Kein Kuss unter dieser Nummer [I've Got Your Number] - Sophie Kinsella

  • Verlag: Random House
    ISBN: 9780593059821
    Sprache: Englisch
    Seiten: 381


    Über die Autorin (frei übersetzt)


    Sophie Kinsella ist internationale Bestseller-Autorin und ehemalige Finanzjournalistin. Sie ist die Autorin von 10 Nr.1-Bestseller-Romanen, unter anderem die unglaublich berühmte „Shopaholic“-Reihe, deren erster Band inzwischen der bekannte Hollywood-Film „Confessions of a Shopaholic“ ist. Sophie ist auch die Autorin weiterer Bestseller, die sie unter ihrem echten Namen, Madeleine Wickham, veröffentlicht hat. Sie lebt in London mit ihrem Mann und ihrer Familie. Weitere Infos gibt es auf ihrer Website, www.sophiekinsella.co.uk


    Klappentext


    Poppy Wyatt sollte glücklich sein – sie ist verlobt mit einem intelligenten, gutaussehenden Mann namens Magnus Tavish, hat viele Freundinnen, einen guten Job als Physiotherapeutin… Aber plötzlich, als sie auf einer Teeparty in einem Tagungshotel ist, verschwindet im allgemeinen Getümmel ihr Verlobungsring, der auch noch ein altes Familienerbstück der Familie Tavish ist und kurz darauf wird ihr Handy gestohlen. Doch Poppy hat Glück: Sie findet in einem Mülleimer in der Lobby des Hotels ein Handy. Es ist das Handy der ehemaligen Assistentin des erfolgreichen Consulting-Unternehmers Sam Roxton. Er will dieses Telefon schnellstmöglich zurück. Aber was ist das eigentlich für ein Mensch, auf der anderen Seite der Leitung? Während Poppy und Sam sich ein Telefon teilen, lernen sie sich unweigerlich besser kennen…


    Meine Meinung


    Ich liebe sie, die Romane von Sophie Kinsella. Auch dieses habe ich wieder innerhalb von 4 Tagen verschlungen. Der Plot ist Kinsella-typisch: Eine etwas verwirrte, jedoch nicht auf den Mund gefallene Heldin, die so unglaubliches Pech hat, dass man in die Tischkante beißen möchte. Dann gibt es durch einen kleinen Zufall einen Silberstreif der Hoffnung am Horizont, aber durch die verqueren Denk- und Handlungsweisen der Charaktere manövrieren sie sich nur in weiteres Chaos.


    Der Plot dieses Buches liest sich angenehmer als die Shopaholic-Reihe, wo in jedem Buch immer ein wahnsinnig dramatisches Problem auftaucht und die Protagonistin sich im Großteil des Buches darüber ärgert, dass alles schiefläuft, aber letztendlich nichts oder kaum etwas dagegen tut. Poppy ist anders, Poppy weiß, was zu tun ist. Sie ist sich auch nicht immer sicher, aber Poppy nimmt ihre Probleme in die Hand, auf eine äußerst charmante Art und Weise.


    Natürlich sind die Charaktere in Kinsellas Geschichten nicht sonderlich vielschichtig aufgebaut, von der jeweiligen Protagonistin einmal abgesehen. Man weiß also ziemlich bald ungefähr, wem man trauen kann, wer vielleicht den Argwohn des Lesers erregt… Obwohl man sich in dieser oder jener Person auch täuscht, aber dies kommt so selten vor, dass Kinsella den Leser damit wirklich an der Nase herumführen kann.


    Ein kleines Easter Egg gibt es noch für jene Leser, die die erste Edition vom Random House Verlag gekauft haben, wie ich, und die ein Smartphone besitzen… Aber mehr verrate ich dazu nicht.


    Fazit


    Ein neues Kinsella-Buch, das ich natürlich sofort (sofort! Sofort!) haben musste und das sich wirklich gelohnt hat. Am Ende musste ich fast weinen, was die Mitfahrer der Straßenbahn, in der ich saß, sicherlich sehr irritiert hätte… Auf jeden Fall gebe ich diesem Buch gern 10 von 10 Punkten.


    Edit: Ich habe den deutschen Titel und die ISBN in der Threadüberschrift ergänzt, damit man die deutsche Ausgabe auch über das Verzeichnis findet. LG JaneDoe

    Sorry, I can't hear you over the sound of my awesomeness. :putzen

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  • Danke für die Rezi!
    Schön, dass es wieder ein "Original" von Sophie Kinsella gibt und es keine Wiederauflage eines Madelein Wickham-Romans ist. Der Erscheinigungstermin für Deutschland wird auf der Website mit "November 2012" angekündigt, ich werd mich also noch etwas gedulden... ;-)

    Aktuelle Lektüre: Das zweite Geheimnis - Titus Müller | Todeslied - H. Dieter Neumann
    SUB: 93

  • Über die Autorin


    Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?« oder »Charleston Girl« im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.


    (Quelle: Amazon)


    Über das Buch


    Poppy Wyatt ist frisch verliebt. Schon vier Wochen nach dem Kennenlernen macht der Mann ihrer Träume ihr einen Heiratsantrag. Ganz romantisch überreicht Magnus Poppy zur Verlobung einen wertvollen Smaragdring aus dem Familienerbe und Poppy könnte fühlt sich glücklich wie nie. Umso größer ist dann der Schreck, als sie den teuren Ring kurz vor der Hochzeit verliert und das ausgerechnet an dem Tag, an dem sie ihre Schwiegereltern in Spe, beide ziemlich furchteinflösende Intelligenzbestien, zum zweiten Mal treffen soll. Als wäre diese Katastrophe nicht schon groß genug, wird auch noch Poppys Handy gestohlen, mit dem sie die Ringsuchaktion organisieren wollte. Welch ein glücklicher Zufall, als sie im nächsten Mülleimer ausgerechnet ein abgelegtes Smartphone findet. Poppy beschließt das Telefon an sich zu nehmen. Schnell stellt sich heraus, dass Sam Roxton (ein äußerst erfolgreicher Geschäftsmann) der Eigentümer des Telefons ist und praktisch seinen gesamten Terminplan damit organisiert. Da Poppy sich weigert das Mobiltelefon wieder zurückzugeben bevor ihr Verlobungsring wieder auftaucht, willigt Sam ein, dass sie beide sich das Handy für wenige Tage teilen. Schon nach kurzer Zeit gelingt es Poppy, Sams geordnetes Leben völlig durcheinanderzubringen und ein haarsträubendes Abenteuer jagt das nächste.



    Meine Meinung


    Mit Poppy Wyatt schafft Sophie Kinsella eine neue, liebenswürdige Heldin, die wirklich kein Fettnäpfchen auslässt und von einem Schlammassel in den nächsten gerät.
    Eine für einen lustigen Frauenroman etwas untypische Besonderheit sind die immer wieder eingefügten Fußnoten. Besonders zu Beginn des Buches tauchen auf fast allen Seiten welche auf. Meinen Lesefluss hat diese Idee nicht gestört, hätte die Autorin aber darauf verzichtet, wäre die Story auch nicht schlechter geworden.
    Im Laufe der Handlung entwickelt sich Poppy von der charmanten Chaotin zu einer manchmal doch sehr ernsten und nachdenklichen Person. Natürlich darf dies keinesfalls als Kritikpunkt gewertet werden. Trotzdem litt für mich darunter doch der humorvolle Charme vom Anfang der Handlung, wo ich erstens herzhaft über Poppy lachen konnte und zweitens gerne in das Buch hineingestiegen wäre, um sie vor einer erneuten Peinlichkeit retten zu können. Im Mittelteil wirkt die Handlung dann durch Szenen wie aus einem Wirtschaftskrimi sogar etwas überfrachtet und Frau Kinsella hätte besser getan, sich auf das Privatleben der Protagonisten zu beschränken. Erst gegen Ende läuft Poppy für mich wieder zu alter Stärke auf und bringt die Geschichte zu einem gelungenen und vor allem romantischen Abschluss.


    Fazit: Zwar ist Poppy Wyatt noch keine Becky Bloomwood, sie hat aber auf alle Fälle das Potenzial sich als erfolgreiche Heldin im undurchdringlichen Dschungel der romantischen Liebeskomödien zu etablieren falls Sophie Kinsella sich entscheidet ihre Geschichte weiterzuerzählen.

  • Mir hat das Buch von Sophie Kinsella unwahrscheinlich gut gefallen.


    Die Protagonistin Poppy ist einfach nur liebenswert, chaotisch, romantisch, naiv aber auch etwas verpeilt, aber dafür umso menschlicher und mir von Anfang an sympathisch. Allerdings kann ich ihre Vorliebe für Handys nicht so Recht teilen. Da wird ihr das Handy geklaut, sie findet ein anderes Handy im Müll und verteidigt es mit Händen und Füssen. Die daraus resultierende Bekanntschaft mit dem Besitzer des Handys Sam bringt Poppy dazu auch mal über sich nachzudenken und ihren eigenen Wert zu erkennen.


    Es ist eine leichte Lektüre für zwischendurch, etwas zum Lachen und auch fürs Herz. Einfach nur schön. :-]


    9 von 10 Punkte

    Kein Buch ist so schlecht, dass es nicht auf irgendeine Weise nütze.
    (Gaius Plinius Secundus d.Ä., röm. Schriftsteller)

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  • Inhalt


    Poppy Wyatt hat ein Problem: Sie wird bald heiraten und hat leider gerade ihren sündhaft teuren Verlobungsring (ein Familienerbstück ihres Zukünftigen) verloren. Zu allem Elend wird ihr auch noch ihr Handy gestohlen, und sie glaubt, Glück im Unglück zu haben, als sie in einem Mülleimer ein weggeworfenes Handy entdeckt. Kurzerhand ernennt sie es zu ihrem, damit sie weiter nach ihrem Ring suchen kann.
    Allerdings gehört dieses Handy Sam Roxtons Assistentin, weshalb sie selbigen bald an der Strippe hat. Beide einigen sich darauf, dass sie das Gerät ein paar Tage behalten kann, wenn sie Sam seine Geschäftsmails weiterleitet.
    Damit sind Irrungen und Wirrungen vorprogrammiert...


    Kritik


    Wer Sophie Kinsella kennt, kennt auch ihre Heldinnen. Poppy ist hierfür ein Paradebeispiel. Impulsiv, etwas tolpatschig, mit dem Herzen am rechten Fleck. Sie ist mir Magnus verlobt, einem Doktor aus einer Familie schlauer Köpfe, die Poppy das Gefühl geben, minderwertig zu sein, weil sie permanent mit Fremdwörtern um sich werfen, die selbst ich noch nie gehört habe.
    In der stressigen Vorbereitungszeit ihrer Hochzeit verliert Poppy nicht nur ihren Ring, sondern schließt auch Bekanntschaft mit Sam Roxton, mit dem sie für einige Tage das Handy teilen möchte, damit man sie benachrichtigen kann, wenn ihr Ring auftaucht.


    Sam erscheint zunächst als absolutes Gegenteil von Poppy. Wo sie offenherzig und impulsiv ist, zeigt er sich verschlossen und distanziert. Dennoch merkt man schon früh, dass die beiden trotz ihrer Gegensätze einen Draht zueinander haben.
    Anders verhält es sich bei Magnus, Poppys Verlobtem. Für mich blieb er das ganze Buch über recht farblos und stereotyp. Dafür ist seine Familie einerseits sehr unterhaltsam, andererseits ärgert man sich auch häufig über sie.


    Kinsella bemüht sich (mit Erfolg), auch den Nebenfiguren Leben einzuhauchen.
    Die Geschichte ist ein wirklicher Pageturner. Bei keiner Autorin kann ich so herzlich lachen wie bei Sophie Kinsella. Auch wenn Poppy manches Mal als naiv dargestellt wird, weiß man doch jederzeit: Sie wird es schon packen und sich nicht unterbuttern lassen.


    Fazit


    Wer Kinsella mag, wird dieses Buch lieben. Eine tolle Hauptfigur, eine tolle Geschichte, ein wunderschönes Happy End.
    Volle Punktzahl!

  • Eigene Meinung:
    Mir hat das Buch gut gefallen. Es war nicht mein erstes Kinsella-Buch und ihre Handschrift ist nicht zu leugnen. Sie hat es geschafft, ein wunderbar kurzweiliges Buch zu schreiben, mit dem man viel Spaß haben kann.


    Die Hauptfigur ist eine sehr sympathische, irgendwie chaotische Person. Poppy fühlt sich in ihrer Partnerschaft mit Magnus nicht so richtig wohl. Sie fühlt sich immer ein bisschen minderwertig, weil ihr Zukünftiger und seine Familie so klug sind. Trotzdem stellt sie sich den Schwiegereltern und ich bin froh, dass ich Zeugin sein durfte. Poppy ist fest entschlossen, ihren Magnus zu heiraten und anfangs macht er auch einen ganz netten Eindruck.


    Dann geht es recht schnell. Sie verliert ihren Ring, findet dafür aber ein Handy. Das wird ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Schneller als ihr lieb ist. Nichts ist mehr, wie es zu sein schien und so muss Poppy erst mal versuchen, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.


    Wohin ihr Weg führt und wer sie dabei begleitet, solltet ihr lieber selber rausfinden. Ich hatte jedenfalls viel Spaß mit der Geschichte. Ein paar Dinge im Buch sind für mich nicht ganz logisch. Da es sich aber eher um seichte Literatur für zwischendurch handelt, habe ich darüber mal hinweggesehen.

  • „Kein Kuss unter dieser Nummer“ ist zwar nicht mein erstes Buch von Sophie Kinsella, aber das erste das ich nicht in Originalsprache gelesen habe. Der Übersetzer hat jedoch gute Arbeit geleistet, denn der leichte, lockere, witzige Schreibstil von Frau Kinsella wurde meiner Meinung nach beibehalten.
    Poppy Wyatt ist eine sympathische Person, die kein Fettnäpfchen auslässt, und so für einige vergnügte Lesestunden sorgt. :-] An einigen Stellen des Buches konnte ich kaum weiterlesen, weil ich so sehr mit Poppy mitgelitten habe. Das passiert mir sonst nur bei besonders blutrünstigen Thrillern. :lache
    Ich würde das Buch meinen Freundinnen auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe 9 Punkte.

  • Ich habe "Kein Kuss unter dieser Nummer" als erstes Buch von Sophie Kinsella gelesen - und bin wirklich richtig positiv überrascht, denn weder der Titel noch das Cover hätten mich im Laden dazu überredet, das Buch zu kaufen - aber in der Leserunde hier hat es mir sehr viel Spaß gemacht und ich werde wohl die nächsten Bücher, die mir von Mrs. Kinsella über den Weg laufen, zumindest in die Hand nehmen und nicht achtlos links liegen lassen.


    Für mich wirkte Poppy, die Protagonistin des Buchs, ein bisschen wie Bridget Jones auf Drogen - alles ein bisschen zu überdreht, ein bisschen zu tolpatschig, ein bisschen zu viel von allem. Das hat mir den Einstieg ins Buch etwas erschwehrt, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, gings :grin (und es wurde auch nach meinem Empfinden weniger, wie die gute sich wirklich in JEDEN Fettnapf gesetzt hat - denn das wird auch auf Dauer etwas langweilig, wenn schon von vornherein klar ist: Ach, in 2 Kilometern ist wieder einer, da sabbt sie eh rein. *pflatsch*).


    Die Geschichte um das "geliehene" Handy und um Sam (ein Schelm, wer sich hier schon ein Ende ausdenkt!) sowie ihren Bräutigam Magnus, der mir viel zu blass und wischiwaschi blieb, ist absolut putzig und mädchen-like geschrieben. Wer sich also früher gern mit Prinzessinenbürste vor den Spiegel gestellt hat, fühlt sich auch mit Poppy sehr wohl :-)


    Aber auch die anderen Figuren, wie z.B. Magnus' Familie, blieben für mich eher Nebenschauplätze - man erfährt zwar einiges, aber irgendwie auch wieder nichts. Poppys "beste" Freundinnen wirken nicht wie welche, hier wusste ich oft nicht, ob sie nun keine wirklichen Freundinnen hat und eben auf diese zurückgreifen "muss" oder ob mir die Schilderungen einfach zu seltsam waren und ich zu viel hineininterpretiert habe.


    Das Buch lässt sich locker und leicht lesen, es ist nichts störendes am Textfluss außer die Fußnoten (die man aber auch einfach weglassen kann beim lesen) und viel denken muss man auch nicht - einfache und leichte Unterhaltung also für zwischendurch, abends auf dem Sofa oder am Strand. Und das "hach"-Moment gibts natürlich auch :grin


    Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

  • Poppy Wyatt ist glücklich. In einer Woche wird sie ihren Traummann Magnus heiraten. Die Vorbereitungen für den großen Tag laufen auf Hochtouren. Gerade war sie mit all ihren Freundinnen fröhlich zusammen als plötzlich ein Brand im Hotel ausbricht. Nach der allgemeinen Panik bemerkt Poppy, dass ihr antiker Verlobungsring verschwunden ist. Ausgerechnet jetzt haben sich Magnus Eltern angekündigt, die das wertvolle Familienerbstück sicher an ihrem Finger sehen wollen. Guter Rat ist jetzt teuer. Per Handy will sie die Suche des Rings organisieren, aber auch das ist verschwunden. Ein weggeworfenes Handy bedeutet in diesem Augenblick Glück im Unglück. Allerdings ist das neue Telefon eine Geschäftsnummer und der Besitzer überlässt es ihr nur unter der Bedingung, dass alle wichtigen Mails an ihn weitergeleitet werden. Was Poppy für wichtig hält muss aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit den Prioritäten von Sam sein.


    Sophie Kinsella hat erneut eine turbulente Geschichte um eine Dreißigjährige in London kreiert. Wie bereits in den früheren Romanen kratzt die Handlung stets an der Grenze der Unglaubwürdigkeit. Die Protagonistin ist trotz ihrer chaotischen Lebensweise sympathisch. Auch wenn sie sich in alle Problemsituationen selber hineinmanövriert, hat der Leser stets Mitleid und drückt die Daumen, dass alles ein gutes Ende findet. Poppy verfügt zudem über so viele Eigenschaften, dass sich wohl jede Leserin in einer wiederfindet. Wer ganz genau hinsieht, entdeckt auch wieder eine tiefsinnigere Botschaft, die allerdings gegenüber den anderen Romanen nur blass hervorlugt.


    Die Nebenfiguren werden nicht so detailliert beschrieben, sondern wirken fast schon stereotyp. Sie stellen den Ausgleich zur Hauptfigur her. In diesem Fall gibt es die missgünstige Kollegin, eine auf Rache gesinnte Angestellte und den vermeintlichen Traummann. Da diese Eigenschaften mindestens auf zwei Personen verteilt sind, bleibt das Ende trotz seiner Vorhersehbarkeit lange offen. Gerade wenn man denkt, man hätte die Beweggründe der Figuren durchschaut, kommt eine gegensätzliche Information ins Spiel. Zusammen mit dem Erzähltempo hat das Buch also eine Sogwirkung.


    Die Handlung spielt sich in nur einer Woche ab. Dennoch passiert dermaßen viel, dass es fast für zwei Bücher gereicht hätte. Nicht nur die Beziehung zu Magnus und seiner Familie enthält viele Lacher, sondern erst recht Poppys Nebentätigkeit für das zur Verfügung gestellte Handy. Langsam entwickelt sich zwischen ihr und dem unnahbaren Geschäftsmann Sam eine Verbundenheit. Als Sam Opfer einer Intrige wird, vertraut er Poppy uneingeschränkt. Beim Lesen habe ich mir wieder ins Gedächtnis rufen müssen, dass sich beiden erst ein paar Tage kennen und anfangs kein solches Vertrauensverhältnis bestand. Diese kleinen Logikfehler verzeiht man der Autorin allerdings sofort, weil der Humor überwiegt. Die übertrieben dargestellten Geschehnisse treiben so manche Lachtränen in die Augen. Alles in allem kann das aktuelle Buch vom Stil wieder an die Schnäppchenjägerin-Reihe anknüpfen. (8 von 10 Punkte wegen der Unterhaltung)

    aktuelles Buch: Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf von Oliver Pötzsch
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    Bingo 2017

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  • Poppy Wyatt hat währen ihres Jungesellinnenabschieds ihren Verlobungsring verloren und macht sich auf die Suche nach ihm.
    Dabei findet sie ein Smartphone das weggeworfen wurde und da ihres geklaut wurde nimmt sie es an sich um damit bei der Suche nach ihrem Ring erreichbar zu sein.
    Das Handy gehört allerdings Sam Roxton bzw. seiner verschwundenen Assistentin.
    Die beiden einigen sich das Poppy das Handy solange behalten kann bis ihr Ring wieder aufgetaucht ist. Solange sie seine Nachrichten an ihn weiterleitet.
    Aber dann beginnt Poppy seine Nachrichten zu lesen und beginnt sich in sein Leben einzumischen.
    Sam ahnt zunächst nichts davon, doch ganz langsam bemerkt er das etwas in seinem Leben nicht mehr wie gewohnt läuft und es sich auch mit unübersehbaren Folgen verändert.
    Doch auch Poppys Leben beginnt sich zu verändern und sie weiß nicht was sie davon halten soll.


    Wieder ein Roman von Sophie Kinsella den man genau so erwartet hat. Eine nette tollpatschige Hauptperson, die sich durch die Irrungen und Wirrungen des Alltags kämpft und dabei in so jedes Fettnäpfchen tritt das dabei ihren Weg kreuzt.
    Das es sich dabei um keinen sehr anspruchsvollen Roman handelt ist einem sofort klar, doch das tut dem Reiz des Buches keinen Abbruch. Entweder man liebt sie oder man mag sie einfach nicht.
    Ich jedenfalls Liebe die Kinsella Romane und habe sie leider innerhalb kürzester Zeit gelesen. Wie auch diesen, kaum angefangen schon ist man fertig, das ist das einzig negative an diesem Buch.
    Poppy habe ich sofort ins Herz geschlossen und auch die Art wie sie sich um ihre Mitmenschen sorgt hat mir sehr gut gefallen.
    Sam Roxton war genau der richtige Gegenpart den Poppy gebraucht hat.
    Aber auch Magnus und seine Familie war sehr gut gewählt und erzählt.
    Sophie Kinsella hat einfach eine Art die ernsten Probleme des Lebens auf eine leichte Frische Art zu erzählen.
    Alles in allem ein wunderbares Kinsella Buch, das ich jedem Kinsella Liebhaber empfehlen kann.

  • Sophie Kinsellas romantische Komödie "Kein Kuss unter dieser Nummer" ist eindeutig eines der lustigsten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe.


    Der Titel alleine hätte es wohl kaum geschafft mich zu überzeugen, aber schon der Klappentext klang wirklich interessant und ich hatte schließlich das Glück an der Leserunde teilnehmen zu dürfen.


    Schon nach wenigen Seiten war mir die schusselige, tollpatschige und doch recht naive aber gutherzige Protagonistin mit dem seltsamen Namen Poppy sehr ans Herz gewachsen. Immer wieder kann man über die Fettnäpfchen lachen, in die sie Hals über Kopf hinein fällt. Ich konnte so richtig mitfiebern und teilweise wollte ich sie einfach schütteln, damit sie mit so mancher Dummheit aufhört.


    Auch die anderen Figuren sind der Autorin lebendig und authentisch gelungen, auch wenn ich nicht alle mag, was ja aber zu einem guten Buch dazu gehört. Ein einfach, schnell und kurzweilig zu lesender Roman, der durch die eingefügten SMS zwischen Sam und Poppy noch weiter aufgelockert wird.


    Lediglich das Ende fand ich nicht so 100%ig gelungen, möchte an dieser Stelle aber nicht zu viel verraten. Trotzdem vergebe ich 10 Punkte, weil das Buch einfach genial komisch ist.

  • Dank des Goldmann-Verlags und Wolkes Organisation durfte ich das Buch im Rahmen der Leserunde lesen.


    Ich spare mir mal die Inhaltsangabe, die steht ja schon oft genug hier drin und starte gleich mit meinen Leseeindrücken:
    Ich hab mich sehr amüsiert!
    Kinsella ist immer ein guter Tipp, wenn man Lust auf etwas Leichtes, Lockeres, Romantisches hat.
    Ab und zu klingen auch andere Töne durch, die zum Nachdenken anregen, aber immer im guten Maß zur Heiterkeit und Absurdität der Ereignisse.


    Poppy ist für mich eine der sympathischeren Heldinnen von Kinsella. Anfangs ist sie zwar absolut unerträglich, was aber auch zum Teil verständlich ist, wenn man bedenkt, dass sie kurz vor der Hochzeit den teuren Verlobungsring verliert.
    Einige Charakterzüge an Poppy finde ich bei mir selbst wieder, was sie für mich sehr realistisch werden lässt.
    Außer Sam, der zweiten Hauptfigur, bleiben alle anderen jedoch in der Tat etwas blass, aber das lässt sich leicht verkraften.


    Fazit: Das Lesen macht großen Spaß und wem die anderen Kinsella-Bücher gefallen, der wird auch hier auf seine Kosten kommen!

  • Poppy Wyatt, liebeswert chaotische Physiotherapeutin mit ausgeprägtem Helfersyndrom, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Magnus als sie plötzlich das Handy eines Geschäftsmannes im Müll findet und nicht wiederstehen kann, sich kräftig in dessen Leben einzumischen.


    Meinung:


    Da ich bereits einige Titel der Autorin gehört bzw. gelesen hatte, wusste ich in etwas was mich erwartet. Mit Poppy Wyatt hat Frau Kinsella wieder eine herrlich schräge, naive und liebeswerte Heldin geschaffen, von der man einfach mitgerissen wird und mitfiebern muss.


    Da war einfach alles an Gefühlen da: mal hat sie mich einfach nur genervt, mal habe ich mich mit ihr gefreut und dann wieder sehr mit ihr gelitten.


    Das Buch war herrlich kurzweilig zu lesen und hat mir großen Spass gemacht. Mal sehen ob es ja noch irgendwann eine Fortsetzung mit Poppy geben wird ?

  • Ich durfte dieses Buch von Kinsella im Rahmen einer Leserunde lesen und möchte mich vorab noch einmal dafür bedanken.
    Ich kam in diese Geschichte um Poppy und ihren verschwundenen Verlobungsring anfangs nicht ganz so gut rein, muß aber auch dazusagen, dass dies mein erster Roman von Kinsella war und ich nicht wusste, was mich da erwartet.
    Poppy war mir anfangs etwas zu chaotisch und spontan, einfach ein fremdes Handy zu behalten und damit Unsinn anzustellen, das war mir etwas zu konstruiert. Die meisten Personen, die hier eine Rolle spielen, waren mir direkt unsympathisch, ich hatte gar nicht so viel Lust mehr weiterzulesen. Gut, dass ich es gemacht habe, denn die Geschichte entwickelte sich doch langsam zum Positiven, auch Poppy wurde nachdenklicher und hat viel dazugelernt. Der sehr romantische Schluß hat mir dann wiederum sehr gut gefallen.
    Die Fußnoten fand ich jetzt nicht soo störend, es sei denn, ich habe sie übersehen und mußte die passende Stelle suchen.

  • Ich fand die ersten Seiten ziemlich zäh und musste mich zwingen, weiter zu lesen. Zu sehr nervten die Fußnoten bzw. erging es mir,wie vorhin schon jemand geschrieben hatte, ich las sie dann einfach im Anschluss und suchte danach,was die Sache auch nicht lockerer machte.
    Ich mochte die Protagonistin eigentlich durchgehend gerne. Ok, durchgeknallt, schusselig, aber irgendwie liebenswert. Richtig langatmig fand ich die Schilderungen über Sams Firma, wo mir bald der Durchblick fehlte. Für mich ein wenig zu viel wirtschaftliches Blabla drinnen, aber plötzlich,keine Ahnung,wie das passierte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und wollte unbedingt wissen,wie es weiter geht. Zum Glück,denn alles in allem doch leichte, lustige, typische Kinsellalektüre, also von mir 8 von 10 Punkten für ein paar Kleinigkeiten.

  • Kein Kuss unter dieser Nummer - Manchmal ist das große Glück nur eine Pechsträhne entfernt
    erschienen November 2012, ISBN 978-3-442-46771-6, 476 Seiten


    Bisher habe ich alle unter Sophie Kinsella veröffentlichten Romane gelesen. Ob es nun die Serie um Becky oder die Einzelromane waren, ich habe sie mit Genuss gelesen und auch in diesem Jahr einige Romane von ihr als Hörbuch gehört.
    Daher stand das Leseempfinden zum neuen Roman „Kein Kuss unter dieser Nummer“ etwas unter einem Erwartungsdruck.


    Das Buch handelt erneut von einer chaotischen Heldin Poppy, der Kinsella-typisch auf den ersten Seiten etliche Missgeschicke passieren. Als erfahrene Kinsella-Leserin hat man gelernt sich nicht über die Häufung von Ungeschicklichkeiten der Protagonistin zu wundern.


    Kurz zum Inhalt: Physiotherapeutin Poppy, wenige Tage vor der Hochzeit mit ihrem ehem. Patienten Magnus befindend, verliert den wertvollen Verlobungsring aus Familienbesitz. Ihr Verlobter entstammt einer Intellektuellen-und gut situierten Familie mit Familientradition/-sinn und Besitz. Magnus Eltern sind gegen eine Hochzeit. Mitten in der ersten Ringsuche wird Poppys Handy entwendet, doch sie hat Glück, schnell ist sie wieder an die mobile Telefonwelt angeschlossen. In einem Papierkorb findet sie das neue Smartphone von Manager Sams Assistentin Violet. Diese hatte Minuten vorher ihren Job zugunsten einer Modelkarriere hingeschmissen. Violet organisierte Sams Leben und war Schalt- und Sammelzentrale für seine Mails und Telefonnachrichten. Sam erfährt schon sehr früh, wer nun im Besitz des Telefons ist und lässt verrückterweise Poppy gewähren, sie darf das Telefon behalten und verspricht ihm alle für ihn bestimmten Nachrichten weiterzuleiten. Das Telefon ist für Poppy so wichtig, da sie diese Handynummer nun bekannt gegeben hat für Hinweise zum Verlobungsring. Wann wird Ihr Verlobter/ seine Familie den fehlenden Ring bemerken? Kann es klappen für einen Fremden das Leben per Handy zu koordinieren? Was ist, wenn einiges Unvorhergesehenes passiert? Poppy ist chaotisch und dadurch gibt es viele Szenen zum Schmunzeln und Rätseln. Trotzdem macht Poppy eine Wandlung im Buch, übernimmt Verantwortung und dank ihrer Neugierde kann sie einen rechten Weg weisen.


    Ich habe dieses Buch in kaum mehr als innerhalb eines Tages gelesen. Es ist wunderbare Unterhaltung und für mich hat die Autorin meine Erwartungen sehr gut erfüllt. Das Buch behandelt nur zehn Tage im Leben dieser "neuen" Protagonisten...ist die Geschichte um Kinsellas neue Heldin nun auserzählt? Ich glaube schon und bin damit auch zufrieden. Es war ein schönes Lesevergnügen mit einer neuen Heldin und ich möchte diesen Titel auch nicht ranglisten im Vergleich mit anderen Kinsellas.


    Erwähnen möchte ich auf alle Fälle, dass der Roman 112 Fußnoten von Poppy enthält. Sie möchte doch so gern auch ein wissenschaftliches Werk schreiben, wie die Familie ihres Verlobten. Die Fußnoten stören am Anfang etwas stärker den Lesefluss, später hat man sich etwas besser an diese kleinen Störungen gewöhnt. Es dauert mitunter bis man die Textstelle auf der Seite wiedergefunden hat.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Als Leseschnecke spare ich mir den Inhalt und komme direkt zu meinem Eindruck:


    Für die ersten Seiten war das Buch ein typischer Kinsella: Sehr leicht und flüssig zu lesen, man ist sofort in der Geschichte und die Protagonistin ist so chaotisch, dass es fast schon zu viel wird.


    Allerdings hat Kinsella es in diesem Buch wunderbar geschafft, eine Geschichte zu erzählen, die zwar immer leicht und locker zu lesen ist, aber trotzdem ernsthaftere Themen aufgreift. Das bezieht sich nicht nur auf die Thematik des Rufmords eines erfolgreichen Geschäftsmannes, sonder auch auf die Haupt-Charaktere. Diese bekommen wesentlich mehr Tiefgang, als man es für diese Art von Lektüre erwarten würde.
    Schön fand ich, dass man oft gerade mehr über die Personen erfuhr, wenn es zu ganz wundervollen Verwechslungen und/oder falschen Eindrücken kam - die für den Leser natürlich sehr unterhaltend sind.


    Ein absolut zu empfehlendes Buch für alle, die sich gerne ein paar Stunden leicht und locker amüsieren möchten.

    Anna Karenina (LR), Der blinde Mörder (LR), Alias Grace (LR), Die Bücherdiebin (LR), Das Rosenholzzimmer (LR), Töchter des Nordlichts

  • Ich höre die ungekürzte Version von audible.
    Leider gefällt mir die Story gar nicht und ich lasse es beim ersten Teil des Downloads. Von dem 2. Teil habe ich von 5,35 Stunden eine gehört. Aber es macht keinen Spaß.

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Ich hab das Buch im englischen Original gelesen und in 2 Tagen verschlungen. Es hat mich herrlich unterhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Kinsella ist eben genau das richtige, wenn man nach etwas seichter Unterhaltung sucht, etwas schmunzeln moechte, die Realitaet mal aussen vor lassen will. Das kannte ich schon von ihren anderen Buechern und genau das fand ich auch hier mit einer Protagonistin, die dem Leser (wohl mehrheitlich Leserinnen) schnell ans Herz wachsen wird.


    Es ist ganz sicherlich kein Buch, das gross zum Nachdenken anregen will. Und das wollte ich im Moment auch nicht. Fuer mich ideal, wenn ich keine schwer verdauliche Lektuere suche. So 1-2 mal im Jahr ist es eine wunderbare Abwechslung. Nicht mehr und nicht weniger.


    Uebrigens auch wirklich eine gute Wahl fuer diejenigen, die sich an englischsprachige Lektuere wagen wollen und noch nicht viel Erfahrung darin haben. Es liest sich wirklich leicht.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich