Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht (ab ca. 13 J.)

  • ***** von 5 Sternen


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es mal etwas ganz Neues war.
    Hannah nimmt vor ihrem Selbstmord Kassetten mit ihrer Geschichte auf. Sie erzählt auf diesen Kassetten wie es durch viele Ereignisse und Verknüpfungen zu ihrem Selbstmord gekommen ist.
    Sie nennt hintereinander Namen von Leuten die zu ihrem Selbstmord geführt haben und sorgt dafür das jeder von ihnen diese Kassetten hört.
    Sollte dies nicht geschehen, würde eine Kopie bei der Polizei landen.
    Wie schon geschrieben, mir hat das Buch wirklich gut gefallen.

  • Kurzbeschreibung lt. Amazon:
    Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben


    Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...


    Meine Meinung:
    Also, dieses Buch war ein Schock. Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. (positiv und negativ)


    13 Kassetten , 13 Personen die das Leben von Hannah Baker maßgeblich beeinflusst haben, bis zu Ihrem Selbstmord. Sie nimmt ihn mit in eine Reise durch ihre Vergangenheit. Mittels einer Karte, wie von Ihr bestimmt, sucht Clay von die Orte des Geschehens auf und erfährt vieles über seine Nebenspieler....


    Ich finde dieses Buch sollte jeder Teen gelesen haben. Allein um sich bewusst zu machen, wie wir Leben, wie wir beeinflussen und welche Folgen dies für Andere nach sich ziehen kann. Es macht Mut, dass Richtige zu tun.
    Es ist fesselnd, dramatisch(nicht im negativen Sinn) und aufwühlend.


    von mir 5 von 5 Punkten :respekt

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen


    (Friedrich Nietzsche)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Jogri ()

  • Ist jetzt doch schon einige Zeit her das ich das Buch gelesen habe und viel eindrucksvolles ist ehrlich gesagt nicht hängen geblieben.
    Hab mir das Buch damals auf Empfehlung einer Freundin gekauft und hab mich über mehrer Wochen/Monate? durch gequält und das obwohl ich Bücher dieser Art normalerweise innerhalb einiger Stunden lese.


    Mich hat die Geschichte einfach nicht gepackt und das obwohl sich Kurzbeschreibung und Rezensionen vielversprechend angehört haben.
    Hannah war mir die ganze Zeit viiiiel zu melodramatisch und sowieso fand ich dieses "Und ihr habt alle dazu beigetragen das ich nun tot bin..."...irgendwie ein bischen seltsam,aber naja vielleicht wars auch einfach nicht mein Genre ;)

  • Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, ich fand es beindruckend.


    Meine Tochter hat es als Schullektüre gelesen, und da war wohl die ganze Klasse, Mädchen wie Jungs, recht angetan. Ist halt doch nicht ganz so angestaubt wie Goethe oder Schiller :grin

  • Bei diesem Buch habe ich mich sehr geärgert. man liest und liest und am Ende fragt man sich was das Ganze eigentlich sollte.
    Dieses Mädchen, das sich umgebracht hat ging mir ehrlich gesagt sowas von auf den Geist mit ihrer "alle sind ja so gemein zu mir und ich MUSS mich ja umbringen und ihr seid alle Schuld daran"-Masche. So ein Quark !
    Vor allem...... die hatte doch eigentlich keinen Grund. Mir wurde das Buch als erschütterndes Dokument gegen Mobbing usw. empfohlen. Jetzt mal ehrlich: okay, es wurde über das Mädchen getratscht, obwohl ich denke das die da auch übelst übertrieben hat bzw. jeden kleinen Quark auf die Goldwaage gelegt hat. Das ganze Buch über dieses Rumgejammer..... eigentlich für nix.
    Also.... Mobbing und schlimmste Schikanen konnte ich da wirklich nicht erkennen. Da hat man mich aber zu Schulzeiten öfters übler behandelt.
    Beim Lesen hab ich noch die ganze Zeit gedacht, das irgendwann der grosse Knall kommt, warum sie sich umgebracht hat. Das IHR etwas ganz furchtbares passiert wäre. ich dachte das herauskäme das sie selbst vergewaltigt worden wäre. Aber das war ja auch gar nicht der Fall. Nur weil sie diese Tat da auf der Party beobachtet hat, sie so`n bisschen geschnitten wurde von wegen "leichtes Mädchen".....
    Sie hat ja der Betroffenen auch nicht grade geholfen (danach zum Beispiel) - nöööö, diese ewig rumjammernde Hannah MUSS sich natürlich umbringen :pille :pille.
    Warum? Wozu? IHR ist doch so gut wie gar nix widerfahren.
    Und dann noch das vielleicht übelste daran: dem Clay diese Kassetten schicken und nochmal kräftig nachzutreten von wegen : auch DU bist schuld. Dabei hat der Junge doch nun echt nix gemacht. Der kann doch nicht hellsehen..... stundenlang diese blöden Kassetten belabern konnte Hannah, aber sich selbst mal vorher äussern bevor die sich umbringt ging nicht. Das erschliesst sich mir nicht. Clay tut mir da echt leid. Ich hatte bei dieser Hannah echt das Gefühl, das die sich in ihrer Opferrolle echt wohlfühlt und mit dem Selbstmord noch einen draufsetzt.
    Nee - dieses Buch hab ich echt bereut gelesen zu haben.

    "We are ka-tet...We are one from many. We have shared our water as we have shared our lives and our quest. If one should fall, that one will not be lost, for we are one and will not forget, even in death."Roland Deschain of Gilead (DT-Saga/King)

  • Ich hab mich mit dem Buch zuerst schwer getan, hab es vor Monaten dann auch nach ca. 50 Seiten wieder abgebrochen. Dann hab ich es vor einer Woche etwa nochmals in die Hand genommen und hab es jetzt durchgelesen. Beim zweiten Anlesen hat es mir besser gefallen, vielleicht war es beim ersten Mal einfach nicht die richtige Zeit und ab einem bestimmten Punkt konnte ich überhaupt nicht mehr aufhören. Ob das im Einzelnen alles Gründe für einen Selbstmord waren, sei dahingestellt....für Hannah Baker waren es Gründe. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil man immer abwechselnd las, was Clay dachte und was Hannah dachte.


    Ein sehr schöne nachdenkliche Geschichte. Von mir 9/10 Punkten.

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Die Schwestern vom Ku'damm Wunderbare Zeiten" von Brigitte Riebe

    Ich höre

    SuB: 142

  • wow, ich bin überrascht, wie viele positive Rezensionen dieses Buch bekommen hat. Ich kann das leider nicht so ganz nachvollziehen, aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt für das Buch und kann mich weder in Hannah noch in Clay reinversetzen?


    Aber mal von vorn: die Idee fand ich ziemlich gut - ein Mädchen begeht Selbstmord und hinterlässt als Abschiedsbrief ein paar Kassetten, auf denen sie all die anklagt, die sie in diesen Selbstmord getrieben haben. Auch Clay erhält diese Kassetten, allerdings kann er nicht so recht nachvollziehen, warum er auf ihrer "Liste der Schuldigen" steht. Er hat Hannah gemocht und kann sich auch nicht erinnern, ihr je Unrecht getan zu haben.
    Das ganze spielt sich sehr stark im typisch amerikanischem Highschoolmillieu ab.


    Leider war nur die Idee gut, die Umsetzung ist weniger gelungen. Die schnellen Wechsel zwischen Hannahs Erzählung auf den Kassetten und Clays Gedanken, die teilweise Satzweise hin und her schwenken, gingen mir ziemlich auf den Geist. Am Liebsten hätte ich Clay die Hand vor den Mund gehalten und drum gebeten, dass ich erst mal in Ruhe zu Ende hören darf, bevor er mich zulabert.


    Hannahs Motive für den Selbstmord fand ich ziemlich banal und sie selbst extrem weinerlich und empfindlich - sie hätte doch auch mal den Mund aufmachen können und sich dagegen wehren können, z.B. als sie nur als Mitfahrgelegenheit "missbraucht" wird.


    Mehr als Schulnote 4 kann ich dafür nicht geben - ein bisschen was für die gute Idee und etwas Gnade, weil sich das Buch wenigstens schnell lesen lies. Für mehr reicht es bei mir nicht.

  • Der Inhalt:


    Clay Jensen findet, als er von der Schule nach Hause kommt, ein Päckchen an sich, vor. Darin sind 7 Kassetten, aber kein Hinweis darauf, von wem die Kassetten sind oder was sich darauf befindet. Als er anfängt die Kassetten zu hören, hört er die Stimme von Hannah Baker. Hannah ist eine ehemalige Mitschülerin, für die er heimlich schwärmte, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Auf den Kassetten rechnet sie mit 13 Personen ab, die sie durch ihre Handlungen dazu geführt haben Selbstmord zu begehen. Und Clay ist einer davon - aber was hat er ihr getan?


    Meine Meinung:


    Als ich den Klappentext gelesen habe, wurde ich sofort neugierig auf das Buch. Clay bekommt ein Paket in dem sich 7 Kassetten befinden. Diese Kassetten hat Hannah vor ihrem Tod aufgenommen und nennt darauf 13 Personen, die sie durch ihr Verhalten und ihre Handlungen, in den Selbstmord getrieben haben. Auch Clay kommt auf den Kassetten vor, aber warum? Er ist sich keiner Schuld bewusst, also was hat er getan um Hannah zu ihrer Verzweiflungstat zu treiben.


    Interessant fand ich zu verfolgen, was Hannah alles erlebt hat, um schlussendlich Selbstmord zu begehen. Viele Dinge, die vorgefallen sind, scheinen belanglose Ereignisse gewesen zu sein, die zusammengefügt aber vor Augen führen, dass es für Hannah zu viel war und sie keinen Ausweg mehr gefunden hat. Sehr traurig fand ich auch zu hören das Hannah versucht hat um Hilfe zu rufen, ihr Hilferuf aber nicht erkannt wurde, sonst hätte das Unglück vielleicht verhindert werden können.


    Die beiden Hauptprotagonisten Clay und Hannah haben mir sehr gut gefallen. Hannah ist ein junges Mädchen das unter den Lügen, die innerhalb der Schule über sie kursieren, leidet. Ein Vorfall nach dem anderen treibt sie dazu, sich das Leben zu nehmen. Auf sieben Kassetten rechnet sie nun mit 13 Personen, die dazu beigetragen haben, dass sie Selbstmord begannen hat, ab. Traurig war wirklich zu lesen, dass in Hannahs Umgebung keiner gemerkt hat, dass es ihr nicht gut geht. Auch die zwei Mal, bei denen sie versucht hat, indirekt um Hilfe zu bitten, wurden nicht erhört. Allerdings kam mir Hannah etwas wehleidig vor. Gut, es sind eine Menge Dinge vorgefallen, aber in meinen Augen waren das Belanglosigkeiten, wegen denen man sich nicht unbedingt das Leben nehmen muss. Trotzdem fand ich sie sympatisch und konnte ihr Qualen irgendwie nachvollziehen, obwohl ich mir lieber gewünscht hätte, dass sie offener um Hilfe gerufen hätte.


    Auch Clay ist ein toller Charakter und war mir auf Anhieb sympatisch. Er ist der eher etwas ruhigere Typ. Umso mehr hat es ihn gefreut, dass er auf einer Party Hannah näher kennen lernen durfte und die beiden sich sogar geküsst haben. Umso mehr hat ihn die Nachricht von ihrem Selbstmord getroffen und er versteht auch nicht, warum er die Kassetten bekommen hat, da er sich nicht vorstellen kann etwas getan zu haben, dass sie zu ihrer Tat getrieben hat. Je mehr Clay von diesen Kassetten hört, desto sympatischer wurde er mir. Er bekommt Gewissensbisse und macht sich Vorwürfe das er Hannah nicht geholfen hat, obwohl er es nicht konnte. Aber auch die Geschehnisse, die auf den Kassetten vorkommen, machen Clay nachdenklich und er merkt, dass nicht alles was in der Schule erzählt wird, der Wahrheit entspricht. Eiskalt wird ihm hier vor Augen geführt, was seine Mitschüler getan haben, was sonst nie jemand erzählt hat.


    Das Buch ist wirklich interessant geschrieben. Innerhalb des Textes kommen zwei Perspektiven vor. Einmal die von Clay und dann die von Hannah, die in kursiver Schrift geschrieben ist. Was mich hier allerdings etwas gestört hat, der ständige Wechsel zwischen den von Hannah gesprochenen Kassetten und dem was Clay erlebte bzw. dachte. Wenn er dann wenigstens etwas gesagt oder gedacht hätte, was mit dem zusammenpasst was Hannah gerade erzählt, wäre es nicht so schlimm gewesen, aber seine Gedanken drifteten teilweise extrem vom Thema ab und ich hätte ihn am liebsten geschüttelt und gesagt er soll endlich die Klappe halten. Dies hat dem flüssigen Schreibstil extrem geschadet und ich wurde beim Lesen regelrecht ausgebremst. Trotzdem fand ich die Geschichte von der ersten Seite an spannend und ich habe das Buch regelrecht verschlungen.
    Mein Fazit:


    Im großen und ganzen hat mir Tote Mädchen lügen nicht sehr gut gefallen. Die Protagonisten waren mir sympatisch, die Story hat mich überzeugt und es war spannend bis zum Ende. Einzig der ständige Wechsel zwischen Hannahs Erzählungen und Clays Gedanken haben mich etwas genervt. Deswegen gibt es von mir auch nur 8 Punkte

  • Habe das Buch gestern begonnen und eben beendet, blöderweise kam die Arbeit dazwischen.


    Das Buch hat mich wirklich in seinen Bann gezogen, von der Handlung her, aber auch vom Schreibstil. Man hört wirklich dieses Mädchen im Kopf und will unbedingt wissen, was alles zusammen gekommen ist, damit sie sich umbringt. Das man so geplant an die Sache ran geht, ist schon wirklich krass und im Grunde waren die einzelnen Vergehen gar nicht so drastisch, aber dann wieder ist es ja so, dass jeder Mensch die Dinge anders wahr nimmt und auffasst und man nicht sagen kann 'Da ist doch nichts dabei.' Nur weil es für mich so ist, kann es bei jemand anderen eine völlig andere Wirkung haben.


    Gut fand ich die Zwischengedanken von Clay, denn er sagt uns, wie Hannah nach außen hin gewirkt hat. Und so bekommt man zwei Bilder von ein und der selben Person und die sind wirklich sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite war er ja in sie verliebt und doch hat er manchmal schon hart geurteilt und ich habe eigentlich damit gerechnet, dass er auch irgendwie Schuld trägt...ich war froh, dass dem nicht so ist. Allerdings bezweifel ich, ob er sie hätte retten können.



    Das Fazit des Buches für mich ist, bedenke jedes deiner Worte, deiner Handlungen und auch Gedanken, weil du nie weißt, was es für Auswirkungen hat. Ich sehe nach diesem Buch einige Sachen doch anders und komme ins Grübeln.


    Im Grunde würde mich jetzt noch interessieren, wie einige mit ihrer 'Schuld' umgehen. Ob sich Mr Porter sein nicht Handeln verzeihen kann, ob einige der Jungs sich nun anders verhalten werden?


    Ich bin wirklich froh das Buch gelesen zu haben. Von mir 10 Punkte

  • Ah, bei dem Buch habe ich mich wirklich schwer getan ... Nicht von der Thematik her, sondern einfach von der Umsetzung. Es hatte mich leider nicht angesprochen, weswegen ich es auch einmal weglegen musste. Aber zum Glück hatte ich es dann doch noch durchgelesen bekommen! :)


    Empfehlen könnte ich es dennoch auf alle Fälle, weil ich finde, dass man über so etwas einfach einmal gelesen haben sollte. Findet ihr nicht auch?


    Danke für die Vorstellung!


    Liebe Grüße,
    Vee

  • Ich habe es letztes Jahr irgendwann mal gelesen, weil's bei der Nichte meines Mannes im Regal stand und ich den Klappentext ansprechend fand, außerdem hatte ich irgendwo schon eine Empfehlung dazu gelesen.
    Einen bleibenden Eindruck hat das Buch bei mir nicht hinterlassen, aber es war seinerzeit eine gute Lektüre und ein durchaus interessantes Thema.


    7 von 10 Punkten!


    LG, Bella

  • Ich habe schon viele Empfehlungen für das Buch bekommen. Es soll ja wirklich sehr gut sein. Und ich war sehr gespannt und habe mal geguckt was es hier noch zu dem Buch gibt. Jetzt wo ich so viele gute Bemerkungen gelesen habe, habe ich das Buch auch gleich auf meine Wunschliste gesetzt! Ich werde es mir dann zum Geburtstag wünschen, jetzt spricht echt nichts mehr dagegen! Ich freue mich schon total darauf diese Buch zu lesen!!!

  • Das Buch stand bei mir auch schon länger auf der Wunschliste. Jedes Mal, wenn ich in einer Buchhandlung war, hatte ich es in der Hand. Aber aus welchen Gründen auch immer habe ich es nie mitgenommen. Jetzt habe ich es mir in der Bücherei ausgeliehen und innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Ich habe es einfach verschlungen, anders kann man es nicht sagen.


    Die ersten Seiten musste ich mich erstmal in den Schreibstil einfinden, da die Perspektiven zwischen Hannah und Clay doch sehr oft gewechselt haben. Aber nach einer Weile ging es und ich habe mich daran gewöhnt und der Schreibstil hat mir sehr zugesagt.


    Obwohl ich keine Jugendliche mehr bin - und das Buch ja eigentlich ein Jugendbuch ist - können es auch Erwachsene gut lesen, finde ich. Es ist ja doch ein sehr ernstes Thema und man bekommt einen sehr guten Einblick darin, wie eins zum Anderen führt und vor allem, was es für Auswirkungen haben kann (nicht muss, aber kann!).


    Ich habe mich an vielen Stellen auch in Clay hineinversetzen können, habe mit ihm mitgefiebert und mitgezittert.


    Im Grunde kennt man das Ende des Buches schon von Anfang an. Jedoch hat das die Spannung des Buches nicht gezügelt (manchmal ist es ja so, dass man dann schon gar nicht mehr weiterlesen möchte, wenn man das Ende schon kennt), im Gegenteil. Es war sehr interessant zu verfolgen, wie es letztendlich dazu gekommen ist.



    Was mich auch noch interessiert hätte, wäre, wie einige der anderen der Liste damit umgegangen sind und ob sich nachhaltig etwas ändern würde. Und auch, wie Mr. Porter damit umgeht.



    Zitat

    Das Fazit des Buches für mich ist, bedenke jedes deiner Worte, deiner Handlungen und auch Gedanken, weil du nie weißt, was es für Auswirkungen hat.


    Diesen Satz von Cathrine kann ich nur unterschreiben.



    Ich fand es ein sehr interessantes Buch und kann auch nur eine Empfehlung aussprechen.



    Liebe Grüße,
    Lotta

  • Ich habe mir das Buch wegen der vielen positiven Empfehlungen gekauft und finde es.....total blöd.


    Ich konnte weder "mitleiden/mitfiebern", sondern bin im Gegenteil leicht "sauer", wie ein so wichtiges Thema so "verschandelt" werden kann.
    Es kam für mich nicht mal ein "moralischer Zeigefinger" zum Zug, nur ein "nachtreten" und somit billige Rache, die das Mädchen nicht mal erlebt, sie hat also noch nicht einmal etwas davon.
    Von mir eigentlich gar keinen Punkt für dieses Buch, schade um meine Zeit.


    GRüsse
    Andrea

  • Nach langem warten, kann ich endlich auch meine Rezension schreiben.
    Ich hatte das Hörbuch damals nach erscheinen angefangen, aber bei der 3. CD von 4 aufgehort, da ich den Schluss lieber lesen wollte.


    Nun hab ich es durch.


    Es hat mir noch genauso gefallen, wie damals beim Hören! Eine Geschichte, von der ich von Anfang an wusste, sie würde mich begeistern.
    Nun kann ich manche verstehen, denen Clays zwischenbemerkungen auf die nerven gehen, dadurch, dass ich es aber zuerst gehört habe, hat mich das im Nachhinein gar nicht mehr so gestört, ich finde auch, dass das Buch ein perfektes Hörbuch ist. Aber zurück zur gedruckten Form: bei den ersten paar Gründen konnte man noch denken, "und dafür bringt man sich um?!", wenn es dann aber immer mehr voranschreitet und auch heftiger wird, merkt man, dass auch die kleinen, eigentlich unbedeutenden Dinge auf einmal schwer wiegen, denn durch diese konnte manch schlimmeres erst passieren.
    Mich hat die Geschichte sehr berührt, obwohl ich zugebe, dass Hannah für mich nie wirklich real war. Das Buch wirkt auf mich mehr wie...eine art Lehrbuch. Das klingt jetzt bestimmt für viele seltsam. Ich meine damit, dass für mich Hannah wie eine Art Darstellerin ist, die mir erklärt, welche Kleinigkeiten doch nicht so harmlos sind, wie sie zuerst scheinen und bei manchen Menschen zu schlimmen konsequenzen führen. Obwohl das zentrale Thema des Buches der Selbstmord ist, kam es mir auch nie so vor, als würden wir die Psyche Hannahs erklärt bekommen, sondern mehr die Taten und dass diese, wenn man sich dessen bewusst wird, verhinderbar gewesen wären. Und genau das hat mich an dem Buch am meisten begeistert! Man kann noch sooft annalysieren, warum jemand sich umgebracht hat, wichtiger ist, dass man sich bewusst wird, das eigene Taten Folgen haben, und das vielleicht nicht für einen selbst, sondern für einen anderen Menschen.
    Auch das Ende fand ich gut


    Nun noch kurz was zum Schluss, was bedingt etwas mit dem Buch zu tun hat:


    Ich möchte hier niemanden be- oder verurteilen, nur zu schreiben, dass das, was Hannah wiederfahren ist, kein plausibler Grund ist, sich umzubringen, ist leider ein wenig zu kurz gedacht. NIEMAND kann sagen, wo bei jemanden die Grenzen erreicht sind, mancher hält mehr aus, manch anderer kann mit kleinen, aber häufigen Schikanen nicht umgehen und geht ein. Genau das wollte uns der Autor vielleicht auch vermitteln: es ist leicht einen Selbstmörder zu verstehen, dem richtig übel mitgespielt wurde, aber was ist mit denen, denen zwar wesentlich weniger wiederfahren ist, die aber nicht stark waren?
    Haben diese kein Recht darauf, dass man Ihnen hilft? Muss man erst ein bestimmtes Pensum an Qual erfüllen, damit man überhaupt erst die Annerkennung bekommt, dass es einem schlecht ging?
    Ich finde nicht. Auch wenn es wahrscheinlich wesentlich einfacher ist, jemand schwaches zu verurteilen, er würde sich einfach nur in seiner Opferrolle wohlfühlen...

  • Ich habe die englische Version mit dem viel schöneren Titel Thirteen Reasons Why gelesen.


    Mir hat das Buch gut gefallen. Ich war erst skeptisch, was die Thematik des Romans angeht, bin aber positiv überrascht worden (so wie letztens bei Speak von Laurie Halse Anderson).
    Selbstmord ist kein leichtes Thema und birgt viele Stolperfallen, aber meiner Ansicht nach hat Asher sich dem sehr sensibel genähert.


    Anfangs ist es verwirrend, Clays und Hannahs Gedanken bzw. Tonbandaufnahmen parallel zu lesen, aber es stellt sich schnell eine Routine ein. Die unterschiedlichen Schriftarten helfen dabei. Ich konnte Clays Reaktionen gut nachvollziehen und war ebenso wie er oft geschockt, überrascht und verletzt, wenn Hannah eine neue Schrecklichkeit offenbarte.
    Dabei ist es nicht etwa so, dass sie etwas so Schockierendes erlebt hat, was sie zu ihrer Entscheidung bewogen hat, sondern sie reflektiert auch selber, dass es im Gegenteil viele Kleinigkeiten waren, die für sich genommen vielleicht gar nicht weiter aufgefallen wären. Erst die Kettenreaktionen, die bestimmte Dinge auslösten, haben die Handlungen und Worte von anderen immer unerträglicher werden lassen, so dass Hannahs Schmerzgrenze irgendwann erreicht war. Das fand ich zwar einerseits realistisch, andererseits hat es mich schon irritiert, dass sie anscheinend schon sehr im Selbstmitleid versank, ohne sich wirklich um Hilfe zu bemühen. Andere Menschen können nun mal keine Gedanken lesen und brauchen auch einen Hinweis, dass sie eingreifen müssen. Das wäre mein einziger Kritikpunkt am Buch.


    Insgesamt vergebe ich 8 Punkte und werde den Autor im Auge behalten, den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen und ich bin gespannt, was er noch so auf den Markt bringen wird.

  • Zitat

    Original von Schwarzes Schaf
    Das fand ich zwar einerseits realistisch, andererseits hat es mich schon irritiert, dass sie anscheinend schon sehr im Selbstmitleid versank, ohne sich wirklich um Hilfe zu bemühen. Andere Menschen können nun mal keine Gedanken lesen und brauchen auch einen Hinweis, dass sie eingreifen müssen. Das wäre mein einziger Kritikpunkt am Buch.


    Kann ich nachvollziehen, auch wenn ich es nicht so in Erinnerung habe. Die Signale waren ja da, fragt sich nur, ob der Selbstmord zu dem Zeitpunkt, als man sie hätte wahrnehmen können, noch hätte abgewendet werden können.


    Zitat

    Original von Schwarzes Schaf
    werde den Autor im Auge behalten, den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen und ich bin gespannt, was er noch so auf den Markt bringen wird


    Wenn ich die erste Ergebnisseite bei Amazon sehe, habe ich den Eindruck, dass der Tod von Jugendlichen ein Schwerpunktthema des Autor ist.

  • Zitat

    O. von wirbelwind: verwirrt Bin ich denn die einzige der es nicht so gut gefallen hat?


    Du bist nicht die Einzige, mir ging es ähnlich. Ich habe es zwar weitergelesen, fand es nicht schlecht, aber doch etwas flau. Meiner Freundin erging es ebenso. Sie sagte: "Ganz nett, aber nichts Neues. Hätte ich nicht lesen müssen"


    Vielleicht hängt die Wirkung des Buches davon ab, wie viele Bücher mit gleicher oder sehr ähnlicher Thematik man schon gelesen hat.

  • Clay bekommt eine geheimnisvolle Schachtel. Der Inhalt: 13 Kassetten. Aus reiner Neugierde hört er in die Kassetten rein und erkennt schnell, dass sie von seiner toten Mitschülerin Hannah stammen. Hannah beginn Selbstmord. Und auf den Kassetten erklärt sie, wie es dazu kam. Und dass auch Clay Schuld daran hat...


    "Tote Mädchen lügen nicht" ist ein Jugendthriller von Jay Asher und konnte mich leider nicht vom Hocker reißen. Ich hatte mir das Buch aufgrund der vielen positiven Stimmen gekauft und muss nun sagen: es lohnt sich einfach nicht.


    Die Geschichte wird von Clay selbst erzählt. Der Jugendliche nimmt den Leser mit auf einen Trip durch seine Heimatstadt, ständig von Hannahs Stimme im Ohr begleitet. Das junge Mädchen hat sich selbst getötet, getrieben vom Mobbing ihrer Mitschüler. Und so wie Clay ist sich keiner der Beschuldigten einer Schuld bewusst. Es war doch nur alles ein Spaß. Ein Spaß, der für das Opfer tötlich endete. Doch nicht nur Clay kommt zu Wort, man kann auch jedes einzelne Wort Hannahs nachlesen, denn der Inhalt der Kassetten wird geschickt in die einzelnen Kapitel eingewoben. Diese Art des Erzählens hat mir sehr gut gefallen und ich fand es spannend, sowohl Hannahs Sicht der Dinge zu lesen, als auch Clays direkte Reaktion darauf.


    Und dennoch konnte mich das so wichtige Thema Mobbing nicht fesseln. Ich habe mich selbst schon häufiger mit der Thematik auseinander gesetzt, verschiedene Bücher dazu gelesen und muss sagen, dass Jay Asher es in meinen Augen nicht schafft, diesem Thema gerecht zu werden. Das liegt vor allem daran, dass Clay auf mich einfach nur langweilig, durchschnittlich und an manchen Stellen weinerlich wirkt. Ich konnte zu ihm keinerlei Bindung aufbauen. Und auch Hannah bleibt mir fern. Ich empfand ihre Idee mit den Kassetten als großartig, jedoch erzählt sie für mich dröge, eintönig und leider auch zu kryptisch. Bis zur Hälfte des Buches konnte ich zwar erkennen, was sie belastet haben mochte, doch den wirklichen Leidensdruck, den sie zweifellos gespürt haben musste, konnte ich nicht erkennen.


    Daher landete der Roman auch nach über der Hälfte in der Ecke. Meine Neugierde, wer wie an Hannahs Tod beteiligt war, ging gegen Null, ich langweilte mich von Satz zu Satz mehr und auch der leichte Erzählstil des Autors konnte daran nichts ändern. Ich spürte weder Ärger über die Mobber, noch Mitgefühl mit dem Opfer noch Reue bei den Tätern. Nichts dergleichen.


    Fazit: Töte Mädchen lügen zwar nicht, aber sie machen es auch nicht spannend. Schade.

  • Ich weiß noch, dass ich das Buch mit 14,15 Jahren das erste Mal gelesen habe und es wurde sofort mein (damaliges) Lieblingsbuch. Zu der Zeit hatte meine halbe Jahrgangsstufe das Buch gelesen und alle waren begeistert davon, vor allem von der Idee mit den 13 Kassetten.


    Ich habe mir schon vorgenommen das Buch auf Englisch zu kaufen und es nochmals zu lesen, bevor ich die Verfilmung auf Netflix (Ich glaube Ende März :gruebel ) anschaue :)

    Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden,

    ist auch nicht wert, daß man's einmal liest.
    (Jean Paul, 1763 - 1825)