Wie stark beeinflussen euch Cover beim Bücherkauf?

  • breumel

    Ich habe hier etliche Suhrkamp TBs aus den 90er Jahren hier stehen, anscheinend hat man damals wirklich nach den Autoren gesucht und sich nicht an Covern orientiert. Beim Verlag habe ich gerade nachgelesen, daß 2004 das Konzept geändert wurde. Die Cover sind auf jeden Fall auch jetzt nicht so reißerisch wie bei manch anderen Verlagen und die Papierqualität hat sich m.E. auch positiv verändert.

  • Die Suhrkamp Cover finde ich oft eher langweilig.

    Suhrkamp erinnert mich immer an meine Schulzeit - da war dieser Verlag Schulprogramm...


    Aber auch heute gehe ich zielstrebig an bestimmten Verlagen vorbei, weil mich die Cover nicht ansprechen - z.B. Diogenes.

  • So unterschiedlich sind die Geschmäcker. :lache


    Ich mag die Cover (und auch viele Bücher) von Diogenes sehr. Letztes Jahr habe ich tatsächlich ein Buch des Verlags hauptsächlich wegen des Covers gekauft, was mir sonst eher selten bis gar nicht passiert:

    Vintage

  • Das Vintage-Cover fand ich super, aber ansonsten lese ich Diogenes sehr gerne. Manchmal finde ich allerdings die Preise für HC schon sehr ordentlich. :(


    Und Suhrkamp lese ich auch gerne. Aber es stimmt, die früheren Cover erinnern im Endeffekt an die "Eintönigkeit" der gelben Reclambüchlein aus der Schulzeit :grin

  • Ja, ich lasse mich auch vom Cover leiten. Inzwischen bin ich keine Spontankäuferin mehr, ich gehe nie einfach durch Buchhandlungen und greife nach irgendetwas. Ich habe immer eine Liste oder schon vorher Bücher bestellt und wähle entweder nach Empfehlung/Rezis aus oder danach, ob ich den Autor kenne. Daniela Ohms ist zum Beispiel eine meiner Lieblingsautorinnen. Von der würde ich auch ein Buch kaufen, das in Zeitungspapier eingewickelt ist. Leider bekommt sie immer Cover verpasst (an der Grenze zum Kitsch) die überhaupt nicht zur Ernsthaftigkeit ihrer Geschichten passen. 'Wie Treibholz im Stum' ist eine Geschichte über das Überleben und ist hart und emotional sehr aufrüttelnd- und das Cover sieht aus als gingen da ein paar Leute zum Sonntagsspaziergang.


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    Ich mag keine Cover, die zu süßlich sind und ich stehe auch nicht auf diese ganzen Fantasycover, entweder sind die mir zu ätherisch (hübsche Mädchen in Pastellfarben mit großen Augen) oder zu bunt und grell (Scheibenwelt Romane). Würde ich mich nur vom Cover leiten lassen, würde ich sowas gar nicht kaufen- aber selbstredend sind die Scheibenwelt Romane einfach nur genial. Diogenes mag ich auch nicht- aber da mochte ich bisher auch kein Buch inhaltlich. Die Cover finde ich megaöde.


    Dieses Cover/Inhalt Paradox habe ich auch ganz oft bei Büchern vom Diana Verlag. Da sind die Cover auch immer so süßlich mit Frauen und Blümchen und was weiß ich, drinnen stecken aber wirklich interessante Geschichten und spannende Protagonistinnen.


    Ich mag am liebsten Cover die gemalt sind und irgendwie Ruhe ausstrahlen, zum Beispiel die von Tracy Chevalier (ich meine jetzt bei beidem die gebundenen Ausgaben).


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    Und:


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    Und es gibt eine Sache, die mich wirklich fertig macht- wenn auf dem Cover der Protagonist abgebildet ist (zum Beispiel eine Frau mit blonden Haaren) und im Buch dann beschrieben wird, dass sie anders aussieht (z.B. schwarhaarig ist in diesem Fall jetzt). Da merkt man dann dass der Grafiker das Buch nicht gelesen hat und der Verlag beide Augen zugemacht hat. Sowas geht gar nicht.