'Verfolgung' - Seiten 135 - 236


  • Ja, die hatten mal was miteinander, auf jeden Fall im ersten Buch ...

  • Zitat

    Original von PMelittaM
    ...ich mag Andeutungen wie "hinterher würde er sagen, es war ein Überfall", die sich dann doch als harmlos herausstellen, aber Spannung aufbauen.


    Stimmt! Das habe ich trotz meines durch die spannenden Begebenheiten noch gesteigerten Lesetempos extra 2x gelesen und dann gerätselt! :grin
    Danke auch für deine Antwort zu L&M.
    Was deine Bemerkung auf der Vorseite angeht, dass Lisbeth nur begrenzt Informationen weiter gibt: Darüber habe auch ich mir Gedanken gemacht. Ob es wohl damit zu tun haben könnte, dass sie sicher sein will, ob die Recherche, welche beispielsweise Mikael aufgrund eben solcher Hinweise durchführen würde, möglichst keine Gefahr für ihn darstellt? Oder ist sie dazu zu "hart"? Sie zeigt uns ja immer wieder unterschiedliche Facetten. Wie schätzt ihr das ein? ?(
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Zitat

    Original von maikaefer


    Stimmt! Das habe ich trotz meines durch die spannenden Begebenheiten noch gesteigerten Lesetempos extra 2x gelesen und dann gerätselt! :grin
    Danke auch für deine Antwort zu L&M.
    Was deine Bemerkung auf der Vorseite angeht, dass Lisbeth nur begrenzt Informationen weiter gibt: Darüber habe auch ich mir Gedanken gemacht. Ob es wohl damit zu tun haben könnte, dass sie sicher sein will, ob die Recherche, welche beispielsweise Mikael aufgrund eben solcher Hinweise durchführen würde, möglichst keine Gefahr für ihn darstellt? Oder ist sie dazu zu "hart"? Sie zeigt uns ja immer wieder unterschiedliche Facetten. Wie schätzt ihr das ein? ?(
    :wave


    Wie ich schon schrieb, ich denke, sie schützt damit zunächst sich selbst bzw. will zunächst einmal selbst wissen, worum es geht und ob sie überhaupt will, dass andere das wissen. Auch früher hat sie sich ja vor allem auf sich selbst verlassen.

  • Zitat

    Original von PMelittaM


    Wie ich schon schrieb, ich denke, sie schützt damit zunächst sich selbst bzw. will zunächst einmal selbst wissen, worum es geht und ob sie überhaupt will, dass andere das wissen. Auch früher hat sie sich ja vor allem auf sich selbst verlassen.


    Weniger sich selbst schützen, als eben alles selbst machen. Sie hat m.E. kein Vertrauen in ihrer Umwelt, dafür ist sie zu oft belogen worden.

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Zitat

    Original von Luc
    Ich hatte hier und da auch Mühe mit diesem Leseabschnitt. Viele Sprünge, wenig leserfreundliche Übergänge.


    Es waren ätzend viele Cliffhanger. Vor allem bei der Geschichte von Faris. Das hat mich tatsächlich genervt, weil es so gewollt war und unnötig alle zwei, drei Seiten. Aber naja. Jetzt weiß ich ja um das ganze traurig Drama.


    Dass Holger so sterben musste, fand ich wirklich traurig. Er war ja schon länger sehr krank aber diesen Tod hat er nicht verdient. Schade. Er war für mich eine sehr wichtige Bezugsperson von Lisbeth und ich mochte ihn vom ersten Buch an.


    Aber jetzt finde ich richtig Gefallen an der Geschichte.

  • Irgendwie werde ich mit dem Buch nicht warm und so richtig spannend finde ich es auch nicht. :-( :gruebel Es gibt unheimlich viele Handlungsstränge und ständig wird irgendwas angedeutet, aber so richtig vermag es mich nicht zu packen.


    Dass Holger Palmgren ermordet wird, fand ich sehr traurig, das hatte er nicht verdient, auch wenn seine Lebensqualität gegen Null ging. Wenigstens hat es Hilda vorerst geschafft...


    Ich frage mich auch, ob und wie die Geschichte um Faria noch in die Haupthandlung eingebunden werden wird - wenn Lisbeth jetzt entlassen wird, dürfte sie ja erstmal keinen Kontakt mehr zu Faria haben, höchstens indirekt über die gemeinsame Anwältin.


    Ich mache mich mal an den nächsten Abschnitt und hoffe, dass ich an dem Ganzen vielleicht doch noch Gefallen finde...


    LG, Bella

  • Zitat

    Original von Lumos


    Sehe ich genauso.
    Das liegt vielleicht an deinem Ebook, Sabine. Da wirkt es möglicherweise etwas unübersichtlicher.


    An so mancher Stelle hätte ich mir gewünscht, es würde direkt weitergehen und ich müsste nicht ein, zwei Kapitel dazwischen warten. Dadurch habe ich schneller gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was mit Holger geschieht. Um ihn tut es mir echt leid. Er war so eine positive feste Größe in den bisherigen Bänden.

    Zitat

    Original von Lumos
    Hilda ist dieser Rakel ja gerade noch entwischt am Ende des Abschnitts :-).
    Die Brisanz dieser Dokumente ist mir noch nicht ganz klar, wird aber sicher bald weiter entschlüsselt werden.
    Was hat man damals für Sauereien mit den Kindern angestellt und "Studien" genannt :gruebel? Und was hat es mit dem "2. " Leo auf sich? Hängt sicher damit zusammen.


    Ich finde es wirklich spannend und gut gemacht wie diese ganzen Ermittlungen ineinandergreifen. So was kann auch schnell unübersichtlich und langweilig werden. Doch hier scheint mir Lagercrantz alle Erzählfäden fest in der Hand zu halten :-).


    Ob die Sache mit Faria auch noch damit zusammenhängt, oder ein paralleler Handlungsstrang bleiben wird - mal schauen.


    Bei der Erwähnung des 2. Leo haben bei mir alle Alarmglocken geschrillt. Wenn das mal nicht in Richtung klonen geht oder Versuchen an Zwillingen. Hildas Aufsatz könnte darauf hindeuten. Und Lisbeth hat ja auch eine Zwillingsschwester.
    Farias Brüder haben mit Benito Geschäfte gemacht, Drogen nehme ich an. Da kommt sicher noch was, würde mich wundern, wenn der Handlungsstrang so ausführlich aufgebaut wird mit Farias Hintergrund und allem, nur um dann im Sande zu verlaufen.


    Zitat

    Original von Lumos


    Ja, ich meine mich zu erinnern, dass sie im ersten Band eine Beziehung hatten, die mit einer bitteren Enttäuschung für Lisbeth endete, als sie Mikael kurz darauf mit Erika im Bett überrascht hat :gruebel.


    Genau, hatten sie. In der Hütte, wenn ich mich recht erinnere. Lisbeth hatte die Sache auch ernster genommen als Mikael und sie hatte darunter gelitten.


    Zitat

    Original von Lesebiene


    Weniger sich selbst schützen, als eben alles selbst machen. Sie hat m.E. kein Vertrauen in ihrer Umwelt, dafür ist sie zu oft belogen worden.


    Ich glaube, da kommt mehreres zusammen. Einerseits hat sie kein Vertrauen zu den Menschen, außer vielleicht zu Holger und andererseits ist es gewohnt, auf sich allein gestellt zu sein. Das legt man so schnell nicht ab.


    Ich hatte es so gar nicht erwartet, aber mir gefällt das Buch richtig gut. Mit den vielen springenden Handlungsfäden kann ich leben. Die Story gefällt mir, auch wenn Kinderheime in den letzten Jahren sehr sehr oft als Motiv und Hintergrund für aktuelle Verbrechen dienen mussten.

  • Lisbeth wurde immer wortkarg und zur Einzelgängerin, wenn es um ihre eigene Geschichte ging. Im ersten Band hatte sie bei der Mördersuche noch sehr eng mit Mikael zusammen gearbeitet.


    Cliffhanger an sich sind ja ganz nett, aber etwas übertrieben wird es hier mit diesem Stilmittel. Das wirkt leicht überwürzt.


    Ansonsten hat das Buch ausreichend Spannung und die Story bietet genug Brisanz und Tiefgang. Mikael stellt immer interessante Überlegungen an und Lisbeths Mythos lebt auch von der Geheimniskrämerei. Es liest sich insgesamt schon wie ein echter Larsson. ;-)

  • Zitat

    Original von Lumos


    Ja, ich meine mich zu erinnern, dass sie im ersten Band eine Beziehung hatten, die mit einer bitteren Enttäuschung für Lisbeth endete, als sie Mikael kurz darauf mit Erika im Bett überrascht hat :gruebel.


    Ja so habe ich das auch in Erinnerung aus dem Film. Der endete ja damals kurz nach der Szene als Lisbeth MIkael mit Erika überrascht hat.


    Dass Palmgren mit seinem Anruf einen Fehler begangen hat, war ihm ja selbst sofort klar. Jetzt ist er also tot. Das wird Lisbeth bestimmt ziemlich mitnehmen, schliesslich war er der Einzige, dem sie mehr oder weniger vertraut hat bzw. sowas wie ihre Familie.

  • Dieser Abschnitt hat einige offene Fragen beantwortet. Besonders Faris Geschichte fand ich sehr dramatisch. Für mich ist es unvorstellbar von der eigenen Familie eingesperrt zu werden, um mit einem Mann zwangsverheiratet zu werden. Ihre Brüder spielen das Spiel mit. Leider passiert das ja wohl im wahren Leben auch und das auch in Deutschland. Jetzt wird die arme bis in Gefängnis von ihren Brüdern verfolgt, die eine Deal mit Benito haben.
    Salamanders Geschichte entwickelt sich auch recht interessant. Vielleicht erfahren wir jetzt endlich mal, was sie in ihrer Jugend passiert ist, das sie zu der Person gemacht hat, die sie geworden ist. Hier bin ich sehr gespannt, was hier noch ans Licht kommt.
    Sehr dramatisch auch die Ermordung von Holger Palmgren. Es scheint ja auch mit Salanders Geschichte zusammen zu hängen. Also wir haben einige interessant Handlungsstränge, die mich neugierig auf den nächsten Absatz machen.

  • Zitat

    Original von hollyhollunder:


    Dass Holger so sterben musste, fand ich wirklich traurig. Er war ja schon länger sehr krank aber diesen Tod hat er nicht verdient. Schade. Er war für mich eine sehr wichtige Bezugsperson von Lisbeth und ich mochte ihn vom ersten Buch an.


    Ich fand auch, dass er nicht sterben musste und wenn, dann nicht so. Mir war er auch sympathisch.


    Die vielen verschiedenen Handlungsstränge stören mich überhaupt nicht. Diesen Abschnitt fand ich sehr spannend. Vom Gefühl her, würde ich fast sagen ein echter Larsson.


    Die Verbindung zwischen Benito und Faris Brüdern finde ich sehr interessant. Auf die Idee wäre ich nicht gekommen. Da ist bestimmt noch was großes im Busch. :gruebel


    Ich bin schon gespannt wie es weiter geht.

  • Nun nimmt die Geschichte Fahrt auf. Merkwürdigerweise gefallen mir die Teile bisher mehr, in denen Lisbeth nicht beteiligt ist.
    Für mich erfolgen die Wechsel teilweise zu schnell, so dass der Lesefluss schon beeinträchtigt wird. Insbesondere wenn zwei Begebenheiten sich gegenseitig unterbrechen, empfinde ich das als störend.
    Faria hat ein hartes Schicksal erlitten, aber das ihres Freundes ist noch schlimmer. Er hat seine Ansichten mit dem Leben bezahlt, während Faria unter dem Einfluss der Familie steht, die ihre Tochter / Schwester für ihr besseres Leben verschachern. Vielleicht gibt ihr Lisbeths Verhalten Kraft, sich mehr zur Wehr zu setzen.
    Die Vernetzung verschiedener krimineller Organisationen ist ja schon lange ein Thema, während die Vernetzung bei den Ermittlungsbehörden nicht so recht voran kommt. In den USA ist es zwischen den Behörden eher ein Konkurrenzkampf als Zusammenarbeit und ich vermute, dass es in Europa auch so ist. Und Daten sammeln bringt da auch nicht viel, es sei denn Lisbeth Salander macht es.
    Gespannt bin ich auf die Geschichte von Leo Mannheimer.

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