Schreibwettbewerb 02.12.2020 - 15.02.2020 Kommentare

  • In diesem Thread könnt Ihr ab dem 02.02.2020 eure Kommentare und Meinungen zu den Beiträgen des Schreibwettbewerbs schreiben.

    Bitte erst die eigenen Punkte abgeben und erst dann Kommentare lesen und verfassen!


    Hier geht es noch einmal zu den Beiträgen des Schreibwettbewerbs: LINK


    Die Punkte und Autoren werden am 16.02.2020 bekannt gegeben!

  • Semester 184

    Kleine, feine Gruselgeschichte im Stile der Urban Legend Teenyfilme um einen nachtragenden, rachsüchtigen Geist. Hoffentlich passiert dem unschuldigen Frederick nichts... Das hätte man sogar noch etwas ausbauen können, ich wüsste z.B. gerne, wie der Spuk bisher in Erscheinung getreten ist.


    Teddy

    Ein Musiker, der zur Legende wird. Eine eher traurige Geschichte. Der Anfang mit dem Interview ist gut gewählt, um Informationen unterzubringen.


    Goldhöhle

    Interessante Geschichte, bei der mir das Ende zu viele Fragen offenlässt. Was finden sie, was bringen sie mit? Kommen sie gesund und munter, aber erst nach einem Jahr, heim?


    Flaschendrehen

    Noch eine klassische Urban Legend, diesmal der Geist der Bloody Mary, die auf einer Pyjamaparty gerufen wird. Die, die es verursacht hat, wird anscheinend mit der Geistererscheinung bestraft. Da kommt in mir eine gewisse Schadenfreude auf...


    Heldenträume

    Als leidenschaftliche und langjährige Rollenspielerin und Fantasyleserin trifft das Gedicht bei mir voll ins Schwarze. Meine Große spielt auch gerne und hat's so ganz und gar nicht mit dem Aufräumen. Daher ist Heldenträume in meiner Familie nah am Leben und gefällt mir sehr gut.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Mir gefallen alle fünf Ideen.


    Bei Teddy ist mir der Schluss etwas unverständlich.

    Heldenträume finde ich köstlich

    Weißt du, was der Klub 27 ist? Damit werden eine Reihe von Musikern/Künstlern bezeichnet, welche zur Legende wurden und alle mit 27 gestorben sind. "Jenseits von Cardiff" - beide kommen aus Wales und Cardiff ist die Hauptstadt von Wales (musste ich erst einmal googeln).

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Ich bin normalerweise nicht so leicht für Gedichte zu begeistern, sieht man ab von kurzen Reimen von Heinz Erhardt, Eugen Roth oder James Krüss. Da hat mir wohl die Schule einiges verleidet.

    Trotzdem habe ich mich über "Heldenträume" amüsiert, das ist wirklich gelungen und definitiv nah an der Wirklichkeit.

  • Sehr seltsam diesmal die Storys beim Thema Legenden. Denn sie haben alle etwas gemeinsam, sie sind kürzer als sie sein müssten und ihre Enden sind, für mich jedenfalls,irgendwie sehr unbefriedigend. Natürlich sollten die Texte irgendwie etwas offen lassen, Spannung erzeugen, aber genau da hapert es, finde ich jedenfalls.

    Die Spannung fehlt, man fragt sich zwar, aha, wie ist es nun ausgegangen, aber da hätten die AutorInnen ruhig etwas mehr kreativ sein können.

    Der Text “Flaschendrehen“ kommt meiner Vorstellung davon noch am meisten entgegen.


    Semester 184 lässt mich ratlos zurück, da sind etliche Enden möglich, wird sie sich rächen oder nicht, sich in ihn verlieben oder nicht, aufgeben oder nicht und so weiter. Da fehlt das Pfefferkörnchen Spannung, das durch eine Andeutung die Story hätte würzen können.


    Zu Teddy, also ich möchte nur rufen: Gib mir die Tantiemen, der kommt eh nicht mehr. Auch da fehlt der Kick für den Leser.


    Genauso wie in der Goldhöhle. Was könnte man sich alles ausmalen, das hat AutorIn sich wohl auch gewünscht. Aber der Text baut genau diese Spannung nicht auf, am Schluss denkt man sich, Mist, und jetzt? Will man es dann überhaupt noch wissen?


    Und zu Gedichten kann ich mich nicht gut äußern, aber immerhin ganz nett, man lacht am Ende und so geht man aus diesem SWB mit einem Lächeln hinaus.

    Schon der weise Adifuzius sagte: Und hätte der Teufel den Satz mir geschenkt, ich musste ihn schreiben, egal was ihr denkt!:chen

  • Ich finde es immer faszinierend, was euch Schreiberlingen zu den jeweiligen Themen alles einfällt! :anbet Vielen Dank für eure Beiträge. :wave


    Und wenn ihr euch schon so viel Mühe gibt und Zeit investiert, dann kann ich auch gerne meine Gedanken zu euren Beiträgen hierlassen. Ich möchte aber betonen, dass ich einfach aus dem Bauch heraus kommentiert habe, im Grunde ohne eigentliche Wertung. Es macht einfach Spaß, die Beiträge zu lesen und sie lösen automatisch Gedanken aus. Hier sind die meinigen:


    Semester 184

    Ich mag Geheimnisvolles und Mystisches sehr gerne und daher trifft diese Kurzgeschichte genau meinen Geschmack. Spätestens beim „hintergründigen Lächeln“ der Studentin konnte man die Richtung erahnen. Da es aber eine Kurzgeschichte ist, hat das nicht weiter gestört. Das Ende lässt viel Raum für die eigene Phantasie. War das Mädchen der Geist oder die Namen einfach nur purer Zufall? Wir werden es wohl nie erfahren. Oder hat der Autor/die Autorin Erbarmen mit uns und erzählt nach dem Wettbewerb die Geschichte weiter? Ich wäre jedenfalls sehr gespannt. :-)


    Teddy

    Eine traurige Geschichte und beim Lesen gingen mir Namen wie Kurt Cobain, Amy Winehouse, etc. durch den Kopf. Trotz der ausgelösten Emotionen blieb eine innere Distanz zu Teddy. Möglicherweise weil ich ihn nicht einer bekannten Musik-Legende zuordnen konnte. :/ Der Gedanke, die Hoffnung nie aufzugeben, finde ich sehr schön.


    Goldhöhle

    Der Anfang gefällt mir gut. Für meinen Geschmack waren dann die Ausführungen über das Entschlüsseln des Weges für eine Kurzgeschichte etwas zu ausführlich. Ich hätte lieber mehr von der Höhle erfahren, zumindest wie die beiden die ersten Meter empfunden haben. Vielleicht hätten sie Spuren entdeckt... Und bedeutet der Schluss, dass sie dann nach einem Jahr wieder aufgetaucht sind? Oder endet die Geschichte nach einem Jahr, also einen Tag vor dem Wiederauftauchen der beiden?


    Flaschendrehen

    Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend, endet dann vielleicht etwas abrupt. Trotzdem gefällt mir die Idee gut und ich sehe es als Mahnung vor albernen Spielchen. Es gibt halt doch Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht erklären können. Also passt auf! :zwinker


    Heldenträume

    Was für eine Wendung! Während dem Lesen hatte ich mir ausgemalt, von wem das Gedicht handeln könnte – aber das hatte ich dann doch nicht erwartet. :grin Da ich was Gedichtformen angeht nicht bewandert bin, kann ich die Qualität der Reime nicht beurteilen. Aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vor allem die letzten Zeilen ließen mich schmunzeln.

  • Semester 184

    Die Idee gefällt mir im Grunde gut. Auch, dass das offene Ende mir viel Platz zum Weiterspinnen gibt. Ein wenig stört mich das „… hieß genauso wie ich. Reiner Zufall hoffentlich!“ Da hätte ich mir einen engeren Bezug gewünscht. Ich würde annehmen, dass ein Student genau weiß, welcher Vorfahr von ihm an der selben Hochschule studiert und diese Legende weiter tradiert hat.


    Teddy

    Art und Sprache in dem Interview kommt mir glaubhaft vor. Trotzdem verwirrt mich das Ganze etwas. Wurde Teddy nach seinem Verschwinden zur Legende? Oder hat die Presse die ganze Rockband zur Legende erklärt, weil sie so psychisch labile Mitglieder hatte? Wenn es noch immer Tantiemen gibt, spielt die Restband noch miteinander?


    Goldhöhle

    Der Text spielt mit der Doppeldeutigkeit des Begriffes Legende. Die Verknüpfung von Zeichenerklärungen auf Karten und einer Sage ist ein Thema. Dann ist es nur der Anfang einer Geschichte, die ausgebaut werden könnte oder ein offenes Ende, das für alle Spekulationen frei ist.


    Flaschendrehen

    Nette Gruselgeschichte! Sogar mit Moral: es trifft diejenige, die anderen Angst machen wollte. Vielleicht muss man echt an Bloody Mary glauben, um sie selber im Spiegel sehen zu können?


    Heldenträume

    Das Gedicht gefällt mir sehr gut. Ist gut und konsequent durchgereimt, hat einen flotten Rhythmus mit Refrain. Der Inhalt ist auch glaubhaft: ein Junge träumt vom Ruhm, muss sich aber letztlich der banalen Realität beugen.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Herman Melville: Moby Dick

  • :thumbup: Ja, wäre schon schön, wenn sich noch mehr Leser die Mühe machen würden, die Texte zu kommentieren. :wave

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Herman Melville: Moby Dick

  • „… hieß genauso wie ich.Reiner Zufall hoffentlich!“ Da hätteich mir einen engeren Bezug gewünscht. Ich würde annehmen, dass einStudent genau weiß, welcher Vorfahr von ihm an der selben Hochschulestudiert und diese Legende weiter tradiert hat

    Nicht zwangsläufig. Wenn ich von dem Zeitpunkt, wo ich im Studienanfängeralter war, 184 Semester = 92 Jahre zurückrechne und schaue, welche Vorfahren da ihre ersten Schritte ins Berufsleben (Lehre, Studium, wie auch immer) gemacht haben, dann lande ich irgendwo zwischen Urgroßeltern und Ur-Urgroßeltern. Ich glaube nicht, dass so viele junge Leute wissen, was ihre Urgroßeltern beruflich gemacht haben, und wenn dann kennen sie vermutlich doch nicht den genauen Weg in den Beruf.

  • Nein, ich habe zumindest eben Punkte vergeben. Ob sie angekommen sind, weiß ich nicht.

    Mit Kommentaren tue ich mich schwer, jeder Schreiber hat allein für den Mut Punkte verdient, es können aber nur drei Texte bewertet werden.

    Da kommen dann halt persönliche Vorlieben zur Geltung.

    Für mich gab es diesmal jedenfalls einen ganz klaren 1. Platz. :grin

    Man sollte alles lesen. Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten.

    Oscar Wilde (1854 - 1900)


  • Mir gefallen alle Ideen zum Thema. Sie passen und sind auch gut ausgearbeitet. Bei der Punkteverteilung war es diesmal denkbar knapp.

    Für die, die leider leer ausgegangen sind: <3


    Mir ist allerdings aufgefallen, dass insgesamt ein sehr starker Absatzmangel herrscht. Deswegen verteile ich hier zum Zwecke der verbesserten Lesbarkeit eine Runde Absätze fürs nächste Mal: ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶ ¶


    :grin



    Semester 184

    Eine interessante Legende.

    Am Schreibstil gab es da nichts zu meckern (außer die Anführungszeichen im ersten Satz, die dürfen gerne weggelassen werden ;))

    Angenehm fehlerfrei.

    Fehlende Absätze: ca. 10



    Teddy

    Gut lesbarer Beitrag.

    Ich habe James Bradfield gegoogelt, um zu schauen, was man über ihn findet.

    Die Manic Street Preachers sind weiterhin zu dritt aktiv.

    Ich finde es schön, dass sie die Tantiemen noch mit Richey Edwards teilen, aber auch traurig. Wenn man immer wieder den Schorf abkratzt, kann die Wunde nicht heilen…

    Auf jeden Fall eine spannende Bandlegende, die meine morbide Seite sehr anspricht. Ich mag solche unheimlichen Stories.

    Hab mich etwas gewundert, dass zu dem Thema nicht mehr über die verrückte Musikwelt gekommen ist. :gruebel



    Goldhöhle

    Gut geschriebener, interessanter Beitrag.

    Die Satzzeichen sitzen perfekt und es gibt ausreichend Absätze - am Anfang zumindest. Danach schwindet auch hier die Lesbarkeit.

    Ich stehe auf offene Enden, wenn sie gut gemacht sind. Hier passt es mMn. :thumbup:

    Fehlende Absätze: ca. 7



    Flaschendrehen

    Auch diese Story über die alte Bekannte hat mir gut gefallen. halloween_smilie_182.gif

    Hier ist das Absatzmangel nicht so akut. Ich empfehle lediglich 5 Absätze mehr.

    Dafür bin ich leider über den sehr passiven Satzbau im Mittelteil gestolpert.



    Heldenträume

    Gefällt mir sehr gut.

    Es hat einen guten Schwung und zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. 8)




    Danke an alle Beteiligten für diese schöne Runde. :blume