'Und unter uns die Welt' - Seiten 192 - 285

  • Zitat

    Original von geli73
    Dass Henry Ford so gegen die Juden gehetzt hat, begegnet mir in diesem Buch zum ersten Mal. Irgendwie traurig, dass Hitler nicht ernst genommen wurde. Wieivel hätte sich die Welt ersparen können.

    Zitat

    Original von Maharet
    Von Henry Fords Hetze gegen die Juden wusste ich auch nichts, offensichtlich konnte man/die Nachkommen das relativ gut unter den Tisch kehren.

    Das war auch mir neu.
    Erstaunlich, dass das ohne geschäftliche Konsequenzen blieb...


    Mir ist gerade noch eingefallen...


    Falls es jemanden von euch interessiert: Im gerade noch zu bekommenden "Centaur", der Kundenzeitschrift von "Rossmann", ist ein bebilderter Artikel aus ungefähr dieser Zeit über Flugzeuge, in dem aber auch der Zeppelin kurz Erwähnung findet.


    sorry, mir fällt heute alles Salami-mäßig ein...


    Das Ding gibt es auch online, nur ich komme hier mit links oft nicht klar und scheue weitere EDITS...


    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

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  • Schade bei uns gibt es kein Rossmann, aber es gibt ja im Internet tolle links zum Zeppelin und Cristian Nielsen und dem Schiff Orion auf dem er anheuerte.

  • Endlich treffen Christian und Lil aufeinander und verleben schöne Tage auf Hawaii, das war sehr schön geschrieben, umso ernüchtender dann, dass sie die nächsten mehr als 4 Jahre nichts voneinander hören. Lil hat Christians Adresse nicht, er schreibt ihr aber regelmäßig, sie bekommt die Post nur nicht. Ich schätze, ihre Mutter unterschlägt die Post. Schon als sie nach Rio zog, hatte ich direkt ein komisches Gefühl, dachte "oh nein".


    Neben dem Glossar ("Seeohr" musste ich googeln) fehlt mir mittlerweile ein Personenregister, in dem man etwas über die historischen Persönlichkeiten hätte schreiben können und eine Karte, auf der man die Wege z. B. der Zeppelinweltfahrt und der Reise der Orion nachvollziehen hätte können. Mir ist klar, dass das für einen Verlag zusätzliche Kosten sind, aber es wertet einen Roman auch auf.


    Die Forstmann-Perspektive hat mir gut gefallen, die Fahrt bekam somit einen zweiten Blickwinkel. Sehr spannend war der "Piraten"angriff. Walter Spies kannte ich noch nicht, gleich mal gegoogelt. Nagasaki gefällt gut, traurig, wenn man weiß, was passiert ...


    Lil ist also nun bei Amy in Brasilien und schreibt unter einem männlichen Pseudonym. Wie sie dieses gefunden hat, hat mir gut gefallen. Amy ist endgültig bei Rod "gefangen", sie wurde schwanger und hat nun eine Tochter. Glücklich ist sie sicher nicht, die Arme, die sich von ihrem Leben so viel mehr erwartete. Allerdings hat sie selbst wenig dafür getan, im Unterschied zu Lil. Erstaunlich eigentlich, dass diese beiden so unterschiedlichen Frauen so lange und so gut befreundet sind.


    Christian bildet sich weiter, das hat mir gefallen, ich bin auch so jemand, der gerne immer weiter dazu lernt, und erfüllt endlich seinen Traum vom Fliegen, zunächst mit Flugzeugen. Er kommt immer mehr in Berührung mit den Nationalsozialisten, und auch wir Leser müssen über sie lesen. Ich frage mich, was genau Harro vorhatte, denn offenbar hat er sein Ziel nicht erreicht, gar nicht erreichen können, so wie er sich benommen hat, andererseits war es für ihn sicher auch sehr schwer. Ich habe ihn mal gegoogelt, er hat wohl doch mehr erreicht als ich zunächst dachte, er gehörte zur "Roten Kapelle".


    Lil und Christian verabschieden sich gedanklich voneinander, ich schätze mal, jetzt kommt es bald wieder zum Treffen. Diese Liebesgeschichte kommt mir doch etwas aufgesetzt vor, ob es wohl wirklich so war?

  • Zitat

    Original von PMelittaM
    Diese Liebesgeschichte kommt mir doch etwas aufgesetzt vor, ob es wohl wirklich so war?


    Dazu habe ich gerade auf Maikens Homepage etwas gelesen, wer also nicht gespoilert werden will, sollte davon zunächst die Finger lassen. Ich bin aber ganz froh, dass ich das nun weiß, ein Kopfzerbrechen weniger ...

  • Zitat

    Original von PMelittaM


    Dazu habe ich gerade auf Maikens Homepage etwas gelesen, wer also nicht gespoilert werden will, sollte davon zunächst die Finger lassen. Ich bin aber ganz froh, dass ich das nun weiß, ein Kopfzerbrechen weniger ...


    Ich wollte es wissen und bin deinem Tipp gefolgt. Ich bin unschlüssig, ob es nicht doch ohne die Info schöner zu lesen wäre. :gruebel

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

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    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Ich bin nun auch endlich mit diesem Abschnitt durch. Leider habe ich momentan nicht so viel Lesezeit, wie ich gerne hätte - selbst die Züge sind so überfüllt, dass ich häufig kein lauschiges Plätzchen zum Lesen finde. Also geht es weiter in Schneckentempo voran, was das Buch eigentlich nicht verdient hat, wie ich finde.


    Zitat

    Original von n8eulchen
    Was mich ein wenig überrascht hat war, dass Amy nicht schwanger war. Ich hatte es nämlich so gelesen, dass sie wegen einer Schangerschaft mit nach Brasilien geht. Sinngemäß hat Lil sie doch gefragt, ob sie vom Schlimmsten ausgehen muss und Amy hat geweint oder bejaht. Für mich war das in ihrer Situation dann eine Schwangerschaft.


    Ich habe gerade extra noch mal nachgelesen. Auf Seite 178 oben heißt es: "Ich hoffe, es ist nicht das, was ich jetzt denke." Ich denke, ihr bezieht euch auf diesen Satz, sonst habe ich gerade auf die Schnelle nichts passendes gefunden. Ohne Zusammenhang würde ich das in dieser Situation wohl auch so interpretieren, auf der Vorseite steht jedoch "Ihre Schminke war jetzt vollkommen verlaufen. Ein dunkelblauer Fleck am oberen Wangenrand schimmerte durch die dicke Puderschicht." Deshalb bezieht sich Lil hier wohl eher auf den blauen Fleck in Amys Gesicht und damit wohl darauf, das Rod sie geschlagen hat.



    Zitat

    Original von streifi
    Lils Werdegang finde ich schon beeindruckend, allerdings wundert mich dass sie ihr Pseudonym ihrem Verleger gegenüber so locker aufrecht erhalten kann. Als sie den Zeppelin in Brasilien besucht stellt sie sich ja auch mit richtigem Namen vor. Den Kapitän scheint es nicht zu stören, das eine Frau ihn interviewt :-)


    Ich finde auch, sie schlägt sich sehr gut. Auch dass sie auf die Idee kommt unter einem männlichen Pseudonym zu schreiben und wie sie auf den Namen des Pseudonyms kommt fand ich richtig klasse. Dass sie ihre wahre Identität so lange aufrecht erhalten kann, lag wohl auch ein bisschen an der Zeit. Telefone gab es wohl noch nicht so verbreitet, zur Not wurde ein Telegramm aufgegeben, und aus New York wird sie wohl auch so bald keinen Besuch erhalten. Warum sollte jemand in der Zeitung daran zweifeln, dass sie ist, wer sie vorgibt zu sein? Ich fand es auch sehr schön, dass es den Kapitän und auch den Deutschen nicht gestört hat, dass eine Frau sie interviewt. Das scheint die Zeitungen wirklich mehr gestört zu haben, als den Rest der Menschheit.


    Zitat

    Original von streifi
    Christians Ausbildung geht voran. Und die Nazis werden immer präsenter. Für ihn sehe ich keine große Gefahr, dafür hält er sich zu weit raus. Ich bin aber gespannt wie die Geschichte mit Harro weitergeht.


    Ich bin da auch mal gespannt. Er scheint sich so gar nicht mit den Ideen und Wertvorstellungen identifizieren zu können. Wahrscheinlich hat er dafür auch einfach schon zu viel gesehen von der Welt. Das könnte aber auch noch problematisch für ihn werden, da ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, wie er seelenruhig dabei zusieht, wie andere gequält werden.


    Bei den Briefen, die bei Lil nie ankommen bin ich, wie viele andere auch schon der Meinung, dass die Mutter sie abfängt. Es wird ja irgendwo geschrieben, dass sie mit dem deutschen Matrosen nicht einverstanden war. Ich bin aber mal gespannt, ob sie die Briefe aufbewahrt, oder weggeschmissen hat, und ob Lil irgendwann herausbekommt, was die Mutter getan hat.

    :lesend Joanne K. Rowling; Der Ickabog

    :lesend Philip Reeve; Die verlorene Stadt (eBook)

    :lesend Robert Galbraith; The Cuckoo's Calling (Hörbuch: Robert Glenister)

  • Zitat

    Original von hollyhollunder


    Ich wollte es wissen und bin deinem Tipp gefolgt. Ich bin unschlüssig, ob es nicht doch ohne die Info schöner zu lesen wäre. :gruebel



    Da ich generell das Nachwort zuerst lese wusste ich das von Anfang an. Ich glaube dann macht es einem tatsächlich nicht so viel aus. Hätte ichs nicht gewusst wäre ich glaub ich auch eher nicht begeistert...

  • Zitat

    Original von Maharet



    Da ich generell das Nachwort zuerst lese wusste ich das von Anfang an. Ich glaube dann macht es einem tatsächlich nicht so viel aus. Hätte ichs nicht gewusst wäre ich glaub ich auch eher nicht begeistert...


    Das kann ich leider nur so unterschreiben :-(
    Ich bin schon seit längerem fertig, aber kann mich noch zu keiner Gesamtmeinung zu dem Buch entschließen, genau wegen dieses Punktes... Oh mann, was so ein kleines Detail ausmachen kann :lache

  • Ich hätte es am liebsten bis zum Ende so gelesen, als wären Christian und LIl fiktive Personen und auch ihre Liebesgeschichte und alles drumrum. Die Daten und Fakten über die Zeppeline und ihre Erbauer und ihre Luftreisen habe ich als real gesehen.


    Das Nachwort lese ich immer erst danach, da ich immer Angst habe, dass mir dadurch Spannung und Unvoreingenommenheit verloren gehen. :gruebel

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

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    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Zitat

    Original von hollyhollunder
    Ich hätte es am liebsten bis zum Ende so gelesen, als wären Christian und LIl fiktive Personen und auch ihre Liebesgeschichte und alles drumrum. Die Daten und Fakten über die Zeppeline und ihre Erbauer und ihre Luftreisen habe ich als real gesehen.


    Das Nachwort lese ich immer erst danach, da ich immer Angst habe, dass mir dadurch Spannung und Unvoreingenommenheit verloren gehen. :gruebel


    Ich habe dazu im letzten Abschnitt was geschrieben, weil mich die Sache tatsächlich etwas umtreibt.

  • Zitat

    Original von geli73



    Rod und Amy: Wie schon im letzten Abschnitt geschrieben: Ein riesiger Fehler von Amy. Ich hab das nicht so verstanden, dass sie damals schon schwanger war, als sie ihm nach Brasilien gefolgt ist. Sie war damals verzweifelt wegen der Armut und der Situation, in der sie lebte und er bot ihr ein sicheres und angenehmes Leben. Mit der Schwangerschaft ist sie noch abhängiger.
    Und wie kann ihre Tochter Joana ein fröhliches, glückliches Kind sein unter den Umständen, in denen sie leben muss? Der ständige Streit der Eltern. Die Tante, die gegen die Mutter steuert. Die Mutter, die eigentlich lieber ganz woanders wäre und wegen ihrer Tochter nicht gehen konnte. Ist für mich klar. Dazu noch eine gehörige Portion Erbgut. Armes Kind.


    Liebe Geli, du hast recht mit deiner Analyse: Amy war noch noch nicht schwanger, als sie mit Rod nach Brasilien ging. Sie wollte zum einen raus und zum anderen war sie in ihn verliebt - obwohl er so ein Schuft ist, (um dieses schöne, altmodische Wort mal wieder zu benutzen).


    Noch ein Wort zu Joana (und jetzt hoffe ich von Herzen, dass meine Nachbarn nicht mitlesen): In der Wohnung neben meiner wohnt (hörbar deutlich) Joanas Ebenbild. Ich glaube, ich musste mir das mal von der Seele schreiben... :-)

  • Habe ich das richtig verstanden, dass einige von euch eine Liebesgeschichte, in der man sich immer wieder verfehlt, nicht nachvollziehen können? Dann möchte ich gern etwas dazu sagen: Habt ihr euch nie gefragt, was geschehen wäre, wenn ihr an einem bestimmten Tag nicht den Weg genommen hättet, den ihr gegangen seid - sondern einen ganz anderen? Ich frage mich das oft - seitdem ich im Dezember 1984 in Rom einen Zug verpasst habe, der in die Luft gesprengt wurde. Was, wenn ich damals pünktlich gewesen wäre? Oder was, wenn ich an dem Tag, an dem ich meinem Mann zum ersten Mal begegnet bin, ganz woanders gewesen wäre? Solche Geschichten treiben mich um. Und die waren die Basis für diese Liebesgeschichte. Was, wenn Christian ein bisschen länger Deckswache an Bord der Orion gehabt hätte? Was, wenn die Briefe normal weitergeschickt worden wären? Unser Leben - und die Liebe - hängt von so vielen kleinen Entscheidungen ab...

  • Maiken
    Ich glaube eher, du hättest den Zug erreicht, wenn er nicht explodiert wäre. Und wenn du deinen Mann treffen solltest, hätte er an dem Tag auch einen anderen Weg genommen. Das Was-wäre-wenn würde mich nur ständig beschäftigen, ohne dass ich voran komme. :lache


    Und noch zur Glaubhaftigkeit: Einige Wissenschaftler, die sich mit der Hormonproduktion beim Verlieben beschäftigen, haben herausgefunden, dass das Hirn nur ca. 3-4 Monate den Stoff produzieren kann, wenn die Liebe nicht erwidert wird. Selbst wenn die beiden es wirklich mit dem Zusammensein wollten, sind sieben Jahre zwar romantisch, aber eigentlich nur ganz, ganz selten zu finden. Gelesen habe ich das in einem knallgrünen Monatsmagazin, das in Hamburg erstellt wird.

  • Zitat

    Original von Maiken
    Habe ich das richtig verstanden, dass einige von euch eine Liebesgeschichte, in der man sich immer wieder verfehlt, nicht nachvollziehen können? Dann möchte ich gern etwas dazu sagen: Habt ihr euch nie gefragt, was geschehen wäre, wenn ihr an einem bestimmten Tag nicht den Weg genommen hättet, den ihr gegangen seid - sondern einen ganz anderen? Ich frage mich das oft - seitdem ich im Dezember 1984 in Rom einen Zug verpasst habe, der in die Luft gesprengt wurde. Was, wenn ich damals pünktlich gewesen wäre? Oder was, wenn ich an dem Tag, an dem ich meinem Mann zum ersten Mal begegnet bin, ganz woanders gewesen wäre? Solche Geschichten treiben mich um. Und die waren die Basis für diese Liebesgeschichte. Was, wenn Christian ein bisschen länger Deckswache an Bord der Orion gehabt hätte? Was, wenn die Briefe normal weitergeschickt worden wären? Unser Leben - und die Liebe - hängt von so vielen kleinen Entscheidungen ab...


    Ja, und hätte man eine andere Entscheidung getroffen, hätte man ein anderes Leben gelebt und von dem möglichen nie gewusst, also auch nichts entbehrt ...

  • Die Vermutung mit den nicht weitergeschickten Briefen teile ich auch. Eigentlich kann es auch nicht anders sein.


    Unfair und fies finde ich es trotzdem und es würde mich nicht wundern, wenn das zum endgültigen Bruch zwischen Lil und ihrer Mutter (so sie denn die Verantwortliche ist) führen würde.


    Am interessantesten fand ich hier die geschichtlichen und politischen Beschreibungen, da ich aus der Zeit ja eh sehr viel lese.


    Nur die Zeppeline kamen mir ein büschen zu kurz. Bis auf das besichtigen der Graf Zeppelin war ja in diesem Abschnitt kaum etwas.
    Aber - immerhin wurde schon einmal der Bau der Hindenburg angekündigt - das verspricht einen spannenden nächsten Abschnitt.

  • Zitat

    Original von Büchersally


    Und noch zur Glaubhaftigkeit: Einige Wissenschaftler, die sich mit der Hormonproduktion beim Verlieben beschäftigen, haben herausgefunden, dass das Hirn nur ca. 3-4 Monate den Stoff produzieren kann, wenn die Liebe nicht erwidert wird. Selbst wenn die beiden es wirklich mit dem Zusammensein wollten, sind sieben Jahre zwar romantisch, aber eigentlich nur ganz, ganz selten zu finden. Gelesen habe ich das in einem knallgrünen Monatsmagazin, das in Hamburg erstellt wird.


    Dass die beiden sich ständig so knapp verfehlen stört mich nicht, ich finde auch einfach nur diese sieben Jahre Warten unglaubwürdig

  • Amy tut mir schon ein wenig leid. In Rod hat sie keinen guten Ehemann gefunden und in der ganzen Familie wird sie nur geduldet. Aber auf ihre kleine Tochter kann sie doch einwirken und sie erziehen.


    Christians Briefe kommen bei Lil nicht an. Ich vermute, das ihre Mutter die Briefe nicht weiterleitet. Das wäre natürlich der absolute Hammer. Die Mutter hatte sich bereits negativ über Christian geäußert, als Lil mit ihm eine Woche verbracht hat. Also kann es eigentlich nur so sein. Ich bin gespannt, ob die beiden doch noch irgendwie zueinander finden.


    Bei der Erwähnung von Nagasaki und Pearl Harbor musste ich schlucken. Das ist alles so traurig, was damals im Krieg passiert ist.

  • Lil und Christian treffen sich auf Hawaii wieder und ja sie leben die Liebe, doch dann müssen sie sich wieder trennen und Christian verspricht Briefe zu schreiben.
    Nur die Briefe kommen nie bei Lil an die nach Rio zu Amy aufgebrochen ist, ich denke mal die Briefe lässt die Mutter verschwinden.
    Amy hat es nicht gut getroffen, aber sowas hatte ich schon erwartet, denn Rod war nie ein guter Mann und er hat sie mit viel kalkül ausgesucht, sie hat keine Familie und ist fremd in dem Land und kann dazu die Sprache nicht.
    Lil geht ihren Weg und kann endlich schreiben auch wenn sie es unter einem anderen Namen tun muss.
    Christian macht erfahrungen mit der NS wenn man es denn so nennen will und verwirklicht seinen Traum zu fliegen.
    Beide schreiben sie Briefe die aber nie ankommen bzw. abgeschickt werden.


    Bei dem Abschnitt habe ich mich wieso auch immer etwas schwer getan und nun bin ich mal gespannt ob es mir mit dem nächsten Abschnitt wieder leichter fallen wird zu lesen.

  • Zitat

    Original von streifi


    Ich habe dazu im letzten Abschnitt was geschrieben, weil mich die Sache tatsächlich etwas umtreibt.


    Wenn ich eure Anmerkungen lese, werde ich immer neugieriger... ;-) Zum Glück ist der Abend noch relativ jung. :grin :grin



    Zitat

    Original von Maiken
    Habe ich das richtig verstanden, dass einige von euch eine Liebesgeschichte, in der man sich immer wieder verfehlt, nicht nachvollziehen können? Dann möchte ich gern etwas dazu sagen: Habt ihr euch nie gefragt, was geschehen wäre, wenn ihr an einem bestimmten Tag nicht den Weg genommen hättet, den ihr gegangen seid - sondern einen ganz anderen? Ich frage mich das oft - seitdem ich im Dezember 1984 in Rom einen Zug verpasst habe, der in die Luft gesprengt wurde. Was, wenn ich damals pünktlich gewesen wäre? Oder was, wenn ich an dem Tag, an dem ich meinem Mann zum ersten Mal begegnet bin, ganz woanders gewesen wäre? Solche Geschichten treiben mich um. Und die waren die Basis für diese Liebesgeschichte. Was, wenn Christian ein bisschen länger Deckswache an Bord der Orion gehabt hätte? Was, wenn die Briefe normal weitergeschickt worden wären? Unser Leben - und die Liebe - hängt von so vielen kleinen Entscheidungen ab...


    Ich gehöre zu denjenigen, die sich das sehr wohl vorstellen können. Ich glaube an ein Schicksal - also nicht so, dass das Schicksal bestimmen würde, was ich Morgen esse, sondern dass manche wegweisenden Situationen vorbestimmt sind. Die Frage, inwieweit man seber das Schicksal je nach Entscheidung beeinflussen kann, finde ich sehr spannend. Eine Antwort habe ich natürlich nicht... ;-) Es gibt einen schönen Film zu dem Thema: "Sliding Doors" mit Gwyneth Poltrow. Der Film zeigt die Geschichte einer Frau aus zwei Perspektiven: in der ersten erwischt sie im letzten Moment die U-Bahn - in der zweiten Version verpasst sie die U-Bahn und kommt daher erst später nach Hause.... Der weitere Weg verläuft demnach total unterschiedlich.



    Zitat

    Original von Büchersally
    Und noch zur Glaubhaftigkeit: Einige Wissenschaftler, die sich mit der Hormonproduktion beim Verlieben beschäftigen, haben herausgefunden, dass das Hirn nur ca. 3-4 Monate den Stoff produzieren kann, wenn die Liebe nicht erwidert wird. Selbst wenn die beiden es wirklich mit dem Zusammensein wollten, sind sieben Jahre zwar romantisch, aber eigentlich nur ganz, ganz selten zu finden. Gelesen habe ich das in einem knallgrünen Monatsmagazin, das in Hamburg erstellt wird.


    Das erinnert mich an die Diskussionen mit meinem Mann in denen er mir auch immer die Liebe biologisch erklären will. :lache Ich glaube ihr kennt mich alle schon gut genug, dass ich nicht betonen muss, wie ich zu dem Thema eingestellt bin. :schuechtern:lache Trotzdem ist Büchersallys Gedankenansatz wahrscheinlich nicht falsch. ;-) Aber gilt das auch für jemanden, der nicht genau weiss, dass die Liebe nicht erwidert wird. Es besteht in diesem Fall ja immer noch die Hoffnung, dass es andere Gründe gibt, warum die Briefe nicht beantwortet werden. Für die Liebenden gibt es keinen konkreten Hinweis, dass die Gefühle nicht erwidert werden, oder?


    Die eine Woche war so etwas Besonderes, was man nicht einfach so vergisst. Und anscheinend haben die beiden auch keine weiteren Menschen getroffen, die sie so berührt haben. Daher kann ich mir schon vorstellen, dass die Sehnsucht nach den gemeinsamen Erlebnisse über längere Zeit erhalten bleibt. Ja, ich weiss, ich bin eine unverbesserliche Romantikerin... :schaem Aber trotzdem: ich erinnere mich gut, dass ich meiner ersten grösseren Liebe lange nachgetrauert habe - mehr als 4 Monate! ;-)