In der Ferne rief eine Eule ...

  • >>Vom ganzen Trubel wachgehalten klagte ein Eichelhäher sein Leid, ein Käuzchen antwortete ihm. Ansonsten war es sehr ruhig hier.<<


    Ulrike Renk: Jahre aus Seide, Seite 477

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Tom Liehr: Im wechselnden Licht der Jahre

  • "Zweige knackten, aber es war lediglich ein Schneeschuhhase, der durch die Erlen sprang, und später, als die Nacht einbrach, schrie weit entfernt eine Eule."


    Das Schneemädchen - Eowyn Ivey, TB Seite 116

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • "Die drei lauschten den Wellen, die sich am Ufer brachen, und dem Ruf der Eulen in den Espen und Kiefern in den Dünen hinter ihnen."


    Für immer in deinem Herzen - Viola Shipman, TB Seite 283

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Wollmer doch gleich mal der größten Eulenart die Ehre erweisen:



    Der Uhu


    Das rauscht und klingt

    Das pfeift und singt,

    In Lüften allerwegen!

    Hu! Das Gesindel groß und klein,

    Das freut sich all' am Sonnenschein

    Und jauchzt dem Licht entgegen.


    Mir ist zur Last

    Und tief verhaßt

    Das flackernde Gefunkel.

    Was heller Tag und Farbenpracht!

    Ich lobe mir die stille Nacht

    Mit ihrem tiefen Dunkel.


    0 schöne Zeit,

    Wenn weit und breit

    Die Narr'n der Schlaf befallen!

    Dann stört mich nichts in meiner Ruh,

    Dann laß ich weithin mein Schuhu

    Im dunklen Wald erschallen.


    I. Sturm


    aus "Deutsche Gedichte" Berlin, 1954

  • >> Der Papalagi gesteht endlich: Ich habe keinen Gott in mir. Das Licht in seiner Hand ist am Erlöschen. Finsternis liegt auf seinem Wege, man hört nur das erschreckende Flügelschlagen der Fliegenden Hunde und das Schreien der Eulen. <<


    Der Papalagi - Die Reden des Südsee-Häuptlings Tuiavii aus Tiavea

    Erich Scheurmann

    Seite 119

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Tom Liehr: Im wechselnden Licht der Jahre

  • "Ihr Herz raste. Wieder diese schauderhaften Laute aus der Ferne, ein Knacken im Gebüsch, die Rufe eines Käuzchens."


    Das Herrenhaus im Moor - Felicity Whitmore, TB Seite 56

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Die Eulen



    Der Uhu, der Kauz und zwo Eulen

    Beklagten erbärmlich ihr Leid:

    Wir singen; doch heißt es, wir heulen:

    So grausam belügt uns der Neid.

    Wir hören der Nachtigall Proben,

    Und weichen an Stimme nicht ihr.

    Wir selber, wir müssen uns loben:

    Es lobt uns ja keiner, als wir.


    von Hagedorn



    Eine Eulenstory muss ich hier gleich mal loswerden. Einmal im Jahr ist der Berliner Tierpark angesagt.

    Die Harpyie – selten in Tiergärten – ist Kälte nicht gewohnt, drum residierte sie in einem Häuschen. Nicht einsehbar. Zaun davor. Da ich für meine 14 Euronen auch gern den kräftigsten aller Adler, der sogar größere Säuger reißt, sehen will, kletterte ich einfach über den Zaun und linste durchs Fenster. Sie bemerkte mich augenblicklich. Nur mein Kopf war sichtbar. So hielt sie mich für Beute und ging augenblicklich auf mich los. Sie wusste um das Fenster und stoppte einen Meter davor, aber es war, als griffe der Teufel selbst mich an. Ihre großen Augen hatten mich angestarrt, am Kopf seitlich oben waren Federn aufgerichtet, sie sah aus wie eine überdimensionale Eule. Das Bild des Angriffs geht mir seit drei Wochen nicht aus dem Kopf. Es war wohl für den Bruchteil einer Sekunde die Urangst, gefressen zu werden.

  • Im Nürnberger Tiergarten gibt es schon länger eine Harpyie - recht gut einsehbar in ihrer Voliere, die ich viel zu klein finde für so einen großen Vogel.

    Deine Berliner Harpyie hat Dich möglicherweise weniger als Beute als eher als Eindringling in ihr Revier betrachtet (wie das bei Zoo-Tieren oft ist). Die Zäune dort sind nicht ohne Grund angebracht :nono

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Tom Liehr: Im wechselnden Licht der Jahre

  • Die Eule ist jetzt zwar nicht in der Ferne, aber ich musste mich sofort an den Thread hier erinnern:


    "In der Eiche über ihnen schrie eine Eule." (S. 101) Reckless - Lebendige Schatten, von Cornelia Funken


    Also, wäre ich in der Situation wie im Zitat und ich wüsste nicht, dass da eine Eule ist, würde ich mich aber ordentlich erschrecken. :wow Es klingt schon sehr nahe. Und dann schreit sie auch noch.

    Sasaornifee :eiskristall



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    "Wer seid ihr und was wollt ihr?" - Die unendliche Geschichte - Michael Ende


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