Linwood Barclay: Ohne ein Wort

  • Heute morgen habe ich das Buch zuende lesen können :). Der Anfang und das Ende haben mir sehr gefallen, der mittlere Teil jedoch nur an einigen Stellen. Meistens hat mich das Opfer der Geschichte >Cynthia mit ihrem Verhalten und den Worten sehr genervt, muss ich schon sagen. Mir tat der Protagonist Leid :D. Dennoch ist es ein sehr gutes Buch mit einem äußerst unerwartetem Ende.

  • Ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen, es war so spannend wie schon lange nichts mehr!


    Es ist nicht übermäßig blutrünstig, sondern eher mysteriös, man rätselt die ganze Zeit, was wohl mit Cynthias Familie passiert sein könnte. Der Autor gibt auch genügend irreführende Hinweise, so dass man aus dem Grübeln nicht heraus kommt.


    Schön ist, dass die Geschichte aus der Sicht von Cynthias Mann Terry erzählt wird, es schafft Distanz zu der Geschichte und man kann noch mehr rätseln.


    Die Person der Cynthia ist nicht ganz so symphatisch, dafür mochte ich Terry umso mehr!


    Das Ende ist übrigens völlig überraschend, ich hatte mir ganz andere Dinge vorgestellt. Es ist aber stimmig und alles wird aufgelöst!


    Fazit:
    Ich kann´s voll und ganz empfehlen!

  • Zitat

    Original von unkreatives_ich
    Meistens hat mich das Opfer der Geschichte, Cynthia mit ihrem Verhalten und den Worten sehr genervt, muss ich schon sagen. Mir tat der Protagonist Leid :D.


    Richtig, ging mir genauso. Dauernd dieses "Wäh, du bist schuld, wäh, du machst alles falsch, ich bin hier das Opfer, wäh, glaubst du mir nicht, wäh, du hast ja keine Ahnung" usw. .. deswegen hat das Buch eine 2- von mir bekommen, gerade so. Cynthia fand ich wirklich total unsympathisch.

    Nun, Junge, willst du wirklich lernen und die tiefsten Geheimnisse von Raum und Zeit in Erfahrung bringen?
    »Ja, Herr. Ich glaube schon, Herr.«
    Gut. Der Stall befindet sich hinter dem Haus, und die Schaufel hängt direkt neben der Tür.

  • Zitat

    Original von unkreatives_ich
    >Cynthia mit ihrem Verhalten und den Worten sehr genervt, muss ich schon sagen. Mir tat der Protagonist Leid :D. Dennoch ist es ein sehr gutes Buch mit einem äußerst unerwartetem Ende.


    das verhalten war wirklich etwas nervig, mir hat auch die tochter total leid getan, daß sie immer unter bewachung stehen mußte etc. war echt blöd, jedoch hat sich's ja zum schluß etwas gelockert.

  • Nach 2 Tagen habe ich das Buch gestern beendet.
    Es war einfach super spannend. Flüssig geschrieben und an keiner Stelle langatmig oder gar langweilig. Auch ich habe manchmal meine Stirn etwas gekräuselt, als Cynthia wieder anfing zu nörgeln, aber eigentlich hatte sie mit ihren Anschuldigungen ja immer Recht. Zumindest hat es Terry immer anschließend in seinen Gedanken bestätigt. Problematisch ist als Leser wahrscheinlich, dass man sich nicht in die Person hineinversetzen kann. Um dies zu können, hätte das Buch wohl in der Ich-Form geschrieben werden müssen. Allerdings glaube ich nicht, dass wir es dann alle so gut gefunden hätten ;-).
    Die kurzen Zwischendialoge haben unheimlich zur Spannung beigetragen, aber nicht genau verraten, um was es geht. Ich jedenfalls bin in eine andere Richtung gedriftet.
    Ich fand das Ende etwas langweilig, da hätte ruhig etwas mehr Action hingehört. Ansonsten war es aber ein wirklich toller Schmöker. Bitte mehr.

    Es gibt 10 Arten von Menschen...
    Die, die das Binärsystem verstehen, und die, die es nicht tun.

  • Ich habe das Buch im Zuge der Leserunde förmlich verschlungen. Es ist ungemein spannend und lässt einen so schnell nicht los. Gerade hat man es erst hingelegt, schon muss man wieder danach greifen... Nur noch ein Kapitel... und schon hat es einen wieder gefangen. Schwupps sind 100 Seiten weg.


    Mit Cynthia hatte ich am Anfang auch meine Probleme. Ich denke, es hängt damit zusammen, dass es einen so krassen Sprung im Buch gibt. Die Eltern verschwinden - CUT - 25 Jahre später haben wir eine verständlicherweise paranoide aber für andere Menschen eben auch nervige Persönlichkeit. Wir erleben nicht mit, wie Cynthia zu dem wird, was sie nun ist, dementsprechend ist es erst einmal sehr schwer, mit ihr mitzufühlen. Nachdem ich mir das selbst ein paar mal bewusst gemacht habe, ging es eigentlich besser. Trotzdem muss man Terry wirklich zu seiner Geduld beglückwünschen.


    Bei mir war es so, dass ich durch die eingestreuten "anonymen" Passagen, etwa nach der Hälfte des Buches eine ziemlich genaue Vorstellung davon hatte, was damals passiert ist und wer da nun spricht. Trotzdem gab es immer noch genügend ungeklärte Fragen die sich dann auch erst zum Schluss beantwortet haben (z.B. Warum nicht Cynthia?). Für mich war der Charakter des freundlichen Mafiosi meine absolute Lieblingsfigur. Ich liebe eben einfach die Sopranos (und wie man aus der Stelle bei der Psychiaterin ersieht, sind sie auch dem Autor nicht unbekannt :grin ). Allein die Stelle als seine Schläger mit dem Lieferwagen durch die Gegend düsen, im CD-Spieler die Carpenters "Why do birds, suddenly appeeeeaaar..." :rofl


    Eine fesselnde Geschichte die mich bis auf ein, zwei kleine Ausnahmen überzeugt hat und auf mehr "Futter" von dieser Quelle hoffen lässt. :grin


    9 von 10 Punkten! :fingerhoch

    „Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

    - Meister Yoda

  • Ich habe das Buch auch kaum zur Seite legen können. Es hat wirklich schön Raum zum spekulieren gegeben und war so ein echter Pageturner.


    Die Perspektive des Ehemanns fand ich Klasse, so konnte man das Ganze aus der Sicht eines an dem damaligen Ereignissen Unbeteiligtem erleben und sich Gedanken darüber machen, ob Cynthia nun wirklich durchgeknallt ist.


    Auf jeden Fall würde ich mich freuen, wenn es noch mehr von Linwood Barclay zu lesen geben würde.

  • Ich fand das Buch wirklich klasse... total spannend und mit unerwarteten Wendungen!
    Die letzten 250 Seiten hab ich gestern komplett verschlungen!
    Cyn ging mir eigentlich auch nicht auf die Nerven... denn ich kann verstehen, dass sie sauer darüber war, dass Terry ihr nicht wirklich glauben wollte und sie sogar kurz verdächtigt hat...
    Die Tochter tat mir auch leid... aber da muss man die Mutter verstehen... sie hatte nunmal Angst und wollte nicht auch noch ihre Tochter verlieren!


    Insgesamt war es für mich ein super Buch und könnte eventuell mein Monatshighlight werden... wobei Hexenking noch besser war... :gruebel

    :wave Gruß Dany


    Die Wirklichkeit ist etwas für Leute, die mit Büchern nicht zurechtkommen.
    Leserweisheit

  • Zitat

    Original von Dany-Maus1986
    Die letzten 250 Seiten hab ich gestern komplett verschlungen!


    Die Tochter tat mir auch leid... aber da muss man die Mutter verstehen... sie hatte nunmal Angst und wollte nicht auch noch ihre Tochter verlieren!


    Ich hab gestern auch meinen Lesemarathon veranstaltet, und die gleiche Menge gelesen! :grin


    Bis auf ein paar Fehler in der Geschichte, war es recht gut, und man konnte es doch flüssig lesen.


    Als Highlight würde ich es nicht bezeichnen, aber 8 Punkte auf der Eulenskala würde ich schon vergeben! :knuddel1

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Ich habe es auch innerhalb kurzer Zeit durch gehabt - in 3 Tagen um genau zu sein. :lesend
    Endlich mal wieder ein Buch, was sich total flüssig und sehr spannend weg liest.


    Ich fand es auch super, dass es aus der Sicht des Ehemannes (Terry) geschrieben war. Das gab dem Ganzen noch mehr Spannung.


    Bin gespannt, ob es von Linwood Barclay demnächst mehr zu lesen gibt. Wäre super. :kiss

  • Ich habe das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen, aber nicht, weil es so spannend war, sondern weil der Erzählstil so flüssig ist.


    Wenn man hart wäre, könnte man diese Schreibweise als primitiv bezeichnen. Sie hat mich teilweise an die "Gänsehaut"- Reihe erinnert, die für 12jährige geeignet ist.


    Ja, der Plot ist anfangs schon spannend, aber nach kürzester Zeit wusste ich bereits, was Sache war und musste mich durch den Rest quälen, nur um zu erfahren, dass ich mit meiner Vermutung Recht hatte.


    Meiner Ansicht nach sehr enttäuschend!
    Es ist jetzt ein paar Monate her, dass ich es gelesen habe und schon habe ich das meiste wieder vergessen.
    Da mir das Geld zu schade war, um das Buch im Regal versauern zu lassen, habe ich es gleich weiterverkauft. :rolleyes

  • Oh, mir fällt auf, dass ich dazu noch gar nix geschrieben habe.
    Hab mir das Buch neben dem Lernen hergelegt, so quasi als Ausgleich und irgendwann war es dann so spannend, dass ich das Buch fertig lesen hab müssen, bevor ich lernen konnte, weil es einfach so spannend war :lache


    Am Anfang wurde ich mit Cynthia überhaupt nicht warm, nein stimmt nicht, ich wurde mit Cynthia überhaupt nicht warm.
    Als sie "weg" war, hat mir das Buch auf einmal so viel besser gefallen. :gruebel


    Fazit: Sehr spannend :wave


  • Prombär :
    Ging mir glatt auch so. Als Cyn weg war, gefiel es mir auch besser.
    Ich fand sie leicht nervig.
    Die Perspektive des Ehemanns dagegen Zweifel an Cyn übertragen
    sich direkt auf den Leser, wahrscheinlich hat sie deshalb so schlechte Karten.


    Alles in allem fand ich das Buch gut und (leicht) spannend.
    Etwas unblutig für meinen Geschmack und nicht soooo dolle spannend.
    Aber ich war die ganze Zeit gespannt, wie es sich auflöst.
    Der Plot ist endlich mal einanderer, als das, was sonst momentan so
    an 'Psychothrillern' zu haben ist. (Wobei es für m ich n icht wirklich einer war...)


    7 von 10

  • Zitat

    Original von Melkat
    Etwas unblutig für meinen Geschmack


    Da sieht man mal wieder die Unterschiede zwischen den Lesern. Ich find es eigentlich besser, wenns unblutig zugeht. War für mich einer der Pluspunkte des Buches. :-)

    „Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

    - Meister Yoda

  • Als die 14jährige Cynthia eines Morgens erwacht, sind ihre Eltern und ihr Bruder verschwunden. Spurlos, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Erst 25 Jahre später, als sie selbst eine Familie hat, tauchen geheimnisvolle Zeichen aus der Vergangenheit auf.


    Linwood Barclay hat einen spannenden Thriller geschrieben. Ein Buch, dass man wohl erst aus der Hand legt, wenn auch die letzte Seite gelesen ist. Linwood Barclay versteht es meisterhaft seine Leser bei der Stange zu halten, er gönnt ihnen keine Atempause und duldet es auch nicht, wenn sie (die Leser) das Buch aus der Hand legen wollen um eventuell anderen Verrichtungen nachzugehen. Immer schiebt er in einem solchen Fall einen weiteren Spannungspfeil in den Köcher. Die Geschichte ist stimmig. Auch wenn man vielleicht einiges ahnt, so sind viele der Auflösungen dann doch überraschend.


    Es ist kein 08/15-Thriller, ganz im Gegenteil. „Ohne ein Wort“ hebt sich wohltuend aus dem Überangebot unterdurchschnittlicher sogenannter Spannungsromane heraus. Es ist ein echtes Highlight am Thriller-Himmel.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall) ich wünsche allen einen schönen Tod und eine geruchslose Verwesenung.


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.

  • Die ersten 9 Kapitel habe ich jetzt auch schon gelesen und bisher gefällt mir das Buch noch sehr gut. Cyntia geht mir manches Mal zwar etwas auf die Nerven, aber mal schauen, wie sich dieser Charakter noch so entwickeln wird.

    :write "Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein." -Albert Einstein-


    :lesend

  • ich fand das buch extrem gut. gefallen hat mir, dass man nicht direkt wusste, dass

    .
    ausserdem war der schreibstil gut, so dass ich das buch in 2 nächten durch hatte. :grin
    leider wusste ich zimlich am anfang schon wieder wer mit drin hing. :-)

  • Da ich das Buch heute zurück geben muss, habe ich das Buch so zügig wie möglich durch gelesen. Stellenweise war das Buch sehr langatmig. Ansonsten war es ein idealer Thriller für zwischendurch, nett aber auch nicht mehr.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. (Abraham Lincoln, 12.02.1809 - 15.04.1865)

  • Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hätte ich schon in der Buchhandlung mit dem Lesen anfangen können. :angel


    Die Erzählperspektive aus Terrys Sicht fand ich für diesen Thriller mehr als gelungen. Nur so wird man - wie auch er - ein bisschen misstrauisch, ob nicht Cynthia doch selbst die ganzen Sachen auftauchen lässt und für kurze Zeit habe ich es ihr tatsächlich zugetraut und sie verdächtigt.


    Das ein oder andere hatte ich schon recht früh raus, die Charaktere fand ich sehr ansprechend, nicht zu ausgeschmückt und auf das beschränkt, worauf es für diese Geschichte ankam.


    Zitat

    Original von Paradise Lost
    Allein die Stelle als seine Schläger mit dem Lieferwagen durch die Gegend düsen, im CD-Spieler die Carpenters "Why do birds, suddenly appeeeeaaar..." :rofl


    :lache Da habe ich auch herzlich gelacht.


    Das Ende ging mir dann doch ein wenig zu flott. Ein bisschen mehr Spannung hätte auch gut getan, aber trotzdem war es ein absolut zu empfehlender Pageturner, den ich unbedingt weiterempfehlen werde.

    Momo


    Alles Wissen und alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit einem Fragezeichen.
    -Hermann Hesse-