'Bella Clara' - Seiten 105 - 203

  • Clara eröffnet einen eigen Laden und ist auch gleich recht erfolgreich damit. Allerdings befürchte ich, dass es mit Therese und auch dem Vermieter noch richtig Probleme geben wird.


    Nicht dass die Frau des Vermieters ihr die Kunden abspenstig macht. Gerüchte sind ja schnell verbreitet.


    Ich bin mal gespannt, was es wohl mit Roberto auf sich hat und wie er an den Bodensee kommt.


    Und ich hoffe, dass Clara einen weg findet ihre Kinder wieder zu sehen. Gerhard ist ja wirklich widerlich (auch wenn ich mich damit wiederhole ;-))

  • Liebe Streifi,


    Gerhard ist widerlich - ein widerlicher machtbesessener Fiesling -


    ich zweifle ob ich mich länger mit ihm befassen will, oder ob ich sehen will, wie Clara von ihm fortkommt und wir uns mit anderen Dingen beschäftigen wollen.


    Der Start mit dem neuen Laden, dank des 'Zufallsauftrags' für die Creme ist eine geschickte Wendung. Wie gut kann man sich die Ladenzeilen vorstellen.


    In Ermangelung von Vorstellungen anderer mondäner Kurbäder mische ich dafür gerade Wiesbaden, Bad Kissingen, Bad Ems und ein wenig Binz in meinem Kopf ...



    Die Bedrohung durch die Vermieter sollte man nicht außer Acht lassen, das meine ich auch.


    Roberto ist ein Charmeur mit Ambitionen - Die Gerüche ... ich kann sie mir so lebhaft vorstellen. So jemand muss einfach mit Clara zusammenkommen - denkt man - aber wie soll das gehen? Die Geschichte des Haarhandels ist auch sehr interessant.

    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

  • Zitat

    Original von binchen


    In Ermangelung von Vorstellungen anderer mondäner Kurbäder mische ich dafür gerade Wiesbaden, Bad Kissingen, Bad Ems und ein wenig Binz in meinem Kopf ...


    Meersburg ist kleiner und enger. Da gibt es keine Flaniermeilen, wie in Baden Baden oder Bad Kissingen. Soweit ich das noch im Kopf habe. Hier gibt es ein paar Fotos der heutigen Innenstadt.
    Ist ja aber auch kein Kurbad, die Leute sind wohl eher wegen des Sees und der Natur hingefahren...

  • Danke für die Meersburgbilder, liebe Streifi! :knuddel1 :anbet
    Ich frage mich nach wie vor neidvoll, ob wohl auch heute noch von einem bezahlbaren Hotel auf einem geheimen Weg ein einsames Morgenbad wie bei Clara und Lilo möglich wäre.
    Claras Geschäft läuft gut an, aber ihre Teilhaberin scheint mir nicht so gewissenhaft wie Clara zu sein. Bleibt abzuwarten, ob ihre muntere Art etwas Sonne in Claras Leben bringt oder ihre Unachtsamkeit das Unternehmen in Schwierigkeiten stürzt. Letztere könnten auch vom Vermieterehepaar drohen: Er ein lüsterner Gockel, sie ein Tunnelblickdrache. Oder einer kommt von einer Berlin-Reise zurück und hat zufällig "Neuigkeiten" über Claras Vergangenheit im Gepäck.
    Der haarige Typ ist mir suspekt.
    Das Buch gefällt mir weiterhin sehr gut und ich freue mich, dass es doch noch mit meiner Teilnahme an der Leserunde geklappt hat.
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Hmmm, die beiden Haarkäufer finde ich recht lustig, aber ich ahne, dass Roberto große Ambitionen hat. Ob das wohl was mit Clara zu tun haben wird...?


    Ich finde es schön zu lesen, wie begeistert sie ihren Laden einrichtet und mit welchem Engagement sie bei der Sache ist! Im ersten Band hätte ich nie und nimmer gedacht, dass ausgerechnet die biedere und brave Clara auf einmal ohne was in die Fluten steigt und schwimmen lernt.
    (Wenns nicht so kontrovers wäre, würde ich ja sagen, sie soll auf die Männer pfeifen und mit Lilo zusammensein, bei der haut es offensichtlich mit Männern auch nicht so hin... ;)


    Therese scheint etwas flatterhaft, hoffentlich geht das gut - nicht nur im Bezug auf das Kunden verprellen, sondern auch mit ihren wechselnden Männern. Ohoh...


    Den Vermieter finde ich äußerst gruselig und ahne schlimmes. Zwei alleinstehende Frauen als Mieter laden solche Typen ja geradzu ein, irgendwelche - natürlich rein ritterliche, versteht sich! - Absichten zu verfolgen.

  • ... die Haareinkäufer von Elva waren zu der Zeit übrigens weltberühmt ...
    Aber gruselig ist der Job schon, oder? Den Mädle so einfach die Haare abschneiden ...


    Wird ja heute in Indien auch noch gemacht, nur, damit wir Westfrauen "Extensions" bekommen, grrrr!


    Grüßis, Petra

  • Ja finde ich auch, Petra, diese Haarhändler finde ich völlig gruselig - und vor allem das Entsetzen der Frauen, die ja in ihrer Verzweiflung ein Stück Selbstachtung abgeben scheint greifbar. Wenn sie erkennen, wie die Umwelt nun auch noch sichtbare Zeichen ihrer Armut sehen können.


    und wieder mal Männer, die sie dann ggf. auch noch verachten.


    Dieser Sülzer Roberto ist ein Seelenkäufer, der auf seinen Vorteil bedacht scheint - nur hat er nicht soviel davon, wie erträumt.

    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

  • Auch diesen Abschnitt habe ich verschlungen! :-]


    Claras Laden gefällt mir und ich hatte beim Lesen die feinen Düfte in der Nase. Bin mal gespannt, ob sie und / oder der Apotheker noch nach Grasse reisen. Als ich klein war, war meine Nachbarin mal dort und hat mir ein Parfüm mitgebracht, das ich gehütet habe wie einen Schatz.
    Interessant finde ich, dass ein Laden für die Schönheit etwas ganz Neues und ungewohntes war.


    Die Szenen mit der Gräfin mag ich. So schön bunt und schillernd. :grin


    Traurig, dass Claras Wiedersehen mit ihren Kindern nicht geklappt hat. Als sie da durch die Büsche spähte, dachte ich, sie flitzt gleich raus.


    Ich fürchte auch, dass es mit dem Vermieter und seiner Frau noch Ärger geben wird. Und auch die unzuverlässige Therese sorgt bestimmt noch für Unruhe.

  • :wave Chiclana -


    Der Laden ist schön - denke ich auch - die klare Linie für die Farbgestaltung, Corporate Design hat sie da schon drauf, finde ich Klasse.


    Aber auch ihr unterschwelliger Ärger auf Therese - mach doch mal selbst was - und das ist doch jetzt für mich ist so menschlich. Sie ist ja kein totaler Gutmensch - Gott sei Dank.


    Eigentlich hatte ich gedacht Therese würde sich an Stefano ranmachen - Perrücken und die Friseurin ...

    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

  • Stimme mit euch voll überein :write


    Meersburg und der Laden, super. Clara lernt Gräfin Zuzanna kennen, das hilft ihr bestimmt noch mal. Die Angelegenheit Gerhard/Kinder gestaltet sich weiterhin äußerst problematisch.


    Der Vermieter, mit dem bekommen die beiden sicherlich noch Probleme und Therese ist eine unreifes Mädel, mit immer wieder neuen Verehrern


    Die beiden italienischen Zopfabschneider, die finde ich auch gruselig. Kann mir aber so Charmeure in der Pampa gut vorstellen, wie sie vorgaukeln "nur" den Zopf abschneiden zu wollen und dann zum Trost/Kaschieren ein Kopftuch dalassen :fetch Ich bin gespannt, wie die Stränge zusammengehen.


    Das Buch - für mich wieder ein richtiges Wohlfühlbuch, wie schon die Vorgänger :-]

  • Gestern vor der Arbeit habe ich diesen Abschnitt beendet, aber seitdem noch keine Zeit gefunden, meine Gedanken dazu aufzuschreiben.


    Claras Creme kommt so gut an, dass sie einen "Laden für die Schönheit" eröffnet. Ihre Mitmieterin Thérese, die Friseurin, ist ein echt flatterhaftes Ding. Ich glaube, so direkt will sie gar keinen Umsatz machen, sonder lässt sich lieber von reichen Herren aushalten. Wenn sie damit mal nicht auf die Nase fällt...


    Clara rettet dem Schosshund der Gräfin das Leben (zum Glück hat sie schwimmen gelernt) und wird auf deren Frühlingsfest eingeladen. Gibt es eine bessere Werbung für ihren neueröffneten Laden? Und es klappt ja auch wirklich ganz gut.


    Der Vermieter ist mir aber nicht geheuer. Irgendwie ist der so schmierig. Wer weiss, was noch alles passiert. Was hat Frau Schrott vor, nachdem sie Clara und ihren Mann in dieser, für sie eindeutigen, Position gesehen hat?


    Clara macht Urlaub in Berlin. Sie will ihre Kinder sehen. Das kann ich verstehen. Und ich finde ihr Verhalten keinesfalls naiv, denn schliesslich hätte ihr Plan ja aufgehen können. Es konnte ja niemand wissen, dass Gerhard zu Hause ist, weil er die Handwerker erwartet. Vielleicht hätte sie aber wenigstens Josefine in ihr Vorhaben einweihen sollen. Und ist an den Gerüchten wirklich etwas dran, dass Gerhard und das neue Kindermädchen evtl. mehr sind, als nur Arbeitgeber und Kindermädchen?


    Und nun mal sehen, wie Roberto in die Geschichte passen wird. Als ich über seine Arbeit als Haareinkäufer gelesen habe, hab ich nur gedacht, dass er bei mir kein Geschäft machen könnte. :grin
    In Russland verkaufen Mädchen und Frauen heute noch ihre Zöpfe. Bringt ja anscheinend immernoch gutes Geld, das arme Familien gebrauchen können.

  • Auch diesen Abschnitt habe ich verschlungen. Mir gefällt es sehr gut, dass Clara die Chance hat sich selbständig zu machen. Ich gönne ihr den Erfolg von Herzen. Damit hat sie endlich die Bestätigung, dass sie auch was kann. Für Clara hoffe ich, dass sie ihrem "Exmann" zeigen kann, was er mit ihr verloren hat, aber das dauert bestimmt noch.


    Der Abschnitt mit Roberto hat mich irgendwie gestört - aber er hat bestimmt seine Richtigkeit. Ich konnte ihn nur nicht einordnen. Außerdem wollte ich doch unbedingt wissen, wie es mit Clara weitergeht.


    Bin nun sehr gespannt, wie es mit Clara weitergeht und wie Roberto in die ganze Geschichte reingehört.


    Muss nun unbedingt weiterlesen.


    Viele Grüße :wave


  • Meine Schwester liest das Buch auch gerade. Und sie ruft mir jede halbe Stunde an und will mich ausquetschen über Roberto etc.
    Ich grinse dann immer und sage: Ich weiß von nichts. Dazu müsste ich das Buch erst mal lesen ... Hahaha ...


    Viel Spaß und weiterhin spannende Lesestunden wünscht Petra

  • Wie im vergangenen Abschnitt geht es hier sehr schnell weiter mit der Entwicklung von Clara. Sie gewinnt nicht nur Selbstbewusstsein, sondern eröffnet so mir nichts, dir nichts, einen Laden mit ihren Cremes. Und hat damit Erfolg.


    Ehrlich gesagt, ging mir das alles schon etwas zu einfach. Von der unterdrückten Hausfrau zur erfolgreichen Geschäftsfrau und das in nicht mal einen Jahr - das finde ich wenig überzeugend. Auch wenn sie ihre Freundinnen als leuchtendes Vorbild hat. Ich habe mich auch gefragt, woher sie sich die Einrichtung ihres Ladens leisten konnte. Natürlich stammte das meiste aus Lilos Beständen, aber auch Farbe und vor allem der Schreiner will bezahlt sein, nicht zu vergessen die Grundausstattung ihres Labors, Materialien und Behältnisse. So viel kann sie in diesen wenigen Monaten bei den Weingartens mit einem Teilzeitjob als ungelernte Kraft ja nicht verdient haben!


    Zitat

    Original von chiclana
    Die Szenen mit der Gräfin mag ich. So schön bunt und schillernd. :grin


    :write


    Zitat

    Original von Blackie
    Therese scheint etwas flatterhaft, hoffentlich geht das gut


    Das habe ich mir auch gedacht. Die Zusammenarbeit mit ihr gestaltet sich doch etwas schwierig, hoffentlich muss Clara sie nicht auch noch mitziehen.


    Zitat

    Original von Petra Du-Be
    Aber gruselig ist der Job schon, oder?


    Das kann man so und so sehen! Ich seh das eher praktisch. Für viele dieser armen Leute war es sicher eine verhältnismäßíg einfache Möglichkeit, an Geld heranzukommen. Ich kann jetzt leider überhaupt nicht einordnen, wie viel das bezahlte Geld zu dieser Zeit wert war, aber wenn man damit ein Dach abdichten kann, kann es nicht so wenig gewesen sein. Und Haare wachsen nach.


    So richtig reingepasst hat für mich der Abschnitt auch nicht. Aber ich denke, dieser harte Bruch und diese momentane Ratlosigkeit, wie dieser Strang zu Clara führt, ist so gewollt, oder? :-]


    Zitat

    Original von binchen
    Gerhard ist widerlich - ein widerlicher machtbesessener Fiesling -


    Was erwartet ihr denn? Natürlich war es enormes Pech, dass er ausgerechnet an diesem Tag zuhause war, doch dass er alles tun wird, um Clara von den Kindern fernzuhalten, war ja wohl klar. Mich wundert eher, dass Josefine als Claras Freundin so engen Umgang mit Sophia pflegen kann.


    Für ihn ist Clara die böse, ganz böse undankbare Ehefrau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er auch nur kurzzeitig daran denkt, er könne an der Scheidung schuld sein und Clara wegen ihm ging. Das hat sie ihm leider auch noch nie zu verstehen gegeben.


    Auch die Szene an der Haustür zeigt deutlich, dass Clara momentan (noch) nicht den Schneid hat, ihm auf Augenhöhe gegenüberzutreten. Bei allem gewachsenen Selbstbewusssein klappt das leider noch nicht. Aber darauf warte und hoffe ich. Nicht, um irgendwelche Rache an ihm zu nehmen, sondern um sich den Kindern wieder zu nähern und dann diese leidvolle Ehe irgendwie hinter sich lassen zu können.

    "Wir brauchen alle immer mal wieder Beschäftigungen, die uns eine Pause von uns selbst gönnen." Tracy Chevalier, Violet, Atlantik Verlag 2020

  • Zitat

    Original von Petra Du-Be
    ....
    Meine Schwester liest das Buch auch gerade. Und sie ruft mir jede halbe Stunde an und will mich ausquetschen über Roberto etc.
    Ich grinse dann immer und sage: Ich weiß von nichts. Dazu müsste ich das Buch erst mal lesen ... Hahaha ...


    Viel Spaß und weiterhin spannende Lesestunden wünscht Petra


    :anbet
    Die spannenden Lesestunden werde ich bestimmt haben, dank Dir.


    Viele Grüße :wave

  • Ich bin auch gerade mit diesem Leseabschnitt fertig geworden und schreib mal schnell meine Gedanken hierzu auf....


    Clara hat einen Laden für die " Schönheit" eröffnet. Ich hatte ihn bildlich vor meinem geistigen Auge:
    Links ein karger, etwas schmuddeliger Frisörsalon mit alten Haaren auf dem Boden und rechts ein schön dekorierter Raum mit duftenden Seifen und Kosmetikgläschen in den sauberen Regalen. Dazu die pastellfarbigen Wände...einfach traumhaft. Was mich sehr amüsierte...das es zu dieser Zeit tatsächlich Frauen gab, die sich geschämt haben, solch einen Laden zu betreten. Heute impliziert der Besuch bei der Kosmetikerin Selbstbewusstsein und auch eine gewisse Art von Wohlstand...für mich nicht vorstellbar, dass das vor 100 Jahren noch ganz anders gesehen werden konnte...


    Die Rolle, die Roberto mal in Claras Leben spielen soll, ist mir noch nicht ganz klar....


    Was mich ein wenig gestört hat...: mal wieder hat der Zufall Clara geholfen...Im ersten Abschnitt bekommt die Apothekergattin just in dem Moment Wehen, als Clara im Verkaufsladen steht und nun stürzt sich ausgerechnet vor Claras Augen ein Hund in die Fluten, den sie selbstlos rettet (und somit die äusserst lukrative Bekanntschaft mit Gräfin Zuzanne macht)...


    Der Vermieter bzw. dessen vollkommen verblendete Ehefrau werden Claras Erfolg einen Strich durch die Rechnung machen - da bin ich mir jetzt schon ziemlich sicher. Teresa wird mit ihrer unbekümmerten Art auch nicht zu weiterem Erfolg helfen...hier bahnt sich ebenfalls eine Wendung an...schätze ich zumindest...


    Ich mag Clara sehr und bewundere sie für ihren Mut und ihr Können, aber wie sie unangemeldet vor ihrem ehemaligen Haus steht und davon ausgeht, sie braucht nur zu klingeln und kann dann ihre Kinder in den Arm schließen und auch noch den Nachmittag mit ihnen verbringen, fand ich ausgesprochen naiv und auch dumm...(wie auch Josefine auf Seite 197 treffend feststellt) da hätte ich ihr mehr Menschenverstand gewünscht. Sehnsucht hin oder her...dass die Nummer in die Hose geht war klar (auch wenn Gerhard nicht zu Hause gewesen wäre)...außerdem...wieso geht sie davon aus, dass Matthias sie überhaupt sehen will? Bisher kam keine Annäherung von dem Jungen und er scheint nach wie vor unter der Beeinflussung des Vaters zu stehen...meint sie, die Miniaturdampfmachine würde das mal eben ändern??? :gruebel


    Trotz kleiner Kritikpunkte lese ich Dein Buch sehr gerne, Petra und ich freue mich auf den nächsten Abschnitt...ich habe heute Morgen sogar den Bestand meiner Kosmetika überdacht und überlegt, ob nicht eine schöne, duftende Seife besser wäre, als der olle Seifenständer, der irgendwie nach nix riecht....


    :wave
    Sweetie


  • Liebe Sweetie,


    sind das wirklich "glückliche" Zufälle? So viele andere sind an dem ertrinkenden Hund vorbeigegangen! Keiner hat geholfen! Nur Clara hat es gewagt, sich in voller Montur in die Flut zu stürzen.
    Solche Situationen sind mir nicht unbekannt. Am Ende heißt es immer: Was du alles erlebst ... Hah! Die andern sorgen doch selbst dafür, dass sie NICHTS erleben.


    Das gilt auch für die Wehen der Apothekerin. Viele andere hätten bei den ersten Klagesrufen gesagt: "Oh, es ist wohl ungeschickt, ich komme am besten morgen wieder" und wäre eiligst verschwunden.Bloß in nichts hineinkommen! Bloß kein Ärger! Nicht aber Clara. Die packt an, auch wenn es dreckig wird ...


    Das Leben bietet JEDEM so viele Möglichkeiten. Aber nur die wenigsten wollen sie erkennen ...


    Liebe Grüße von Petra

  • Sicher dürfen sich die "Nur-Zugucker" oder "Gleich-Wegschauer" über mangelnde Gelegenheiten nicht beschweren. Aber um überhaupt zuschauen, wegschauen oder eben helfen zu können, muss natürlich erst einmal ein Hund ins Wasser fallen oder ein Baby auf die Welt kommen wollen. Und dass Clara da halt gerade zur rechten Zeit am rechten Ort war und so Gelegenheit hatte, das richtige zu tun, das waren schon glückliche Zufälle. Die ihr aber von Herzen zu gönnen waren.
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Zitat

    Original von Petra Du-Be
    Das Leben bietet JEDEM so viele Möglichkeiten. Aber nur die wenigsten wollen sie erkennen ...


    Das ist ein sehr schöner Satz! Und für Clara hätten sich bestimmt andere Gelegenheiten ergeben, wenn diese nicht gewesen wären.

    "Wir brauchen alle immer mal wieder Beschäftigungen, die uns eine Pause von uns selbst gönnen." Tracy Chevalier, Violet, Atlantik Verlag 2020