Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes

  • Ich habe das Buch nun auch gelesen und bin begeistert. Ich habe Rotz und Wasser geheult und die Geschichte ist mir wirklich nahe gegangen.
    Es geht zwar hauptsächlich um Will und seine Krankheit und doch vermittelt die Autorin noch so viele Botschaften und Themen, die zum Nachdenken anregen.
    Zuviel möchte ich nicht verraten, aber es geht auch darum, dass wir was aus uns und unserem Leben machen sollen, damit wir es später einmal nicht bereuen nichts getan zu haben.


    Eine Geschichte, die ich nicht so schnell vergessen werde und die ich erstmal ein paar Tage sacken lassen muss.
    Ich denke, dass ich jetzt schon sagen kann mein Jahres-Highlight gefunden zu haben.
    Ich vergebe volle Punktzahl.


    Eine Fortsetzung kann ich mir übrigens auch nicht vorstellen. Für mich ist die Geschichte abgeschlossen.

    Einige Bücher soll man schmecken, andere verschlucken und einige wenige kauen und verdauen.

  • Was soll ich schreiben, irgendwie hatte ich vorher eine mehr als lange Leseblockade, Bücher angefangen und wieder zur Seite gelegt...bis ich zu diesem kam. Von Anfang an hat es mich mitgerissen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. In 3 Tagen hatte ich es ausgelesen und als ein wirklich wunderbares Buch empfunden.


    Die Geschichte berührt, der Schreibstil kam mir sehr entgegen.
    Natürlich wünscht man sich ein anderes Ende, aber versteht auch aus der Sicht der Protagonisten, dass man über Lebensqualität und Selbstbestimmung anderer Meinung sein kann.


    Am Anfang hat es mich sehr an "Ziemlich beste Freunde" erinnert, aber das hat sich dann relativiert. Ich kann es nur empfehlen und von mir gab es 10 Punkte.

  • Zitat

    Original von verena
    Eine Fortsetzung kann ich mir übrigens auch nicht vorstellen. Für mich ist die Geschichte abgeschlossen.


    :write
    Ich habe dieses Buch kürzlich gelesen.
    Herangegangen bin ich mit der bei mir üblichen Portion Skepsis bei solch hochgelobten Titeln.
    Es war mein erstes Buch dieser Autorin.
    Und es hat mich voll erwischt! Zugegebenermaßen bekomme ich öfter mal beim Lesen feuchte Augen, auch beim Fernsehen, wenn die "Titanic" zum zig-sten Mal untergeht, die Rückblenden bei Winnetous Tod als Gedanken durch Lex Barkers Kopf ziehen oder Richard Gere zu "It must have been love" im Auto weg von Julia Roberts fährt....
    Aber das hier waren richtige kleine Sturzbäche!
    Ich kann mich der Rezension der threaderöffnerin Babyjane - Du fehlst! - vollinhaltlich anschließen!
    Vor allem hier:
    "Dieses Buch will keine Spannung aufbauen, keine überraschenden Wendungen führen den Leser hinters Licht, hier geht es um Offenheit, Liebe, Vertrauen und Möglichkeiten. Gut, auch ein bißchen um Hoffnung und Angst...
    Ich war nach dem Lesen unheimlich begeistert und bin es immer noch. Ein ganz toller Stil zu erzählen, Figuren, die einem ans Herz wachsen und eine Geschichte, die einen zu Tränen rührt."
    10 von 10 möglichen Eulenpunkten.
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Was mir an diesem Buch nicht sonderlich gefallen hat und auch den lesefluss ein wenig gestört hat war dieses Amerikanische Mum und Dad, und ganz verwirrend wurde es einmal als Vom Dad als Vater und vom Opa als Vater gesprochen wurde in einem Satz, das passt einfach so gar nicht rein, ist allerdings ein Übersetzungsding... ansonsten ist die Übersetztung meiner Meinung nach im grossen und ganzen in Ordnung, kenne allerdings das original nicht.


    Nach dem ich mit dem Buch angefangen hatte konnte ich es nicht mehr auf die Seite legen, innerhalb von knapp einer Woche hatte ich es durch, ich wollte einfach wissen wie es mit Will und Lou weitergeht, nach einem vielleicht wenig schleppenden start war nach einer weile davon nichts mehr zu merken und man war mitten drin in der Lovestory.


    Die Story ist allerdings zu keiner Zeit Kitschig, gefühlsbetont und gefühlslastig aber keinesfalls kitschig oder gar das was man unter einen Frauen Buch verstehen könnte.
    Zu jeder nachvollziehbar und man konnte sich gut hineinfühlen.
    Will der nach einer Zeit sein Leben in Lou weiter lebt als sie durch in aufblüht hat mir am besten gefallen aber mehr sag ich schon nicht zur Geschichte um nicht Gefahr zu laufen zu spoilern :D.


    Es war einer der schönsten, Traurigsten, besten Geschichte die ich seit langen gelesen habe.
    Das zugeben heikle Thema wird was mir gut gefällt ohne erhobenen Zeigefinger beredet, ohne Falsch oder Richtig nur die verschiedenen ansichten welche die Roman Figuren haben finden sich hier wieder.


    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen... darum auch 9 Punkte ;)


    btw: einer Fortsetzung sehe ich da allerdings ein wenig skeptisch entgegen, aber warten mir mal ab :)

  • Ok, es ist schon viel gesagt und ich muss der Begeisterung nichts hinzufügen, aber ich muss diese kleine Meinungsäußerung einfach "formhalber" für mich abgeben, falls ich hier mal staune, wieso ich nichts zu einem der großartigsten Bücher schrieb, die ich je las. Wahrscheinlich hatte ich zum damaligen Zeitpunkt einfach keine Lust hier reinzuschreiben, aber ich kann mich den meisten Rezis anschließen - nämlich den mit den "Begeisterungsrufen".


    Ich habe dieses Buch Ende 2013 gekauft, glaub ich. Und dann, als ich etwa auf Seite 150 war, bei einem Freund vergessen. Da ich wusste, dass ich erst in paar Tagen wieder hinfahre und so lange nicht warten konnte, hab ich das Buch prompt ein zweites Mal gekauft, weil ich das Weiterlesen nicht abwarten konnte.


    Lou und Will (und einige andere Figuren) sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich mochte Lous witzige Art und Wills Sarkasmus. Mit der Forsetzung hadere ich noch, aber ich werde sie wohl lesen. Jetzt weiß ich eh einiges, da ich Jojo Moyes bei einer Lesung zu dem neuen Buch erleben durfte.


    Von mir eindeutig 10 von 10 Punkten. Und somit hat David Nicholls' "Zwei an einem Tag" jetzt ein echtes Problem. Ich glaube wirklich, dass mir dieses Buch besser gefällt. :wow

    With love in your eyes and a flame in your heart
    you're gonna find yourself some resolution.

  • Oooohhh jaaa, das Buch war einfach wundervoll!
    Ich habe noch nie so sehr mitgefühlt, und das Buch hat tagelang in mir nachgeklungen.
    Ich habe meine Rezi erst nach einigen Tagen geschrieben - und hatte trotzdem wieder Pipi in den Augen... :cry


    Ich bin auch sehr gespannt auf die Fortsetzung...

  • Dieses Buch habe ich vor Kurzem auch gelesen und es hat mich wirklich tief berührt.
    Die Autorin hat es geschafft, sehr einfühlsam die verschiedenen Charaktere darzustellen, sodass man ganz dicht dran war.


    Ich habe eine Unmenge an Tränen vergossen, schon allein deshalb wird mir das Buch in Erinnerung bleiben.


    Gut gefallen hat mir auch, dass man Informationen darüber erhalten hat, was ein Tetraplegiker zu ertragen hat. Dieser Einblick ist in meinen Augen sehr wertvoll.
    Dabei hat es die Autorin geschafft, das alles sehr empathisch zu schildern.


    Ich konnte mich sowohl in Louisa als auch in Will sehr gut hereinversetzen und habe ihre Entscheidungen verstanden. Natürlich hätte man sich ein anderes Ende gewünscht, aber so passte es einfach.


    Ein wundervolles Buch, das 5 Sterne verdient hat.


    Auf den Film freue ich mich übrigens auch. Der Trailer klingt vielversprechend.
    Allerdings werde ich ihn mir nicht im Kino ansehen. So viele Taschentücher kann ich gar nicht mitnehmen.
    Sobald er auf DVD rauskommt, schaue ich ihn ganz für mich alleine, damit die Tränen wieder frei fließen können. :-) :cry

  • Meine Rezension zu diesem Buch



    Kurzbeschreibung (von Amazon übernommen):
    Lou & Will
    Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
    Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
    Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
    Eine Frau und ein Mann.
    Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
    Die Liebesgeschichte von Lou und Will.



    * Inhalt, Idee, Umsetzung:


    Die Geschichte beschäftigt sich mit einem schwierigen Thema. Die junge, wenig erfahrene Louisa fängt als Betreuerin/Gesellschafterin des Tetraplegikers Will Traynor an. Sie selbst kommt aus eher bescheidenen Verhältnissen, wogegen Will gut situiert aufgewachsen ist und auch noch so lebt.


    Sein großes Handicap ist allerdings seine Behinderung, die den einst vitalen und sportlichen jungen Mann in den Rollstuhl und in die Rundum-Pflege zwingt.


    Im Hinblick auf dieses Thema bin ich beeindruckt, wie gut die Autorin das Geschehen rüberbringt. Man merkt, dass viel Recherchearbeit dahintersteckt und Jojo Moyes versucht hat, sich wirklich in die Charaktere hineinzudenken. Vor allem Wills Wunsch bringt sie sehr überzeugend rüber.


    Louisa ist flippig und teilweise auch etwas naiv. Dennoch schließt man sie ins Herz und spürt ihre Ängste und Zweifel genauso wie ihre Energie und ihren Lebenswillen.


    Sie hat keine Ausbildung, arbeitet in einem Café, hält mit ihrem Verdienst ihre Familie über Wasser und hat zudem einen Freund, dessen Interessen sich komplett von ihren unterscheidet. Als Louisa den Job im Café verliert, weil dieses schließt, bricht für sie eine Welt zusammen. Eher widerstrebend nimmt sie schließlich den Job bei Will Traynor an, obwohl sie keinerlei Kenntnisse in der Pflege hat.


    Dadurch stellt sich allerdings nicht nur ihr Leben, sondern auch das von Will auf den Kopf.


    Will selbst ist ein schwieriger Mensch, der nach seinem Unfall mit seinem Leben hadert und der es Louisa nicht gerade leicht macht, mit ihm umzugehen. Schön ist, dass Louisa nicht aufgibt und so irgendwann mehr und mehr zu Will durchdringt. Ich habe den beiden immer mehr die Daumen gedrückt, dass sie sich gegenseitig in ihren Leben voranbringen. Ob ihnen dies gelingt, darauf gehe ich nicht ein, weil es zu viel verraten werden würde.


    Einzig Louisas Schwester ging mir oftmals erheblich auf die Nerven. Sie ist für mich zu einem Hass-Charakter geworden. Auf der anderen Seite ist so was genau das, was eine gute spritzige Story ausmacht. Sowohl Wills als auch Louisas Eltern waren gewöhnungsbedürftig, aber letztlich konnte ich mich in alle hineinversetzen und sie irgendwie verstehen.


    Die Idee für die Geschichte ist mutig und wirklich sehr sehr gut umgesetzt. Man kommt leicht in die Story hinein und hat die Protas detailliert vor Augen. Man fiebert und leidet in jeder Situation ganz automatisch mit. Für Spannung ist auch die ganze Zeit gesorgt. Einfach rundum gelungen!


    Den Stern in dieser Kategorie vergebe ich.



    * Schreibstil, Kapitelgestaltung:


    Die Autorin hat einen sehr flüssigen, aber nicht zu einfachen Schreibstil. Durch die Thematik gibt es anspruchsvolle Formulierungen und Begriffe, die den Lesefluss aber in keiner Weise stören. Jojo Moyes hat eine beeindruckende Fähigkeit, Emotionen und Gefühle so rüberzubringen, dass man sie tief in sich spürt. Man verschmilzt mit den Protagonisten und fühlt sich nicht als Außenstehender.


    Wortwiederholungen sind mir nicht aufgefallen, alles war sehr abwechslungsreich formuliert.


    Die Kapitel haben eine schöne Länge und man ist am Ende jeweils so mitgerissen, dass man weiterlesen will. Mich hat es nicht mehr losgelassen.


    Hier vergebe ich ebenfalls einen Stern.



    * Logik, Aufbau:


    Die Erläuterung der unterschiedlichen Leben von Louisa und Will wird sehr gut rübergebracht. Man bekommt gleich am Anfang einen Eindruck, worum es beiden geht und was sie geprägt hat.


    Wie zu erwarten entwickeln sich beide weiter, nachdem sie sich begegnen und immer besser kennenlernen.


    Der Aufbau ist logisch und durchdacht. Ich habe nichts negativ anzumerken.


    Daher vergebe ich auch hier einen Stern.



    * Gesamteindruck inklusive Cover (doppelte Sternezahl):



    Seit Langem hat mich keine Geschichte mehr so berührt wie diese. Das liegt vielleicht zum Teil daran, dass ich selber vor einigen Monaten einen Unfall hatte und sehr lange meine rechte Hand nicht richtig bewegen oder damit etwas richtig festhalten konnte. Schmerzen waren dabei ein stetiger Begleiter.


    Natürlich kann man das nicht mit Wills Leiden vergleichen, aber seine Situation hat mich vermutlich mehr mitgenommen, als es das vor meinem Unfall getan hätte. Es fällt mir immer noch ein wenig schwer, die richtigen Worte für die Rezension zu finden.


    Bezeichnend sind die vielen Tränen, die ich vergossen habe. Nicht nur am Ende, auch teilweise schon ab Mitte des Buches. Mein Partner hat mich dabei einmal erlebt und er war sofort besorgt, dass es mir wieder schlecht geht und ich Schmerzen habe. Mein Konsum an Taschentüchern in den Tagen, in denen ich das Buch in meiner freien Zeit verschlungen habe, reicht ansonsten bestimmt für ein Jahr.


    Ja, die Geschichte ist sehr traurig, aber gleichzeitig macht sie auch verdammt nachdenklich. Ich wusste bisher nicht viel über Tetraplegiker und ihre Pflege. Vor allem aber war mir nicht klar, wie viele Möglichkeiten sich ihnen dennoch bieten, wenn sich jemand wie Louisa Mühe gibt und entsprechend recherchiert und sich ins Zeug legt.


    Das Ende hätte ich mir ein ganz wenig anders gewünscht. Mehr in die Richtung, dass Will seinen Wunsch hinausschiebt und er damit Louisa wenigstens noch ein bisschen entgegenkommt. Trotzdem kann ich absolut verstehen, warum die Autorin es genau so und nicht anders hat enden lassen.


    Wenn mich die Geschichte nicht so viele Tränen gekostet hätte, würde ich das Buch bestimmt noch weitere Mal lesen. Es ist eines der Besten, die in meinem Regal stehen.


    Das Cover ist ganz im Stil von Jojo Moyes, die gerne Schattenspiele als Cover verwendet. Der Aufbau für diese Story finde ich sehr gelungen. Genau die richtige Mischung aus Farbe und Symbolik.


    Zwei hochverdiente Sterne in dieser Kategorie.



    * Gesamtergebnis = 5 von 5 Sternen *


    Eine klare Kaufempfehlung. Es gibt zu dem Buch auch eine Fortsetzung, die ich mir sicher in ein paar Wochen auch ansehen werde. Wobei ich mir gerade nicht vorstellen kann, dass man diese Geschichte noch toppen kann.

  • Zitat

    Original von Gucci
    Passend zum Kinostart 23. Juni gibt es den Roman ab Ende Mai als Filmausgabe... musste das sein?


    Warum nicht? Vielleicht wird es ja ganz schön und ich darf die Geschichte noch einmal aus einem anderen Blickwinkel erleben. Wenn nicht, ist das kein Drama, denn die Originalgeschichte habe ich geliebt und sie wird mir weiterhin gefallen. Daran ändert eine Verfilmung nichts. :wave

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    "Es hat alles seine Stunde und ein jedes seine Zeit, denn wir gehören dem Jetzt und nicht der Ewigkeit."

  • Da hast Du recht, Suzann. Den Film werde ich mir ansehen und der kann auch nicht beeinflussen, wie gut mir das Buch gefallen hat.


    Meine Anmerkung "musste das sein" bezog sich auf das neue Buchcover, welches im Filmoutfit erscheint. Ich weiß, das gehört zum Geld verdienen dazu, doch dieses Buchcover gefällt mir gar nicht.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Wie so manch andere Eule bin ich im Juni ins Kino gegangen, um mir die Verfilmung anzusehen. Kaum aus dem Kino raus, hatte ich Lust das Buch ein zweites mal zu lesen.
    Also habe ich es am selben Abend aus dem Regal gefischt, und es mir damit auf der Couch gemütlich gemacht.


    Auch dieses mal hat mich das Buch begeistert und die Geschichte hat mich erneut tief berührt.
    Nach wie vor ist dieses Buch für mich eines der besten Bücher, die ich je lesen durfte. Eine tieftraurige, und zugleich lebensbejahende Geschichte. :heisseliebe
    Für mich steht fest das Buch irgendwann ein weiteres mal zu lesen.