Das Joshua-Profil - Sebastian Fitzek

  • In meinen Augen ist eines von Fitzeks besten Büchern. Die Story ist nicht zu abegdreht und verworren. Man kann sie flüssig lesen und es ist spannend und fesselnd bis zum Schluss. Absolut empfehlenswert. Ich hatte "Die Blutschule" vorher übrigens gelesen,was an einigen Stellen schon recht hilfreich war und einige Situation für mich verständlicher machte. 9 von 10 (da ich Passagier 23 noch etwas besser fand)

    Substand 01.07.2016 : 131


    Marina Boos - Das Glück der handgemachten Dinge:lesend

    Charlotte Thomas - Der König der Komödianten :lesend

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  • Es gleicht einem Albtraum: Zuerst wird Autor Max Rohde von einem vermeintlichen Selbstmörder gewarnt, auf der Hut zu sein und ja kein Gesetz zu brechen. Dann steht auf einmal das Jugendamt vor seiner Tür und möchte ihm sein Kind wegnehmen. Max sieht keine andere Möglichkeit, als mit seiner Tochter zu flüchten. Doch damit macht er alles nur noch schlimmer – und das in jeder Hinsicht.

    Sebastian Fitzeks „Joshua Profil“ beginnt wirklich vielversprechend. Als Leser will man die Zusammenhänge verstehen und folgt max bereitwillig auf die rätselhaften Odyssee. Und freut sich sofort, als Hauptkommissar Philipp Stoya aus den beiden "Augen"-Büchern für einen kleinen Gastauftritt mitmischt.

    Leider aber lässt die Faszination der Geschichte in der zweiten Hälfte des Romans nach. Fitzek verliert sich in seinen üblichen Plotzutaten, bestehend aus viel Actionszenen und ständigen Wendungen – auch die scheinbar nach dem bekannten Muster. Wer seine anderen Bücher kennt, erfährt daher nicht viel Neues. Einzig der Handlungsort (ein Moor außerhalb Berlins) ist ein anderer. Die Auflösung am Ende fällt diesmal nicht ganz so düster und überraschend aus. Was ich aber für einen Pluspunkt halte. Alles in allem war „Das Joshua-Profil“ ein solider Thriller, aus dem man allerdings noch einiges mehr hätte machen können.

  • Als rießen Fitzek Fan habe ich auch dieses Buch verschlungen. Ich persönlich finde zwar, dass es nicht sein Bestes war, aber dennoch absolut lesenswert. Ich finde die Thematik erschreckend , weil eben Realistisch. Dieses zusammensuchen unserer online Daten um daraus ein Profil über uns zu erstellen. Klar, dass man dies längst weiß, aber es dann so vor Augen geführt zu bekommen regt zum Nachdenken an.

    Ansonsten ist der Schreibstil von Fitzek wieder grandios, welcher dazu führt, dass man das Buch nicht weglegen möchte.

    Die Blutschule habe ich auch gelesen, ist zum Verständnis des Buches aber nicht notwendig. Eher eine abermals tolle und faszinierende Idee von Herrn Fitzek.


    Übrigens...an Karfreitag läuft das joshua Profil auf RTL. Wobei ich daran zweifle, dass der Film an das Buch ran kommen wird.

  • Das Buch fand ich ganz gut, auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich schon bessere Fitzeks gelesen habe. Aber die Thematik an sich fand ich gut umgesetzt. Den Film werde ich mir heute Abend auch ansehen. Bin schon gespannt, was sie daraus gemacht haben.

  • Ich werde auch mal reinsehen, aber ich erwarte mir wenig von einer deutschen Produktion. Hoffentlich hält sich das Genuschel in Grenzen. Aber wer weiß, vielleicht werde ich ja positiv überrascht.

  • Ich habe von Fitzek noch nichts gelesen und werde das vermutlich auch nicht mehr tun (ich lese einfach nicht gerne Massenthriller), aber da ein Freund von mir seinerzeit an der Filmmusik von "Das Kind" mitgearbeitet hat, habe ich mir diesen Film - den Fitzek selbst (mit)produziert hat - angeschaut. Oder, besser gesagt: Ich habe es versucht. Etwas so unterirdisch Schlechtes habe ich davor und danach nie wieder gesehen. Zwanzig Minuten habe ich ausgehalten. Und selbst diesen Zeitverlust bereue ich heute noch.

  • Ich fand den Film nicht schlecht. Es ist schon eine Weile her, das ich das Buch gelesen habe, daher konnte ich sowieso nicht viel "vergleichen".

    Aber ganz generell darf man niemals ein Buch und ein Film vergleichen. Wer das immer noch nicht verstanden hat, wird nie gute Verfilmungen sehen ;)


    Mein Fazit: für einen deutschen Film wars okay und Fitzek hat durchaus ein Talent zum schauspielern (im Gegensatz zu dem Polizisten).