Hier kann zu den Seiten 1 – 63 (Prolog - Kapitel 3) geschrieben werden.
'Die an den Tod nicht glauben' - Seiten 001 - 063
-
-
Ich mag die Geschichte, seit Der Totengräberserie von Oliver Poetzsch lese ich diese Gerichtsmedizinergeschichte gerne. Obwohl "Quincy" und Kollegen fand ich auch schon immer spannend. Deshalb finde ich Perditas Interesse an den Toten keinesfalls fehl am Platz oder für eine Frau, auch zu damaliger Zeit nicht verkehrt. Ich hoffe, sie kann im Laufe der Handlung ihr Ziel erreichen.
Ich schätze mal, es geht um einen Serienmörder, womöglich mit Komplizen, das Duo Czerny und Tadeú fallen mir da als erste dazu ein.
Schon der Prolog deutet ja auf eine gewisse Zwielichtigkeit Czernys hin.
Klar, man kann immer alles möglich spekulieren und hinein deuten. Als Perdita im letzten Abschnitt zu der Obduktion gerufen wurde, befürchtete ich schon, das wäre Minda. Aber anscheinend hat sie noch eine Gnadenfrist.
-
Gut finde ich, dass bereits zu Beginn ein Verweis auf das Glossar hinten im Buch gemacht wird. Oft ist das nicht so und im Nachhinein denkt man sich dann: jetzt brauche ich Dich auch nicht mehr.
Ich bin auch gut in das Buch reingekommen, wobei der erste Abschnitt für mich größtenteils dazu dient, eine größere Anzahl von Protagonisten einzuführen und den einen oder anderen davon besser kennen zu lernen.
Charon Czerny sind wir erst kurz begegnet, besonders sympathisch erscheint er dabei noch nicht.
Perdita wiederum ist ein Kind ihrer Zeit – die Wege, die sie gerne beschreiten möchte, sind Frauen noch weitestgehend verschlossen bzw. nur sehr schwer zugänglich.
Natürlich bin ich mir sicher, dass das Verschwinden der Fallakte von Susette Schneider sehr wohl etwas bedeutet und Frauke Walthers Tod kein Selbstmord ist. Aber das werden wir in den nächsten Abschnitten sicher noch genauer erfahren...
Die Szenen im „Schwarzen Ferkel“ erschienen mir wie ein alkoholisierter Fiebertraum. Das ist ein ganz schön schräges Etablissement.

„Zwielichtig“ würde ich Czerny nicht direkt einordnen, er übt ja ein seriöses Gewerbe aus. Wobei... ich weiß gerade nicht, ob das Gewerbe des Bestatters auch 1910 schon ein geachtetes war.

Vielleicht trifft es eher noch „unkonventionell“. Ein besserer Begriff fällt mir gerade nicht ein.

Dass Minda eines Tages auch tot aufgefunden wird, davon bin ich ebenfalls fest überzeugt. Ich glaube ebenso, dass das „Schwarze Ferkel“ eine wichtige Rolle spielen wird.
-
Alles anzeigen
Natürlich bin ich mir sicher, dass das Verschwinden der Fallakte von Susette Schneider sehr wohl etwas bedeutet und Frauke Walthers Tod kein Selbstmord ist. Aber das werden wir in den nächsten Abschnitten sicher noch genauer erfahren...
Die Szenen im „Schwarzen Ferkel“ erschienen mir wie ein alkoholisierter Fiebertraum. Das ist ein ganz schön schräges Etablissement.

„Zwielichtig“ würde ich Czerny nicht direkt einordnen, er übt ja ein seriöses Gewerbe aus. Wobei... ich weiß gerade nicht, ob das Gewerbe des Bestatters auch 1910 schon ein geachtetes war.

Vielleicht trifft es eher noch „unkonventionell“. Ein besserer Begriff fällt mir gerade nicht ein.

Das mit der Fallakte ist eindeutig a kein Zufall oder Schlamperei.
Ich glaube, zu der Zeit gab es Etablissements wie das "Schwarze Ferkel" vor allem in Berlin oder anderen großen Städten zuhauf.
Zwielichtig oder auch verdächtig, erscheint er mir gleich zu Anfang, als er im Prolog so ganz harmlos den "Herztod" seines Vaters, der vermutlich auch keiner war, erklärt.
-
Bei Czerny bin ich mir noch nicht sicher, inwiefern er "gut" oder "böse" ist.

-
Czerny wirkt auf mch wie ein typischer Charlie Charakter… Sehr schwer im ersten Moment zu bewerten, ich würde mal vermuten dass uns der noch überraschen wird.
Perdita mag ich gerne, auch wenn sie natürlich gegen vieles anschwimmen muss um ihre Ziele durchzusetzen.
Minda bietet sich als Opfer ja direkt an, sie verfällt ja dem „Teufel“, den ich aber auch nicht einschätzen kann
Die verschwundene Aktie ist schon mal seltsam, aber auch, dass sie ja vom Alexanderplatz extra angefordert wurde.. Nach 2 Jahren…
-
Ich wundere mich darüber, dass ihr Minda als potentielles Opfer anseht. Sie passt so gar nicht zu den bisherigen „Selbstmörderinnen“. Die Verlorene als Hauptfigur, das ist ein typischer Lyne. Aber ob sie etwas verloren hat oder selbst verloren ist oder was dahinter steht ist noch nicht erkennbar. Das Begeisterung für ein Thema für die Mühen eines Studiums nicht ausreicht musste sie jedenfalls schon lernen.
-
Als potentielles Mordopfer habe ich Minda auch nicht gesehen, würde aber schon passen.
Petdita gefällt mir sehr gut, ich bin sehr gespannt auf ihre erste Begegnung mit dem ominösen Bestatter, als einen der Bösen oder gar als Mörder kann ich ihn mir nicht vorstellen.
-
Zunächst mal vielen Dank an die Autorin für den Hinweis auf das Glossar gleich am Anfang. Mir geht es wie Batcat - man entdeckt es sonst meist erst, wenn man das Buch bereits beendet hat. Gerade bei Krimis mag ich nicht vorher zum Ende blättern.
Bis jetzt haben wir also vier Damen. Zwei lernen wir nur als Leiche kennen und auch wenn sie auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, denke auch ich, daß es hier über kurz oder lang Verbindungen geben wird. Welche Zukunft Minda von der Autorin vorherbestimmt ist, ist noch offen, ich halte sie aber auch trotz der von beowulf erwähnten Unterschiede zu den beiden "Selbstmörderinnen" für ein potenzielles Mordopfer.Und dann ist da noch Perdita. Nein, sie ist aus meiner Sicht kein "Kind ihrer Zeit", ganz im Gegenteil, sie begehrt gegen die Umstände, die in ihrer Zeit als selbstverständlich galten, auf und hat Glück, in ihrem Vater einen Unterstützer (soweit es ihm in seiner Position möglich ist - er kann als "Hausmeister" auch nicht der große Protégé sein) zu haben. Mich erinnert sie ein bißchen an Rosina, die Schauspielerin aus den historischen Krimis von Petra Oelker, die ja auch mit ihrem Willen und ihrer Neugier gegen die Gepflogenheiten ihrer Zeit versuchte, einen Weg zu finden um zu tun, was sie sich in den Kopf gesetzt hatte (auch dort geht es natürlich um die Suche nach Mördern).
-
Auch ich habe den ersten LR-Abschnitt heute morgen in aller Ruhe beenden können. Mir gefallen beide Handlungsstränge schon jetzt, sowohl Perdita als auch Minda - beide haben ihren eigenen Kopf, Perdita noch mehr als Minda.
Und besonders Perditas Vater ist mir schon ans Herz gewachsen. Er lässt seiner Tochter jeglichen Freiraum. Ich fand es schön zu lesen, dass die beiden ein gutes Zweiergespann sind und Perdita sich bei ihm richtiggehend geborgen fühlen darf.
Die Gerichtsmedizin scheint eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein, wie auch die Künstlergemeinschaft im schwarzen Ferkel.
Tadeú ist noch absolut undurchsichtig. Bei seinem nicht mehr weiter erwähnten Begleiter habe ich jedoch den Verdacht, dass es sich um den im Prolog vorgestellten Czerny Sohn handeln könnte. Und dass die beiden sich im weiteren Verlauf als Täter herausstellen könnten.
Perdita wird ihren Weg machen. Ich bin fest überzeugt, dass sie bei ihrer anstehenden "Nachschau" irgendeine Ungereimtheit wird feststellen können. Die Lorbeeren wird sich dann natürlich jemand anders einheimsen, aber sie dürfte dann erst mal einen Fuss in der Tür haben und vielleicht auch mit hehren Aufgaben betraut werden.
-
Natürlich bin ich mir sicher, dass das Verschwinden der Fallakte von Susette Schneider sehr wohl etwas bedeutet und Frauke Walthers Tod kein Selbstmord ist. Aber das werden wir in den nächsten Abschnitten sicher noch genauer erfahren...
In dem Punkt sind wir uns, denke ich, alle einig.

Ob Minda ein weiteres Opfer sein wird, die Idee kam bei mir gar nicht auf. Ich betrachte sie bisher eher als "Verbindung" zu Tadeú und seinem Gefährten, die vermutlich wesentlichen Einblick in die Machenschaften erhalten wird. Aber als Opfer seh ich sie bisher nicht.
-
Als Perdita im letzten Abschnitt zu der Obduktion gerufen wurde, befürchtete ich schon, das wäre Minda.
Das hatte ich auch kurz befürchtet, aber dafür hätte der vorherige Abschnitt mit Minda nicht so ausführlich sein müssen.
Und dass die beiden sich im weiteren Verlauf als Täter herausstellen könnten.
Ich hoffe nicht, denn das wäre dann schon sehr einfach.
Bislang macht es Spaß, das Buch zu lesen. Von der Stimmung kommt es für mich an die Gereon-Rath-Romane heran.
-
Ich darf ja mit dem Hörbuch dabei sein.
Auch ich bin wirklich gut in die Geschichte reingekommen und empfinde die Erzählerin Heike Warmuth als sehr angenehm. Sie bringt die Atmosphäre gut rüber.A propos Atmosphäre: Ich fühlte mich sofort in das Gaslicht-Ambiente des alten Berlins hineinversetzt, was ein stückweit auch durch die Zitate aus der Dreigroschenoper gefördert wird. So hatte der Anfang für mich etwas schaurig-schönes.

Czerny finde ich als Figur sehr interessant: undurchsichtig und mysteriös. Für mich ist sein Charakter noch gar nicht greifbar, was mich aber umso neugieriger macht, was für eine Rolle er spielen wird.
Perdita gefällt mir ausgesprochen gut. Okay, ich habe eh eine Schwäche für "damalige" starke Frauen, die sich durch Mut und Durchsetzungsvermögen in der Männerwelt zu behaupten wussten. Ich denke, das geht hier nicht nur mir so.
Jedenfalls mag ich Perdita auf Anhieb gerne.Ich finde es spannend zu lesen, wie unterschiedlich über Mindas Schicksal spekuliert wird. Da hilft wohl nur weiterlesen...
Allerdings - jetzt wo wir sie näher kennengelernt haben - fände ich es schade, Minda als Figur gleich wieder zu verlieren. -
Gut finde ich, dass bereits zu Beginn ein Verweis auf das Glossar hinten im Buch gemacht wird. Oft ist das nicht so und im Nachhinein denkt man sich dann: jetzt brauche ich Dich auch nicht mehr.
Auch im Hörbuch wird das Glossar erwähnt und man kann es sich bei http://www.argon.de runterladen, was ich dann auch getan habe. So kann ich immer wieder Mal reinspitzen.

-
Ich finde Eure Spekulationen wirklich anregend....ich wünschte, ich hätte das Buch nicht schon gelesen.
ich soll Euch alle von Charlie lieb grüßen. Sie ist im Moment beruflich sehr eingespannt, aber sie meldet sich sobald wie möglich.
-
Ich finde Eure Spekulationen wirklich anregend....ich wünschte, ich hätte das Buch nicht schon gelesen.
ich soll Euch alle von Charlie lieb grüßen. Sie ist im Moment beruflich sehr eingespannt, aber sie meldet sich sobald wie möglich.
Schon Mal liebe Grüße zurück an Charlie!
Wir sind ja noch länger hier und freuen uns auf sie. -
Und besonders Perditas Vater ist mir schon ans Herz gewachsen. Er lässt seiner Tochter jeglichen Freiraum. Ich fand es schön zu lesen, dass die beiden ein gutes Zweiergespann sind und Perdita sich bei ihm richtiggehend geborgen fühlen darf.
Ich glaube fast, das ist so ein Charlie Dingens mit den Vätern. Eine kleine Reminiszens an ihren (verstorbenen) Vater

-
Und dann ist da noch Perdita. Nein, sie ist aus meiner Sicht kein "Kind ihrer Zeit", ganz im Gegenteil, sie begehrt gegen die Umstände, die in ihrer Zeit als selbstverständlich galten, auf ....
Oh, das ist für mich kein Widerspruch... sie ist ein Kind ihrer Zeit - einfach, weil sie in diese Zeit hinein geboren wurde. Aber wie Du ja auch sagst: sie begehrt auf.
Und besonders Perditas Vater ist mir schon ans Herz gewachsen. Er lässt seiner Tochter jeglichen Freiraum. Ich fand es schön zu lesen, dass die beiden ein gutes Zweiergespann sind und Perdita sich bei ihm richtiggehend geborgen fühlen darf.
Die Gerichtsmedizin scheint eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein, wie auch die Künstlergemeinschaft im schwarzen Ferkel.
Ja, das hat mir an Perditas Vater auch schon gut gefallen: dass er sie so sein lassen darf, wie sie ist, auch wenn das nicht den oft noch sehr starren Konventionen jener Zeit entspricht.
Und auch, was die Gerichtsmedizin und das Schwarze Ferkel angeht, gebe ich Dir recht.
-
Dabei ist Perdita meiner Ansicht nach ganz Kind ihrer Zeit. In England gab es längst Suffragetten, über Emanzipation wurde durchaus diskutiert ( siehe das Zitat von Herrn Professor). Es waren immer noch Pionierkämpfe, aber es wurden immer mehr Frauen, die den Blödsinn nicht glauben wollten blöde zu sein und irgendetwas nicht zu können.
-
Ich bin auch richtig gut ins Buch rein gekommen und war schneller durch den ersten Abschnitt durch, als mir lieb war.
Was die Sympathien bei den Figuren angeht, meine liegt eindeutig beim Bestatter. Ich mag den Schlag Mensch. Dafür kann ich mit den beiden Damen nicht sonderlich viel anfangen, aber das macht ja nichts.
Das die Akte Suzette fehlt ist sicher keine Schlamperei, und hier kann ja nur jemand Internes Zugriff darauf gehabt haben, sprich, hat seine Finger im Spiel.
Ich bleibe gespannt.