Welches tolle Buch (Autor) hättet Ihr nie gelesen, wenn nicht...

  • Ich bin über meinen ersten Freund zu Terry Pratchett gekommen. Er hatte mir damals, als er wg. der Bundeswehr länger weg war, "Gevatter Tod" da gelassen. Ich habe damals schon viel gelesen und griff es mir, denn schließlich hat es mir ja MEIN Freund empfohlen :rofl


    Seitdem bin ich ein glühender Fan von Pratchett.

  • Ups, hab grad etwas an der ursprünglichen Frage vorbei gelesen.


    Oder doch nicht? Ich hab mir damals erstmals solche Büchersendungen angesehen und Heftchen gekauft, in denen es Buchempfehlungen gab.


    Stanislaw Lem - Der futurologische Kongreß ... ein Geschenk meiner Schwester.
    Was wollte die mir sagen? Ich hab ewig gebraucht um mich da durchzuquälen, hat mein Leseverhalten aber nachhaltig verändert.

  • Das war einst der 1. Teil der Harry-Potter-Reihe.


    Ich hatte damals noch nicht den Drang Jugendbücher und Fantasy-Kram zu lesen. Ich wollte nichts von Zauberern und bebrillten kleinen Jungs lesen.....


    Ich bekam dann 1999 das Buch zum Geburtstag geschenkt. Es blieb eingeschweißt in meinem Buchregal stehen. Ich wollte es irgendwann weiter verschenken, an irgendjemanden, der es mehr würdigen kann.


    Eines schmuddeligen Dezember-Abend nach der Arbeit wollte ich mich in der Badewanne aufwärmen und ein Buch dazu lesen. Da ich absolut keinen Lesestoff mehr hatte, nahm ich mir eben total missmutig und halbherzig diesen Harry Potter und der Stein der Weisen zur Hand.
    Ich habe angefangen zu lesen und war schon nach 20 Seiten komplett verzaubert.... So eine geniale Phantasie..


    Trotzdem habe ich niemals die weiteren Bände gelesen, warum weiß ich eigentlich nicht.... (habe aber die Filme gesehen... vielleicht deshalb)...


    _______________

  • Zitat

    Original von Delphin
    Ich habe Miltons "Das verlorene Paradies" eigenlich nur gelesen, weil ich durch "Lycidas" von Christoph Marzi in einen Höllenwahn gekommen bin. :lache
    .



    :write :write :write



    ging mir ganz genau so!



    Mit "Ein Lied von Eis und Feuer" habe ich nur angefangen, weil meine Schwester und eine Freundin mich geradezu dazu gezwungen haben. Ich hab mich lange dagegen gesträubt, wollte mit der 23758394sten Fantasywelt nix zu tun haben. Zum Glück hab ich mich breitschlagen lassen...

  • "Die Säulen der Erde" von Ken Follet habe ich seinerzeit nur angefangen, weil ich schrecklichen Liebeskummer hatte und mich ablenken wollte, am besten mit dem allerdicksten Buch, das ich finden konnte...


    Ich war dann auch eine komplette Woche "ausgeschaltet"... :lesend


    Der Liebeskummer ging...
    die Geschichte von Ken Follet blieb und ich war um ein weiteres Genre und eine wunderbare Erfahrung reicher.


    Dieses Buch wurde eines meiner Lieblingsbücher für die Ewigkeit.


    ___________


  • Bei mir waren auch "Die Säulen der Erde" ein unerwarteter Lesegenuss. Ich bekam das Buch allerdings von einer guten Freundin geschenkt. Das war vor über 20 Jahren, als das Buch auf den Markt gekommen ist. Ich hatte es ungefähr zwei Jahre im Schrank, schaute es immer wieder mal an und wunderte mich, wie meine Freundin darauf kam, dass mich das interessieren könnte. Sie fragte dann immer wieder mal nach, ob ich es schon gelesen hätte, deshalb hab ich dann doch widerwillig damit angefangen und war total begeistert. Und das Buch gehört immer noch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Gut, dass Freundinnen ab und zu mal etwas hartnäckiger bleiben :grin

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Die Frequenz des Todes Auris" von Vincent Kliesch

    Ich höre "Sophias Triumph" von Corina Bomann

    SuB: 142

  • Ich wäre nie auf James P. Hogans Science-Fiction-Romane gestoßen, wenn der Gatte nicht irgendwann mal vor -zig Jahren Der tote Raumfahrer vom Wühltisch mitgebracht hätte.


    Ellis Peters Bruder-Cadfael-Romane waren gleichfalls eine Wühltisch-Entdeckung.


    Und wenn ein Verwandter nicht Nightworld von F. Paul Wilson aus UK mitgebracht hätte, hätte ich niemals Repairman Jack kennengelernt, meine Lieblingsbuchserie seit den 80-er Jahren.


    Sidonie Gabrielle Colettes Claudine-Romane entdeckte ich bei meiner Cousine im Regal.


    Wären wir nicht durch einen Autoren-Newsletter in Kontakt gekommen, wüsste ich bis heute nicht, was Tina Zang/Christine Spindler für saukomische Bücher schreibt.


    Und die allermeisten Entdeckungen verdanke ich der Tatsache, dass mich vor 30 Jahren mal jemand dazu gezwungen hat, eine Rezension zu schreiben. Ich hab Spaß daran gefunden, die Leser, Verlage und Autoren auch, und so flutet mir immer eine wilde Mischung von Büchern ins Haus, auf die ich aus eigenem Antrieb nie gestoßen wäre.

    Und was die Autofahrer denken,
    das würd’ die Marder furchtbar kränken.
    Ingo Baumgartner

  • Zitat

    Original von pinky75
    Trotzdem habe ich niemals die weiteren Bände gelesen, warum weiß ich eigentlich nicht.... (habe aber die Filme gesehen... vielleicht deshalb)...


    Der dritte Teil ist so toll. Les den mal.

  • Viele Bücher, deren Lektüre mir großes Vergnügen bereitet hat, waren Zufallsbekanntschaften. Iris Kammerer, die leider nicht mehr bei den Eulen aktiv ist, hat mir vor Jahren in einem Nebensatz Murakamis "Hard-boiled Wonderland" ans Herz gelegt - seitdem lasse ich keinen seiner Romane aus, obwohl ich nicht alle mag (oder auch nur verstehe). Zu Christopher Hitchens ("Der Herr ist kein Hirte", "The Hitch" u.v.a.m.) bin ich letztlich über die (vielen) Glaubensdikussionen bei den Eulen gekommen - ich glaube, es war eine Empfehlung von Delphin. Ein Freund las in der Kneipe Dan Simmons' "Hyperion-Gesänge", und obwohl ich die neueren Bücher (vor allem "Flashback") des Autors eher nicht mag, würde ich es theoretisch als Verlust empfinden, seine früheren nicht gelesen zu haben, gäbe es eine Vergleichsmöglichkeit (Tom ohne Simmons, Tom mit Simmons). Ich hätte Rosendorfer nie gelesen, wäre mein inzwischen verstorbener bester Freund kein glühender Fan gewesen, weshalb er mir einige Bücher vermacht hat - und außerdem Romane von Klaus Mann, Yukio Mishima, Robert Gernhardt und Eckhard Henscheid. Derselbe Freund hat mich auf John Irving aufmerksam gemacht, den ich in den Neunzigern sehr verehrt habe - und der mich möglicherweise sogar beeinflusst hat. Als hierzulande noch niemand von Wolf Haas sprach, schenkte mir ein Bekannter "Komm, süßer Tod", weil er von der (falschen) Annahme ausging, ich wäre besonders austroaffin - ein Glücksfall. Und eine Freundin, mit der ich viel über das Schreiben gesprochen habe, drückte mir eines Tages (in den frühen Neunzigern) Philip Roth' "Die Anatomiestunde" in die Hand, außerdem "American Psycho" von Bret Easton Ellis, verbunden mit der Mitteilung, dass ich davon sprechen könnte, Autor zu sein, wenn ich etwas Vergleichbares schaffen würde. Das ist bislang nicht gelungen, aber ohne Roth oder Ellis wäre in meinem Leben einiges ganz anders. Und. So. Weiter.


    Nein, einer noch. Beim Versender "zweitausendeins" konnte man früher (keine Ahnung, ob das heute noch geht) "Überraschungspakete" bestellen, schwergewichtige Büchersendungen, die Dutzende Titel enthielten, meistens allerdings B-Remittenden zum Schleuderpreis. Ich habe diese Möglichkeit häufiger genutzt, um meine Bücherregale, die seinerzeit nicht eben von gesteigerter Bibliophilie zeugten, wenigstens optisch aufzufüllen. Vor zehn oder zwölf Jahren, als ich, inzwischen Besitzer eines gut gefüllten Regals, eher aus Gewohnheit (letztmalig) eines dieser Pakete bestellte, befand sich darin Frank Schulz' "Morbus Fonticulli oder Die Sehnsucht des Laien". Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht von Schulz gehört, aber er gehört seitdem zu meinen Lieblingsautoren.

  • Zitat

    Original von Tom
    Zu Christopher Hitchens ("Der Herr ist kein Hirte", "The Hitch" u.v.a.m.) bin ich letztlich über die (vielen) Glaubensdikussionen bei den Eulen gekommen - ich glaube, es war eine Empfehlung von Delphin.


    Haha, ja daran kann ich mich noch erinnern. Ich glaube, ich hatte geschrieben, dass Du Hitchens lesen musst und nicht Dawkins, wenn Du Spaß haben willst. :grin


    Und da fällt mir ein: Dawkins hätte ich nie gelesen, wenn ich nicht eine Stelle in dieser christlichen Klinik angenommen hätte und kurz vor Beginn in Panik geraten wäre, 1 1/2 Jahre unter Evangelikalen zu verbringen (war dann alles halb so wild ;-)). Und Hitchens hätte ich ohne Dawkins nicht gelesen.

  • "Fool On The Hill" von Matt Ruff.


    Franziska van Almsick hatte vor etlichen Jahren in einem Interview dieses als ihr absolutes Lieblingsbuch benannt. Und ich weiß nicht, was ich gegen die hatte, aber ich dachte: wenn das ihr Lieblingsbuch ist, wird es so dolle nicht sein. Leider bekam ich es dann geschenkt von einem lieben Menschen. Und geschenkte Bücher lese ich immer. Seitdem habe ich alles von Ruff gelesen - auch wenn ich immer noch Fool On The Hill sein bestes Buch finde. Und auf diesem Wege ein sorry an Franzi, dass ich ihr bei Büchern nichts zugetraut habe. :grin


    Alles von Leon de Winter


    mit 16 habe ich mir "Hoffmans Hunger" in der Bibliothek ausgeliehen. Und ich fand es so öd. Und habe abgebrochen. Noch mit 22 bin ich auf der Suche nach Lektüre durch die Buchhandlungen gestöbert und immer! habe ich dort Bücher von Leon de Winter entdeckt - aber nie das, was ich wollte. Und immer dachte ich gehässig: toll, was ich will, haben sie nicht, aber von dem Typ fast alles. Und irgendwann, als ich mal wieder das Gesuchte nicht fand, habe ich aus Trotz :lache "Leo Kaplan" von ihm gekauft und gedacht: na gut, dann lese ich eben diesen Mist. Und das Buch war aber super! Und mittlerweile kenne ich alle Bücher von ihm und finde sie alle super, sogar Hoffmans Hunger. Ist vielleicht einfach kein Roman, der 16-jährige interessiert.

    Man möchte manchmal Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen.


    Johann Nepomuk Nestroy
    (1801 - 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

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  • Delphin :


    Zitat

    Ich glaube, ich hatte geschrieben, dass Du Hitchens lesen musst und nicht Dawkins, wenn Du Spaß haben willst.


    So in etwa habe ich das auch in Erinnerung. ;-) Und obwohl ich "Der Herr ist kein Hirte" nach wie vor sehr mag (in "Leichtmatrosen" spielt es sogar eine Nebenrolle), es sogar für eines der entspanntesten und zugleich spannendsten Bücher zum Thema halte, war es erst die Autobiographie "The Hitch", die mich ganz und gar für Hitchens eingenommen hat. Ich lese derlei sonst nicht, aber dieses Buch hat mich schlicht umgehauen. Und ich hätte es nie gekauft, hättest Du mich seinerzeit nicht auf das andere aufmerksam gemacht.

  • Ein Buch, das ich wohl nie ohne "besonderen Anstoß" gelesen hätte, ist definitiv William Goldings "Herr der Fliegen".


    Ich bekam es zum 23. Geburtstag vom Vater meiner besten Freundin geschenkt, mit einer persönlichen Widmung auf der ersten Seite, in der er - neben den obligatorischen Geburtstagswünschen - auch seine ganz eigene Faszination bezogen auf dieses Buch ausdrückte.


    Ich habe mir etwas Zeit gelassen, bis ich das Buch tatsächlich gelesen habe (ein halbes Jahr später). Fertig geworden bin ich damit Anfang Mai 2004 und auch mich hat es auf eine Art beeindruckt. Ich war kurz (d.h. ca. 2 -3 Tage) nachdem ich es beendet hatte zufällig beim Schenker, weil ich dort etwas vorbeibringen sollte - und ärgerte mich auf dem Heimweg, dass ich ihm nicht erzählt hatte, dass mir das Buch so gut gefallen hat. Leider konnte ich das nicht mehr nachholen, denn er ist in der folgenden Nacht gestorben. (Ich mag's kaum schreiben, aber das war ziemlich genau heute vor neun Jahren.)


    Vielleicht ist es nicht mein absolutes Lieblingsbuch, aber definitiv ein besonders. Ich sollte es beizeiten noch mal lesen...

    Aktuelle Lektüre: Seelenmesse - Geir Tangen
    SUB: 82

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  • Vor einigen Jahren war ich mal so glücklich, in meiner Stadt eine Lesegruppe gefunden zu haben. Für mein erstes Mal sollte "Drachenläufer" gelesen werden. Ein Buch, das gar nicht in mein Beuteschema passt.
    Leider änderte sich zum gleichen Zeitraum meine Arbeitszeit, sodass ich mich der Gruppe dann doch nicht anschließen konnte.
    Das Buch habe ich gelesen und fand es sehr gut.

  • Ich lasse mich eigentlich ständig zu irgendwas beeinflussen. Fantasy in jeglicher Form ist zum Beispiel überhaupt nicht mein Ding. Eine Arbeitskollegin hat mich trotzdem vor vielen Jahren dazu gebracht, fanatisch "Buffy" zu schauen - eine Serie, die ich unter normalen Umständen allein schon wegen des Titels nie eingeschaltet hätte. Meine absolute Lieblingsfigur in der Serie war der Vampir "Spike". Dessen Schauspieler, James Marsters, las später die Hörbücher der Fantasy-Serie "Dresden Files" von Jim Butcher. Das ist jetzt eine von zwei Fantasy-Serien, die ich verfolge.


    Die andere (die lese ich allerdings nur unregelmäßig) sind die Forgotten Realms-Romane von R.A.Salvatore. Darauf kam ich, weil in einem alten Computerspiel (Baldur's Gate) die Figur "Drizzt do Urden" auftrat und ich wissen wollte, wer zum Geier das ist und warum um den Typen im Spiel so ein Zinnober veranstaltet wird.

    Meine Bewertungsskala: 1-4 Punkte: Mehr oder minder gravierende formale Mängel (Grammatik, Rechtschreibung, Handlung). 5/6 Punkte: lesbar. 7/8 Punkte: gut. 9/10 Punkte: sehr gut. Details und Begründung in der Rezi.