'Geister' - Teil 6

  • Oooh, jetzt habe ich euch wohl alle überholt, obwohl ich dachte, das Buch ist nichts für mich.


    Ich muss sagen, dass ich mittlerweile alle Teile spannend finde, sowohl die, die in den 68gern spielen als auch die Jetzt-Zeit.

    Mit Anne nähern wir uns also dem, was 1968 passierte und Faye in irgendeiner Form traumatisierte. Lange habe ich das Foto betrachtet und sehe in offene, interessierte Gesichter. Ich kann mir nicht vorstellen, wie daraus diese Erwachsenen wurden.

    Anne erinnert mich an unseren Nachbarn, der einen einsamen Kampf gegen den Löwenzahn auf dem Rasen aufgenommen hat. Aussichtslos.


    Henry ist also auch in dem Sinne gescheitert, dass er um seine Rente betrogen wurde. Ein Gespräch zwischen Vater und Sohn scheint nicht möglich. Die Verletzungen und die Verlassenheit spiegelt sich hier auch wieder. Man sollte doch meinen, dass das Fehlen der Mutter die beiden zusammengeschweißt hat - ich kann davon nichts erkennen.

    Ein Leben zwischen Tiefkühlkost, was für ein Albtraum!


    Und Laura hat tatsächlich einen Anflug von schlechtem Gewissen. Ich bin gespannt, ob sie es schafft, Samuels Ruf zu ruinieren. So ein intrigantes Weib, und das aus purer Faulheit!

    Die eigentliche Geschichte aber bleibt unerzählt, denn ihre wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein. Natascha Wodin

  • Und Laura hat tatsächlich einen Anflug von schlechtem Gewissen. Ich bin gespannt, ob sie es schafft, Samuels Ruf zu ruinieren. So ein intrigantes Weib, und das aus purer Faulheit!

    Ich bin noch nicht fertig, stehe jetzt gerade an der Stelle, wo Samuel sich mit Henry trifft.

    Ich werde wohl in den nächsten 2 1/2 Wochen nicht mehr so viel zum Lesen kommen, aus Einigen bekannten Gründen, aber mir brennt es in den Fingern weiter zu lesen.;(


    Laura ist echt ein schlimmes, intrigantes Biest. Sie kann mit dem Gefühl des Zweifels, das sie hat, selbst gar nichts anfangen. Sie mogelt sich durch die Schule und durchs College und findet eigentlich nichts dabei. Ihre eigene Sorge ist, dass sie später, wenn sie die Karriereleiter wie geplant aufsteigt, nichts können wird. Unglaublich.

    Auch ihr Verhältnis zum Sex und ihre Beziehung zu ihrem Freund ist nach meinem Verständnis nicht normal. Ihre komplette Beziehung ist vom Netz und dem, was sie da gesehen hat, geprägt, bar jeden Gefühls und jeder Echtheit, nur Berechnung und Kalkulation.


    Ich habe noch keine richtige Beziehung zur Figur Pwnage.

    Wie sprecht ihr das aus???

    Er will ja scheinbar auch Schriftsteller werden. Seine Probleme sollen sich damit lösen, seine Wünsche erfüllen, aber hat er die wirklich so konkret? Für mich ist er einer, der alles anfängt, gerne verschiebt, irgendwie nie zum Punkt kommt.

  • Jetzt bin ich soweit.

    Mit Anne nähern wir uns also dem, was 1968 passierte und Faye in irgendeiner Form traumatisierte. Lange habe ich das Foto betrachtet und sehe in offene, interessierte Gesichter. Ich kann mir nicht vorstellen, wie daraus diese Erwachsenen wurden.

    Wer ist Anne?

    Die Frau auf dem Foto heißt doch Alice, oder ?

    Eine ganze Weile hatte ich das Gefühl, dass wir auch von ihr nichts Neues erfahren, aber das scheint nun doch im nächsten Abschnitt zu passieren.

    Anne erinnert mich an unseren Nachbarn, der einen einsamen Kampf gegen den Löwenzahn auf dem Rasen aufgenommen hat. Aussichtslos.

    Als ich das las, also die ganze invasive Sache mit der Knoblauchsrauke, musst gleich doch gleich mal meinen Mann fragen, der sich aber leider mit Neophyten Nordamerikas nicht auskennt. Aber es gibt ja das Internet. Hier bei uns ist die Knoblauchsrauke harmlos.

    Man sollte doch meinen, dass das Fehlen der Mutter die beiden zusammengeschweißt hat - ich kann davon nichts erkennen.

    Ein Leben zwischen Tiefkühlkost, was für ein Albtraum!

    Ich will mich nicht so weit vorwagen, aber ich denke, dass das so eine Vater-Sohn-Sache ist. Gut, dass sie sich zumindest so gut verstehen, dass sie einander zuhören können. Die Klippen haben sie mit Sportgesprächen oder auch vielleicht mit Gesprächen über Tiefkühlkost.


    Zwischendurch dachte ich, dass Pwnage sich vielleicht rein gesprächsmäßig gut mit Henry verstehen könnte, vielleicht auch als Tester.:grin

  • Zwischendurch dachte ich, dass Pwnage sich vielleicht rein gesprächsmäßig gut mit Henry verstehen könnte, vielleicht auch als Tester.

    Sehr gute Idee! Ein Traumberuf- Tiefkühltester. :grin Dann hätte er wenigstens einen sozialen Kontakt außerhalb der Elfenwelt.

    Die eigentliche Geschichte aber bleibt unerzählt, denn ihre wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein. Natascha Wodin

  • Pwnage kann ich noch gar nicht so Recht einschätzen, aber ich erwarte noch viel von ihm im Roman. Vielleicht schreibt er ja seinen Roman wirklich noch, wird berühmt, oder Samuel gibt den Roman als seinen aus... Hoffentlich nicht! Betrügen soll er bitte nicht!

  • Völlig vergessen, aber wahrscheinlich entscheidend für den weiteren Verlauf:

    Richter Charlie Brown, der Richter von Fayes künftigem Prozess. Sie muss ihn von früher kennen, aus der Zeit, als Alice sie kannte. Und Alice meint, dass Faye so schnell und so weit sie kann fliehen soll.

    Was das wohl bedeutet? Klingt sehr mysteriös, ja gefährlich.

  • Natürlich, gleich Eselsbrücke einbauen...

    Who the f... ist Alice...:lache


    *meld* :grin Ich eigne mich sehr gut als Esel(sbrücke).


    -------------


    Der sechste Teil hatte es wieder in sich.


    Erstmal Pwnage: sein sinnloses Leben im Real Life. Unglaublich, wie verloren der Typ ist, wenn sein Lebensziel nicht online ist.

    Dann zwei Kotzbrocken: Laura und Larry. Es ist wohl nicht zu erwarten, dass sie irgendwas kriegen, was sie verdienen. Solche Typen haben heutzutage die Weltherrschaft.

    Dann Samuel und Henry im Restaurant und der Monolog Henrys über aktuelle Marketingmethoden. Einfach nur deprimierend.


    Und als ich schon dachte, dass dieses Buch sehr gut geeignet ist, Selbstmordgedanken oder zumindest Depressionen hervorzurufen - da kam Alice.

    Alice, die für mich erste Person, die zumindest einen Hauch von positiver Lebenseinstellung hat. (Naja, nicht überraschend bei dem Namen ;))

    Jedenfalls bin ich gespannt, was sie Samuel zu erzählen hat.

    Kinder lieben zunächst ihre Eltern blind, später fangen sie an, diese zu beurteilen, manchmal verzeihen sie ihnen sogar. Oscar Wilde

  • Für Pwnage denke ich mir einfach ein a zwischen das P und das w. Allerdings ist das strenggenommen falsch.

    Guckt einfach mal auf Wiki. Witzig.


    Da ich noch nicht weiter gelesen habe, wage ich mal die Spekulation, dass Laura und Larry sich durch die Computeraktion ihr eigenes Grab schaufeln. Larry scheint mir nicht die Sorte Internet-Freak zu sein, der unbemerkt schnüffeln kann. Jedenfalls geschähe es beiden recht.


    Der mysteriöse Richter. Wer weiß, was er den Mädels angetan hat. Am Ende hängt auch der Gouverneur mit drin, den Faye mit Kieseln beworfen hat.

    Ihr seht, ich spekuliere schon tüchtig.

  • Pwnage entwickelt sich langsam zu meiner heimlichen Hauptfigur. Ich finde ihn sehr interessant und witzig.

    Im Gegensatz dazu ist Laura eine echte Hassfigur. Wie kann man nur so berechnend und unsympathisch sein .Ich hoffe sehr, sie fällt mal richtig auf die Nase mit ihrer Art.


    Ich finde das Buch gerade richtig spannend. Was ist nur damals in Chicago passiert ? Alice wird nun hoffentlich Licht in die ganze Sache bringen.

    Der mysteriöse Richter. Wer weiß, was er den Mädels angetan hat. Am Ende hängt auch der Gouverneur mit drin, den Faye mit Kieseln beworfen hat.

    Ihr seht, ich spekuliere schon tüchtig.

    Ich habe auch schon die wildesten Spekulationen. Warum sagt Alice: Samuel müsse seine Mutter unbedingt außer Landes bringen? Warum kann der Richter ihr so gefährlich werden? Der Richter war anscheinend damals scharf auf Faye, so wie ich es verstanden habe. Vielleicht hatte er sogar ein Verhältnis mit ihr? Vielleicht ist er ja der heimliche Vater von Samuel?:grin