'Opferfluss' - Seiten 092 - 186

  • Also ich mach gleich mal mit dem nächsten Abschnitt weiter.


    Meller und Rongen bauen ein richtiges Vertrauensverhältnis auf - sehr lobenswert. Und Rongen vertraut auch seinem (früheren) Partner Christian Koch. Da bin ich mir derzeit nicht sicher, ob das klug ist.


    Also die Polizisten sollen bei Brenners Verhaftung bei der gefundenen Menge Kokain "nachgeholfen" haben. Dafür, daß sie ihn gelinkt haben, könnte sich Brenner jetzt gerächt haben. Das wäre in meinen Augen durchaus eine Erklärung.


    Und dann kamen sie wieder - zwei Passagen, die ich nicht brauche. Ares, der Kampfhund, beißt Obdachlosen zu Tode. Und Jana wird gefoltert, später wird sie tot am Rheinufer mit einer Pistole in der Hand gefunden. Daß das kein Suizid war, ist uns Lesern klar.


    Hach und wer hätte das gedacht, Nina findet bei der Therapeutin heraus, daß sie eigentlich an ihrer Arbeit bei der Polizei keinen Spaß mehr hat und zurück in die Kanzlei möchte.


    Rongen macht schon wieder einen schwerwiegenden Fehler. Er verabredet sich mit einem angeblichen Kollegen aus Solingen und läuft in eine ganz perfide Falle. Da hätten aber bei einem Mann seines Kalibers die Alarmglocken viel früher ganz laut losgehen müssen! Am Ende sitzt Rongen in U-Haft.


    Das Buch liest sich wirklich ratzfatz. Durch die große Schrift und die kurzen Kapitel will man immer weiter lesen. Schade Lorenz Stassen du schreibst lange an dem Buch und wir lesen es in einem Rutsch. 8)

  • Oh, ja diese zwei Szenen haben es in sich.

    Hier das "richtige " Maß zu treffen, ist bestimmt sehr schwierig.

    Die Szene mit dem Kampfhund Ares war für mich Horror pur...........vor bestimmten Rassen habe ich große Ängste ( und ich kenne alle Argumente derer, die mich vom Gegenteil überzeugen wollen - nützt leider nix ;-) ).


    Die Folterszene von Jana war auch schrecklich. Und es ist ja nicht so, dass es solche Dinge nur in Büchern gibt. :-(


    Ich finde auch, dass sich das Buch sehr gut lesen lässt.

    So muss ein Krimi/Thriller sein.:thumbup:

  • ich konnte das Buch nie richtig zu Seite legen, die relativ kurzen Kapitel und diese Spannung, super! Selbst in den Öffis wurde gelesen und das will schon etwas heißen bei mir. Die Folterungen von Jana und die Szene mit dem Ares waren heftig, aber für mich als Thriller-Fan genau richtig!

    Und Rongen ist wieder mittendrin. Und trotzdem....ich glaube ihm.

  • Und Rongen vertraut auch seinem (früheren) Partner Christian Koch. Da bin ich mir derzeit nicht sicher, ob das klug ist.

    Das war auch mein erster Gedanke. Ich finde den Typen komisch.


    Die zwei Passagen, die du nicht brauchst, beziehen sich wahrscheinlich auf den Gewaltfaktor. Da sitze ich leider etwas zwischen den Dtühlen, den Krimifans ist es zu hart, den Thrillerfans nicht hart genug.

    Ich finde es genau richtig. Mir sind Krimis manchmal zu langweilig, manche Thriller zu hart.

  • Ich bin noch keinen Schritt weiter. Eigentlich halte ich Rongen für unschuldig, aber sicher bin ich mir da nicht. Wie kommt er darauf sich mit einem angeblichen Kollegen zu treffen? Ohne jemanden zu informieren? Da hat ihn sein Instinkt aber ordentlich im Stich gelassen. Vermutlich die pure Verzweiflung, und die Hoffnung darauf Beweise für seine Unschuld zu finden.


    Dass Nina jetzt doch als Anwältin arbeiten möchte, finde ich gut. Auch dass sie für klare Verhältnisse mit Nicholas sorgt hat mir gefallen.

    Ansonsten sind mir das noch zu viele lose Enden. Ich bin gespannt, wie sich das alles zusammenfügt.

  • Als Hundebesitzer tue ich mich mit solchen Szenen auch immer schwer..aber das gehört wohl dazu..wie in Filmen, wo der böse Hund meist von Rottis, Dobermännern oder Staffordshire Terriern verkörpert werden..das nährt meiner Meinung nach bei manchen Menschen Angst und Unbehagen..ich weiß sehr wohl um die Beißkraft mancher Rassen, aber wir Hundehalter sind das Problem, nicht der Hund..sorry, gehört wohl eher nicht hier hin..:saint:

  • So, Rongen sitzt in U-Haft..ich könnte mir vorstellen, das der Mörder aus den eigenen Polizeireihen kommt..:gruebelDas ihm da einer was reinwürgen will, ist schon sehr offensichtlich..


    Mir gefallen die kurzen Abschnitte und die Szenenwechsel auch sehr gut! Das treibt mich als Leser immer dazu, weiter zu lesen!

  • Die zwei Passagen, die du nicht brauchst, beziehen sich wahrscheinlich auf den Gewaltfaktor. Da sitze ich leider etwas zwischen den Dtühlen, den Krimifans ist es zu hart, den Thrillerfans nicht hart genug.

    Diese beiden Stellen hatten es wirklich in sich. Für mich persönlich hart an der Grenze. Ich mag es spannend, aber nicht blutrünstig. Bisher hat mir die Nicholas-Meller-Reihe auch deshalb so gut gefallen, weil es bei den Gewaltszenen nicht gar so blutig zu geht und es nicht allzu detailliert beschrieben wird.

  • Ich bin noch keinen Schritt weiter. Eigentlich halte ich Rongen für unschuldig, aber sicher bin ich mir da nicht. Wie kommt er darauf sich mit einem angeblichen Kollegen zu treffen? Ohne jemanden zu informieren? Da hat ihn sein Instinkt aber ordentlich im Stich gelassen. Vermutlich die pure Verzweiflung, und die Hoffnung darauf Beweise für seine Unschuld zu finden.

    Bisher halte ich Rongen auch für unschuldig. Wäre er schuldig würde er sich doch nicht so selten dämlich verhalten.


    Wer mir von Anfang an suspekt vorkommt, ist sein Partner Christian Korb. Es ist aber nur so ein Bauchgefühl.

  • Meller hat bei Korb, der sich ganz schön aufgedrängt hat, ein ungutes Gefühl, doch Rongen vertraut ihm. Die getöteten Polizisten haben eventuell Dreck am Stecken gehabt und es gab eine Verbindung zwischen Opfer eins und drei.

    Jana ist ganz schön clever, aber nicht clever genug. Man ist ihr auf der Spur und geht dabei nicht gerade zimperlich vor. Der Obdachlose wird durch den Kampfhund getötet. Ich denke nicht, dass das unbedingt erforderlich war, aber dem Typen scheint es Spaß gemacht zu haben, seinen Hund auf einen wehrlosen Menschen zu hetzen. Aber auch Jana ergeht es schlecht. Schlimm was ihr angetan wird.

    Nina hat ein paar Umwege hingelegt, aber nun weiß sie genau, was sie will. Ich hatte schon so im Gefühl, dass mit der Beziehung etwas nicht richtig läuft. Schade für Nicholas, aber ich kann auch Ninas Ansicht nachvollziehen.

    Wo ist Rongens kriminalistischer Instinkt? Tappt so saudämlich in die Falle und als er skeptisch wird, macht er auch noch einen weiteren Fehler. Nun sieht es sehr düster für ihn aus.

  • Im zweiten Abschnitt waren die Gewaltbeschreibungen für mich grenzwertig, aber ich komme auch vom Krimi. Rongen ist wieder zur falschen Zeit am falschen Ort und bei seiner Erfahrung ist das verdächtig. Jana ist zuerst von den Kriminellen gefunden worden und nun ist sie tot. Für mich klang es aber so, als ob Brenner nicht der Polizistenmörder gewesen sein kann. Nina kehrt der Polizei den Rücken, kehrt zur Kanzlei zurück, aber nicht zu Meller. Da ist dann Platz für die junge Anwältin, die ihn mit Informationen über den Staatsanwalt versorgt hat. Dieser wird seinem schlechten Ruf gerecht, aber für eine politische Karriere wäre eine Verurteilung von Rongen hilfreich. Öffentliche Meinungen sind manchmal schon etwas seltsam, gerade in Zeiten des Internets. Da sind mir gerade bei Slupetzkys Krimi "Das Netz des Lemming" die Augen geöffnet worden.

    Hier ist es weiterhin sehr spannend und ziemlich undurchsichtig. Die Aktionen des Clanchefs verstehe ich noch nicht. Rongens Partner wirkt auf mich glaubwürdig und die Aktion mit der Journalistin kommt mir gewagt vor.

    :Hörbuch P. D. James - Drei Fälle für Adam Dalgliesh

    :Hörbuch Graham Norton - Ein irischer Dorfpolizist

    :lesend Lorenz Stassen - Opferfluss

    :lesend Ulrike Renk - Tage des Lichts