'Der schottische Bankier von Surabaya' - Seiten 001 - 094

  • Personen-Liste der Ava-Lee-Serie


    Ava

    In Hongkong geboren, philippinisches Kindermädchen, in Kanada zur Schule gegangen, katholisch erzogen, spricht Kantonesisch und Mandarin, lebt in Toronto, Studium als Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin.


    Meister Tang, Trainer für Bak Mei, Ava: Unterricht zusammen mit Derek Liang


    Derek Liang, wohlhabender Kanadier chinesischer Herkunft, mit Avas Freundin Mimi verheiratet


    Mimi, Avas beste Freundin, macht sie mit Maria bekannt.


    Marie, Avas Partnerin, Kolumbianerin


    Marian, ältere Schwester von Ava, verheiratet mit dem Kanadier Bruce, 2 Kinder


    Alice, Schulfreundin von Marian, für deren Bruder hat Ava schon gearbeitet


    Michael, ältester Bruder, aus der 1. Ehe mit Elizabeth Lee, der ein großes Immobiliengeschäft in Macao in den Sand setzt. Hat in Australien studiert. Ava lernt ihn erst als Erwachsenen kennen.


    Amanda Yee, Michaels zukünftige Frau, hat BWL studiert, Unternehmertochter, einziges Kind, die gern in der Firma ihres Vaters aktiv würde, arbeitet inzwischen für Mey Ling


    Jack Yee, Amandas Vater, für den Ava schon gearbeitet hat


    Maurice Lee, Avas Vater, hat aus 3 Ehen 8 Kinder, 4 Söhne in Hongkong, 2 Töchter in Kanada, 2 Kinder in Australien.


    Jennie Lee, Avas Mutter, stammt aus Shanghai (in Shanghai ist alles besser, die Leute höflicher), in Torontos chinesischer Community von Richmond Hill bekannte Dame der Gesellschaft


    Onkel Chow, war 4x hintereinander angesehener, ausgleichender Chef einer Hongkonger Triade (Info aus Der rote Stab) , klein, 1,60m, mindestens 60-70 Jahre, als Ava ihn vor 10 Jahren kennenlernte, aus Hubei, Stadt Wuhan , Ava respektiert seine Erfahrung und sein Lebensalter


    Carlo und Andy, Chows Männer für besondere Fälle


    Tommy Ordonez, Chinese Chew Guang aus Qingdao, jetzt auf den Philippinen, für den Ava arbeitete


    "Onkel" Chang Wang, rechte Hand von Ordonez, alter Kamerad von Onkel Chow aus Wuhan


    Sonny, seit 20 Jahren Onkels Chauffeur und Mann für alles


    Chief Francis und Martin Littlefeather von den Mohneida Indianern der kanadischen Ostküste. Martin = der Mann für Zahlen, 28Jahre alt.


    May Ling Wong aus Wuhan (Band 3), möchte mit Ava geschäftlich zusammenarbeiten, macht attraktives Angebot, Chow weiß davon, besonderer Draht zwischen den Frauen, aus der Sache in Macao schuldet Ava May Ling etwas.


    Roter Stab = Dienstgrad bei einer Triade in Hongkong, Vollstrecker


    Theresa Ng, Freundin von Jennie, aus chinesisch-vietnamesischer Familie


    Tran, Polizist in Saigon, Onkels Mann


    Johnny Yan, Banker in Toronto, Freund und Kontakt aus dem Fall Ordonez, der mit einem Gefallen am Zug ist. Johnny kennt Henry Pang, Pang kennt Rocca.


    Fred Purslow, Vermittler der Geldwäsche in Toronto, und Barry


    Andy Cameron, schottischer Banker mit erstaunlicher Karriere


    Aris Muljadi, Dominic Rocca, dubiose Banker


    Indra, Sicherheitschef in Avas Hotel


    Perkasa, Chinese Chung, Kontaktmann, den Onkel Chow schickt und zahlt, mit lokalen Beziehungen,

    sein Großvater ist Gefährte Onkel Chows


    John Masterton, Geschäftsmann und Gastgeber in Surabaya, Freund von Johnny,

    Ehefrau Fay Supomo (die nur formal Muslimin ist),

    Schwägerin Vivian Ho


    Poirier, kanadischer Wirtschaftsattaché in Surabaya

    ...


    Marc Lafontaine, Royal Mounted Canadian Police, in Guyana getroffen.


  • Das ist eines der Bücher, die beim reinlesen in der Buchhandlung nach 10 Seiten wieder im Regal gelandet wären. Zuviel Productplacement. Der stets erwähnte Muskokastuhl, der Starbucks Kaffee. Nicht mein Ding. (S .15)


    Frage an die Übersetzerin: kann man so was nicht weglassen? Du Marier extra mild Kingsize kennt ja wohl in Deutschland niemand.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

  • Ava Lees persönliche Situation nimmt breiten Raum ein. Sie pflegt noch ihre Wunden, die sie beim vorigen Einsatz davongetragen hat. Das Verhältnis zwischen ihrer Liebsten Maria und ihrer Mutter Jennie ist nicht einfach. Jennie Lee ist eine typische chinesische (+ katholische) Mutter, die theoretisch ihre Töchter an möglichst reiche und einflussreiche Männer der chinesischen Community verheiraten müsste. Marian hat einen langweiligen Kanadier geheiratet und Ava war bisher die brave chinesische Tochter, die die Traditionen achtet.


    Ich bin gespannt, ob Jennie nun auf das Projekt umschwenkt, ihre lesbische jüngere Tochter mit einer reichen Chinesin zu verheiraten. Bei Ava habe ich mich schon in den vorhergehenden Bänden gefragt, wie sie sich aus dem erstickenden Netz von gegenseitigen Verpflichtungen innerhalb der chinesischen Parallelgesellschaft herauswinden wird. Über Avas Familiensituation könnte ich mich stundenlang unterhalten …


    Ausgerechnet um ein Problem einer chinesisch-stämmigen vietnamesischen Freundin von Jennie soll Ava sich nun in Kanada kümmern und eine üppige Summe Schwarzgeld wiederbeschaffen, die Teresa Ngs Angehörige durch Anlagebetrug verloren haben. Ava muss den Auftrag annehmen, da Teresa wie „Tante“ Jennie aus Shanghai stammt – und wie sie katholisch ist. Guanxi sind kein Spaß und ganz und gar nicht freiwillig. Jennie wird ihr Gesicht innerhalb der Community verlieren, wenn Ava Teresa nicht zu Hilfe kommt.


    --> Auf Seite 13 wir guanxi, das Netz aus verpflichtenden Beziehungen im Zusammenhang mit Mey Ling genannt: „sie hat guanxi, Einfluss“ – hier könnte man annehmen guanxi bedeute Einfluss. Es fehlt ein und oder ein weil (?); denn Einfluss, guanxi und Reichtum bedingen sich gegenseitig. May Ling ist reich, erfolgreich und gut vernetzt.


    Ava arbeitet sich in die Geldgeschäfte der Familie Ng ein und muss Spuren nach Vietnam und nach Indonesien folgen. In ihrer Arbeit als Inkasso-Unternehmerin ist Ava so zuverlässig wie berechenbar. Sie selbst hat in Indonesien keine Geschäftsbeziehungen, aber Onkel Chow stellt sie für sie her – Onkel Chang, die rechte Hand von Ordonez ist dort gut vernetzt.


    Zu Avas Routinen gehört, dass sie sich für geschäftliche Verhandlungen aufbrezelt. Brillanten, Gold, Jade, damit demontriert sie ihren Wohlstand und gibt dem Geschäftspartner "Gesicht", dass eine wichtige Person erscheint und nicht die Assistentin. Zum Taxieren ihrer Bedeutung gehört auch die Qualität ihrer Kleidung; sie wird vom Gegenüber genauestens registriert.

  • -> Guanxi kann man nicht einfach wörtlich übersetzen, es ist eine Kultur, eine Einstellung. Ich finde die bildliche Darstellung sehr gut in


    ASIN/ISBN: 3874397335


    Ohne wirtschaftliche Beziehungen zum Reich der Mitte kann heute kaum ein Unternehmen leben. Wie aber »ticken« 1,3 Milliarden Chinesen? Wie arbeitet man mit den Werkstätten der Welt? Wie erobert man die Herzen dieser Konsumenten? Wie vermeidet man die typischen Missverständnisse? Wie gelingt der west-östliche Dialog? Ost trifft West öffnet die Türe für das tägliche Leben in und mit der anderen Kultur. Denn Yang Liu ist in beiden Welten zu Hause. Kenntnisreich und aufs Wesentliche reduziert stellt sie die Dinge des Lebens gegenüber: Alltägliches und Philosophisches, gewürzt mit Respekt, Humor und der Liebe zu beiden Heimatländern. Diplomatie in Buchform!

  • Krimis um Wirtschaftskriminalität sind eigentlich nicht so mein Ding, aber hier ist das Ganze spannend (weil direkt an menschliche Schicksale geknüpft) und für mich auch halbwegs verständlich aufgezogen, ohne dass die Bankgeschichten zu detailliert werden.


    Ava Lee ist eine interessante Figur, die mich stark an Lisbeth Salander erinnert, oder vielleicht sogar irgendwie eine Kombination von Lisbeth und ihrer Liebhaberin Miriam Wu darstellt - hochintelligent, etwas sperrige Persönlichkeit, Nerven wie Drahtseile, Kampfsport, asiatisch, kennt sich mit Wirtschaftskriminalität aus, lesbisch/bi, wobei sie emotional nicht unbedingt die hingebungsvollere der beiden ist...


    Aber was für eine Mutter. :wow Sowas von vereinnahmend und manipulativ, da braucht man fast keine Feinde mehr. Und Ava nimmt das hin und knirscht nur manchmal heimlich mit den Zähnen. Da bin ich doch heilfroh, nicht in ostasiatische Familien-/Clanstrukturen hineingeboren worden zu sein.


    Viele Namen und Figuren, die nur kurz erwähnt werden, verwirren mich - danke nochmal an Buchdoktor fürs Glossar, das sicher noch ergänzbar ist, habe ich so den Eindruck. :grin

    Auf jeden Fall finde ich es spannend, in die Welten der chinesischen und vietnamesischen Communities in Kanada und in Ostasien selbst einzutauchen und freue mich auf heute Abend, wenn ich weiterlesen kann. :wave

  • Am Ende diesen ersten Abschnitts kann man eines zusammenfassen. Spannend wird es.

    Aber natürlich hätte man das Buch vermutlich um 100 Seiten kürzen können, es mag sein, dass das in Hongkonk als Regionalkrimi durchgeht. Ich in Deutschland finde die Straßennamen einer definierten Wegstrecke von a nach b eher ermüdend als erhellend.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

  • Das ist eines der Bücher, die beim reinlesen in der Buchhandlung nach 10 Seiten wieder im Regal gelandet wären. Zuviel Productplacement. Der stets erwähnte Muskokastuhl, der Starbucks Kaffee. Nicht mein Ding. (S .15)


    Frage an die Übersetzerin: kann man so was nicht weglassen? Du Marier extra mild Kingsize kennt ja wohl in Deutschland niemand.

    Ich bin zwar nicht Andrea,

    aber das Produktplacement ist eine eigene Sprache/Geheimsprache. Den Stuhl kennen wir auch hier als Adirondack-Stuhl.


    Wenn Ava sich mit irgendeiner Markenware aufbrezelt oder etwas bestellt, tut sie es u. a. auf der Beziehungsebene. Höchst interessant sind die Essensbestellungen von Onkel Chow und seine Botschaften, die er damit aussendet.


    Ian Hamilton weiß als kluger Geschäftsmann, dass Bestseller dadurch gemacht werden, dass die Figuren alltägliche Dinge tun. Ava hat bestimmte Routinen, die sie erden zwischen ihrer Hin-und-her-Jetterei von Land zu Land. Sie benutzt Marken auch, um Status zu demonstrieren. Dazu muss ihr Gegenüber diese Sprache natürlich verstehen. Wenn ich nicht weiß, dass sie gerade etwas bestellt, das in Hongkong den Monatslohn einer Kellnerin kostet, ist das Gepose sinnfrei.


    Dass manche Marken auf anderen Märkten eine eigene Sprache haben, muss Hamilton nicht unbedingt wissen, wenn er nicht selbst mit Textilien handelt. Dass Ava ein Adidas-Shirt anzieht, wirkt auf mich irgendwie Mitleid erregend. Wenn sie konsequent mit Marken winken wollte, müsste sie ein Shirt direkt aus dem Werksverkauf in Herzogenaurach anziehen, um sicherzustellen, dass nicht ein gieriger Plagiator ihr ein "Adidus" oder "Adidies" untergejubelt hat.


    :chen

  • :danke  Buchdoktor für den Hinweis auf dieses interessante Buch. Ich werde es mir mal genauer angucken.


    Die Figuren vom Eingangspost habe ich noch sehr gut im Gedächtnis, da ich gerade Band 4 beendet habe und aus Macao zurück bin :)


    Die Markennamen stören mich nicht, ich sehe es auch so, daß die Kleidung/Schmuck jeweils auf den Anlaß und die Person, die sie trifft abgestimmt ist und das hat in diesem Kulturkreis eine andere Bedeutung als bei uns. So treffen wir die Elfenbeinhaarnadel, die Jade-Manschettenknöpfe, die Cartier-Uhr und das Kreuz immer wieder. Ja und manche Tätigkeiten werden gerne wiederholt - Instant-Kaffee selbst zubereiten, Gebete etc. - aber es entschleunigt die Geschichte.


    Wie gesagt, ich bin gerade aus Macao zurück und kenne die Vorgeschichte zur Schußverletzung. Ansonsten finde ich gut, daß der Autor so nebenbei Figuren und Ereignisse aus den Vorgängerbänden für Neueinsteiger erklärt.


    Jennie ist in meinen Augen schon eine ganz spezielle Mutter, manchmal möchte ich sie einfach nur schütteln. Sie mischt sich gerne ein und möchte dazugehören. Jetzt beschert sie Ava damit einen ungewollten Neuauftrag.


    Ok, sie soll 30 Mio. wieder beschaffen für geprellte Bankkunden. Linno Bank scheint ein recht zweifelhaftes Institut zu sein - private Investmentbank ohne Linzenz - und plötzlich ist sie geschlossen. :gruebel


    Onkel scheint ernsthaft krank zu sein und Ava verspricht Unterstützung/Hilfe.

  • ...

    Jennie ist in meinen Augen schon eine ganz spezielle Mutter, manchmal möchte ich sie einfach nur schütteln. Sie mischt sich gerne ein und möchte dazugehören. Jetzt beschert sie Ava damit einen ungewollten Neuauftrag. ...

    Ich denke nicht, dass speziell Jennie eine besonders dominante Mutter ist, sondern, dass sie sich für ihre Herkunft völlig logisch verhält. Konfuzianisches Familienbild, unbedingter Gerhorsam, arrangierte Ehen, "weil die 'jungen Leute' einen Ehepartner allein doch gar nicht beurteilen können", eine Ehe als Projekt oder Geschäft, in der die Liebe später noch kommen kann oder auch nicht.


    Im Ausland klammert man sich an die stützenden Werte vermutlich stärker als zuhause - und letztlich ist Jennie mit dieser Prägung in ihrer Community außerordentlich erfolgreich und angesehen.

  • Ich hatte keine Probleme mit dem Einstieg, auch ohne die Vorgängerbände zu kennen. Die vielen Namen und Familienkonstellationen der Familie Lee sind schon verwirrend. Auf Seite 16 des E-Books unten hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen: Ich weiß, was andere, insbesondere nicht Nicht-Chinesen, über meine Ehe sagen und denken.

    Die "westlichen" Vornamen der Protas irritieren mich etwas. Bei Theresa dachte ich erst an eine Adoption, aber ihre Verwandten leben ja noch.


    Die Mutter finde ich doch sehr dominant. So einfach über den Kopf weg zu entscheiden, wobei Ava im Moment unsicher ist, wohin ihr Weg gehen wird.Die Entscheidung wird ihr jetzt abgenommen.


    Durch den Freund von einem Freund des Bruders verliert die vietnamesische Community Millionen ihres Schwarzgeldes bei einer windigen Bank.


    Die Strassennamen von Toronto sagen mir auch nicht viel, wollte schon bei Googlemaps nachschauen.;)


    Nun geht es weiter nach Hongkonk.

  • Buchdoktor


    Da merkt man stark die Differenzen zu unserer westlichen Mentalität. Ava ist ja absolut eine clevere und toughe Persönlichkeit und ordnet sich ohne zu zögern zu 100 % dem Onkel unter (das finde ich verständlich), aber der Mutter gegenüber muß sie das natürlich auch tun. Nur hier fehlt mir persönlich das Verständnis. Es ist halt eine Sache es zu lesen, zu wissen, daß es dort dazugehört und es aus unserer Sicht gut zu finden.


    Genauso geht es mir mit diesem Arrangement der Zweitfrau. Frau Nr. 1 mit Kindern in China, Frau Nr. 2 mit Töchtern in Kanada und Frau Nr. 3 mit Kindern in Australien und der Vater pendelt. Jede weiß von der anderen und akzeptiert es zumindest nach außen. Da würde eine Europäerin im Normalfall nicht mitspielen - klar gibts auch hier Ausnahmen, die eine Nebenfrau eher akzeptieren als eine Scheidung.

  • ...

    Die "westlichen" Vornamen der Protas irritieren mich etwas. Bei Theresa dachte ich erst an eine Adoption, aber ihre Verwandten leben ja noch. ...

    Das geht mir auch immer so. Die westlichen Namen passen nicht zum asiatischen Aussehen der Personen. Es sind sozusagen ihre Zweitnamen für den Beruf oder das Leben im Ausland, die die Ausländer vor der Peinlichkeit bewahren, den chinesischen Namen falsch auszusprechen. ;)

  • Buchdoktor

    ...

    Genauso geht es mir mit diesem Arrangement der Zweitfrau. Frau Nr. 1 mit Kindern in China, Frau Nr. 2 mit Töchtern in Kanada und Frau Nr. 3 mit Kindern in Australien und der Vater pendelt. Jede weiß von der anderen und akzeptiert es zumindest nach außen. Da würde eine Europäerin im Normalfall nicht mitspielen - klar gibts auch hier Ausnahmen, die eine Nebenfrau eher akzeptieren als eine Scheidung.

    Unsere Sicht kommt mit der Erwartung einer Liebesbeziehung. Besser als eine Versorgunsbeziehung und dann noch ein sorgenfreies Leben in einem jeweils ungeheuer begehrten Auswanderungsland kann es hier für Frau Nr. 2 und 3 nicht kommen.


    Jennie Lee sehe ich auch als Statthalterin für das Vermögen ihres Mannes in Kanada. Die Auswanderung der Hongkong-Chinesen vor 1997 ging auf die bevorstehende Rückgabe Hongkongs an Großbritannien zurück, vor der dringend noch Vermögen ins Ausland gebracht werden musste. Und dass Maurice noch ein Standbein in Australien hat, ist der Gipfel des Luxus. Diese Familienkonstellation ist von einem sehr schlauen Fuchs angelegt worden ...

  • Seite 52

    Meister Tang unterrichtet "große Abendklassen in anderen Kampfkünsten".

    In Deutschland gehen Kampfsportler nicht in "Abendklassen". Selbst wenn der Veranstalter eine Uni oder VHS ist, gehen die Teilnehmer zum Unisport, in den VHS-Kurs oder ins XY-Training.

  • Mir als Quereinsteiger ist der Zugang zur Geschichte leicht gefallen. Das Erzähltempo ist sehr moderat und es wird viel wert auf Kleinigkeiten gelegt, die aber wohl im chinesischen Umfeld einige Bedeutung haben. Erstaunt hat mich anfangs die wenig entschlussfreudige Protagonistin Ava, bei der ich schon ein Burnout vermutet habe. Da alles aus der Sicht Avas erzählt wird, erfährt man auch viel über ihre Gefühle und Einstellungen. Ich stelle fest, dass mir die chinesische Welt noch recht fremd ist, auch wenn ich schon einige in Asien spielende Romane gelesen habe. Der Onkel mit seinen Beziehungen und seinem Hintergrund ist natürlich eine Informationsquelle sondergleichen. Bei seinem Ressourcenpool scheinen dann auch die dreißig Prozent Finderlohn in Ordnung.

    :Hörbuch Bernard Cornwell - Der Erzfeind

    :Hörbuch Tanja Kinkel - Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

    :lesend Shari Lapena - Der zehnte Gast

    :lesend Matthias Lisse - Die geteilten Jahre

    :lesend Hakan Nesser - Der Verein der Linkshänder

  • Das ist eines der Bücher, die beim reinlesen in der Buchhandlung nach 10 Seiten wieder im Regal gelandet wären. Zuviel Productplacement. Der stets erwähnte Muskokastuhl, der Starbucks Kaffee. Nicht mein Ding. (S .15)


    Frage an die Übersetzerin: kann man so was nicht weglassen? Du Marier extra mild Kingsize kennt ja wohl in Deutschland niemand.

    Mich würde jedes bewußte Weglassen von Texten stören und es wäre für mich eine Art Zensur. Deshalb mag ich auch ungekürzte Hörbücher lieber als gekürzte. Jede Kürzung oder Streichung verändert die Wirkung auf den Leser. Auch wenn es im Einzelfall auch mir gefällt.

    :Hörbuch Bernard Cornwell - Der Erzfeind

    :Hörbuch Tanja Kinkel - Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

    :lesend Shari Lapena - Der zehnte Gast

    :lesend Matthias Lisse - Die geteilten Jahre

    :lesend Hakan Nesser - Der Verein der Linkshänder