Phobia - Wulf Dorn

  • Wow - was für ein Buch.
    Die kurzen Kapitel gefallen mir sehr, man denkt immer, ach komm eins geht noch. Und dank des großzügigen Schriftbildes ist man ruck zuck durch den Roman durchgesaust.


    Sarah hat große Angst nachts allein mit ihrem Sohn im Haus zu sein. Doch es lässt sich nicht immer vermeiden. Ihr Mann Stephen hat einen Auswärtstermin.
    Wie sich zeigt ist ihre Angst nicht unbegründet, als plötzlich ein fremder Mann, der sich jedoch als Stephen ausgibt, in ihrer Küche steht. Er verhält sich sogar wie ihr Mann und verschwindet wieder. Doch die Polizei glaubt ihr nicht.


    Zum Glück taucht ihr Jugendfreund Mark auf, den wir schon aus dem Thriller "Trigger" kennen. Zu zweit begeben sie sich auf die Suche nach Stephen. Eine richtige Schnitzeljagd durch London beginnt.


    Das Ende ist sehr gut aufgelöst und hat mir doch tatsächlich ein paar Tränen entlockt - und das in einem Thriller!


    Großartig! Ich vergebe klare 10 von 10 Sternen für dieses Buch

    Wenn du den roten Faden verloren hast, halte nach einem anderem ausschau, vielleicht ist deiner BUNT
    (Das Leben ist (k)ein Ponyhof - Britta Sabbag)

  • Dies war mein erstes Buch von Wulf Dorn und bestimmt auch nicht das letzte sein.
    Besonders gut hat mir gefallen, dass dieser Thriller ohne viel Blut vergießen oder Beschreibungen von grausamen Szenen auskommt und trotzdem durchweg spannend bleibt. Obwohl man immer wieder glaubt zu wissen wer der Täter sein könnte bzw. was seine eigentlichen Motive sind, erlebt man am Ende doch noch die ein oder andere Überraschungen zu erwarten. Grade die kurze Beschreibung des Buchdeckels lässt einen schon einiges erahnen, was dann doch anders kommt.
    Die kurzen Kapitel und Perspektivenwechsel lassen einen schnell durch das Buch lesen und bringen zusätzlich Spannung. Die Polizei tritt hier auch nicht so in den Vordergrund wie in vielen anderen Thrillern. Toll fand ich das sogar das Cover einen Bezug zu der Geschichte hat auch wenn man es erst ganz zum Schluss erfährt. Schön mal wieder durch eine Leserunde ein ganz tolles Buch lesen zu können.


    von mit gibt es volle Punktzahl, tolles Buch.

    Das Buch ist wie eine Rose, beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz.


    (Sprichwort aus Persien)


    LG büchervamp :flowers


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  • Sarah Bridgewater wacht nachts auf und hört ihren Mann nachhause kommen. Sie geht hinunter in die Küche, um ihn zu begrüßen, da sie sich wundert, dass er schon von seiner Geschäftsreise zurück ist. Doch der Mann in ihrer Küche ist nicht ihr Ehemann Stephen. Aber er trägt Stephens Kleidung, er hat seine Schlüssel, seinen Wagen – und er benimmt sich, als wäre alles völlig normal und Sarah seine Frau! Sie ist geschockt, kann ihm jedoch entkommen. Doch niemand glaubt ihr, die Polizei hält sie für hysterisch. Neben dieser ungerechten Behandlung quält Sarah jedoch vor allem die Frage, wo der echte Stephen ist und was ihm zugestoßen ist.


    Als sie hört, dass ihr ehemaliger Studienfreund Mark in der Stadt ist, bittet sie ihn um Hilfe. Mark Behrendt ist Psychiater, seit einem tragischen Unglücksfall arbeitet er jedoch nicht mehr, sondern vergräbt sich. Nur zum Begräbnis seines Doktorvaters hat er sich aus seiner Dunkelheit herausreißen können und ist nach London gekommen. Sein ehemaliger Professor hat ihm ein ganz besonderes Geschenk zurückgelassen, was hat es damit wohl auf sich? Und kann Mark seiner Bekannten Sarah helfen, herauszufinden, wer der Unbekannte ist und was er von der kleinen Familie Bridgewater will? Eine nervenaufreibende Suche beginnt!


    Mark Behrendt dürfte den Stammlesern von Wulf Dorn bereits bekannt sein, man kann „Phobia“ aber gänzlich ohne Vorkenntnisse lesen, die Bücher sind alle völlig unabhängig voneinander, es taucht nur immer mal wieder eine Figur aus einem der früheren Werke wieder auf. Die Bücher des Autors haben allerdings eine andere Gemeinsamkeit, es sind alles regelrechte Pageturner, so auch das neueste Werk. In hohem Tempo werden die verschiedenen Handlungsstränge vorangetrieben und der Leser erlebt beide Seiten mit, die verzweifelte Sarah und ihren Unterstützer Mark genauso wie den Unbekannten, dessen Antrieb und Motive sich erst nach und nach erklären und letztlich erst ganz am Ende aufgelöst werden. Mir persönlich kam ein Teil der Auflösung allerdings bereits etwas zu früh und die Spannung ließ dann doch etwas nach. Das Ende fand ich erstaunlich unspektakulär und somit auch ein klein wenig enttäuschend. Auch blieb ein Teil der Handlung um Mark ziemlich unaufgeklärt und schreit geradezu nach einer Fortsetzung, die aber wohl aktuell nicht geplant ist.


    Insgesamt durchaus spannende und schnell zu lesenden Thriller-Unterhaltung, der es gegen Ende leider etwas an Überzeugung fehlt.

  • Sarah Bridgewater durchlebt einen wahren Albtraum. Ein Fremder steht nachts in ihrer Küche und behauptet, ihr Ehemann zu sein. Eine bedrohliche Situation für sie und ihren Sohn Harvey. Ihr Mann ist auf Geschäftsreise, Sarah kann ihn nicht erreichen. Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf und sie ist auf sich allein gestellt. Welches Interesse hat der Fremde an ihr, dass er sich so massiv in ihr Leben drängt? Hilfesuchend wendet Sarah sich schließlich an Mark Behrendt, einen Freund aus Kindertagen.


    Wer „Trigger“ gelesen hat, erinnert sich vielleicht an den Charakter Mark Behrendt, denn dort tauchte er bereits als Nebenfigur auf. Hier erfahren wir nun, wie es mit ihm persönlich weiterging. Seit seine Freundin bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht getötet wurde, ist Mark in keiner guten seelischen Verfassung.

    Wulf Dorn gelingt es schnell, Spannung aufzubauen und zum Spekulieren anzuregen. Der Schreibstil ist flüssig und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer weiterlesen zu wollen. Nach der vielversprechenden Ausgangssituation lässt die Spannung allerdings nach, sobald man weiß, worum es hier geht.
    Dass es in Sarahs und Stephens Ehe nicht zum besten steht, erfährt man bald. Mit Sarah konnte ich nicht mitfiebern, als Charakter fand ich sie nicht interessant genug. Und Stephen bleibt leider so außerhalb der Geschichte, dass man von ihm zu wenig weiß, um ihn einschätzen zu können. Das Motiv des Täters stellt sich als viel weniger spektakulär heraus, als ich anfangs dachte. Und dann macht die Polizei auch noch einen derart unprofessionellen und desinteressierten Eindruck. Wäre es anders, würde die Geschichte wohl so nicht funktionieren.


    Das Ende hat mir insofern gefallen, als ich es so nicht erwartet hatte. Allerdings bleiben ein paar Fragen offen und die Handlungsstränge fügen sich nicht ineinander. Daran sehr unbefriedigend fand ich, dass der Leser bis fast zum Ende des Buches in dem Glauben gelassen wird, alles hätte miteinander zu tun. Ich hatte mir also eine viel komplexere und kompliziertere Geschichte vorgestellt, als sie es letztendlich war. Der Schluß schreit in meinen Augen geradezu nach einer Fortsetzung.

  • Sarah Bridgewater lebt ein Leben wie viele Frauen. Sie ist seit 15 Jahren mit ihrem Mann Stephen verheiratet und zusammen mit ihrem 6-jährigen Sohn Harvey leben sie in einem schönen Einfamilienhaus in Südlondon. Stephen ist ein gefragter Architekt und von daher öfter auf Geschäftsreise. Bis vor wenigen Jahren war Sarah selbst eine erfolgreiche Lektorin, doch nach einer Beförderung bekam sie Angst vor dem Versagen, die immer schlimmer wurde, sodass sie ihren Beruf aufgeben musste. Zwar hat sich ihr Zustand seither gebessert, doch noch kümmert sie sich hauptsächlich um ihre Familie und arbeitet als Freiberuflerin von Zuhause aus.


    Im Dezember ist es wieder soweit. Stephen muss über das Wochenende zu einem Geschäftstermin und Sarah will wie gehabt die Zeit mit ihrem Sohn verbringen. Dann jedoch hört sie abends, wie das Auto ihres Mannes vorfährt, er die Tür aufschließt und in die Küche geht, um sich was zu Essen zu machen. Als Sarah sich zu ihm gesellen will, muss sie feststellen: Der Mann in ihrer Küche trägt zwar die Kleidung ihres Mannes, aber das ist nicht ihr Mann. Wer ist er, was will er von ihr? Sarah gelingt die Flucht und sie schafft es, Hilfe zu holen, doch als die Polizei in ihrem Haus eintrifft, ist von dem Einbrecher keine Spur zu entdecken. Die Polizei glaubt nicht wirklich an einen Einbrecher und auch die Möglichkeit, dass Stephen entführt wurde, scheint nicht ernst genommen zu werden.


    Sarah ist mit den Nerven am Ende und weiß sich nur noch einen Rat: Mark Behrendt. Ihr alter Freund aus Kindertagen ist Psychiater und kennt sich mit der Seele der Menschen aus. Durch Zufall hat sie in der Zeitung gelesen, dass sein alter Doktorvater George Otis verstorben ist. Sie rechnet fest damit, dass Mark zur Beerdigung kommen wird und dort will sie dann wieder Kontakt mit ihm aufnehmen. Tatsächlich reist Mark nach England, um George Otis die letzte Ehre zu erweisen und als er überraschend Sarah wieder trifft, ist die Freude groß. Doch was sie ihm erzählt klingt so unglaubwürdig und dennoch - Mark ist der einzige, der Sarah glaubt und zusammen wollen sie ergründen, welche Absichten dieser mysteriöse Mann hat. Doch weder Mark noch Sarah ahnen, auf was sie sich da einlassen ...



    Stelle dich deiner Angst, sonst ... Der Plot wurde spannend und bis zum Schluss unvorhersehbar erarbeitet. Das ganze Buch über habe ich gerätselt, welche Motivation den fremden Mann antreibt, das zu tun, was er tut, aber dahinter gekommen bin ich nicht und ganz ehrlich, es war ein Genuss, mich von Wulf Dorn durch dieses Buch führen zu lassen. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei sich der Autor hier explizit mit der Thematik Angst und was diese für einen jeden bedeuten kann, auseinandersetzt. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte, denn ich war förmlich wie im Rausch.

  • Ich habe im Rahmen einer Testleserunde das neue Buch von Wulf Dorn gelesen, das zugleich auch mein erstes Buch von ihm war und ich muss sagen, dass ich absolut begeistert bin. Er hat mich mit seinem Schreibstil überzeugt und es sind gleich einige seiner Bücher auf meine Wunschliste gewandert.


    Zum Buch: Sarah durchlebt den Alptraum einer jeden Frau. Sie ist mit ihrem Sohn alleine zu Hause als ihr Mann unerwartet früher von seiner Geschäftsreise nach Hause kommt. Doch als sie in die Küche reinkommt, steht da ein fremder Mann. Er behauptet Stephen zu sein, er trägt seine Kleidung, er hat seinen Schlüssel, er weiß Dinge die niemand anderes wissen kann außer ihr Mann, doch es ist nicht Stephen.
    Als Sarah dies der Polizei erzählt, wird ihr nicht geglaubt. Nur ihr Jugendfreund Mark steht ihr zur Seite und hilft ihr diesen seltsamen, beängstigenden Fall aufzuklären.


    Mir haben die Charaktere sehr gut gefallen. Sarah war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich durchaus in ihrer Lage hineinversetzten und mit ihr und dem kleinen Harvey mitfühlen, denn wer würde in so einer Situation keine Angst bekommen. Habe sogar von Zeit zur Zeit richtig Gänsehaut gehabt. Da die Geschichte auch aus anderen Blickwinkeln erzählt wird, bekommt man auch mehr von den anderen Charakteren und ihrem Umfeld mit, was ich super fand. Durch diesen Wechsel der Blickwinkel und durch das geschickte einwerfen von Informationen und Verdächtigen wurde auch der Spannungsbogen aufrechterhalten.


    Wulf Dorn hat es geschafft mit seinen kurzen Kapiteln, den interessanten und gut gekennzeichneten Charakteren und dem „Spiel mit der Angst“ ein super Buch und eine richtig spannende Geschichte zu schaffen, die zu keinem Zeitpunkt langatmig oder langweilig wird. Was mir auch gut gefallen hat ist, dass er ein Thema bzw. eine Situation gewählt hat, die durchaus im realen Leben stattfinden kann.


    Meine absolute Empfehlung an jeden Thriller-Fan der gern mal auch ein Nichtblutiges und auf psychologischer Ebene geschriebenes Buch lesen will.


    Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Punkten!

  • Habe so eben das Buch ausgelesen. Irgendwie läßt mich das Buch ratlos zurück.
    Es war gut und schnell zu lesen aber das wars dann auch schon des Guten.
    Ich finde die Geschichte so was von konstruiert und irgendwie Blödsinn.
    Warum sollte jemand wie John/ Hiob so was tun ohne das man nicht denkt er ist etwas irre?
    Gut das ich es nur geliehen habe.
    Beim nächsten Dorn werde ich auch vorsichtig sein.

  • Sarah Bridgewater führt mit ihrem Mann Stephen und dem kleinen Sohn Harvey ein vermeintlich glückliches Leben, dennoch leidet sie an Panikattacken.
    Als eines Abends ein Mann in ihr Haus kommt, sich als ihr Ehemann Stephen ausgibt, seine Kleidung trägt und sich auch sonst ganz wie zu Hause fühlt, wird sie gezwungen sich mit ihren Ängsten auseinander zu setzen.


    Dieser Psychothriller lässt mich etwas zwiegespalten zurück, der Spannungsbogen ist von Beginn an konstant hoch und der Autor verzichtet weitgehend auf blutige Details.
    Am Ende schwankte ich zwischen Mitgefühl und Abscheu für den Täter.
    Leider aber wird durch das dubiose Motiv, welches erst am Ende aufgedeckt wird, die gesamte Handlung für mich äusserst unglaubwürdig und manches wirkt nur noch an den Haaren herbeigezogen, schade...


    Von mir gibt's 6 Punkte

  • Positiv möchte ich bei diesem Buch vermerken, dass es der Autor schafft eine durchwegs spannende Geschichte zu erzählen ohne auf allzu abgedrehte Wendungen oder Perversitäten zurückzugreifen. Das macht die Handlung noch einigermaßen glaubhaft und teilweise auch berührend.


    Aber warum heißt das Buch eigentlich Phobia?
    Auf die Ängste von Sarah wird doch überhaupt nicht eingegangen. Ihre Gedankengänge und Handlungen erscheinen mir angesichts der Vorgänge völlig normal, außer, daß sie ihren Job aufgegeben hat, hat ihre vermeintliche Phobie keine Auswirkung auf die Handlung.


    Und warum taucht der Psychiater Mark aus „Trigger“ auf?
    Am Anfang wird seiner Geschichte (die auch sehr spannend und mysteriös daherkommt) sehr viel Platz eingeräumt und am Ende hat das alles überhaupt nichts mit der Story um Sarah und den Stalker zu tun und wird zu keinem vernünftigen Ende gebracht (das fand ich absolut frustrierend).
    Sollte das alles nur gut sein, um auf ein neues Buch neugierig zu machen ? Warum muß man zwei Bücher lesen um eine Geschichte erzählt zu bekommen?
    Lieber wäre mir gewesen, die psychologische Seite ein wenig tiefer zu beleuchten und Mark ganz wegzulassen, denn seine Rolle in der Geschichte beschränkt sich doch auf die des Stichwortgebers und hätte durch eine beliebige andere Person ersetzt werden können.


    Und auch die eigentliche Story schwächelt.



    Obwohl ich trotz allem das Buch gern gelesen habe, wäre noch viel mehr drin gewesen und so bleibt es für mich doch er bei einer durchschnittlichen Bewertung.

  • Hab das Buch als WB gelesen und so ganz genau weiß ich nicht, was ich davon halte.


    Irgendwie erschien mir das ganze doch sehr an den Haaren herbei gezogen und so richtig erscheint mir auch das Motiv eher unlogisch.


    Das der den Ehemann von Sarah entführt ist ja die eine Sache, aber warum er Nachts da auftaucht und die Sachen von Stephen trägt ect. leuchtet mir nicht so ganz ein. So richtig Spannung kam auch nicht auf und das mit dem Puppenkopf, naja also passte für mich auch nicht so recht. Auch die Inszenierung in der Fabrikhalle finde ich total unpassend für den Täter, der ja an sich niemanden was tun möchte.


    Ich gebe dem Buch nur 5 Punkte, denn so was muss man sich ja auch erst mal einfallen lassen. Außerdem ist es flüssig geschrieben, so dass es nicht ganz so zäh ist.

  • x Autor: Wulf Dorn
    x Originaltitel: Phobia
    x Genre: Thriller
    x Erscheinungsdatum: 09. September 2013
    x bei Heyne
    x 400 Seiten
    x ISBN: 3453267338
    x Erste Sätze: Die Zweiraumzimmerwohnung war muffig, beengend und düster. Das graue Licht des ersten Dezembernachmittags fand nur mühsam den Weg durch das einzige Fenster der Wohnküche. Gegenüber versperrte die schmutzige Fassade die Sicht.


    Klappentext:


    Angst hat ein Zuhause


    Der Wagen ihres Mannes in der Auffahrt. Sein Schlüssel in der Haustür. Seine Schritte im Flur. Für Sarah Brightwater sind es vertraute Geräusche. Doch es ist mitten in der Nacht, und der Mann auf dem Flur ist nicht Stephen. Trotzdem behauptet der Fremde, ihr Mann zu sein, und er scheint alles über sie zu wissen. Sarah bleibt zunächst keine Wahl, als sich darauf einzulassen. Denn nebenan schläft ihr sechsjähriger Sohn.


    Rezension:


    Ich wollte “Phobia” von Wulf Dorn unbedingt lesen, nachdem ich schon seinen Erstling “Trigger” so genial fand und vor allem weil Mark Behrendt aus dem Debütroman zum zweiten Mal in einem Werk des Autors auftauchen soll und der Leser somit erfährt, wie es ihm ergangen ist.


    Wulf Dorn schreibt wahnsinnig spannend. Kaum hat man angefangen die Geschichte zu lesen, landet man schon in London bei Protagonistin Sarah Brightwater, und merkt überhaupt nicht mehr, dass man eigentlich auf dem heimischen Sofa sitzt. Die Sätze lesen sich flüssig weg und das ermöglicht das perfekte Eintauchen in die Story.


    Und diese Story ist wirklich nicht übel. Sarahs Mann Stephen ist auf Geschäftsreise und mit ihrem kleinen Sohn liegt sie im Ehebett und versucht einzuschlafen. Plötzlich hört sie das Familienauto, die gewohnten Schritte, die Tür wird aufgeschlossen und der Schlüssel genau so hingelegt, wie Stephen es immer tut. Die junge Frau schleicht sich nach unten, um zu fragen, wieso er schon wieder hier ist und an dieser Stelle nimmt das Grauen seinen Lauf – sie sieht eine Person die Stephens Kleidung trägt, sie nach Dingen fragt, die nur er wissen kann – doch in diesen Klamotten steckt ein anderer Mann und der sieht extrem beängstigend aus.


    Nachdem ich das Ende von “Trigger” noch im Hinterkopf hatte, grübelte ich die ganze Zeit, ob auch diese Geschichte wieder nach dem Schema läuft, dass eine psychische Krankheit des Protagonisten an allem ‘Schuld’ ist – sehr bald stellt sich jedoch heraus, dass diesmal etwas anderes dahinter steckt und Sarahs alter Schulfreund, der gebrochene Mark Behrendt soll bei der Aufklärung helfen.


    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen – die Charaktere wirken realistisch und vor allem Sarahs Ängste konnte ich wirklich gut nachvollziehen. Ist es nicht eine Urangst, dass jemand in unser Leben eindringt und alles über uns weiß? Diese Angst ist natürlich noch an die Frage gekoppelt WIE sich diese Person in unser Leben eingeklinkt hat, ohne dass man es merken konnte.


    Empfehlen würde ich “Phobia” allen Thriller-Liebhabern, die auch mal ohne Blut und Gemetzel auskommen – an “Trigger” kommt das Buch aber für mich persönlich dann trotzdem nicht ran, weil ich auf eine andere Auflösung gehofft hätte.


    Fazit:


    Spannender Thriller, der zart besaitete Leser sicher etwas paranoid werden lässt.


    Bewertung:


    8 von 10 Sternen

  • Dieses ist mein zweites Buch des Autors. Und dieses hat mir jetzt eindeutig besser gefallen :-) .


    Die Spannung wird das ganze Buch über aufrecht erhalten. Man zittert mit Sarah mit. Und man fragt sich die ganze Zeit wie alles zusammenhängt.
    Vor allem macht den Gruselfaktor bei mir aus, das es ja solche Psychos nun wahrlich zu genug gibt. Vampire, Zombies und Co. können mich zwar ein bisschen gruseln, aber Angst spüren lassen schaffen sie bei mir nicht, eben weil es die nicht gibt. Solche Typen aber....... nee besser nicht zuviel drüber nachdenken (oder über die Anschaffung eines Rudels Rottweiler nachdenken).


    Am Ende war ich wieder etwas zwiegespalten, als der Täter seine Gründe erklärte. Doch da einem keine Meinung aufgezwungen wurde a la "der ist ja gar nicht sooooo schlimm, der hat ja gute Gründe blabla" sondern das was man drüber denkt einem selber überlassen blieb, einfach nur alle Seiten gezeigt wurden, war ich da doch versöhnt(er). Meine eigene Meinung: ganz ehrlich, ist mir völlig schnuppe was den Täter dazu bewogen hat so zu handeln, es interessiert mich nicht !!


    Über Sarahs Verhalten am Ende (dem Täter zuhören, seine Anweisung den Brief zu überreichen folgen...) kann man geteilter Meinung sein. Ich denke, ich hätte das anders gemacht.Aber wie gesagt: ihre Entscheidung.


    Sehr interessant fand ich das Mark Behrendt wohl schon in einem anderen Buch vorkam. Das werde ich mir demnächst unbedingt holen.
    Das Ende von "Phobia" hat mich erstmal stutzen lassen. Ich denke das stand aber nicht unbedingt im direkten Zusammenhang mit "Hiob" (wie ich erst dachte und nicht richtig kapierte) , sondern deutet eher auf ein weiteres Buch mit Mark hin.


    Fazit: spannend und gruselig - man ist gespannt wie es weitergeht


    P.S. Das ist nicht mein bevorzugtes Genre. Ohne den Lieblingsbuch-Leseevent hätte ich das Buch wohl nicht gelesen. Ich hätte was verpasst.

    "We are ka-tet...We are one from many. We have shared our water as we have shared our lives and our quest. If one should fall, that one will not be lost, for we are one and will not forget, even in death."Roland Deschain of Gilead (DT-Saga/King)