Liebesromane ("Nackenbeisser", "Freche Frauen" ect.) schlechtere Bücher?

  • Zitat

    Original von beowulf
    Nun gut, ich habe gerade nochmal nachgeschaut...über Potter, Patricia gibt es hier keine Einträge im Rezensionsverzeichnis. Also ergeht mein Ruf wie Donnerhall: :bruell :bruell :bruell Outet Euch, schreibt Rezis und wer dann meckert ohne gelesen zu haben, disqualifiziert sich selbst.


    Beowulf, diese Aufforderung ist sehr reizvoll.
    Bisher habe ich solche Bücher unter "heimliches Laster" eingereiht.


    Der Gedanke, in eine Buchhandlung zu gehen, dort einen Nackenbeisser zu kaufen und dem/der Buchhändler/in hocherhobenen Hauptes zu erklären: "Wissen Sie, ich schreibe eine Rezension..." gefällt mir ausgesprochen gut. :grin



    Mondstein; nochmals zu den "frechen Frauen". Ich kaufe ab und zu so ein Buch, es baut mich auf. Mein Selbstbewusstsein wurde durch das Lesen von "Schokolade zum Frühstück" gewaltig gestärkt. Nicht etwa, dass es mich frecher machen könnte, sondern durch eine Eigenschaft der Hauptdarstellerin, ihre stark ausgeprägte Schusseligkeit und das Hineingeraten in peinliche Situationen. Sie hat es tatsächlich geschafft, mich darin noch zu übertreffen.
    :grin




    .

  • Zitat

    Original von Tuzie
    ... auf die Gefahr hin, als Hohlbrödel erster Güte da zu stehen... mal ne Frage... *ähem* *räusper* *also*...


    warum heißen die Teile eigentlich "Nackenbeißer"?....
    :gruebel


    Es gibt keine blöden Fragen, nur dumme Antworten... du wirst dich schon bis zu den Wurzeln durchgraben, bei dem Avatar :grin

  • *handvornkopppatsch*


    :bahnhof


    ok...zugeb... ich hab's gelesen, hatte aber ehrlich gesagt die Aussage "Die Bezeichnung "Nackenbeißer" kommt von den eindeutigen Covern" einfach nicht verstanden. Wie groß doch das Brett vor'm eigenen Kopf manchmal sein kann...

  • Also, sollten wir jemals (was ich nicht glaube :lache ) ein eigenes Unterforum für dieses Genre aufmachen, dann KANN und DARF das natürlich nur "Nackenbeisser" genannt werden. Alles andere wäre Kokolores. :lache

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • zunächst einmal muss ich sagen, bin ich absolut keine liebhaberin von liebesromanen.


    allerdings glaube ich nicht, dass solche bücher unbedingt schlechter sind als andere. wahrscheinlich ist der inhalt etwas vorhersehbarer oder einfach trivialer, aber die ausdrucksweise oder stilistischen mittel, die der verfasser benutzt können genauso gelungen sein.


    ich bin die meinung, dass die qualität kaum vom genre des buches abhängig ist, sondern von der sprache des verfassers. der rest ist ansichtssache. nicht jeder liest gerne horrorromane oder historisches.

  • Das unten verlinkte Cover ist ein "echter" Nacken... ein Halsbeißer. Das Buch wurde mir gerade empfohlen, weil ich vorhin nach Büchern dieses Genres gesucht hatte.


    Hier die Amazon-Info:


    Nur wenige kennen seinen wahren Namen – doch viele fürchten Morgan Drake als den berüchtigten Seewolf, jenen tollkühnen Freibeuter, der die gesamte britische Marine in Angst und Schrecken versetzt. Die schöne junge Reporterin Serenity James ist jedoch fest entschlossen, ihr Leben, ihre Unschuld und ihr Herz zu riskieren, um das eine Geheimnis aufzudecken, das der Seewolf um jeden Preis bewahren will …


    Also ehrlich - Piraten und jungfräuliche junge Damen - das macht mich im Moment irgendwie an :grin . Habe das Buch gerade auf meine Wunschliste gesetzt. Von Kinley MacGregor habe ich noch nichts gelesen, wird allerhöchste Zeit.
    Wenn der Titel nur nicht so grauslig wäre *seufz*.


    ;-)


    ***
    Aeria

  • Wenn doch anscheinend den LeserInnen der Nackenbeißer die Cover nicht gefallen, warum werden die dann so gestaltet? Müssten sich nicht die Marketing-Leute an den Wünschen und Bedürfnissen der LeserInnen orientieren? :gruebel


    Oder gefallen irgend jemandem diese Cover?

  • Zitat

    Original von taki32
    Oder gefallen irgend jemandem diese Cover?


    Es gibt durchaus auch welche, die mich ansprechen, zum größten Teil aber gefallen sie mir nicht.
    Ich finde, die Cover sind trotzdem nützlich, denn - wie es weiter oben schon erwähnt wurde - sie sind DAS Erkennungszeichen für einen nackenbeißerischen Liebesroman.
    (Wenn es die Cover und die schlechten Titel nicht gäbe, worüber würden wir uns dann lustig machen? ;-) )


    Nach allem, was ich weiß, haben diese Romane, die ja fast alle aus den USA kommen, im Original keine solchen Cover und auch ansprechendere Titel. Dass die Bücher so aussehen und heißen wie sie es hierzulande eben tun, dafür sind wohl ausschließlich die deutschen Verlage verantwortlich.


    ***
    Aeria

  • @ Aeria: Okay, vonwegen der Unterhaltung sind die Cover nicht schlecht. :lache


    Aber wenn sie lediglich Erkennungsfunktion haben, dann würde sich das auch anders lösen lassen. Man kann ja ein Herzchen vorne drauf drucken. :chen


    Ich habe mal nach der US-amerikanischen Entsprechung des Pratencovers gesucht.


    Eventuell ist das hier die Originalversion (?)


    Das gibt sich dann aber nicht viel...

  • Zitat

    Original von bertrande
    Mondstein; nochmals zu den "frechen Frauen". Ich kaufe ab und zu so ein Buch, es baut mich auf. Mein Selbstbewusstsein wurde durch das Lesen von "Schokolade zum Frühstück" gewaltig gestärkt. Nicht etwa, dass es mich frecher machen könnte, sondern durch eine Eigenschaft der Hauptdarstellerin, ihre stark ausgeprägte Schusseligkeit und das Hineingeraten in peinliche Situationen. Sie hat es tatsächlich geschafft, mich darin noch zu übertreffen.
    :grin
    .



    Mich stört die Vermarktung "freche Frauen" .... Dieses Schubladen denken von den Verlagen das die Protagonisten in diesen Romanen und vorallem Leser als unerzogen dumm dargestellt werden... Ich hoffe du verstehst wie ich das meine....


    Gott sei dank lag Schokolade zum Frühstück bei meiner Buchhandlung nicht bei den Frechen Frauen Bücher... Sonst wär mir ein schönes Buch durch die Lappen gegangen...



    :winkt

  • Zitat

    Original von taki32
    Wenn doch anscheinend den LeserInnen der Nackenbeißer die Cover nicht gefallen, warum werden die dann so gestaltet? Müssten sich nicht die Marketing-Leute an den Wünschen und Bedürfnissen der LeserInnen orientieren? :gruebel


    Wenn das die gleichen sind, die denken, Frauen kaufen grundsätzlich nur historische Romane wenn sie unter Titeln wie "Die Nähnadelverkäuferin" oder "Die Schwägerin des Grubenarbeiters" verlegt werden ...

  • Aeria, die Links funktionieren tadellos.


    Wow, das ist ja ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen dem englischen und dem deutschen Cover.


    Die englische Version ist doch tausend Mal besser als die deutsche, oder? Und man erkennt trotzdem, dass es sich um einen Liebesroman, einen romantischen Roman handelt.


    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es da kulturelle Unterschiede geben sollte. Würde sich nicht so ein Cover auch besser in Deutschland verkaufen lassen?


    Da sind es doch die Verlage, die die LeserInnen veralbern oder vielleicht auch unterschätzen. Frechheit.

  • Aeria,


    das ist der Hammer!


    Die englische Version würde ich vom Titelbild eher lesen als die deutsche....
    Ist echt unglaublich!

  • Die russische Ausgabe des Amanda-Quick-Romans finde ich übrigens auch nicht übel, vor allem, wenn man die deutsche Ausgabe direkt daneben liegen hat *g*. Gleich mal gucken, ob ich ein Bild reingestellt bekomme. Das bißchen Goldprägung stört mich nicht, bei einem Liebesroman darf sowas ruhig sein.
    Der Titel ist auch harmlos - "Die Ringe der Aphrodite" (habe ich jetzt mal wörtlich übersetzt), ganz genau das, worum es im Buch geht - um die Verbotenen Ringe der Aphrodite.

  • Aeria - es ist ja unglaublich, was es da für Unterschiede gibt.


    Ich muss ganz ehrlich sagen - die deutsche Ausgabe sieht echt total billig aus... Kein Wunder, dass die total verschrien sind.... Ich würd das jedenfalls nach dem Cover nicht lesen...
    Am ehesten nach dem russichen Cover....

  • Booklooker
    Das Schönste an den russischen Ausgaben ist, dass sie allesamt gebunden sind und eine einheitliche Gestaltung haben. Ok, es gibt verschiedene Reihen - "Charme" oder "Otkrovenije" (Geständnis) etc. und diese unterscheiden sich natürlich in der Aufmachung, allerdings nur geringfügig.
    Mein Regal mit den russischen (Liebes)Romanen sieht jedenfalls recht gut aus.


    ***
    Aeria