Les Miserables - Der Film

  • Wir gehen auch die Tage rein. Gestern wurde schonmal vorab die Geschichte wieder aufgefrischt. Bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, vorallem auf den gesang der Schauspieler, die mussten ja alles ein halbes Jahr vorher einsingen, und dann erst spielen, das klingt sehr hart nach Arbeit. Hut ab. Youtube: Les Miserables Making Of (Deutsch) [HD]

    Man muß noch Chaos in sich haben um einen tanzenden Stern gebären zu können - frei nach Nietzsche
    Werd verrückt sooft du willst aber werd nicht ohnmächtig - frei nach Jane Austen - Mansfield Park

  • Zitat

    Original von WaterPixie
    Wir gehen auch die Tage rein. Gestern wurde schonmal vorab die Geschichte wieder aufgefrischt. Bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, vorallem auf den gesang der Schauspieler, die mussten ja alles ein halbes Jahr vorher einsingen, und dann erst spielen, das klingt sehr hart nach Arbeit. Hut ab. Youtube: Les Miserables Making Of (Deutsch) [HD]


    Das interessante ist: die Schauspieler haben während des Drehs gesungen. Also so live, wie's nur irgend geht.

    SUB 211 (StartSUB 203)


    :lesend Rebecca Gablé - Der Palast der Meere
    :lesend Ines Thorn - Der Horizont der Freiheit

    :lesend Victor Klemperer - LTI. Notizbuch eines Philologen

    :lesend Joe Haldeman - Der ewige Krieg (Hörbuch)

  • Obwohl ich wegen der 'Amateure' (;-)) in den Hauptrollen eher skeptisch war, hat mir der Film sehr gut gefallen.
    Am meisten positiv überrascht hat mich Russell Crowe. Seine Singstimme ist sehr angenehm.
    Trotzdem kommen sie natürlich nicht an die Profis ran.


    Lange Rede, kurzer (Un)Sinn: Ich bin begeistert. :-]


    Der Film hätte wirklich ein paar Oscars verdient. Ich drücke auf jeden Fall heute Nacht die Daumen. :wave

    Viele Grüße
    Inks


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    Aktuell: Terry Pratchett - Der Winterschmied | David Baldacci - Das Geschenk
    SuB: 39

  • Zitat

    Original von Inkslinger
    Der Film hätte wirklich ein paar Oscars verdient. Ich drücke auf jeden Fall heute Nacht die Daumen. :wave


    Anne Hathaway ist der Topfavorit als Beste Nebendarstellerin, weitere gute Chancen hat der Film in den Kategorien Sound, Produktionsdesign und Makeup.

    Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.
    - Wittgenstein -

  • Zitat

    Original von Leseratte87
    Ich will diesen Film auch unbedingt sehen, aber habe niemanden der mit mir rein will. :bonk


    geht mir leider auch so, meine Schwägerin mit der ich normalerweise gehen würde ist jetzt erstmal in Urlaub, vielleicht kriegen wir das danach noch hin. Ansonsten werd ich meinen Mann aus dem Haus werfen und mir den gemütlich im Heimkino anschauen...

  • Ich bin mittlerweile an dem Punkt, wo ich in solchen Momenten allein ins Kino gehe. Und bei der Skyfall-Vorpremiere letzten November hab ich das sogar absichtlich gemacht, weil ich den Abend ganz für mich allein haben wollte.

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  • Einfach nur ein geiler Film. Und der Russel Crowe Leute. Der Typ ist der Hammer für sein Alter! Alle haben eine Glanzleistung vom Feinsten hin gelegt. Ich werde mir die Blueray kaufen.

  • Ich gehe entweder heute oder morgen Abend mit meiner Mama ins Kino und bin auch schon ganz gespannt. :-) Den Trailer finde ich sehr gut und die Gesangsvorstellung bei der Oscar-Verleihung hat mich noch mehr überzeugt, den Film sehen zu wollen.


    Edit: Rechtschreibfehler

  • Ich kann die Begeisterung leider nicht ganz teilen. Weder Hugh Jackman noch Russel Crowe fand ich in ihren Rollen überzeugend. Das liegt zum einen an ihrer schauspielerischen Leistung, zum anderen aber auch daran, dass sie meiner Meinung nach vom Typ her nicht so ganz gepasst haben. Vor allem Russel Crowe fand ich überaus schlecht besetzt.
    Die Handlung fand ich gut, aber leider nur in der ersten Hälfte auch gut umgesetzt. Dazu muss man aber sagen: ich hatte zuvor noch nie etwas mit Les Misérables zu tun. Ich kenne das Buch nicht und habe keine einzige Inszenierung gesehen. Das ist vielleicht auch ganz gut so, da mich der Film ansonsten wohl recht gelangweilt hätte.
    Die erste Hälfte des Films hat mir übrigens sehr gut gefallen. Erst, als diese Liebesgeschichten dazugekommen sind wurde es mir doch eindeutig zu theatralisch (und mir ist sehr wohl bewusst, dass Musicals gerade von einer gewissen Theatralik leben, aber nun wirklich nicht in dieser Form). Die zweite Hälfte fand ich einfach nur kitschig, rührselig, übertrieben und langatmig. Die Jungschauspieler erinnerten mich eher an High-School-Musical (nicht, dass ich das je gesehen hätte, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie die damalige Zeit widerspiegeln, sondern viel mehr die heutige... in Kostümen von "damals").
    Sehr positiv fand ich die Besetzung der hinterhältigen und unverschämten Wirtsleute: Helena Bonham Carter und Sasha Baron Cohen. Sie haben doch sehr viel Ironie vermittelt und der ganzen Theatralik einen kleinen Kontrast geboten.


    Gesangs- und Musiktechnisch kann man wohl nicht klagen. Die Musik ist dieselbe wie vom Broadway-Musical (hab ich mir sagen lassen) und gesungen haben sie alle nicht schlecht. Man müsste sich den Film auf englisch ansehen, da es m. E. sehr störend ist, wenn zuerst deutsch gesprochen wird und dann zu einem englischen Sprechgesang gewechselt wird. Hat mich immer ein bisschen rausgerissen. Auch geht durch die Synchro wohl einiges an Authentizität verloren, fürchte ich.
    Also wer einigermaßen Englisch kann, sollte sich tunlichst das Original ansehen.


    Insgesamt zwar ein sehenswerter Film, zumindest in der ersten Hälfte, aber kein Meisterwerk.

  • So, jetzt habe ich den Film auch endlich gesehen.
    Wunderbar! :anbet Ich fand den Film sehr gut und sehr ergreifend. Zum Vergleich habe ich aber allerdings kein/e Buch/Inszenierung.
    Meiner Meinung nach ist Russell Crowe genau die richtige Besetzung für seine Rolle. Seine Stimme hat etwas arrogantes und überlegendes, was absolut zu seiner Rolle passt und außerdem auch noch in seiner Körperhaltung zu sehen ist. Genauso hat mir Hugh Jackman als Jean Valjean gefallen. Wüsste jetzt auch Niemanden, der besser in die Rollen gepasst hätte. :gruebel
    Anne Hathaway hat den Oscar wirklich verdient. Genauso wie der Film Seinen für das Make Up und die Frisuren verdient gewonnen hat.
    Ich bin auch sehr überrascht wie gut die Schauspieler singen können. Habe ich wirklich nicht erwartet. Die Musik ist wirklich wahnsinnig schön.
    Am Anfang hat es mich auch gestört, dass immer ein Wechsel zwischen den Sprachen war, aber irgendwann habe ich mich dran gewöhnt und so viel Deutsch wird ja auch nicht gesprochen.
    Ich werde den Film spätestens nach der DVD-Erscheinung nochmal sehen! :-)

  • Bin ich denn die Einzige, die den Film strunzlangweilig fand?


    Zum einen ist "Les Miserables" einfach abgefilmtes Theater. Das ist nie spannend, Theater bzw Musical wirkt nur im Theater selber. Ich sage nicht, das ich das Stück live nicht vielleicht besser empfunden hätte, aber so, als Kino, fand ich es blutleer, trotz der wirlich großartigen Bilder und Settings zum Teil. Der Handlung kann man kaum folgen, wenn man sich nicht vorher kundig macht. Alles geht rasch und wird nur über die Lieder erklärt (klar, ist ja ein Musical). Aber wie ich schon sagte, funktioniert das meist nur auf der Bühne. Abgefilmt hat es für mich nicht funktioniert.


    Zu den Darstellern: ich mag Russell Crowe sehr, aber hier war er hölzern. Die Motivation seiner Figur ist kaum nachvollziehbar und sein hüftsteifes Herumgestapfe hat da nicht wirklich viel zu Ergründung beigetrage. Dagegen mag ich Anne Hathaway gar nicht. Aber hier ist sie schon ziemlich gut, und die lange, schnittlose Einstellung ihres "I dreamed a dream" ist schon ergreifend. Und Hugh Jackman - ich gehöre wohl zu den 5 Frauen auf diesem Planeten, die die Verzückung um seine Person nicht nachvollziehen können, deswegen stehe ich auch seiner Perfomance hier ziemlich neutral gegenüber.


    Wie gesagt, ich fand "Les Miserable" echt langatmig und fad. Schöne Bilder, gerade am Anfang, aber insgesamt nicht so wirklich meins. Da haben mir einst "Moulin Rouge" und "Chicago" weitaus besser gefallen.

  • Ach, ich war grad mit sollhaben im kino. Ich fands eigentlich ganz schön.


    Nur ein bisschen seltsam fand ich, weil sie eingangs der Paris-szenen ein gefühl der weitläufigen pariser straßen und plätze gezeigt haben, die erst nach den letzten revolten gebaut wurden, eben damit man keine revolutionsbarrikaden mehr errichten kann... etwas kurios, aber die letzte barrikade ist in einer verwinkelten, windschiefen stark theatrigen-kulisse, und ich musste etwas an Pratchetts Fliederrevolte in der Trecklemine-road denken, den er sich wohl aus Les Miserables ausgeborgt hat, das hat der szene den ernst genommen.


    Natürlich ist das musical nicht die TV-serien und nicht das buch, in zwei stunden kann man 2000 seiten nicht machen. So kommt mein lieblingscharakter, der alte großvater von Marius nur im seitenblick vor: und auch Gavroche ist im musical nur halb so traurig, weil vorher die junge Thenadier singend verstirbt, was trauriger ist... aber Fantine am anfang ist immer ergreifend, und Valjean am schluss sowieso... da braucht's jedes mal wieder taschentücher zum reinrotzen.


    Russel Crowe ist hölzern, dacht ich, weil Javert ein steifer, hölzerner und verbissen-zwanghafter mensch sein muss, (der ist in den meisten verfilmungen eingefangen ist) ich finde, den hat er dafür, dass ich mir zuerst dachte: 'oh, ihr götter Roms: der gladiator singt' erstaunlich gut hingekriegt, ich sing noch immer sein recht&ordnungslied, das mir von der melodie her im musical am besten gefällt.


    Tatsächlich hat's mir gut gefallen. Einzig befremdet haben mich am schluss die himmelgefahrenen gutmenschen revolutionäre mit ihrer barrikade und den roten fahnen... - heisst übersetzt, auf gerechtigkeit müssen 'die erbarmungswürdigen' im himmel warten - aber das ist das manko des musicals, der film kann nichts dafür. Das musical-ende ruiniert in meinen augen das buch etwas.


    Im buch lehnt Valjean den priester ab, denn er hat die leuchter des bischofs, und die letzte referenz zum übernatürlichen ist die hoffnung dass im schatten der sternlosen nacht irgendein immenser engel mit weitgespannten flügeln seine seele erwartet. Im buch hat zuletzt der regen die inschrift am namenlosen, einfachen grab am Père-Lachaise verwischt, und Jean Valjean wieder in die anonyme masse der elenden zurückgeholt.


    In dem ganzen buch gehts um die identitätslosen, unbekannt verstorbenen und lebendtoten der armen masse, und die friedhofssymbolik, die durch das ganze buch zieht, hat mir etwas gefehlt.


    :gruebel Naja, wenn ich's jetzt im nachhinein so recht bedenke, stimmt das gar nicht: die huren waren am schiffsfriedhof wie in einem columbarium untergebracht, und passend vampirhaft zugerichtet, fantine's 'liebesnest' war ein sarg... und er ist übern friedhof zum bischof gestolpert auf der barrikade waren zwei särge aufgestapelt. Zumindest der kulissenbauer hat sich was zum buch gedacht.


    jetzt nach dem absacken lassen komm ich zum schluss: ja, der film ist doch ganzgut, da gibt's sicher irgendwann zu weihnachten die Dvd :-]


    (mit irgendwas muss man sich ja die zeit des wartens auf game of thrones versüßen)

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

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  • Ich war gestern dann endlich im Kino..Originalfassung, vorsichtshalber mit Uts. Im Großen und Ganzen fand ich den Film ok. Ich finde die Kulisse und die Kostüme sind wirklich super und da waren ein paar Aufnahmen die fand ich einfach nur genial. Z.B. wenn Javert da am Abgrund rumläuft und es metertief nach unten geht. Das war schon etwas unheimlich.


    Da ich sowohl das Buch, als auch den Film it Liam Neeson und die Fernsehverfilmung kenne, muss an sagen eifach als Film sind beide anderen Werke besser. Klar im Fernsehfilm war soviel Zeit, das Buch wirklich ausführlich darzustellen und bei der Kinofassung war das Hauptaugenmerk auf Colette und Marius gerichtet (empfinde ich zumindest so) und beides sind wirklich Filme und sind fliessend.
    Hier liegt der Schwerpunkt meiner Meinung nach auf Javert und seine Beziehung zu Valjean und vor allem aber auf dem Gesang. Das Ganze war nicht so fliessend wie ein Film, sondern man sah quasi den Szenenwechsel und hatte den Endruck ein Musical zu sehen. Jeder Darsteller hatte seine Kulisse und seinen Teil vom Film (außer Javert und Valjean, die zogen sich als roter Faden durch den Film) und deshalb brauchte auch keiner wirklich zu spielen. Davon abgesehen fand ich Crowe aber super...grade diese Hölzerne bekommt er gut hin und mit ein wenig Mimik bringt er zum Ausdruck was in ihm vorgeht. nd seine Gesangsstimme liebe ich ohnehin (ich höre in letzter Zeit ständig Songs von ihm)


    Da später in Paris einzig die Revolution im Vordergrund steht, kommt die Liebesgeschichte zwischen Colette und Marius viel zu kurz und so wie es gezeigt wird ist es völlig unlogisch, dass so reagiert wird. Da entsteht keine Bindung, die kennen sich überhaupt nicht und machen so einen Aufhebens. Das mag im Musical funktionieren, im Film irgendwie nicht.


    Insofer kommt diese Musicalverfilmung nicht an Phantom of the Opera ran....und im Grunde auch nicht an die anderen Filme. Trotzdem fand ich den Film ganz gut und in keinster Weise langweilig, weil der Gesang und Crowe ganz viel rausreißen.


    Edit: Das wirklich nervige an dem Film waren für mich diese Wirtsleute. Die fand ich einfach zu überzogen und auch völlig unpassend. Und sie haben es nicht geschafft die düstere Atmosphäre aufzuhellen. Da hätte ich gern einen Knops zum weiterspulen gehabt.

    :schaf


    Die Wahrheit ist die grösste aller Tragödien (Anonymus)


    Abwesend vom 20.08.-27.09.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Cathrine ()

  • Krass, wie unterschiedlich die Eindrücke sind ...


    Ich fands großartig. Und Russel Crowe mag zwar nicht die Stimmgewalt mancher Javerts auf der Bühne haben, aber schauspielerisch war das erste Sahne. Er hat das geschafft, was bisher weder im TV noch im Musical funktioniert hat: sein Ende hat mich ergriffen.

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  • Zitat

    Original von Cathrine
    Da später in Paris einzig die Revolution im Vordergrund steht, kommt die Liebesgeschichte zwischen Colette und Marius viel zu kurz und so wie es gezeigt wird ist es völlig unlogisch, dass so reagiert wird. Da entsteht keine Bindung, die kennen sich überhaupt nicht und machen so einen Aufhebens. Das mag im Musical funktionieren, im Film irgendwie nicht.



    Und ich hab mich schon gewundert :grin Die beiden sehen sich auf einem offenen Platz zum ersten Mal, keiner kennt den anderen, sie schauen sich nur an, sprechen nicht mal miteinander, und schon haben sie sich einander verschworen :rolleyes Spätestens ab da, konnte ich diese ganze Verfilmung einfach nicht mehr ernst nehmen. Wobei ich wie gesagt zuvor noch nie etwas mit "Les Misérables" zu tun hatte.
    Ich glaube, ich sollte mir in nächster Zeit mal die literarische Vorlage vornehmen, denn ich fürchte, durch diese Musicalverfilmung alleine lässt sich die Essenz des Les-Misérables-Stoffs nicht erfassen... das ist zumindest meine Vermutung.
    Bspw. fand ich gerade die Wirtsleute ziemlich erfrischend. V.a. wegen Hugh Jackman und Russell Crowe, denen ich ihre ganze Misere einfach nicht abkaufen konnte und durch die der Film für mich in seiner ganzen Theatralik irgendwann unfreiwillig komisch wurde, nicht zu vergessen, aufgrund der seltsamen, scheinbar hormonell begründeten Anwandlungen von Marius und Colette, fand ich die offene Ironie, die die beiden Wirtsleute der ganzen Verfilmung gegeben haben, durchaus angebracht.
    Aber letzten Endes konnte ich den Film schlichtweg nicht ernst nehmen, und ich bezweifle, dass der Stoff von "Les Misérables" sowas bezwecken sollte :gruebel

  • Zitat

    Original von Susannah
    Krass, wie unterschiedlich die Eindrücke sind ...


    Ich fands großartig. Und Russel Crowe mag zwar nicht die Stimmgewalt mancher Javerts auf der Bühne haben, aber schauspielerisch war das erste Sahne. Er hat das geschafft, was bisher weder im TV noch im Musical funktioniert hat: sein Ende hat mich ergriffen.


    Für mich trägt Russell den Film....und man sieht seine tollen Augen so oft. Ich bin ganz hin und weg. Sein Ende fand ich auch krass, auf die Szene habe ich gradezu hingefiebert. :pille Und ich fnde seine Stimme einfach nur sexy....auch wenn das eher unpassend für den Film ist. Genrell finde ich diese Figur einfach interessant. Sein Weltbild ist schon arg beschränkt und dann so eine Reaktion....einfach krass.


    Welche Szene mich am meisten umgehauen hat, ist wo Javert dem kleinen Jungen seinen Orden anheftet. Seine Mimik ist einfach bewegend. Was ich auch gut dargestellt fand, war dieses Unverständnis als Valjean ihn laufen lässt.


    Unterm Strich, der einzige der wirklich gespielt hat ist Crowe. Die anderen sind nur da.


    Mal davon abgesehen, ich hab schon in den ersten Minuten heulen müssen, das ist schon sehr emotional gedreht...aber ich es liegt eher daran, dass die Darsteller eher 'ungeschminkt' sind und der Epoche angemessen aussehen und ja auch ungehemmt geheult wird im Film.


    melancholy


    Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Da steckt sehr viel Kritik an der Zeit drin. Das ist hier im Film doch alles sehr gerafft.


    Dieses klassische Stilmittel des Theaters immer einen 'Clown' einzubauen ist nicht so meins. Ich mag Dramen und deren Düsternis und ich finde so wirklich schaffen sie es nicht das ganze Aufzulockern.

    :schaf


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    Abwesend vom 20.08.-27.09.

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