'Blutmöwen' - Seiten 058 - 097

  • Ich habe gestern Abend direkt weitergelesen und heute früh beim ersten Kaffee den zweiten Abschnitt beendet.

    Ich "befürchte", ich werde nicht lange für das Buch brauchen. Es liest sich einfach sehr spannend und macht Spaß. Nuri Önal wird mir übrigens immer sympathischer. Seine große Szene in der Dorfkneipe fand ich toll.

    Der Abschnitt hier lädt ja wunderbar zum Spekulieren ein. Ich habe auch extra nicht weitergelesen, damit ich das jetzt auch tun kann, ohne mehr zu wissen.

    Ich glaube immer noch nicht, dass der Sohn seinen Vater getötet hat. Allerdings vermute ich, dass er im letzten Kapitel dieses Abschnitts nicht mit einer Frau telefoniert hat, sondern mit einem Mann. Sollte ich Recht haben, muss es für so einen Menschen wie Enno Brodersen ja eine herbe Enttäuschung gewesen sein. So jemand kann mit der Homosexualität seines Stammhalters sicher nicht umgehen.
    Skeptisch bin ich auch bei der Geschichte, die die Schwester erzählt. Ich kann nicht glauben, dass sie nicht mitbekommen hat, worum es in dem lautstarken Streit zwischen ihren Eltern gegangen ist. Ich vermute eher, dass sie etwas gehört hat, was sie so schockiert hat, dass sie deshalb geflohen ist.
    Sie ist gerade meine Hauptverdächtige. Warum? Keine Ahnung, ist nur so ein Gefühl.

    Spannend finde ich auch das enge Verhältnis zwischen Ennos Frau und dem Pfarrer. Ich hoffe nicht, dass er der Sohn von Karsten ist. Das wäre aber zu abgedreht, oder? ;-)
    Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass die beiden Geschwister nicht denselben Vater haben, weil Elke Brodersen in ihrer Verzweiflung sich vielleicht "Hilfe" oder ein bisschen Glück gesucht hat.


    Berührt hat mich die Lebensgeschichte von Elke Brodersen. Sie steht wohl exemplarisch für viele Frauen. Das ist ja eines der Dinge, die ich an dieser Reihe so schätze. So viel Spaß Frau Sörensen oder die Hessen machen und so schön die Umgebung, die Beziehung zwischen Helene und Simon usw. beschrieben wird, es werden immer auch ein oder mehrere ernste Themen angesprochen. Für mich gehört das zu Helene Christ dazu.


    Ich freue mich jetzt auf den nächsten "Mitspieler", diesen Dierksen.


  • Ich geh auch mal davon aus, dass Karsten schwul ist und es deswegen Zoff in der Familie gab.

    Vielleicht war das auch der Anlass für den Streit am Freitag.

    Die Ehe war ja wirklich die Hölle. Für enorm war es wohl praktisch, dass seine Frau bedingungslos ihm bedingunslos folgte und ihn wohl auf verquere Weise geliebt hat. So hat er sich für die Brautwerbung nicht verbiegen müssen und hat letztendlich seinen Stammhalter bekommen.


    Traurig was die Frau alles mit sich hat machen lassen.... in der Generation war es ja auch noch schwieriger zu gehen. Was hätte sie denn dann machen sollen? Sie wollte ja nicht aus der Gegend weg und dann hatte sie auch noch zwei Kinder. Und was denken dann die anderen im Dorf?


    Nuris Auftritt am Stammtisch war grandios :lache damit haben die natürlich nicht gerechnet, dass er Platt versteht.

    Ich bin ja mal gespannt, was er beim Notar rausgefunden hat. Schien ja so wichtig zu sein, dass Dierksen erstmal außen vor schien.


    Schön, dass Frau Sörensen sich so schnell erholt hat. Als der Staatsanwalt sie gesehen hat, dachte ich im ersten Moment, dass er stänkern würde. Aber scheinbar gehört auch er zu den Hundefreunden.


    Die Szene an Bord mit Wein und Sonnenuntergang hatte ich bildlich vor Augen. Dagegen hätte ich jetzt auch nix :lache

  • War’s wohl doch nichts mit meiner Idee beim Tierarzt. Hmmm... aber irgendeine Bewandtnis muss es mit Frau Sörensens Verletzung ja haben. Also für irgendetwas muss es noch wichtig sein, glaube ich. Mal abwarten.


    Der tiefere Einblick ins Familienleben der Brodersens weckt keine große Sympathie für den Toten. Aber ob wirklich jemand aus der Familie der Täter war? Und die Tochter hat eine Verlobung a la Romeo und Julia am Laufen. Schon hart, dass sie einfach die Flucht ergriffen hat als sie mitbekam, dass der Vater die Mutter schlägt. Nicht mal Hilfe geholt oder so. Sie muss wirklich riesige Angst vor ihm haben.


    Ich gehe davon aus, dass Karsten schwul ist. Da der Name genannt wurde gibt es für mich nur einen weiteren Grund, warum das Gespräch komplett als Dialog ohne beschreibenden Text abgelaufen ist und der ist, um die Pronomen zu vermeiden. Karsten hat einen Geliebten, der auf ihn wartet... es gab Ärger mit dem Vater. Vielleicht war die Folge von dieser Auseinandersetzung dann auch der Streit zwischen Brodersen und seiner Frau. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie ihren Sohn verteidigt hat (auch wenn das für sie als streng religiöse Frau ja vermutlich auch nicht so in Ordnung ist).


    Jetzt ist schon fast die Hälfte des Buches rum, und immer noch kein Schimmel! ;( Hoffentlich taucht er bald mal auf.

    „Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

    - Meister Yoda

  • Jetzt ist schon fast die Hälfte des Buches rum, und immer noch kein Schimmel! ;( Hoffentlich taucht er bald mal auf.

    Ich verrate nicht zuviel, denke ich, wenn ich dir sage, dass er sogar seinen ziemlich langen, wichtigen, ja geradezu furiosen Auftritt bekommt ... :rofl Wie könnte Helene denn auch ohne ihn einen Fall lösen? Obwohl - ich weiß gar nicht mehr so genau, ob sie diesen Fall überhaupt wird lösen können ... Na, warten wir´s mal ab. :knuddel1

  • Also Karsten macht sich immer verdächtiger, grad mit dem Telefonat


    Rina und sogar die Mutter hätten auch ein grosses Motiv, wobei die Mutter körperlich nicht in Frage kommt, denk ich. Und Rina war ja nicht da, sagt sie.


    Hauke Dierksen ist ein Widerling, aber ich glaube nicht der Täter, sein Sohn Jörn war ja segeln mit Rina


    Komisch finde ich den Pastor, der hat doch was zu verbergen. Vielleicht hatte er sogar was mit Frau Brodersen, wer weiss das schon.. :sehrverdaechtig


    Ich liebe norddeutsche Krimis,ich mag das wenn ich viel kenne was dort beschrieben wird und ich mag natürlich die Mentalität der Fischköppe unheimlich..bin ja selber ein Fischkopp :dafuer

  • Ich weiss nicht, ich fand Dierksen jetzt nicht unsymphatisch. Das was er macht ist natürlich jetzt nicht so toll, aber menschlich fand ich ihn im Gespräch mit Nuri nicht verkehrt.


    Und den Pastor habe ich als tolle Nebenfigur empfunden. Dass er nichts sagen darf, weil es ihm im Vertrauen gesagt wurde, fand ich nicht ungewöhnlich und Helene gegenüber empfand ich ihn recht einfühlsam. Dass er nicht versucht hat mit ihr über ihre Art des Glaubens zu disukitieren, sondern es nur wissen wollte, hat mir gut gefallen...

  • Mit Dierksen habe ich mein Feindbild gefunden, egal ob er was mit dem Mord zu tun hat oder nicht ( ich glaube eher nicht) diese "Landgeier" sind grässlich!


    Auf die Idee, dass Karsten schwul ist, wäre ich nicht gekommen, aber das macht absolut Sinn. Sein Vater hat es raus bekommen und wollte ihn enterben ...

  • Beim EBook war das Telefonat von Karsten am Anfang des Abschnitts. Karsten soll einen Sohn haben? Oder vermutest Du, dass der Pastor der Vater ist?

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Äh kurze Anmerkung, weder der Pastor noch Dierksen tauchen in diesem Abschnitt auf, also bitte aufpassen und nix spoilern. :wave

    Ich glaube, EBook und Printbuch sind gewaltig unterschiedlich. In diesem Abschnitt spricht Helene doch mit dem Pastor und Nuri befragt Diersen sen. :gruebel

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Beim EBook war das Telefonat von Karsten am Anfang des Abschnitts. Karsten soll einen Sohn haben? Oder vermutest Du, dass der Pastor der Vater ist?

    Also bei mir findet das Telefonat in Kapitel 17 statt und das ist das letzte Kapitel dieses Abschnitts.

    Ich habe oben vermutet, dass der Pastor Karstens Vater sein könnte.

  • Ich glaube, EBook und Printbuch sind gewaltig unterschiedlich. In diesem Abschnitt spricht Helene doch mit dem Pastor und Nuri befragt Diersen sen. :gruebel

    Hier die Einteilung nach Kapiteln:

    Prolog bis Kap. 7

    Kap. 8 bis Kap. 17

    Kap. 18 bis Kap. 25

    Kap. 26 bis Epilog