'Das zufällige Leben der Azalea Lewis' - Seiten 081 - 167

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    Original von nicigirl85
    Ich glaube das Bemerkenswerte sind die vielen kleinen Details in der Geschichte. Ansonsten geht es ja eher mäßig voran, aber immer noch intensiv genug, um mich zu fesseln.


    Ja, so ging es mir auch. Ich mag es, wenn Bücher so ausufernd geschrieben sind. Obwohl es gerade bei einer Leserunde dann schwierig ist über den Inhalt zu schreiben, wenn nicht so viel passiert ist.

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

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    Original von LyFa
    Wie traurig. Marion wollte zu dem erblindetem Loak ziehen und auf dem Weg um ihn zu besuchen, findet sie auf dem Rummelplatz ihren Mörder ...
    Lange glaubt Peter, Marion habe ihn verlassen. Als er dann endlich erfährt, dass dem nicht so war, erfährt er, dass seine Tochter vermutlich tot ist.
    Allerdings scheint Azalea ja überlebt zu haben.
    Das Buch nimmt ziemlich an Fahrt auf. Für Peter freut es mich, dass er "seine Tochter" kennenlernen kann.


    Ja, das ist mehr als TRAURIG, Marion war zur falschen Zeit am Falschen Ort.....
    Was sollte Peter auch sonst glauben das Marion ihn verlassen hat und dann auch noch seine Tochter Tot, wie Bitter.....
    Auch mich hat es für ihn gefreut, das Azalea noch lebt.

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    Original von hollyhollunder
    Ich muss mich zwingen, nicht über Passagen drüber zu lesen um schneller wieder zur eigentlichen Handlung zurückzukommen. :-(


    Wobei zu klären wäre, was die "eigentliche Handlung" in diesem Buch überhaupt ist.


    Peter glaubt, daß er der Vater ist. Bisher wurde aber nicht definitiv ausgesagt, daß er das wirklich ist. Immerhin gibt es anscheinend drei Kandidaten für die Vaterschaft.


    Interessant fand ich übrigens die Bemerkung, daß er der zweite Blinde ist, der behauptet, der Vater zu sein.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

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    Original von Booklooker


    Ja, da muss man schon ganz schön dabei bleiben um genau zu wissen, wo man sich gerade befindet. Ich mag diese Art der Erzählung sehr gern, weil man einfach unglaublich viele Hintergrundinfos bekommt, die anders erzählt werden, als wenn die Geschichte gradlinig und der Reihe nach erzählt worden wäre.


    Scheinbar bin ich der gradlinige Typ. :grin Wobei ich mehrere Handlungsstränge durchaus mag. Aber ich glaube die ausschweifenden Erklärungen hätten mir besser gefallen, wenn man sie irgendwie in die Handlung eingebettet hätte und nicht mit ihnen ständig den Erzählfluss zu stören. Aber sowas ist natürlich ein subjektives Empfinden.


    Die Geschichte, wie sie wieder einen Mann findet - einen blinden Mann - der sich für ihren Vater hält, fand ich schön erzählt.

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    Original von SiCollier
    Wobei zu klären wäre, was die "eigentliche Handlung" in diesem Buch überhaupt ist.


    Für mich ist das Leben von Azalea - und meinetwegen von Dr. Post - die eigentliche Handlung.
    Also z.B. die Abschweifungen über Uganda sind sicherlich interessant, wenn man ein Buch über Afrika, Uganda, Politik u.ä. liest, aber hier hat mich diese Vielzahl an Infos, der durchaus politisch-kniffelige Text, total draus gebracht. :wow

  • Ein gelungener Abschnitt! Ich habe mit jeder Seite mehr Freude an dem Buch. Das ist so eine schöne Mischung aus Spannung, Zeitgeschichte, Humor und Philosophie auf eine sehr eigene Weise geschrieben, die mir einfach imponiert. Uganda, das Leben des Luke, Azaelas Zeiten im Busch kommen richtig glaubhaft rüber, obwohl König Zufall- oder ist es die Vorsehung, dem Leben dauernd ein Bein stellt. :grin


    Den blinden Mann fand ich auch prima erzählt. :lache

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    Original von hollyhollunder
    Also z.B. die Abschweifungen über Uganda sind sicherlich interessant, wenn man ein Buch über Afrika, Uganda, Politik u.ä. liest, aber hier hat mich diese Vielzahl an Infos, der durchaus politisch-kniffelige Text, total draus gebracht. :wow


    Dann geht es uns völlig verschieden. Ich bin jetzt etwa in der Mitte des folgenden Abschnitts, da spielt Uganda & Co ja auch noch/wieder eine Rolle. Ich finde das äußerst interessant. Da kommen bei mir Erinnerungsfetzen hoch, das war ja alles mal in den Nachrichten und der Zeitung, aber so weit weg. Gerade die Abkürzungen habe ich (fast) alle schon mal gehört. Plötzlich werden die "lebendig" (ein unpassender Ausdruck, aber mir fällt gerade kein anderer ein).


    Obwohl es manchmal verwirrend ist, finde ich das Buch faszinierend.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Zitat

    Original von SiCollier


    Obwohl es manchmal verwirrend ist, finde ich das Buch faszinierend.


    Mich fasziniert vor allem, dass bei manchem der Text ganz unterschiedlich ankommt. :grin Das Buch erinnert mich irgendwie an die zwei Bücher von Jonas Jonasson (Der Hundertjährige und die Analphabetin). Mit denen hab ich mich auch schwer getan. Da wird auch neben der Geschichte viel abgeschweift und Politisches erzählt. :gruebel


    Mich verwirrt es mehr.
    Gut gefällt mir aber die Grundidee - die Frage danach, was ist Zufall, was Schicksal, was Fügung. (mehr im nächsten Abschnitt :-))

  • Ich lese auch noch sehr gern, obwohl es bei mir nicht so schnell voran geht...


    Die politischen Infos über Uganda/Afrika sind für den Interessierten zu kurz um wirklich alles zu verstehen und einen guten Überblick zu bekommen. Derjenige wird selbst nachlesen. Für Nicht-Interessierte und diejenigen, die sich bereits mit der Politik/Geschichte auskennen ist es zu lang. Ich fand persönlich den Abschnitt nicht gelungen. Wie schon geschrieben, war er mir zu knapp und chaotisch, um wirklich was zu verstehen. Dann hätte man ihn gleich extrem kürzen können.


    Zitat

    Original von Zwergin
    Nur bei den ganzen abkürzungen der verschiedenen kampftruppen musste ich mich kurz zwingen nicht querzulesen, aber dieses ganze Abkürzungschaos verdeutlicht die Situation in der Region sehr gut finde ich, keiner blickt mehr durch, wer da gegen wen kämpft und warum überhaupt :-(


    Wenn das da Ziel des Autors war, dann hat er es hinbekommen. :lache


    Darauf wie es mit den Väter weitergeht bin ich ja auch sehr gespannt. Ob es überhaupt aufgedeckt wird, wer der wirkliche Vater ist? :gruebel


    Die vielen offenen Fäden mag ich. Insgesamt ist es mir zu wenig von Thomas

    :wave


    Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele (Cicero)

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  • Der gute Herr Ironmonger hat Geduld. Und von der jede Menge. :grin Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und erzählt in einem leichten Durcheinander abwechselnd genauso lange wie er es für notwendig hält. Als auf Seite 140 Azalea in die Geschichte quasi erstmals richtig aktiv eingreift und zu erzählen beginnt war das für mich wie der 2. Startschuss in die Geschichte.


    Die Postings der Eulen zu diesem Abschnitt sind eher kurz gehalten. Aber es ist auch sehr schwer hier etwas Ausführliches zu schreiben. :rolleyes Zumal man nicht weiss, wohin der Autor mit uns Lesenden schlussendlich hin will.

  • Der Autor hat eine Detail-Verliebtheit, bei der ich mich zwischendurch immer frage, wessen Geschichte erzählt er jetzt eigentlich? Das macht es mir etwas schwierig, Zugang zur Hauptfigur zu kriegen.


    So langsam dürfte die Geschichte etwas in die Puschen kommen (tut sie ja im Gespräch zwischen Thomas und Azalea, aber dann ist der Abschnitt auch schon zu Ende...).

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    Original von sapperlot
    Zumal man nicht weiss, wohin der Autor mit uns Lesenden schlussendlich hin will.


    Das hält er sehr erfolgreich sehr lange unter Verschluß.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Auch nach dem Lesen dieses Abschnitts stehe ich nboch einw enig planlos da. Ich kann noch nicht einschätzen, wohin genau die Reise geht und was mich noch erwarten wird.


    Ein richtige Bezugsperson ist Azalea auch für mich nicht geworden. Ich denke zwar, dass das gewollt ist, aber so 100%ig glücklich bin ich damit trotzdem nicht. ICh fiebere gerne so richtig mit.


    Die Abschweifungen sind nicht so sehr nach meinem Geschmack. Für mich wäre eine geradlinige story hier evtl. spannender gewesen. Kann aber auch nur an den Themen der Abschweifungen liegen.


    Der Erzählton ist nach wie vor andersartig. Ein besseres Wort gibt es für mich nicht. Nach einem stressigen Tag finde ich etwas aufreibend, aber wenn man mit kühlem Kopf liest, amüsiert es einen schon.

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    Original von logan-lady
    Ich bin mal gespannt, wer der erste blinde Mann war, der sich für ihren Vater hielt.


    Das frag ich mich grad auch. Vll der Mann, der auch ihr Vater hätte sein können, dieser Fischer? (Hab vergessen wie der hieß >.<).


    Dann war Sheffield kein Ort, sondern das Schiff, auf dem ihr Vater war. Interessant! :gruebel


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    Original von Manuela2205



    Die Unruhen in Uganda mit den drei Millionen Abkürzungen fand ich eher leicht nervig, einziges Highlight war der selbstgewählte Titel von dem einen Diktator :rofl
    Die Rückblicke auf Azaleas Leben finde ich durchaus interessant, kann mir im Moment aber nicht vorstellen, worauf die ganze Geschichte zusteuern soll.


    Also ich muss sagen, dass ich diesen Abschnitt leider ein wenig überflogen hab. :( Mir waren das eindeutig zu viele Abkürzungen und ich hab nicht so recht geblickt wer jetzt gegen wen ist etc. Habe nur verstanden, dass es viele Unruhen gab, Gewalt und dass jeder was Anderes wollte und dadurch u.a. die Kinder in Gefahr waren...


    Zitat

    Original von Lumos


    Putzig fand ich, dass Luke seine Schulkinder statt Gospels die alten Lieder aus seiner Hippie-Zeit singen ließ :-).


    Haha ja! Aber waren ja auch coole Lieder dabei!


    Im Übrigen sind mir das zu viele Zeiteben, die abwechselnd erzählt werden. Für mich macht es die Geschichte nicht spannender, sondern ich bin eher genervt von den Unterbrechungen. Mir fallen die Umstellungen nicht so leicht.


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    Original von Zwergin


    Sehr gespannt bin ich jetzt, wie Azalea den Überfall überlebt hat.


    Ja, das frag ich mich auch noch!


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    Original von SiCollier


    Dann geht es uns völlig verschieden. Ich bin jetzt etwa in der Mitte des folgenden Abschnitts, da spielt Uganda & Co ja auch noch/wieder eine Rolle. Ich finde das äußerst interessant. Da kommen bei mir Erinnerungsfetzen hoch, das war ja alles mal in den Nachrichten und der Zeitung, aber so weit weg. Gerade die Abkürzungen habe ich (fast) alle schon mal gehört. Plötzlich werden die "lebendig" (ein unpassender Ausdruck, aber mir fällt gerade kein anderer ein).


    Ok, also ich glaub ich bin zu jung dafür und politisch zu uninteressiert dafür. Jedenfalls kenne ich keine der Abkürzungen und auch die erwähnten Leute nicht, die das Land leiten wollten/geleitet haben etc. Das macht das Ganze irgendwie ein wenig schwierig einzuordnen! :gruebel

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    Original von Booklooker


    Ja, so ging es mir auch. Ich mag es, wenn Bücher so ausufernd geschrieben sind. Obwohl es gerade bei einer Leserunde dann schwierig ist über den Inhalt zu schreiben, wenn nicht so viel passiert ist.


    Ich kann mich da nur anschließen. Es werden immer wieder nur kleine Stückchen der Geschichte enthüllt. Allerdings bleibt es für mich auch spannend, zu sehen, wohin das ganze noch führen wird.

    "Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns."

    Franz Kafka, Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904






    :lesend

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    Original von Dazzled


    Ich kann mich da nur anschließen. Es werden immer wieder nur kleine Stückchen der Geschichte enthüllt. Allerdings bleibt es für mich auch spannend, zu sehen, wohin das ganze noch führen wird.


    Genauso geht es mir auch, ich finde die Erzählweise ebenfalls spannend...häppchenweise Infos :grin


    Was mir im ersten Abschnitt noch wirr und etwas kompliziert erschien entpuppt sich nun als gute Geschichte mit vielen liebevoll recherchierten Feinheiten und Details.


    Die Sache mit Kony habe ich vor einigen Jahren mal gelesen - schlimm :-(

    Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden. (Der Turm, S. King)


    Wir fächern die Zeit auf, so gut wir können, aber letztlich nimmt die Welt sie wieder ganz zurück. (Wolfsmond, S. King)


    Roland Deschain

  • Ich habe den Abschnitt noch nicht ganz durch, möchte aber meinen ersten Eindruck schonmal loswerden: Bisher gefällt mir die Geschichte ganz gut, obwohl die Ereignisse irgendwie seltsam sind. Azaelas Geschichte scheint traurig zu sein - ist ja merkwürdig, dass sie niemand erkannt oder vermisst hat...


    Und dieser Thomas ist wohl auch ein komischer Kauz.. Bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht..

    Einige Bücher soll man schmecken, andere verschlucken und einige wenige kauen und verdauen.