Facebook & Co - wem wird das auch zuviel?

  • Hallo alle miteinander.


    Ich wüsste gerne mal, wie es euch mit Facebook & Co geht.


    Ich bin seit etwa einem Jahr "drin" und überlege jetzt ernsthaft, alle sozialen Netzwerke zu kappen.
    Ich bin inzwischen bei: Facebook, Google+, XING, habe zwei Blogs, einen monatlichen Newsletter und natürlich meine Webseite, die ich pflege.
    Langsam wächst mir das alles über den Kopf, und ich sehne mich zurück nach den Zeiten, wo ich mehr Zeit hatte zum Schreiben.
    Meine Alibi-Ausrede ist immer, dass ich das alles brauche, um Werbung für mich zu machen - und ich bilde mir ein, es funktioniert. Aber wenn ich 2/3 des Tages mit "social marketing" beschäftigt bin und nur noch den Rest schreibe, komme ich nicht mehr dazu, Bücher zu beenden, die ich bewerben kann.


    Ich denke jetzt dran, zumindest die größten Zeitfresser wie FB und G+ zu kappen und mich auf die Blogs und den Newsletter zu konzentrieren, wenn ich etwas zu sagen habe.


    Manchmal wünsche ich mir Postkutschen-Zeiten zurück ...


    Ich wüsste gerne, wie es euch damit geht.


    LG
    Elli

  • Ich bin nicht bei Facebook und sehe auch keinen Sinn darin mich da anzumelden. Vielleicht sollte man einigen Leuten mal erzählen, dass sich das wahre Leben eben nicht im Internet abspielt und es sinnvollere Dinge gibt als nur vor dem PC zu hocken.


    Für das Leben ist Facebook absolut übeflüssig. Aber wer meint, sie/er müsse bei diesem Unsinn unbedingt dabei sein, der soll es machen. Wer im normalen Leben keine Freunde hat, der findet echte Freunde auch nicht bei Facebook.


    Und wer sich in Abhängigkeiten zu Facebook und Co. gibt, der soll nicht rumjammern sondern schauen wie sie/er das ändern kann.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Voltaire ()

  • Bei Facebook FINDE ich keine Freunde, aber ich bleibe in Kontakt zu denen, die ich habe (oder stelle den Kontakt wieder her zu denen, die ich früher mal hatte).


    Für Leute, die in ihrem Leben so oft den Ort gewechselt haben wie ich, ist Facebook ein Geschenk des Himmels. Und ich rede nicht bloß vom Umzug in die Nachbarstadt.


    Ja, ein paar Autoren habe ich auch als "Freunde" in der Liste. Ob sich die Werbung für einen Autor lohnt, kann ich nicht beurteilen, weiß ich nicht. Ich persönlich halte das für überbewertet. Bei Facebook suche ich mal aus Langeweile, ob ein Autor, dessen Buch mich angesprochen hat, auch da ist, und wenn ja, wird zugefügt. Aber als Werbeplattform, um auf ein neues Buch oder gar einen neuen Autoren aufmerksam zu werden? Doch eher nicht ...


    Sich auf allzuvielen Plattformen herumzutreiben, hat vielleicht sogar eher den gegenteiligen Effekt á la "Der / Die hat es offenbar nötig" (Lesern, die sich in vielen Foren oder Plattformen tummeln, fällt das ja auch auf, ob ein Schreiber überall die Finger drin hat - und mich persönlich törnt das dann eher ab, so als Leser - es hat einen leicht sauren Beigeschmack, finde ich). Von daher wäre ich als Autor mit diesen Medien ohnehin eher vorsichtig ... zumindest in der Menge ...


    Blogs lese ich übrigens überhaupt nicht, das finde ich zu 100% vergebliche Mühe seitens des Bloggers, das ist Zeitverschwendung in meinen Augen. Ich les ja auch keine Tagebücher. Und keine Autobiografien. Blogs sind langweilig. Meine Meinung.

  • Zitat

    Original von CorinnaV
    Blogs lese ich übrigens überhaupt nicht, das finde ich zu 100% vergebliche Mühe seitens des Bloggers, das ist Zeitverschwendung in meinen Augen. Ich les ja auch keine Tagebücher. Und keine Autobiografien. Blogs sind langweilig. Meine Meinung.


    Zum Glück schreiben sie die Blogs ja nicht für dich, sondern für Leute, die gerne Blogs lesen und oft auch einfach nur für sich selbst. ;-)


    Was Facebook angeht, stimme ich zu. Ich bin noch nie über Facebook auf einen interessanten Autor aufmerksam geworden und "like" auch nur wenige Autoren, weil es mir sonst auch zuviel wird. Bei Facebook fühle ich mich oft von Informationen überschwemmt und bin schon froh, dass ich das regulieren kann, indem ich z.B. so manches auf meiner Pinnwand ausblende und die Profile nach Lust und Laune gezielt aufrufe.


    Elli, wenn es dir zuviel wird, dann ziehe einfach einen Schlussstrich. Du kannst dich ja z.B. wirklich auf dein Blog beschränken und die neuesten Postings automatisch auf Facebook veröffentlichen lassen (das geht mit so ziemlich jeder Blog-Software, oft sind Plugins nötig), dann schränkst du den Pflegeaufwand deines Facebook-Profils erheblich ein. Es wäre gut, dort ab und zu nach Kommentaren zu gucken, damit sich die Fans nicht im Stich gelassen fühlen, aber so richtig Arbeit macht das Profil dann kaum noch.

  • Ich bin bei facebook - aber nur zum "im Kontakt bleiben"
    Ich habe auch meine "Privatsphäre" sehr hoch eingestuft: Nichtmal "Freunde" können meine anderen "Freunde" sehen...
    Zudem hab' ich auch eine kleine Homepage - aber ich bin kein Autor. Trotzdem finde ich, dass es sehr viel Aufwand ist.
    Trotzdem verbringe ich am Tag vielleicht nur 5 Minuten auf facebook, meine Homepage braucht da aber schon ein bisschen mehr pflege.


    Aber vielleicht ist das auch einfach nicht meins - das Web 2.0 .


    Ich hab' das Ziel, mich irgendwann loszulösen. Ob ich das schaffe, das ist die andere Frage, aber erstmal abwarten, was aus Web 2.0 noch wird.

  • ich persönlich verbringe auch sehr viel zeit bei facebook und co. das es mitunter zu viel zeit ist und das surfen dort auch in stress ausarten kann, fällt mir immer dann auf, wenn das internet nicht verfügbar ist. sprich im urlaub, oder wenn ich bei meinen eltern bin (sie wohnen auf dem land und das internet ist sooo langsam, das einem alles vergeht :D) wenn ich dann ein paar tage verzichtet habe, fühle ich mich richtig frei und denke, dass man diesen ganzen "mist" doch eigentlich gar nicht brauch. zurück im "normalen" leben, gehts dann aber meistens wie gehabt weiter...

    "If you took all the people living in the hearts of the people on earth and added them up, how many would it be?" [be with you]


    Das Spiel des Engels - Carlos Ruiz Zafon :lesend

  • oh sorry, jetzt seh ich erst, dass ich mich hier im forum "autoren unter sich" bewege. bin keine autorin, aber vllt interessiert meine meinung ja trotzdem :D

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    Das Spiel des Engels - Carlos Ruiz Zafon :lesend

  • Zitat

    Original von Nikana


    Was Facebook angeht, stimme ich zu. Ich bin noch nie über Facebook auf einen interessanten Autor aufmerksam geworden


    Ich schon. Ohne Facebook wäre ich nie auf Elke Pistor oder Oliver Buslau gekommen.


    ich schaue kaum noch auf Autoren-Websites oder Blogs, weil fast alle Autoren, deren Bücher ich gerne lesen, die aktuelleren Neuigkeiten über Facebook verbreiten. Und ja, ich habe auch schon neue Leute über Facebook kennen gelernt. Für mich ist das ein gigantisches Netzwerk, das ich auch als Netzwerk nutze, um für mich neue Dinge zu erschließen.

  • Ich kann bislang und werde auch zukünftig gut ohne diese Netzwerke leben können. Ich hatte mich mal bei WKW angemeldet aber bin nur sehr sporadisch dort mal online. Ich nutzte meine freie Zeit lieber dazu ein gutes Buch zu lesen oder mit Freunden im Biergarten einen trinken zu gehen.

  • Ich bin erst seit kurzem auf FB, hab das immer sehr abgelehnt und bin auch jetzt noch nicht begeistert. Hab auch nicht das Gefühl, dass es wirklich als Marketinginstrument taugt, frisst viel zu viel Zeit, manche Leute sondern nur Wortmüll ab, damit sie sich halt mal wieder gemeldet haben. Dumme Sprüche und eigenartigen Humor. Aber es gibt z.B.eine Self-publishing-Gruppe, da war schon Interessantes zu lesen. Denke, dass ich über kurz oder lang dort wieder verschwinden werde.


    LG Cornelia

  • Ich habe mittlerweile zwei Facebook Seiten. Eine unter meinem richtigen Namen, wo ich Sachen ueber meine Buecher poste. Die behandele ich im Grunde wie eine Website, die jeder lesen koennte - also nix Privates usw. Ich akzeptiere da auch jeden als Freund, sehe es nur als Werbung. Keine Ahnung, ob's was bringt, aber es kostet nichts und da ich mittlerweile mit tausend Verlagen "Befreundet" bin, erfaert man ab und zu mal was, ohne dauernd auf die einzelnen Websites gehen zu muessen. Wie so ein Sammelbecken halt. :-]
    Meine andere Facebookseite ist uner Pseudonym und da sind nur "echte" Freunde und verwandte. Da poste ich dann halt Fotos, lasse auch mal Dampf ab usw. Aber auch nicht taeglich. Und die meisten Leute schreiben eh nur Muell auf Facebook , das ist leider wahr ... :grin

  • Zitat

    Original von Ulrike
    Ich habe mittlerweile zwei Facebook Seiten. Eine unter meinem richtigen Namen, wo ich Sachen ueber meine Buecher poste. Die behandele ich im Grunde wie eine Website, die jeder lesen koennte - also nix Privates usw. Ich akzeptiere da auch jeden als Freund, sehe es nur als Werbung. Keine Ahnung, ob's was bringt, aber es kostet nichts und da ich mittlerweile mit tausend Verlagen "Befreundet" bin, erfaert man ab und zu mal was, ohne dauernd auf die einzelnen Websites gehen zu muessen. Wie so ein Sammelbecken halt. :-]
    Meine andere Facebookseite ist uner Pseudonym und da sind nur "echte" Freunde und verwandte. Da poste ich dann halt Fotos, lasse auch mal Dampf ab usw. Aber auch nicht taeglich. Und die meisten Leute schreiben eh nur Muell auf Facebook , das ist leider wahr ... :grin


    Ulrike, so mache ich es auch, ich hab sogar 3, eine unter meinem richtigen Namen, eine unter meinem Pseudonym und dann noch eine Autorenseite, die aber, so hab ich das Gefühl, für die Katz ist, weil sowieso niemand drauf guckt oder was postet. Auf die Autorenseite hab ich von meiner Pseudonym-HP verlinkt. Aber wie schon gesagt, ich glaub nicht, dass all das was bringt...


    LG Cornelia

  • Zitat

    Original von Ulrike: Ich akzeptiere da auch jeden als Freund, sehe es nur als Werbung.


    Wenn ich das obige Zitat sehe und es mit der Threadüberschrift in Zusammenhang bringe, dann scheint das Problem doch hausgemacht zu sein.
    Vielleicht ist in diesem Fall Weniger mehr und eine Konzentration auf das Wesentliche zielführender.


    Auch ich komme hervorragend ohne Facebook und Co. zurecht, verstehe allerdings auch Autorenbemühungen, sich bestmöglich in der virtuellen Welt zu präsentieren. Wenn aber der eigene Auftritt quälend und zeitraubend wird, dann ist es höchste Zeit, sich zurückzulehnen, den Rechner abzuschalten und darüber nachzudenken, ob die gestreute Werbung und die Bearbeitung von Kontakten im Verhältnis zu den Erträgen steht. Wenn nicht, sollte gehandelt werden.

  • Ich liiiebe Facebook. :-]


    Mir hat sich eine ganz neue und alte Welt aufgetan. Bekannte aus meiner Vergangenheit haben mich wieder"gefunden", worüber ich mich sehr gefreut habe, denn ohne facebook wäre das nicht möglich gewesen. Und ich habe bereits viele, viele nette neue Leute kennengelernt, mehrere von ihnen habe bereits quasi als "blind date" im wahren Leben getroffen. Auch diese realen Kontakte waren stets sehr, sehr angenehm. Auch viele Eulen treiben sich dort herum, so bleibt man mit ihnen auch privat in Kontakt.


    Gleichzeitig bin ich auf facebook auch als Autorin mit einer eigenen Seite unterwegs und kann hier sehr zeitnah Dinge posten, von denen ich hoffe, dass sie meine "Fans" interessieren könnten, ich kann Bücher verlosen oder Gewinnspiele machen, auch mal einen Einblick in kleine private Bereiche gestatten - also, ich bin rundum zufrieden. Wenn man als Autorin den ganzen Tag am Schreibtisch hängt, ist man total froh, wenn man so unkompliziert Kontakt halten und neu schaffen kann. Auch der Blick über den Tellerrand auf die Seiten anderer Autoren inspiriert mich.


    Also, mir ist die Zeit nicht zu schade, ich bin lieber auf facebook als vorm Fernseher.


    Jetzt habe ich mich auch auf google plus angemeldet, um nichts zu verpassen, aber da weiß ich wirklich nicht, was das soll. Es ist dasselbe in grün, ich bin mit denselben Leute wie auf Facebook "bekannt". Mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich bin skeptisch und werfe nur ab und zu mal einen kurzen Blick hinein.

  • Ich finde es immer hochinteressant, wie Menschen, die sich Facebook noch nicht einmal angesehen haben, Stammtischparolen raushauen, daß sie ihre Freunde lieber real träfen... :rolleyes


    Facebook ist sicherlich kein Muss, aber es ist eine Möglichkeit.
    Genauso wie eigentlich niemand ein Handy braucht und man sich früher auch per Rauchzeichen verständigen konnte, birgt Facebook einfach neue Möglichkeiten. (Die anderen sozialen Netzwerke klammere ich einfach mal aus, weil ich mich weder mit Werkenntwen, StudiVZ oder Google+ so richtig anfreunden kann)


    Ich kann Veranstaltungen erstellen und meine Freunde dazu einladen, gerade als Autor ist das ganz nett, auf diese Weise Werbung für Lesungen oder Signierstunden zu machen.


    Elke und Rita fallen mir da ein, die das schon erfolgreich betreiben und ich freue mich auch, so immer neue Anregungen für meine Freizeitgestaltung zu bekommen, die mir sonst sicherlich häufig entgangen wären.


    Außerdem kann ich posten, wo ich mich gerade befinde, sind Freunde in der Nähe können sie zu mir kommen und man trifft sich, obwohl man sonst vielleicht haarscharf aneinander vorbei gelaufen wäre.


    Auch kann ich schnell und rasch "wichtige" Dinge mit den mir nahestehenden Menschen teilen, sei es die Geburt eines Kindes und das dazugehörige Fotos, sei es die Veröffentlichung eines neuen Buches oder einfach nur meine Teilnahme an der Buchmesse zu welchem Termin.


    Sicherlich kann man über Facebook auch neue Freunde/Bekannte kennenlernen. Mir fällt da Bouquineur ein, die zum Beispiel mit einem meiner besten Freunde nun befacebooked ist, weil die beiden immer munter gemeinsam meine Postings kommentieren und mich zanken. :lache


    Außerdem ist Facebook durchaus privat, wer heute noch seine intimsten Bilder und Postings öffentlich für alle einstellt hat irgendwas nicht verstanden oder ist schlicht und ergreifend naiv. Aber man kann doch die Möglichkeiten der Gruppen nutzen, so sieht die Familie die Kinderfotos, die Kollegen dürfen das Gemecker über den Chef aber nicht lesen und die gelesenen Bücher und Rezensionen werden für alle sichtbar eingestellt.


    Man kann bevorzugte Schriftsteller und Schauspieler "gefälltmiren" und bleibt so immer auf dem neuesten Stand, wann erscheint ein neuer Film, wer arbeitet an einem neuen Buch, wo findet demnächst welche Veranstaltung statt, wer hat gerade ein Gewinnspiel laufen oder wessen Rezension wurde von der Obereule als so schön eingestuft, daß sie auf der Facebookseite verlinkt wurde...


    So intensiv und zeitaufwändig sehe ich das auch nicht an. Ich bin eh daueronline per Handy, wenn mir etwas einfällt oder gefällt poste ich das, entweder als Text, Link oder mit Foto. Alle paar Tage pflege ich meine Autorenseite, poste Links die ich für meine Leser interessant finde, beantworte Nachrichten oder gebe Infos zu Presseterminen etc. raus und erreiche sofort eine breite Masse an Menschen, ohne dabei meine Emailadresse oder ähnliches herausgeben zu müssen. 2/3 meines Tages gehen dafür sicherlich nicht drauf.
    Mein Blog ist noch weniger Aufwand, da wird alle paar Tage mal ein kurzer Text eingestellt, eben immer dann, wenn es wirklich etwas Neues gibt.



    @ Rita
    Google+ durchschaue ich noch nicht und es gibt auch noch wenige Menschen, die aus meinem Umfeld dort angemeldet sind. Die Möglichkeit dort eine Autorenseite anzulegen, habe ich auch noch nicht gefunden.
    Grundsätzlich geht es mir aber wie dir, ich empfinde Facebook als absolute Bereicherung und eben die Weiterentwicklung der Foren, wie der Büchereule und co...

  • @Babyjane: Ganz meine Meinung. Ich versteh auch nicht, warum Leute einen angreifen und für blöd erklären, wenn man so ein Medium nutzt. Ich habe Freunde in Kanada und Wales und wenn ich jedem immer alles extra per Mail verschicken würde, käm ich aus dem Netz gar nicht mehr raus. Ich finde Facebook genial. Ich poste einmal und alle meine Freunde sind informiert. Ich lade einmal Bilder hoch und alle können sie sehen. Wenn ich es denn will. Man muss es ja nicht nutzen, aber ich find es super.


    Auch die "Gefällt mir"-Möglichkeit nutz ich sehr viel. Ich krieg Konzertdaten und Albuminformationen meiner Lieblingsbands, Lesungstermine usw.


    Geniale Sache!

    Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.
    - Cicero


    :lesend Harlan Coben - Ich vermisse dich

  • Zitat

    Ich finde es immer hochinteressant, wie Menschen, die sich Facebook noch nicht einmal angesehen haben, Stammtischparolen raushauen, daß sie ihre Freunde lieber real träfen... Augen rollen


    Absolut. Vorurteile, wo man nur hinsieht. :wave


    Es geht mir wie Rita.


    Zitat

    Bekannte aus meiner Vergangenheit haben mich wieder"gefunden", worüber ich mich sehr gefreut habe, denn ohne facebook wäre das nicht möglich gewesen.


    Ich habe keine Wurzeln mehr, wo man mich finden könnte. Dort, wo ich aufgewachsen bin, wohnt niemand mehr aus meiner Familie, ein Teil ist auch verstorben. Viele Bekannt- und sogar Freundschaften aus der Schulzeit haben sich durch komplizierte Umstände verlaufen, wie das eben im Leben manchmal so ist. Ich bin in meinem Leben mehr als einmal innerhalb Deutschlands umgezogen, ganz vorsichtig ausgedrückt. Letztes Jahr habe ich eine sehr gute Schulfreundin durch FB wiedergefunden, die vor ettlichen Jahren nach Australien ausgewandert ist. Wir haben uns im Alter von 18 Jahren durch eine Nichtigkeit enorm verkracht und uns einfach so aus den augen verloren. Sie hat schon einige Zeit nach mir gesucht und mich schließlich über FB gefunden. Im Januar haben wir uns hier in Berlin getroffen und "ausgesöhnt". Wenn alles gut geht, besuche ich sie nächstes Jahr in Melbourne. Sowas ist doch toll. Ohne soziales Netztwerk wäre das nicht möglich gewesen.


    Das war jetzt ein Beispiel, es gibt noch weitere. FB ist eine prima Möglichkeit, Menschen wiederzufinden und mit ihnen Kontakt zu halten. Neue Leute möchte ich nicht kennen lernen, aber ich kann auf diese Weise sehr gut Kontakte pflegen, beispielsweise in Californien, Neuseeland oder auch in Düren/NRW. :grin


    Und ich sehe es nicht so, dass FB (es ist das einzige Netztwerk, welches ich benutze) in mein Leben eingreift oder mich als Person verändert. Es ist eine Bereicherung, eine Ergänzung- kein Ersatz für irgendein "Leben", welches ich in der Realität nicht in der Lage wäre, es zu führen. :pille


    Und auch ich selbst entscheide, was ich bei FB von mir preisgebe oder auch nicht. Peinliche Bilder oder sowas. Ich als selbständig denkende Person habe das selbst in der Hand, ich sehe keinen Zwang von FB oder wem auch immer, das zu tun oder auch nicht.

    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

  • Ich schließe mich Rita an.
    Ich mag das Fratzenbuch herzlich gerne und finde es toll, dort alle möglichen Bekannten zu versammeln, für deren Gesellschaft ich mich ansonsten in Stücke reißen müsste, da sie aus vollkommen unterschiedlichen Gebieten kommen (sowohl Interessen als auch die geografische Lage betreffend).


    Ich finde allerdings, wenn man merkt, dass es mehr lästiger Aufwand ist als Spaß, dann kann man es - auch als Autorin - gut und gerne auf ein Minimum einstellen oder ganz lassen. Ich habe nicht den Eindruck, dass Fratzenbuchpräsenz ein Muss für Autoren ist. Wer dich auf facebook findet, der hat dich idR schon vorher im Buchladen oder bei einer Rezi entdeckt und holt sich zusätzlichen Input.

  • Jetzt muss ich auch noch meinen Senf zu Facebook abgeben!
    Ich habe dort gute und leider auch schlechte Erfahrungen gemacht. Zuerst einmal wurden mir dort neue Möglichkeiten eröffnet, nämlich einen Krimi als Ebook zu veröffentlichen. Dieser Krimi landete überraschenderweise in den Ebook-Bestsellerlisten auf Platz 1!!!!
    Die negative Seite waren die Neider, die auf dem Fuße folgten, mich angriffen und mir zeitweise wirklich das Leben schwer machen konnten, weil ich mit einigen von ihnen in geschäftlichem Kontakt stand und auch stehen bleiben musste.
    Da musste ich abwägen, was mir mehr einbringt: Facebook zu verlassen oder diese Neider zu ignorieren.
    Ich habe mit für das Ignorieren entschieden und nicht bereut.
    Inzwischen haben diese Neider das bemerkt und lassen mich in Ruhe.
    Aber nicht nur das!!!!
    Das erfolgreiche Ebook wurden von einem Verlag entdeckt! Jetzt kommt in diesem Herbst sogar noch ein Buch von mir auf den Markt, das ursprünglich nicht geplant war. Nur durchFacebook wurde dieses Ebook entdeckt. Der Verleger wollte es unbedingt als Buch herausbringen, worüber ich überglücklich bin :wave


    "Mörderisches Puzzle" heißt der Krimi. Unter diesem Link steht mehr darüber:
    http://www.amazon.de/M%C3%B6rd…Elke-Schwab/dp/3932927370

  • Zitat

    Original von rienchen


    Und ich sehe es nicht so, dass FB (es ist das einzige Netztwerk, welches ich benutze) in mein Leben eingreift oder mich als Person verändert.


    Ich bin ja selbst nicht bei Facebook, und kann deshalb nicht beurteilen, ob es sich irgendwie lohnt, dort beruflich zu netzwerken.


    Allerdings denke ich schon, dass Facebook vielleicht nicht die Person, aber doch die Wahrnehmung verändert. Wie oft habe ich gehört, sei es bei einem Konzert oder sonst irgendeinem Ereignis, dass Menschen nicht etwa sagen: "oh, wie ist das schön!", sondern "das muss ich gleich bei Facebook reinstellen". Gerade sehr junge Leute scheinen die Wirklichkeit gar nicht mehr unmittelbar wahrzunehmen und zu genießen, sondern unter den Aspekten der virtuellen Vervielfältigung und der damit verbundenen, wahrscheinlich auch erhofften, Anerkennung durch möglichst viele "gefällt mir"-clicks zu betrachten.


    rienchen: Düren? Du kennst Leute aus Düren :wow

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)