Durchkauen oder einfach weiter?

  • *ausbuddel*


    Das ist mal eine schöne Frage!


    Seit ich wieder lese, lege ich mir immer ein Fremdwörterlexikon daneben, damit ich schnell nachschlagen kann, wenn mir ein Wort wirklich total fremd ist. Manchmal ergibt es sich ja schon aus dem Kontext oder ich kenne das Wort, dann schlage ich natürlich nicht nach. (Oder wenn ich feststelle, dass das Wort für den weiteren Verlauf der Geschichte nicht relevant ist, dann bleibt das Lexikon auch zu. Oder bei wirklich spezifischen Wörtern wie aus dem Militärwesen oder so ...)


    Textpassagen kaue ich allerdings so lange durch, bis ich sie verstanden habe, das ist mir wichtig.

  • Wie sprechen ja hier schon vom "privaten" Lesen, oder? Also nix mit Uni-Texten oder so...Ich verhalte mich da nämlich denk ich schon unterschiedlich, wenn ich so für mich einen Roman lese, und etwas nach mehrmaligem Lesen nicht kapiere, lass ich es irgendwann gut sein, ich glaube bei Texten für die Uni bin ich etwas hartnäckiger und schlage auch mehr nach.


    Wobei da die Schmerzgrenze natürlich auch irgendwann überschritten ist. Wenn der Autor zu arg kompliziert schreibt und ständig nur Fremdwörter benutzt, vergeht mir irgendwann die Lust und ich werde dann sauer auf den sch*** Autor, der es nicht auf die Reihe bekommt, sich simpler auszudrücken. :rolleyes

  • Oh ja, Unitexte sind auch wieder etwas anderes. Wobei ich es da auch manchmal einfach gut sein lasse und mir ein anderes Buch zur Hand nehme, denn manchmal erklärt es der eine Autor gerade so, dass ich gar nichts kapiere und die Erklärungen des anderen wiederum leuchten mir einigermaßen ein. Oder ich rede mit anderen darüber.


    Bei "privatem" Lesen kommt es nur ab und zu vor, das mir ein Wort begegnet, welches ich noch nicht kenne. Ich schlage es nur nach, wenn ich gerade Lust dazu hab und es unbedingt wissen will. Meistens sind es ja nur einzelne Worte, die das Verständnis eines ganzen Satzes nicht behindern.
    Aber dank Frank Schätzing weiß ich jetzt was ein "luzider Traum" ist und Jane Austen hat mir "impertinent" beigebracht (wobei letzteres auch ein Wort war, welches man so hätte verstehen können, aber ich wollte es ganz genau wissen und habe es gerade nachgeschlagen). :wave

  • Wenn ich privat ein Buch lese, dann schlag ich nie Fremdwörter nach,´genauso wenig wie ich bei fremdsprachigen Büchern im Wöterbuch nachschaue. irgendwie geht das immer...


    Als ich fürs abi gelernt habe, habe ich allerdings JEDES Fremdwort nachgeschlagen und jeden Begriff gegoogelt, bei dem ich mir nicht 100%ig sicher war, was er bedeutet.


    Ich ziehe bei solchen Sachen eine richtige Trennlinie zwischen "muss ich unbedingt wissen" und "wenn ichs nicht genau weiß ist es auch nicht so schlimm"!

  • Bei Fremdwörtern ist Wiki mein Freund und Helfer :grin


    Häufiger habe ich es in Historischen Romanen wo es um die Kirche geht. Dort werden dann für irgendeine Religion ein Wort verwendet welches ich so nicht kenne. Das muss ich dann ab und an mal nachlesen...
    Aber sonst ergibt sich das für mich, eher aus dem Kontext oder ich überlese es einfach :rofl

  • Also Fremdwörter sind ja auch wichtig für den Sinn. Da hol ich mir dann schon mein tolles Wörterbuch oder das Synonymnachschlagewerk hervor. Das ist hilfreich und dauert ja auch nicht lange.


    Bei unverständlichen Textpassagen lese ich einfach nochmal und pflücke alles einzeln außereinander, bis ich es dann verstehe. Manchmal ist es ja auch nur beim ersten Sehen vom Verstehen schwer, aber es legt sich ja meist schnell wieder.

  • Also ich frage meistens jemand in meiner Umgebung (oft triffts mene Mama :-]).
    Es passiert eher selten bis gar nicht, dass ich mir das Wort rausschreibe und nachher nachschaue (das ist so ähnlich wie mit schönen Texten/Sprüche o.ä. aus den Büchern:-)).
    Außerdem vergesse ich die meisten Fremdwörter eh nach einigen Minuten schon wieder...

  • Wenn ich ein Buch lese, dann schlag ich eigentlich fast nie Fremdwörter nach, genauso wenig wie ich bei fremdsprachigen Büchern im Wörterbuch nachschaue. irgendwie ergibt sich das Gelesene von selbst. Erst wenn es sich wirklich nicht erkennen läßt um was es geht, frage ich nach oder sehe bei Google oder Wiki nach.

  • Ich habe für immer rausschreiben und nachsehen angekreuzt, schließlich will ich ja wissen, was ich da lese oder höre. Im allgemeinen mag ich keine Fremdwörter in Büchern, dass kommt fast immer schlecht an, sollte man vermeiden, außer in Sachbüchern.
    :wave

    Zitat

    Bücher haben Ehrgefühl, wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück. T.Fontane


    :lesend:fruehstueck
    Ich lese Thomas Mann; Der Zauberberg;

  • ich schlage GRUNDSÄTZLICH fach- und fremdwörter, die ich nicht verstehe nach... sollte man eigentlich auch tun, wenn man's verstehen will.... wenn es schnell gehen muss, makiere ich sie und schlage sie zu einem späteren zeitpunkt nach!!!!! ;-)

    Nichts widersteht, Berge fallen und Meere weichen
    vor einer Persölichkeit, die handelt!
    (Emile Zola)

  • *wieder nach oben schieb*


    Bei mir ist es so, wie bei den meisten, wenn ich ein Fremdwort habe, welches ich nicht kenne oder welches sich nicht aus dem Kontext ergibt, dann schlage ich das Wort auch nach. Nichts finde ich schrecklicher, als wenn man eine Textstelle liest und sie nicht versteht. Also lese ich Stellen, die ich nicht auf anhieb verstehe, auch mal öfters durch. :-]
    Bei englischen Büchern ist es dann eher anders. Am Anfang, quasi um reinzukommen, schaue ich die meisten Vokabeln nach, aber nach den ersten zehn Seiten lasse ich das. Meistens sind es dann nur noch Vokabeln, die man im normalen Sprachgebrauch nicht benutzt.

  • Fremdwörter schlage ich manchmal später nach. Aber auch nur, wenn es mich wirklich persönlich interessiert, was dieses Wort nun zu bedeuten hat. Unabhängig von der Geschichte, die ich gerade lese.
    Und Textpassagen, die ich nicht auf anhieb verstehe, lese ich dann noch ein - oder zweimal und wenn ich sie dann immer noch nicht verstehe, lass ich es. Nur, weil man mal einen Absatz nicht versteht, wird ja nicht gleich der ganze Sinn der Geschichte zerstört. ;-)


    Zum Glück sind die meisten Bücher, die ich lese, äußerst verständlich geschrieben. Nichts nervt mich mehr, als wenn jemand versucht, sich möglichst gebildet auszudrücken, indem er mit Fremdwörtern nur so um sich schmeisst. :rolleyes

  • Fremdwörter versuche ich mir durch den Zusammenhang zum Text selber zu übersetzen. Klappt es nicht, ignoriere ich die Fremdwörter eher, als dass ich sie nachschlage. Ich lese dann einfach, in der Hoffnung, dass sich der Sinn doch noch ergibt. Es kommt ziemlich selten vor, dass ich tatsächliche nach der Übersetzung suche oder jemanden frage und eigentlich auch nur, wenn ich unbedingt wissen will, was es nun bedeutet.


    Auch bei Textpassagen, die mir unklar sind, verfahre ich so. Irgendwann wird es sich ja aufklären, was gemeint ist. Und wenn ich gar nicht über so eine Textstelle hinweg komme, lege ich eine kurze Pause ein und versuche es ein paar Minuten später nochmal.


    Jetzt ist nicht die Zeit, feste Entscheidungen zu treffen. Jetzt ist die Zeit, Fehler zu machen.


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  • Oft erschließen sich mir die Fremdwörter im Textzusammenhang. Dennoch kommt es auch vor, dass ich Fremdwörter nachschlage. Entweder wenn ich mehrmals über das gleiche Wort stolpre oder wenn ich neugierig werde und genau wissen möchte, was es bedeutet.


    Was bei mir aber schon häufiger vorkommt, ist, dass mich die Thematik eines Buches so interessiert, dass ich darüber dann etwas ergoogle. Zuletzt kam das bei "Todesstarre" von Jefferson Bass vor. Da ging es u.a. um Oak Ridge, das Manhatten Project und die Entwicklung der Atombombe.


    Dass ich Textpassagen nicht verstanden habe, daran kann ich mir nicht erinnern, dass das schon mal vorkam.

  • Sollte ich ein Fremdwort überhaupt nicht entschlüsseln können, schaue ich auf jeden Fall zeitnah nach der Übersetzung.
    Dass ich ganze Textpassagen nicht verstanden habe, ist bis jetzt noch nicht vorgekommen, sollte das mal irgendwann der Fall sein, hilft vielleicht wiederholtes, langsames Lesen derselbigen.

  • Ich glaube, im Deutschen gibt es sehr selten Fremdwörter, die ich nicht kenne bzw. zumindest aus dem Zusammenhang erschließen kann. Gut, wenn ein Buch jetzt bei der Marine oder an der Börse spielen würde - aber dann wirds ja meist aus dem Text ersichtlich, sonst halte ich das Buch für eher schlecht (wenns kein Fachbuch ist!)


    Im Englischen schlage ich eigentlich auch nie nach, mittlerweile passierts mir aber auch nur noch sehr selten, dass ich Wörter nicht verstehe, und dann gibts ja noch den Zusammenhang. Dass ich nicht ganz genau, sondern nur ungefähr die Bedeutung kenne, kommt vor und wird ignoriert.


    Im Schwedischen oder Französischen (wenn ichs denn mal lese) gucke ich auch nur so viel nach, wie ich unbedingt muss. Also wenn ich ne halbe Seite oder so nicht mehr verstehe. Da muss ich auch schonmal öfter Absätze doppelt oder dreifach lesen...

  • Bei ganzen Textpassagen versuche ich schon immer wenigstens den Kontext auszuknobeln und bleibe da auch dran bis ich das verstanden habe. Fremdwörter schaue ich manchmal nach, kommt darauf an, ob der Umkehrschluss aus dem Kontext heraus nicht schon evtl. hilft.