Beliebtheit und zeigt sie beim Rat an. Für Priska beginnen schwere Zeiten.



    Die Autorin


    1964 in Leipzig geboren, Buchhändlerlehre, Studium der Germanistik und Slawistik, Tätigkeit als Journalistin, Werbetexterin, Redakteurin und Lektorin, seit 2003 freiberufliche Autorin.




    Ich konnte einfach nicht widerstehen. Kaum hatte ich das Buch am vergangenen Samstag erworben, musste ich auch schon Sonntags auf der Rückfahrt anfangen, es zu lesen. Gestern Nacht nun habe ich es leider ausgelesen. Es ist ein Roman, der nicht nur kompetent recherchiert ist, sondern zudem noch super spannend ist. Man trifft in diesem dritten Teil viele bekannte Charaktere wieder, lernt aber auch andere interessante kennen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und m.M. nach ist es sogar viel besser als der zweite Teil.
    :-]

  • Ich möchte ja in dieser Leserunde mitmachen. Aber es fällt mir auch soooo schwer, das Buch nicht sofort zu lesen. Habs mir jetzt mit Absicht noch nicht gekauft, damit ich nicht in Versuchung komme :grin


    lg primavera

  • Ich hab das Buch gewonnen +freu+ und ich möchte auch bei der Leserunde mitmachen.
    Ich hab schon "Der Maler Gottes" von Ines gelesen und es hat mir super gut gefallen und deswegen freue ich mich seeehr auf das Buch. :-)
    Die Sache ist die, dass ich die beiden Vorgänger "Die Pelzhändlerin" und "Die Silberschmiedin" noch nicht gelesen habe. Also eine Frage an euch Eulen:
    Ist es unbedingt nötig die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen oder kann ich die beiden Bücher auch hinterher noch lesen? Was würdet ihr empfehlen?

  • Ich denke, man kann sie auch in einer anderen Reihenfolge lesen. Aber besser ist es sicherlich, wenn Du sie in der richtigen Reihenfolge liest.


    Was meint Ines dazu?


    Hast ja noch ein bisschen Zeit! Die Bücher lesen sich einfach und schnell.... Kannst ja evtl. auch etwas später in die Leserunde einsteigen. Würde ich persönlich besser finden und bevorzugen...


    lg primavera

  • Eindeutige Empfehlung, Morgaine:


    Die anderen beiden Bücher vorher lesen !
    Die Charaktere entwickeln sich (und die Autorin auch;-) )


    Es ist einfach schöner, wenn die Zusammenhänge klar sind.


    :wave

    Das Verhalten und das Kennzeichen des Ungebildeten ist, keinen Nutzen oder Schaden von sich selber zu erwarten, sondern alles von außen. (Epiktet)

  • Zitat

    Original von churchill
    Es ist einfach schöner, wenn die Zusammenhänge klar sind.


    Ja, das finde ich auch! Ich bin vor allem auch der Typ Leser, ders chronologisch am liebsten hat. Durcheinander gelesen wird eigentlich nur in Ausnahmefällen. Die Reihenfolge gibts ja schließlich nicht ohne Sinn!
    Das Problem ist nur, dass ich grad son dicken Wälzer lese ("Die Meisterin") und als nächstes ist "Die drei Musketiere" dran und der ist ja auch recht massig :grin. Das will ich noch vor Oktober durchhaben, weil ich in dem Theaterstück mitspiele und gerne schon vorher wissen möchte, worum es geht. Und die Leserunde beginnt ja schon im Oktober...
    Naja ich glaube ich kanns trotzdem nicht lassen, dann steig ich notfalls halt bisschen später ein.

    Danke euch beiden für die Empfehlung :knuddel1

  • Die Reihenfolge ist hier, gerade für diesn dritten Band, sehr wichtig.
    Ansonsten- ich habe heute morgen um 7.30 Uhr angefangen das Buch zu lesen und soeben auf der Leserundenseite mein Fazit abgegeben. Wer es noch nicht hat oder gar in seinem SuB versauern lässt- selber schuld.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

  • Ein wunderbarer Roman, in dem man sofort im Geschehen steckt und das Buch erst wieder zuklappen mag, wenn die letzte Seite gelesen ist.


    Priska, Ziehtochter der Silberschmiedin Eva, heiratet ihren Bruder Adam. Die Ehe ist gut, jedoch kann Adam Priska nicht so lieben, wie sie es sich wünscht und auch ein Kind ist nicht möglich, da Adam einen Mönch liebt. Regina, Priskas mißgünstige Zwillingsschwester, macht den beiden das Leben schwer, wo sie nur kann.
    Doch neue Zeiten brechen an, in der Medizin, in der Religion und auch für Priska, die ihre Erfüllung in der Heilung anderer Menschen, vorwiegend Frauen, findet und ihrem Mann, dem Arzt, als Gehilfin tatkräftig zur Seite steht.


    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, sogar besser als der 2. Teil (Die Silberschmiedin). Absolut empfehlenswert. Es vermittelt ein ausführliches Bild des Alltagsleben Leipzigs im 16. Jahrhundert mit sympathischen Protagonisten.

  • Ein wirklich wunderbares Buch, es liest sich weg wie nichts. Ich habe es regelrecht verschlungen.


    Der bekannte und bewährte "Thorn-Stil" verspricht ( und hält ) grösstes Lesevergnügen. :anbet


    Die Geschichte um Priska und ihre Zwillingsschwester Regina ist spannend aufgebaut, man erfährt allerlei über die Heilkunst und wird bestens unterhalten.


    Unbedingte Leseempfehlung. Auch meinen Geschmack hat es mehr getroffen als "Die Silberschmiedin", mir hat es sogar noch einen Tick besser gefallen als "Die Pelzhändlerin".


    10 Punkte.

  • Heute habe ich dieses Buch beendet. Ich könnte es ganz kurz machen, es war einfach nur schön.


    Auch mir gefällt immer wieder der "bekannte und bewährte 'Thorn-Stil'". Rosenstolz, ich musste deine Worte klauen, sie sind so treffend. Mich hat dieses Buch von Anfang an gefesselt. Nur ungern habe ich unterbrochen, die Geschichte ist so dicht und so nah, es war mir eine Lesefreude. Die Protagonisten riefen in mir die verschiedensten Empfindungen wach, Regina habe ich stellenweise verachtet, dann tat sie mir leid. Priska ist eine starke Frau geworden, doch das wollte sie auch zum Ende des Buches nicht wahr haben. Mit ihr habe ich gelitten und mitgefiebert. Die passend in den Roman eingearbeiteten historischen und medizinischen Fakten waren für mich das Tüpfelchen auf dem "i".


    Im Nachwort schreibt Ines auf Seite 414:

    Zitat

    Die Figur der Wunderheilerin ist eine fiktive. Es gab sie nicht. Aber wenn es sie gegeben hätte, dann hätte ihr Leben so oder so ähnlich verlaufen können.


    Für mich ist die Wunderheilerin lebendig geworden. Sie hatte Stärken und Schwächen, hat geliebt und gelitten. Ich habe alles mit ihr durchleben können. Danke, Ines, für dieses sehr gelungene Buch. Ich freue mich schon auf die neuen Thorns.


    Auch von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

  • Auch ich hab das Buch nun durch und bin sehr begeistert, auch wenn ich die ersten beiden Teile einen winzigen Tick besser fand. :-)


    Meine Meinung


    "Die Wunderheilerin" ist der dritte und letzte Teil einer Trilogie um starke Frauen und deren Suche nach der ‚Erfüllung' ihres Lebens.
    Zwar kann man die Romane getrost unabhängig voneinander lesen, dennoch empfehle ich, mit dem ersten Teil - Die Pelzhändlerin - zu beginnen, um dann nach "Die Silberschmiedin" mit dem letzten Band fortzufahren.


    Wie auch die Vorgänger ist "Die Wunderheilerin" stilistisch und sprachlich wunderschön geschrieben, sehr flüssig und leicht zu lesen, ohne dabei anspruchslos zu sein.
    Ines Thorn hat sich sehr viel Mühe mit ihrer Recherche gegeben und fügt historische Ereignisse und Persönlichkeiten, medizinisches Wissen und amüsante Anekdoten sehr gekonnt in die Geschichte um Priska ein.


    Auch im dritten Teil hat die Autorin phantastisch facettenreiche und realistische Figuren geschaffen, von denen uns einige bereits aus "Die Silberschmiedin" bekannt sind.
    Ich persönlich empfinde die Charaktere in Ines Thorns Romanen als außergewöhnlich, besonders die Hauptfiguren. Neben ihren ganz besonderen Wesenszügen, sind sie auch nicht immer unbedingt die sympathischsten Menschen. Was mich am meisten beeindruckt ist, wie sie an ihrem Leben wachsen, sich absolut nachvollziehbar verändern und nicht in eine Schublade mit der Aufschrift "schwarz" oder "weiß" gesteckt werden können.


    Im letzten Teil hat mir irgend etwas, das ich nicht in Worte fassen kann, gefehlt und daher kann ich dem Buch leider nicht ganz die Höchstwertung geben.
    Dennoch ist es ein wunderbares, spannendes und kurzweiliges Lesevergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte!


    Meine Bewertung


    9 von 10 Punkten

  • Ein Buch, das alles hat was das Herz begehrt. Einen guten Schreibstil, eine spannende Handlung und es gibt auch Stoff zum Nachdenken. Dazu gibt es dann auch noch so gekonnt gezeichnete Charaktere, das es in diesem Buch nur so menschelt.


    Abgerundet wird das Menü mit einem sehr gut geschilderten Sittenbild der damaligen Zeit. Alltagsleben und die "großen Ereignisse" der Weltgeschichte gehen einher, dazu gibt es noch ein paar Schmankerln aus der Medizingeschichte und Anekdoten.


    Fazit: Unbedingt lesen, aber in der richtigen Reihenfolge.

  • Eigendlich kann ich ja nur wiederholen, was andere schon vor mir geschrieben haben:


    ein spannendes, unterhaltsames Buch, das sich flott herunterlesen lässt, aber trotzdem nicht nur pure Unterhaltung ist, sonders durchaus Stoff zum Nachdenken bietet.


    Aber ich kann auch nur empfehlen, die drei Bücher der Trilogie im Zusammenhang zu lesen - ich selbst bin zwar auch mit "Die Silberschmiedin" eingestiegen. Möglich ist es, aber da viele Personen sich über die Bücher hinweg weiter entwickeln, ist es viel schöner, wenn man ihre Vorgeschichte kennt!

  • Meine Meinung:
    Nach der Silberschmiedin war ich sehr gespannt auf die Wunderheilerin, weil ich so gerne noch länger am Schicksal der Tochter der Pelzhändlerin Sibylla teilhaben wollte. Auch wenn diese im dritten Band der Trilogie nur eine Randfigur ist, beschäftigt sie den Leser weiterhin, denn ihre Visionen über ein selbstbestimmtes Leben und über die Kraft der Liebe ziehen sich auch hier wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Priska, die Henkerstochter aus der Vorstadt, findet eine neue Aufgabe als Ehefrau des Stadtarztes, doch auch sie muss die Grenzen der Selbstbestimmung, des Wünschens und Wollens bitter erfahren. Und dann ist da noch ihre missgünstige Zwillingsschwester Regina, die als ständige Gefahr über ihr lauert. Spannend wie die Vorgänger, gespickt mit Begegnungen von historischen Persönlichkeiten, Weisheiten und Weltanschauungen, die auch heute noch Bestand haben und zum Nachdenken anregen, liest sich Die Wunderheilerin in einem Rutsch und entführt den Leser in die Zeit des Umbruchs und der Neuerungen Anfang des 16. Jahrhunderts in Leipzig.
    Die Wunderheilerin ist ein absolut würdiger und schöner Abschluss der Trilogie rund um Sibylla, Eva und Priska und für jeden Fan der Silberschmiedin ein Lese-Muss, das man sicher nicht bereuen wird!

  • Ich kann mich den Vormeinungen nur anschließen.
    Wieder ist Ines Thorn ein wunderbarer, spannender und flüssiger Roman gelungen. Dieses Buch ist wirklich ein würdiger Abschluß der Trilogie.

  • Ich habe das Buch heute fertig gelesen. Es hat mir wieder einmal sehr gut gefallen! Sehr interessante Dinge konnte man mal wieder lernen über Kräuter und über den Glauben, welchen die Menschen damals hatten. Ich war mehr als einmal überrascht, wie abergläubisch die Menschen früher waren.


    Es hat mir sehr gut gefallen, wirklich. Sehr lesenswert.

    Auch aus Steinen,
    die dir in den Weg gelegt werden,
    kannst du etwas Schönes bauen

    Erich Kästner

  • Das Buch hat mir sehr gut gefallen. :anbet :anbet :anbet
    Es war spannend, traurig und manchmal auch ziehmlich heftig. Das Ende fand ich sehr traurig. :-(

  • Ich lese das Buch auch gerade eifrig und finde es wirklich super! Ist fesselnd und man liest es wirklich schnell durch. Gestern angefangen und bin schon bei 7 Kaptitel - bei meinem Lesetempo ist das recht schnell :grin.