Tabs bei Waschmittel und Co.

  • Kann mir jemand erklären, warum Waschmittel und Enthärter zu Tabs gepresst und dann auch noch einzeln in Plastik verpackt werden müssen?

    Das regt mich wahnsinnig auf. Darf ich denn nicht selbst entscheiden, wieviel ich verwenden will? Das Wasser hat doch unterschiedlichen Härtegrad je nach Region. Und gerade bei Enthärter für Waschmaschinen gibt es im Handel fast nichts anderes mehr.


    Und es kann mir keiner erzählen, dass dieser Plastikmüll recycelt wird.

  • Keine Ahnung - ist halt wieder ein neuer Marketing-Gag, um den Umsatz anzukurbeln, vermute ich. Und leider gibt es genug denkfaule Menschen, die lieber so ein Plastikpäckchen in die Maschine werfen, als das Pulver selbst abzumessen.

    Mir hat übrigens mal ein Waschmaschinen-Techniker erklärt, dass nur in Gegenden mit sehr hartem Wasser Enthärter wirklich nötig ist. Selbst bei uns, die wir schon relativ hartes Wasser haben, ist es nicht notwendig. Von Flüssigwaschmitteln hat er mir damals übrigens auch abgeraten, zumal die auch die Umwelt wesentlich mehr belasten würden als Pulver-Waschmittel.


    Bei Spülmaschinen sind diese All-in-one-Tabs übrigens wesentlich weniger effektiv als wenn man Pulver, Klarspüler und Salz separat verwendet - macht nur leider kaum noch jemand. Wenn ich Spülmaschinenpulver ohne Zusätze kaufen will, muss ich manchmal schon richtig suchen...


    Ich könnte manchmal auch die Krise kriegen, wenn in der Werbung ständig für irgendwelchen neuen Plastikquatsch geworben wird, während man jeden Tag aufs Neue mit Hiobsbotschaften über Plastikmüll konfrontiert wird!


    LG, Bella

  • Bei Spülmaschinen sind diese All-in-one-Tabs übrigens wesentlich weniger effektiv als wenn man Pulver, Klarspüler und Salz separat verwendet - macht nur leider kaum noch jemand. Wenn ich Spülmaschinenpulver ohne Zusätze kaufen will, muss ich manchmal schon richtig suchen...

    Ich mache das auch noch so.

    Als ich vor Jahren meine erste Spülmaschine hatte und damals diese Tabs aufkamen, hatte ich die auch mal eine Zeitlang benutzt, fand die aber weniger gut als übliches Pulver und obendrein halt auch nicht sehr umweltfreundlich wegen diesen Einzelverpackungen für jeden Tab. Ich hatte das auch öfters, dass sich die Tabs im Wasser nicht aufgelöst hatten und als unförmige Klumpen irgendwo kleben geblieben sind, wobei dann auch das Geschirr schmutzig blieb. Jetzt kaufe ich den einfachen, billigen Pulverreiniger von Lidl oder Aldi und bin superzufrieden damit.

    Allerdings kann ich nicht abschätzen, ob der von der Verpackung her wirklich umweltfreundlicher ist, denn es gibt zwar nicht diese einzelnen dünnen Plastiktütchen wie bei den Tabs, aber dafür ist die Gesamtverpackung aus Plastikfolie, die bei Tab-Reinigern aber ist meist aus Pappe. Ich denke, das bleibt sich wohl gleich.


    Das mit diesen kleinen Plastik-Einzelverpackungen ist aber ja nicht nur bei Spülmaschinenreiniger ein Problem, das gibt es in Massen ja zum Beispiel auch bei Bonbons und Süßkram, da müssen 7 winzige Gummibärchen unbedingt in extra Tüten verpackt werden :rolleyes

  • Das mit diesen kleinen Plastik-Einzelverpackungen ist aber ja nicht nur bei Spülmaschinenreiniger ein Problem, das gibt es in Massen ja zum Beispiel auch bei Bonbons und Süßkram, da müssen 7 winzige Gummibärchen unbedingt in extra Tüten verpackt werden

    Dieses Problem haben wir im ToGo-Zeitalter leider überall. :( Ich versuche ja auch, diese kleinen Päckchen tunlichst zu vermeiden, aber ich gebe zu, dass kleine Portionspackungen z.B. für Schulausflüge schon sehr praktisch sind.


    Wo ich mich ja echt aufregen kann, ist, wenn diese Mini-Packungen bei Süßigkeiten, Keksen oder Chips als "diät-unterstützend" beworben werden! :fetch:bonk Wer abnehmen will, muss so oder so maßhalten lernen, da helfen solche Plastikpäckchen auch nichts, denn wer richtig Heißhunger hat, der futtert dann halt sämtliche Päckchen auf einmal leer. Und wer gelernt hat, sich zu mäßigen, der schafft es auch, die angebrochene größere Packung wieder zurückzulegen. Aber das führt wohl jetzt zu weit vom ursprünglichen Thema weg...


    LG, Bella

  • Für die Spülmaschine verbieten sich Tabs bei mir sowieso, weil ich noch Omas Silberbesteck benutze und Silber von den meisten Tabs anläuft. Da muss man auch erstmal drauf kommen ...


    Süßigkeiten in kleinen Tütchen haben natürlich den Vorteil, dass sie darin frisch und trocken bleiben und nicht am Papier festkleben ... Wenn sie so lange existieren.

  • Danke für eure interessanten Rückmeldungen.


    Meine Waschmaschine hat übrigens so ein ultrakurzes Waschprogramm, bei dem es heißt, man soll "möglichst wenig Waschmittel" verwenden. Wie geht das bei den Tabs? :lache

    Mir hat übrigens mal ein Waschmaschinen-Techniker erklärt, dass nur in Gegenden mit sehr hartem Wasser Enthärter wirklich nötig ist.

    Da werd ich ab jetzt wenigstens bei ganz kurzen Waschgängen den Entkalker weglassen.

  • Ich weigere mich strikt Tabs für die Spülma zu benutzen: Denn auch ich dosiere lieber einzeln und nehme die Mittel von Aldi. Ansonsten ist es definitiv schwierig, das Pulver separat zu bekommen :(

    In den beiden Haushalten, in denen ich Geschirr spüle, gibt es keine Spülma - daher erledigt sich das Thema für mich im Alltag. An Urlaubsorten oder anderen Haushalten, wo Spülmaschinen vorhanden sind, verwende ich notgedrungen die dafür vorhandenen Tabs, wobei ich dabei der Meinung war, dass die Einzelverpackung notwendig sei, um die Haut vor gefährlich ätzenden Inhaltsstoffen zu schützen.


    Für die Waschmaschinen kaufen wir seit jeher nur Waschmittel in Pulver- bzw. Granulatform, das sich je nach Verschmutzung portionieren lässt und keinen Entkalker. Erfahrungsgemäß gehen die Waschmaschinen nicht wie in der Horror-Werbung geunkt am Kalk kaputt sondern geben nach Jahrzehnten wegen Motorschaden ihren Geist auf.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Tanja Kinkel: Mondlaub

  • über to-go sag ich nix, da könnt ich mich nur aufregen :schlaeger

    Ich hatte ja wirklich gehofft, dass diese Unsitte aus den USA nicht bei umweltbewussteren Europäern Fuß fasst. Aber anscheinend muss man den Kaffeetrinkern erst deutlich vor Augen führen, dass diese Einzelkapseln unnötige Müllberge verursachen, bis sie wieder zur Vernunft kommen und sich die halbe Stunde Frühstück am eigenen Tisch einplanen oder den Genuss in einem gemütlichen Café zu schätzen wissen.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Tanja Kinkel: Mondlaub

  • Ich habe jetzt seit 35 Jahren einen eigenen Haushalt, und ich habe noch niemals extra Entkalker gekauft, weder für die Spül- noch für die Waschmaschine. Und trotzdem halten die Maschinen recht lange, obwohl wir Wasserhärte "hart" haben. Die alte Miele-Spüli hat gut zwanzig Jahre überlebt, und auch meine derzeitige Waschmaschine ist schon ungefähr so alt.

    Ich glaube auch, dass diese ganze Panikmache wegen Kalk nur die Kunden verunsichern und dazu bewegen soll, für teuer Geld irgendwas zu kaufen.


    Diese kleinen Einzel-Portionspackungen versuche ich größtenteils zu meiden, auch wenn sie natürlich oft sinnvoll oder praktisch sind, keine Frage. Nicht nur für Schulkinder, auch zum Beispiel für mich als alleinlebende Person ... mir sind diese Riesenpackungen aus dem Supermarkt oft zu groß, und alles kann man halt nicht einfrieren.


    Diese Woche habe ich erst im TV einen kleinen Bericht gesehen. Da ging es auch um diesen ganzen Verpackungsmüll in den Meeren. Das hat mich echt sprachlos gemacht .... bei uns hier in den reichen Industrienationen wird dieser ganze Mist produziert und benutzt, und hier bei uns sitzt dichtgedrängt die ganze HighTech-Industrie, die sich über dessen Entsorgung eigentlich den Kopf zerbrechen sollte.


    Und dann gibt es da in Kenia an der Küste offenbar ein paar arme Fischer und Bootsbauer, die sich tatsächlich eine Lösung für das Problem haben einfallen lassen, indem sie nämlich den ganzen Plastikmüll aus dem Wasser fischen und am Strand einsammeln, ihn schreddern, ihn zu einer dickflüssigen Masse einkochen und die dann hart und durchgetrocknet zum Bau ihrer Boote verwenden. Die machen daraus in Handarbeit die Spanten, also das Grundgerüst, wofür sonst teures Holz verwendet werden würde. Aus dem ganzen Müll entsteht etwas Sinnvolles und Nützliches, und es ist auch noch gut für Umwelt und Natur, weil nicht so viele Bäume gefällt werden müssen. Da frage ich mich echt, wieso sich so etwas arme afrikanische Bootsbauer ausdenken müssen, die mit dem Plastikmüll noch nicht mal was zu tun haben, anstatt dass sich die hochbezahlten Manager der Recycling-Industrie drum kümmern. Schämen sollten die sich was.


    Ich rede mich gerade schon wieder in Rage, stelle ich fest ... :lache

  • Ich habe jetzt seit 35 Jahren einen eigenen Haushalt, und ich habe noch niemals extra Entkalker gekauft, weder für die Spül- noch für die Waschmaschine. Und trotzdem halten die Maschinen recht lange, obwohl wir Wasserhärte "hart" haben.

    Ich glaub, ich probier es mal auch ohne Waschpulver. :lache Wer weiß, vielleicht geht das ja auch.

  • Diese unselige to-go Praxis regt mich auch auf. Heute setzen sich viele Mütter nicht mit ihren Kindern an den Frühstückstisch, sondern drücken ihnen Geld in die Hand. Dafür gibt es dann schöne süße Kuchenstueckchen und Plastikbecher mit Kakao oder Kaffee. Was gab es früher schöne Frühstücksboxen für die Pause.


    WaMa Tabs. Hier muss ich sagen, ich mag meine Arieltabs für dunkle 30-Grad-Wäsche. Wie oft ist es mir schon passiert, dass das Pulver sich nicht aufgelöst hat. Und wenn es sich an schwarze Hosen festhängt, ist es schon mehr als ärgerlich. Und wer hat schon Zeit, Wäsche 2x zu waschen, abgesehen von Wasser und Strom was doppelt verschwendet wird. Die Tabs lösen sich scheinbar restlos auf, ich habe nie Rückstände in der Maschine gefunden.

    Wasserenthärter und Calgon sind reine Geldmacher.

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • WaMa Tabs. Hier muss ich sagen, ich mag meine Arieltabs für dunkle 30-Grad-Wäsche. Wie oft ist es mir schon passiert, dass das Pulver sich nicht aufgelöst hat. Und wenn es sich an schwarze Hosen festhängt, ist es schon mehr als ärgerlich. Und wer hat schon Zeit, Wäsche 2x zu waschen, abgesehen von Wasser und Strom was doppelt verschwendet wird. Die Tabs lösen sich scheinbar restlos auf, ich habe nie Rückstände in der Maschine gefunden.

    Wasserenthärter und Calgon sind reine Geldmacher.

    Von diesen Ariel-Tabs hatte ich mal einen aus so einem Tester-Beutelchen ausprobiert, die fand ich ganz gut. Aber ich habe noch nie eine große Packung gekauft - da sind die Tabs aber nicht extra nochmal in Plastik eingepackt, oder?


    Ich glaube, diese Einzelverpackung bei den Spülmaschinen-Tabs ist dafür da, dass die nicht aneinander kleben, Wenn man das Pulver nämlich irgendwo aufbewahrt, wo es feucht werden kann, dann klumpen die so zusammen und man kriegt die nicht mehr getrennt.

    Aber wenn sich für Waschmittel-Tabs so eine "Außenhaut" erfinden lässt, die sich im Wasser komplett auflöst, wieso geht das nicht auch bei Spülmittel-Tabs?

  • Nein, die Tabs liegen einzeln im Beutel. Keine weitere Verpackung.

    Wasserlösliche Tabs gibt es doch auch für die Spüli. Die sind sauteuer aber man muss die Chemie nicht mit den Fingern anfassen.

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