Splitter - Sebastian Fitzek

  • Über den Inhalt brauche ich ja nicht mehr allzu viel sagen und auch ansonsten kann ich nur eines bestätigen: Das ist ein super Buch.
    Es ist durchweg spannend und ich habe mich jedes Mal schwer getan es aus der Hand zu legen. Mit Marc Lucas habe ich richtig mitgefühlt und bei jedem neuen Kapitel habe ich immer und immer wieder überlegt was wohl dahinter stecken könnte. Ich habe den Ansatz dann zwar erahnt, bin aber nicht auf die richtige vollständige Lösung gekommen. Sehr gelungen fand ich auch den Anfang, der in der Gegenwart spielt mit dem folgenden Rückblick auf die Geschehnisse der vorigen Tage.


    Das Ende fand ich zwar auch sehr überraschend, aber dennoch gelungen und in sich stimmig.


    Fazit: Das ist mein absolutes Monatshighlight und ich kann es nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Also lesen, lesen, lesen.

    Einige Bücher soll man schmecken, andere verschlucken und einige wenige kauen und verdauen.

  • Ich habe diesen Fitzek von ein paar Stunden beendet. Und verspüre das dringende Bedürfnis, meine "aufgewühlten Gefühle" loszuwerden: Nachdem mich die Geschichte auf über 300 Seiten gefesselt hat, war ich vom Ende gleich doppelt enttäuscht. Irgendwie. Zum einen vom Ausgang der Geschichte, aber zum anderen auch von der Auflösung all der Wirrungen. Mein Gedanke war: Wie, das war es jetzt? Deshalb das alles? Ich bleibe diesmal fassungslos zurück und denke mir, ob es nicht ein Fall von totaler Übertreibung ist. ( und so kryptisch muss ich nun bleiben, um nichts vorweg zu nehmen) Die Auflösungen oder "Wahrheiten" oder wie man es nennen möchte in den anderen Büchern von Sebastian Fitzek haben mir besser gefallen.


    Trotzdem verdient "Splitter" 4 von 5 bzw. 9 von 10 Punkten.

    Es zählt nicht das ICH dahinter sondern das geschriebene Wort vor Augen :write

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  • Zitat

    Original von JASS
    Nachdem mich die Geschichte auf über 300 Seiten gefesselt hat, war ich vom Ende gleich doppelt enttäuscht. Irgendwie. Zum einen vom Ausgang der Geschichte, aber zum anderen auch von der Auflösung all der Wirrungen. Mein Gedanke war: Wie, das war es jetzt?


    Ich muss sagen, mir ging es genauso. Ich war total von der Story gefesselt, aber am Schluss war ich ziemlich unzufrieden. Die Auflösung war für mich stellenweise nicht nachvollziehbar und ich hatte etwas völlig anderes erwartet. Ich bin auf den neuen Fitzek gespannt, der jetzt dann Anfang Oktober erscheint.

    Gelesene Bücher 2018: 16
    Aktueller SuB: 127 (End-SuB 2017: 145)


    :lesend Die fremde Königin - Rebecca Gablé

  • Stimmt :chen. War meine erste Eingebung doch richtig. Bei Weltbild stand nämlich erst der 27.09., dann kurzfristig der 04.10. und jetzt ist es wohl doch heute. Das hat mich irgendwie durcheinander gebracht :pille.

    Gelesene Bücher 2018: 16
    Aktueller SuB: 127 (End-SuB 2017: 145)


    :lesend Die fremde Königin - Rebecca Gablé

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  • ich hab es gelesen und hatte am ende ein riesiges fragezeichen über dem kopf. das buch war eins der schlechtesten, die ich gelesen habe und würde es auch nicht weiterempfehlen. die auflösung war einfach nur ... überhaupt nicht aufschlussreich und schon garnicht spannend. mir waren im nachhinein noch viele sachen unklar.

  • Also ich bin von Sebastian Fitzek persönlich sehr begeistert, und der "Augensammler", den ich erst vor kurzem gelesen habe, hat mich total vom Hocker gehauen. Dagegen hat mich "Splitter" jetzt ziemlich verwirrt. Irgendwie hatte ich teilweise das Gefühl, nicht mehr durchzublicken. Vom Ende speziell war ich nicht enttäuscht, ich fand es schon gut, dass alles erklärt und aufgelöst werden sollte - aber irgendwie hab ich die Erklärung bzw. den Sinn hinter dem ganzen glaub nicht so ganz kapiert?! :pille

  • Zitat

    Original von Macska



    Dafür liebe ich aber die liebevollen Details eines Fitzek-Romans. Hier war es die handgeschriebene Telefonnummer im Buch, den Verweis auf Internetseiten und vor allen Dingen die ausführlichen Danksagungen. Schon allein für diese netten Sachen gibt es einen Sonderpunkt.


    und nicht vergessen dieses liebevolle Detail mal anzurufen :-]

  • Inhalt:
    Marc Lucas will nur noch vergessen, was mit seiner Frau geschehen ist: er ist verantwortlich für ihren Tod. Und den seines ungeborenen Kindes. Da erscheint ihm das Angebot einer Klinik, ihn das alles vergessen zu lassen, nur zu verführerisch ... Dennoch nimmt er nicht an dem suspekten Experiment teil - glaubt er, denn plötzlich begegnet er seiner totgeglaubten Frau.


    Meine Meinung:
    Ich bin mit dem Vorsatz an das Buch heran gegangen, mal wieder "was blutiges" zu lesen. Dieses Kriterium wurde nicht erfüllt, dennoch wurde ich gefesselt, denn in diesem Buch jagt ein Spannungsmoment den nächsten, sodass man nur schwer aufhören kann zu lesen.
    Das Spiel mit den Erinnerungen des Protagonisten ist zwar sehr verwirrend, doch am Ende klärt sich eigentlich alles auf. Statt einem Fragezeichen hat man plötzlich ein "Achsooooooo" im Kopf, weil eigentlich alle Fakten, die man zur Auflösung brauchte, auf dem Tisch lagen. Aber komm da mal einer drauf :pille
    Das Ende hat aber trotzdem etwas wehmütiges... :cry


    Von mir gibts 9 Punkte.


    LG,
    FourRoses

    Ein Mensch, der für nichts zu sterben gewillt ist, verdient nicht zu leben.
    ~Martin Luther King

  • Ich bin großer Fitzek-Fan. Die Therapie, Seelenrecher und Amokspiel zählen zu meinen ewigen Thiller-Highlights, aber schon mit Das Kind und jetzt auch mit Splitter konnte ich mich nicht so recht anfreunden.


    Dabei fängt alles so fitzektypisch an. Ein verwirrter und trauernder Mann, der von einer Sekunde auf die andere aus seinem gewohnten Leben gerissen wird und dessen komplettes Umfeld auf einmal verrückt spielt und ihn entweder nicht mehr erkennt, oder sich vollkommen absurd ihm gegenüber verhält. Er stolpert dabei in einem atemberaubenden Tempo von einer surrealen Situation in die Nächste und weiß dabei fast das ganze Buch über nicht, wie ihm geschieht.
    Marcs Gedanken und Empfindungen waren sehr intensiv und haben mich während des Lesens mehrmals so bedrückt, dass ich tief Luft holen musste um weiterlesen zu können. Die Vorstellung, dass man selber meint, man werde wahnsinnig und einfach keine Anlaufstelle bei Bekannten oder Freunden findet, die einem diesen Gedanken austreiben können, hat mich beim Lesen fertig gemacht. Ich wollte definitiv nicht in seiner Haut stecken.
    Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen, vom kleinen hypersensiblen Bruder bis zur verrückten Paranoiden war alles sehr stimmig und hat gepasst.
    Ich habe das Buch innerhalb von ein paar Stunden gelesen, weil ich unbedingt die Lösung wissen wollte. Während der Geschichte bin ich auf die absurdesten Theorien und Möglichkeiten gekommen, die ich aber alle nach verwerfen musste, nachdem ich dann die nächsten 20 Seiten verschlungen hatte. Im Endeffekt hatte ich keinen blassen Schimmer, worauf das Ganze eigentlich hinaus wollte.


    Und genau hier liegt der - meiner Meinung nach - Schwachpunkt. Die Auflösung, die mich zuletzt schon bei Das Kind sehr enttäuscht zurückgelassen hat, war hier noch unspektakulärer. Nicht falsch verstehen, das eigentlich Ende hat mir gut gefallen, das war auch der einzige Ausweg, aber die Auflösung für Marcs Leiden und Strapazen war total an den Haaren herbei gezogen. Ich fand es total albern und unrealistisch und hätte mir eine andere Auflösung gewünscht.


    Ich wurde dennoch gut unterhalten, aber die Auflösung hat einen solchen schalen Nachgeschmack hinterlassen, dass ich nur 6 Punkte vergeben kann, unter anderem weil ich weiß, das ich das Buch nicht noch einmal lesen werde.




    edit: Die Telefonnummer habe ich übrigens auch angerufen...witzige Idee. :)

    SuB: 276


    :lesend
    Kaufman/Spooner - Their Fractured Light
    Joe Abercrombie - The Blade Itself

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  • Für mich war es das erste Buch von Sebastian Fitzek. Ich bin da ganz ohne Erwartungen ran gegangen. Was auch gut war.


    Die Story ist spannend. Ich hatte kaum Zeit zum Atmen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich habe richtig mitgefiebert und konnte die Verzweiflung des Protagonisten kaum ertragen. Es hat mich wirklich gepackt.


    Das Ende fand ich okay. Nicht ganz nachvollziehbar, aber keineswegs unglaubwürdig. Den Epilog ('Viele Jahre später') hätte der Autor allerdings stecken lassen können. Das war ein bisschen zu gewollt und übertrieben.


    Für mich persönlich viel schlimmer als das Ende war der schrecklich unbeholfene Schreibstil. Wenn innerhalb einer Szene die Hauptperson Marc plötzlich Benny heißt, in einem Satz zweimal dasselbe Verb vorkommt und seltsame Sätze wie 'Die Frage traf Marc bis ins Mark' dominieren, stört mich das schon sehr.


    Insgesamt ist es ein rasantes, interessantes Buch, auch wenn mich der Schreibstil öfter aus dem Lesefluss gerissen hat.


    7 Punkte

  • Wieder einmal beginnt Sebastian Fitzeks Geschichte mit einer ebenso spannenden wie interessanten Ausgangsbasis: Nach einer privaten Tragödie lässt sich Marc Lucas auf ein Experiment zur Gedankenmanipulation ein. Doch etwas geht schief und plötzlich weiß er nicht mehr genau, ob sein bisher gekanntes Leben überhaupt real ist. Keiner scheint ihn mehr zu kennen, an seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt und an seinem Handy meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Irritiert beginnt Marc nachzuforschen und gerät dadurch von einer bizarren Situation in die nächste. Doch nicht nur der Protagonist, auch der Leser wird immer weiter verwirrt, bis am Ende keiner mehr so recht zu wissen scheint, was wie zusammenhängt und was nicht. Mir persönlich war der Mittelteil entschieden zu verworren. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass selbst der Autor irgendwann den roten Faden verloren hatte und sich nur noch von Cliffhanger zu Cliffhanger hangelte. Da konnte auch die Anspielung auf Fitzeks „Augensammler“ nicht viel wettmachen. Das Ende von „Splitter“ ist natürlich überraschend und stellt wieder einmal infrage. Nichts anderes hatte ich aber von einem Roman wie diesem erwartet.